Wir hatten früher Hofhunde und das waren echte Senfhunde. Die hatten ihren Job auf dem Hof und den haben sie richtig gut gemacht. Sie kamen und wenn man sie rief und sie machten sogar Sitz und Platz-das war's. Mehr brauchten sie auch nicht denn sie hatten den Auftrag niemanden ins Haus zu lassen und diesen Auftrag haben sie sehr gut erledigt. Wenn doch mal jemand reinkam und dann kam er halt nicht mehr raus und musste warten bis wir ihn befreiten. Das waren aber keine Hunde mit denen man in der Stadt hätte leben können. Da passten sie gut, in mein heutiges Leben würden sie einfach nicht passen und es ginge ihnen einfach auch nicht gut.
Solche Hofhunde hatten wir auch. Hofmixe mit völlig unbekannten Rasseanteilen, auch optisch Null zuzuordnen.
Die haben das gleiche gemacht wie euere. Waren den ganzen Tag draußen und sind aus der Hütte gekommen, um Passanten zu verbellen. Wurden nie trainiert oder erzogen, haben sich aber nie weit vom Grundstück entfernt oder die Nutztiere bedrängt geschweige denn verletzt.
Obwohl sie nicht kastriert waren, hatten sie tatsächlich nur einen Wurf mit 4 Welpen. Meine Eltern haben sie in der Nachbarschaft verschenkt.
2 wurden bei versuchten Einbrüchen erschlagen, haben aber rechtzeitig ihre Besitzer alarmiert. Noch Jahre später haben diese davon erzählt, dass die Hunde die Einbrüche verhindert haben und sie in Ehren gehalten. Tot waren sie trotzdem. Der dritte wurde vergiftet und der vierte hat überlebt. War eine Hündin direkt bei der Nachbarin gegenüber. Wenn die auf die Hündin geschimpft hat, weil sie ihr Blumenbeet zerbuddelt hat kam sie immer zu uns gelaufen 😅.
Ach ja so ein Hundeleben ist für viele glaube ich völlig unvorstellbar. Diese Hunde hätten auch nie im Leben in eine Wohnung in Deutschland gepasst. Aber das mussten sie ja auch nicht. Für ihre Umgebung und ihre Aufgabe waren sie aber perfekt. Das hätte kein Rassehund besser gemacht.