Home / Forum / Spaß & Tratsch / Eigenschaften Rasse gegen Mischling

Verfasser-Bild
Sabine
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 295
zuletzt 11. Juni

Eigenschaften Rasse gegen Mischling

Hallo zusammen ich mach mir gerade Gedanken, dass ein bekannter Hundetrainer,der immer propagiert hat, dass es wichtig ist vor dem Kauf eines Hundes zu überlegen was einem wichtig ist. Also z.B. kein Jagdtrieb, wachsam oder familienfreundlich, viel Energie oder eher wenig usw. Dazu gab es auch kostenlose Beratung in den Hundeschulen. Jetzt hat er eine Tierschutzorganisation gegründet und vermittelt Hunde aus dem Ausland bei denen man weder weiß was sie erlebt haben noch welche Rassen enthalten sind. Oft ist ja ein großer Anteil Jagd- oder Herdenschutzhund enthalten. Was denkt ihr darüber?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Yvonne
8. Juni 08:56
Wenn ich darauf warten würde, dass ich hier im Tierheim einen passenden Hund für mich finde kann ich lange warten. Hier sind in der Regel Listenhunde (die in Bayern nicht vermittelt werden dürfen) und problematische Hunde (Beissvorfälle etc.). Vielleicht ist das in anderen Tierheimen anders 🤷‍♀️
Leider nein, das ist in etwa in allen Tierheimen gleich.
Allerdings sind die kleinen und unproblematischen Hunde auch als erstes weg 🤷🏻‍♀️
 
Beitrag-Verfasser
S
8. Juni 09:04
Wenn ich darauf warten würde, dass ich hier im Tierheim einen passenden Hund für mich finde kann ich lange warten. Hier sind in der Regel Listenhunde (die in Bayern nicht vermittelt werden dürfen) und problematische Hunde (Beissvorfälle etc.). Vielleicht ist das in anderen Tierheimen anders 🤷‍♀️
Auch hier sind es meist Listenhunde, Bully XL und Schäferhunde aus schlechter Haltung die Tierheimplätze lange "blockieren". Deswegen sehe ich die meist gut vermittelbaren Hunde aus dem Ausland, die nur kurzzeitig im Tierheim sind auch nicht als DAS Problem an. Vielmehr sind Vermehrer das Problem und Leute, die sich ganz unüberlegt einen Hund von solch einer Stelle holen.

Manchmal muss man vielleicht auch in mehreren Tierheimen schauen und nicht nur an dem Ort wo man wohnt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jörg
8. Juni 09:11
Kann hypothetische Fragen natürlich beantworten, nur bringt uns das in der Diskussion ja nicht wirklich weiter. Wenn deutsche Tierheime tatsächlich an dem Punkt wären, dass Tiere massenweise getötet werden müssten, dann wäre ich natürlich dagegen. Allerdings, und das sage ich bereits die ganze Zeit, würde ich mich dann genauso fragen, warum weiterhin neue Hunde gezüchtet werden, während die vorhandenen nicht versorgt werden können. Bei vollen Tierheimen wird sehr oft der ATS diskutiert, aber selten, dass hier gleichzeitig ständig neue Hunde produziert werden.
Siehste und wenn es soweit kommt wird es Deutschland denke ich auch dazu führen das Züchten verboten wird. Ich kenne kein Land das irgendwie so offen ist das dort Hunde importiert werden. Außer ein halter aus einem anderen Land wandert irgendwohin aus. Und selbst dann kann das auch sich sehr schwierig gestalten. Mit meinem Hund zb nach Dänemark kannst du komplett abhacken.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katja
8. Juni 09:21
Kann hypothetische Fragen natürlich beantworten, nur bringt uns das in der Diskussion ja nicht wirklich weiter. Wenn deutsche Tierheime tatsächlich an dem Punkt wären, dass Tiere massenweise getötet werden müssten, dann wäre ich natürlich dagegen. Allerdings, und das sage ich bereits die ganze Zeit, würde ich mich dann genauso fragen, warum weiterhin neue Hunde gezüchtet werden, während die vorhandenen nicht versorgt werden können. Bei vollen Tierheimen wird sehr oft der ATS diskutiert, aber selten, dass hier gleichzeitig ständig neue Hunde produziert werden.
Same here!

