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Cornelia
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Anzahl der Antworten 136
zuletzt 29. Mai

Tierheim oder nicht?

Immer wieder lese ich, dass Tiere im Tierheim abgegeben werden müssen, da die Halter die Tierarztkosten nicht stemmen bzw. die Futterkosten nicht mehr bezahlen können. Das kommt mir sehr unlogisch vor. Ist das Tier im Tierheim entstehen doch viel höhere Kosten wie wenn man das Tier bei seinem Halter ließe und die Kosten für z.B. den Tierarzt übernehmen würde. Was meinst Du?
 
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Carola
28. Mai 05:10
Es ist schon gruselig was da manchmal passiert und leichtfertig Hunde oder auch andere Tiere angeschafft bzw wieder abgegeben werden.
Ich selber habe es mir genau überlegt ob ich die Kosten für meine Hunde tragen kann und tatsächlich eine OP Versicherung nach der enormen Erhöhung der Tierarztkosten abgeschlossen. Bisher habe ich immer für den Tierarzt Geld beiseite gelegt und zum Glück selten gebraucht. Wenn es dann mal soweit war hatte ich das Geld. Das tue ich natürlich immer noch zusätzlich zu der OP Versicherung denn es gibt ja auch andere Erkrankungen.
Es kann natürlich immer eine Situation eintreten wo man aus anderen bzw eventuell gesundheitlichen Gründen dem Hund nicht mehr gerecht werden kann. Meine Freundin, der eigentlich die finanziellen Mittel für einen Hund fehlen, hat den Hund von jemandem übernommen der ihn wegen Krankheit nicht mehr selbst halten kann. Diese Leute sind aber sehr verantwortungsbewusst und sie übernehmen sämtliche Arztkosten, Versicherung Futter und Steuer für den Hund und sind froh dass er bei meiner Freundin ein wundervolles Leben hat. Auch das ist manchmal eine Möglichkeit.
 
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Carolin
28. Mai 05:25
Du bist mir über. Ich kenne die Tierschutz Arbeit nicht praktisch. Ich gehöre bislang nur zu denjenigen, die Geld geben. Möglicherweise verliert man in der Praxis sozusagen den Glauben an die Menschheit. Ich hatte immer schon Tiere. Als Kind wäre ich lieber verhungert als mein Tier zu verlieren. Maximilian- mein Hamster - war kugelrund. Es gab kein Obst-, Gemüsestück, das ich gegessen habe, wovon Maximilian nichts abbekam. Meine Mutter hatte Mühe mich zu bremsen. Und so ist es geblieben. Möglicherweise gehe viel zu viel von mir aus.
Aber ist es nicht auch Tierliebe sich gegen ein eigenes Tier zu entscheiden wenn man die finanziellen Mittel nicht hat?
 
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Heike
28. Mai 05:43
Die Tierheime haben in der Regel Verträge mit den Städten und Kreisen und sind daher verpflichtet immer Fundtiere, die z.B. Feuerwehr und Polizei bringen, sowie Sicherstellungen ( das ist z.B.bei schlechter Haltung oder wenn wieder mal ein illegaler Welpentransport gestoppt wird) aufzunehmen. Deswegen machen manche Besitzer aus ihren Tieren auf einmal "Fundtiere".
Das stimmt, da kommen dann Mal 20 Hunde von einem illegalen Welpenhandel.
Und die Toilette muss umfunktioniert werden zum Welpenzimmer. Habe ich schon öfter gehört.
 
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Heike
28. Mai 05:56
Jein, hier bei uns gibt es die anonyme Tierklappe. Tier plus Unterlagen in die Box, fertig.
In Gießen gibt es auch so eine Hundeklappe.
 
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Heike
28. Mai 06:16
Ich habe mir VOR der Anschaffung des Hundes eine 4stellige Summe zusammen gespart,
weil ich aus Erfahrung weiß, wie teuer ein Tier werden kann und ich ihm die beste Behandlung zukommen lassen möchte. Und es kommt monatlich eine weitere Summe aufs "Hundekonto" für alle Fälle.
Leider ist es ja auch so, dass die Leute aus Geldmangel oft viel zu spät zum Tierarzt gehen und das Tier dann lange leiden muss, oder gar nicht mehr zu retten ist.
Das finde ich unverantwortlich, ein Tier anzuschaffen ohne jede Weitsicht nach dem Motto, es wird schon irgendwie gehen 🤦🐾🐾 Es geht um ein Lebewesen!!!, das auf seinen Menschen angewiesen ist.
Hier hat Mal eine Dame berichtet, sie hatte eine französische Bulldogge, die sehr krank war und sie eine 5stellige Summe für den Hund ausgeben musste und der Hund ist dann nur 1,5 Jahre alt geworden. Damit muss man eben rechnen.
 
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Lena
28. Mai 06:23
Gleichwohl stellt sich die Frage: Tierhaltung ein Luxusgut? Gibt's eine "natürliche Sehnsucht" des Menschen nach einem Tier? Ich denke dabei an die vielen Empfehlungen sich ein Tier anzuschaffen, die gegeben werden, gerade um emotionalen Problemen anzugehen. Marianne Koch spricht sogar davon, jedem Rentner ein Hund auf Krankenschein ....Einsamkeit, Bewegung...etc. Auch in der Erziehung von Kindern spielen Tiere eine unbestreitbare bedeutende Rolle...
Die Vorteile für Menschen sind nicht strittig.
Die Frage ist was kostet es, was nützt es im Zweifel und was ist realisierbar?

Es würde auch jedem Menschen nützen keine Geldsorgen zu haben (bedingungsloses Grundeinkommen), diskutabel, ob es finanzierbar ist.

Und was über allem stehen sollte, ist das Tierwohl.
Ist es wirklich Tierwohlgerecht jedem die Haltung von einem Haustier zu ermöglichen?
Glaube ich nicht.

Der einzige Fall, wo ich mir finanzielle Unterstützung vorstellen kann, um die Haltung eines Tieres weiter zu ermöglichen, sind Assistenzhunde, da diese Teilhabe ermöglichen sollen.
 
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Gabriele
28. Mai 07:19
...und für Kinder ist das schlimm und schwer!!! ..... ...als Erwachsener kann ich mich zu trocken Brot und Wasser setzen....aber mit Kindern? Gleichwohl finde ich es von Dir natürlich super!👍
Kinder lernen dann aber auch vielleicht vorher nachzudenken, Vorsorge in Form von Ersparnissen in guten Zeiten zu treffen. Und daß man für alles arbeiten muss. Sprich ein verantwortungsbewußter Erwachsener zu werden. Das Leben ist leider KEIN Ponyhof.
 
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Gabriele
28. Mai 07:21
Nichts aber das Leben ist nunmal nicht immer fair. Ist sicherlich eine harte aber wichtige Lektion und Erfahrung für die Zukunft gewesen.
Das hast du schöner ausgedrückt als ich.
 