Und da in Berlin nix war (da war Brandenburg auch noch „Listenland“ und von daher saßen die da wie Blei, sind wir bis Cottbus gefahren!

Die meinten dort auch zu uns: sie kriegen halt die komplett verkorksten Hunde, mit denen keiner mehr klarkommt… egal woher!
Die einfachen, wenn sie nicht direkt weitergegeben werden, sind so schnell weg, da hat man als normaler Interessent kaum ne Chance.
Wir sind dann daraufhin bei einem Hund aus Spanien (von Pflegestelle) gelandet.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Gabriele
8. Juni 09:22
Ich will schlicht und ergreifend einen Hund von einem guten Züchter. Gute Züchter sind keine Vermehrer, sondern tun alles für ihre Hunde. Die Hunde sind offen und zutraulich und wenn etwas nicht funktioniert, dann ist es mein Fehler. Wenn ich nicht klarkomme kann ich dort fragen und eine Rücknahme ist geregelt. Ich weiß wie groß der Hund ungefähr wird und welches Verhalten im Normalfall überwiegt. Auch Gesundheitstests werden durchgeführt. Erkranken kann der Hund sicherlich trotzdem, aber es wird alles dafür getan, dass das hoffentlich nicht eintritt. Und dafür werde ich mich nicht rechtfertigen.
Warum der Hundetrainer jetzt umgeschwenkt ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Er wird seine Gründe haben.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
8. Juni 09:26
Nochmal: Mir ging es nicht darum, ob ATS die Ursachen des Problems löst oder nicht. Meine Frage bezog sich auf den moralischen Maßstab, der hier angelegt wird. Wenn man der Ansicht ist, dass man sich zuerst fragen sollte, ob ein Hund aus dem örtlichen Tierheim infrage kommt, dann müsste sich diese Frage doch jeder stellen, der einen Hund anschaffen möchte - also auch jemand, der sich für einen Hund vom Züchter entscheidet. Und was die Aussage betrifft, man rette einen Hund und zehn neue würden nachkommen: Die Rettung dieser Hunde ist ja nicht die Ursache für deren Existenz. Ob man nun einen einzelnen Hund aufnimmt oder nicht, hat diese Hunde nicht hervorgebracht. Deshalb habe ich mich gefragt, warum die moralische Frage mal wieder einseitig dem ATS-Halter gestellt wird.
Ja sollte und dann muss man so ehrlich sein und und sich fragen ob ,,retten" beide Seite zufrieden stellt. Hund und Mensch.

Ich kann das für mich mit nein beantworten, eben weil ich genau weiß was ich will und brauche und was ich nicht will und brauche. Deswegen der Weg zum Züchter beim nächsten Hund. Bei dritten Hund (sollte es dann noch einen geben) bewerte ich alles wieder neu, angepasst an die dann vorliegenden Umständen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
8. Juni 09:31
Es gibt keine Diskussion über Tötungsstationen in Deutschland. Vielleicht mal zurück zum Thema, s. Dogoramahinweis.
Auch heute werden bereits schon gesunde Hunde eingeschläfert wenn es keinen passenden Platz gibt.

https://youtube.com/shorts/svljBnSEAFU?is=bjlCH8sVZGSNUG7v
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katja
8. Juni 09:35
Mir ist Rasse oder Mischling eigentlich egal, so lange der Hund (und zwar genau DIESES Individuum!) zu mir passt.
Klaro: beim Züchter kann man sich die Rasse und die Aufwuchsbedingungen aussuchen. Aber ein Garant für einen passenden Hund ist das nicht -> auch hier gibt‘s genug Beispiele, dass sich auch da Entwicklungen einstellen können, die durchaus zu Konflikten führen.

Mir war als Ersthund-Besitzer eine möglichst gute Einschätzung wichtig, also sollte es ein erwachsenes Tier sein. Klar, gibt’s auch ab und an mal aus der Zucht (Rückläufer, doch nicht für die Zucht geeignet…), aber da ist man schon eher bei der Nadel im Heuhaufen… gerade, wenn man sich schon auf eine bestimmte Rasse festgelegt hat!

Also Mischling und da 1. möglichst realitätsnahe Lebensumstände (Pflegefamilie), 2. Einschätzung von Leuten mit Erfahrung (uns wurde von etlichen Hunden mit guten Gründen abgeraten, auch wenn die rosarote Brille was anderes sagte 🥴) 3. die Möglichkeit den Hund selber kennenzulernen (mit der ganzen Familie) -> sollte also dicht dran sein.

So haben wir den für uns perfekten Hund gefunden, der echt zu uns passt wie A… auf Eimer!😀

Ich finde nix Verwerfliches daran, diesen ganzen Prozess nicht komplett dem zukünftigen Hundehalter zu überlassen, sondern das professionell aufzuziehen. Etliche sind da ja offenbar ziemlich überfordert.
Ich habe das Projekt von Steve Kaye und auch den anderen bekannten Namen (haben ja alle inzwischen ähnliche Projekte) genau so verstanden…

PS: Woher der Hund kommt, ist für mich da eigentlich nicht wichtig. Nur vom Vermehrer sollte es nicht sein, da ich sowas nicht unterstützen möchte. Die Argumente mit „die leiden“ oder „kommen aus der Tötungsstation“ lösen bei mir allerdings einen gegenteiligen Reflex aus -> Mitleid ist beim Hundekauf ein schlechter Ratgeber, finde ich! Schließlich sucht man einen Partner für mindestens die nächsten 10Jahre, da sollten andere Kriterien zählen!!!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
SandrA
8. Juni 09:55
Ja sollte und dann muss man so ehrlich sein und und sich fragen ob ,,retten" beide Seite zufrieden stellt. Hund und Mensch. Ich kann das für mich mit nein beantworten, eben weil ich genau weiß was ich will und brauche und was ich nicht will und brauche. Deswegen der Weg zum Züchter beim nächsten Hund. Bei dritten Hund (sollte es dann noch einen geben) bewerte ich alles wieder neu, angepasst an die dann vorliegenden Umständen.
Genau das war eigentlich mein Punkt.
Ich finde nur, dass man sich die Frage, ob man einem Hund gerecht werden kann, unabhängig von seiner Herkunft stellen sollte. Ob der Hund nun aus dem Tierheim, dem ATS, vom Züchter oder aus Privatvermittlung kommt - die Verantwortung ist gleich.

Wenn jemand - wie du es beschreibst - nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss kommt, dass ein Hund vom Züchter für sie/ihn der richtige Weg ist, würde ich das nicht moralisch infrage stellen. Umgekehrt fällt mir aber wieder auf, dass die Entscheidung für einen Hund aus dem ATS moralisch bewertet oder besonders kritisch hinterfragt wird. Genau diese unterschiedliche Betrachtung habe ich angesprochen - nicht mehr und nicht weniger.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michaela
8. Juni 09:58
Ja und daran siehst du das die Menschen wie die Regierung dort vor Ort, es schlichtweg egal ist. Und natürlich fühlt sich das für uns schlecht an. Aber ganz ehrlich es wird sich nichts dort ändern durch unser tun. Einer wird gerettet und 10 neue stehen in den Startlöchern. Und davon sterben wieder 9. Und es wird leider immer so weiter gehen wenn sich dort vor Ort die Politik sich nicht ändert.
Da gebe ich dir vollkommen recht. Es muss vor Ort was passieren.