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Sonja
28. Mai 07:21
Ich habe mir VOR der Anschaffung des Hundes eine 4stellige Summe zusammen gespart, weil ich aus Erfahrung weiß, wie teuer ein Tier werden kann und ich ihm die beste Behandlung zukommen lassen möchte. Und es kommt monatlich eine weitere Summe aufs "Hundekonto" für alle Fälle. Leider ist es ja auch so, dass die Leute aus Geldmangel oft viel zu spät zum Tierarzt gehen und das Tier dann lange leiden muss, oder gar nicht mehr zu retten ist. Das finde ich unverantwortlich, ein Tier anzuschaffen ohne jede Weitsicht nach dem Motto, es wird schon irgendwie gehen 🤦🐾🐾 Es geht um ein Lebewesen!!!, das auf seinen Menschen angewiesen ist. Hier hat Mal eine Dame berichtet, sie hatte eine französische Bulldogge, die sehr krank war und sie eine 5stellige Summe für den Hund ausgeben musste und der Hund ist dann nur 1,5 Jahre alt geworden. Damit muss man eben rechnen.
Auch eine vier oder 5 stellige summe kann schnell aufgebraucht sein, wenn es Schicksalsschlag/Schläge gibt, das kan jedem auch "Bestverdienenden" passieren....das sind dann die "echten Notfälle" wie ich weiter unten schon schrieb..., aber das sind Ausnahmen....Die Mehrheit von "....ich kann nicht mehr leisten Fälle..." sind welche wo die Leute vor Anschschaffung sich einfach zuwenig überlegten, z.B. sich spontan Tiere anschafften weil der Nachbar auch so eins hat, weil die Kinder quengelten, weil es gerade mode ist,..... letzteres trifft besondrs für QZ Rassen wie z.B. Bulldoggen etc. zu. Aber auch die welche meinen , ....ach ein kleiner Hund kostet nicht viel...und sich deswegen dann gesundheitlich sehr vorbelastete Tiere/Rassen kaufen wie z.b. die ganzen "Zwerg und Toy" Variationen... Und dann sind es auch noch jene die am falschen Ende sparen/sparen wollen :.... sich ein Tier/Hund von Vermehrer und andern "zwielichtigen Quellen kaufen" und/oder Leute die Tierkrankenversicherung /OP Versicherung gar kicht errst in vetracht ziehen/abägen...und dann kanns sehr schnell sehr teuer werden und locker in den 4 oder gar 5 stelligen Tierarztkosten bereich gehen, und leider auch nicht selten von "jetzt auf gleich".....
 
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Thomas
28. Mai 07:31
...Jetzt muss ich nochmal dumm nachfragen...Haben eigentlich nicht alle Tierheime dieselben Richtlinien? Langsam komm ich ins Schwimmen! Gut, der Tierhalter soll nicht aus seiner Verantwortung Kann er aber machen, indem er das Tier aussetzt. Rechtlich gesehen muss man ihn erstmal finden. Das Tierheim muss diese Tiere aufnehmen, kann aber die Aufnahme verweigern, wenn der Halter persönlich vorbei kommt. Richtig? Das Tierheim kann einen Aufnahmestopp verhängen, also kein Platz mehr... und wenn doch noch ein Tier gefunden wird? ... Daneben gibt es noch "Babyklappen" für Tiere! Ab wann ist ein Tierheim wirklich voll und was dann?
Fast alle Tierheime in Deutschland werden von Vereinen betrieben, sind also privat finanziert (Spenden, Erbschaften und Mitgliedsbeiträge).

Manche Tierheime haben Verträge mit den umliegenden Gemeinden und übernehmen für die Gemeinden (die eigentlich dafür zuständig sind) die Fundtierbetreuung. Das ist sehr häufig ein Zuschussgeschäft, wird also aus o.g. Einnahmequellen querfinanziert.

Richtlinien welche Tiere aufzunehmen sind, gibt es nicht - das entscheidet jedes Tierheim für sich alleine. Genauso entscheidet es an wen Tiere vermittelt werden. Ebenso liegt es an jedem Tierheim Aufnahme- und Abgabegebühren selber festzulegen.

Das Aussetzen eines Tieres ist übrigens eine Straftat. Kann der Aussetzende ermittelt werden drohen hohe Geldstrafen und zusätzlich zuvilrechtliche Schadensersatzforderungen durch das aufnehmende Tierheim.

Wie gesagt, ausser bei Fundtieren (wenn ein Vertrag mit den Gemeinden besteht) muss ein Tierheim kein Tier aufnehmen.

Für jedes Tierheim gibt es eine Betriebserlaubnis, die die Höchstzahl der Tiere festlegt. Meistens arbeiten die Tierheime mit deutlich weniger Tieren, weil die Personal- und Finanzkapazitäten für einen Volllastbetrieb gar nicht ausreichen.
Bei uns liegt z.B. die zulässige Höchstzahl an Hunden bei 120. Betreut werden allerdings meist nur bis zu 60 Hunde, weil zu wenig Mitarbeiter für noch mehr Tiere da sind.