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Lotta
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Anzahl der Antworten 185
heute 13:54

„Der Tierarzt will doch nur Geld verdienen!“

„Der Tierarzt will doch nur Geld verdienen!“ – Diesen Satz kann ich langsam nicht mehr hören. Kaum ist ein Hund krank, geht es um Wurmkuren, Zeckenschutz, Medikamente oder Futter, dauert es keine fünf Minuten, bis dieser Satz fällt: „Der Tierarzt will doch nur Geld verdienen.“ Ganz ehrlich – denkt ihr eigentlich einmal darüber nach, was ihr da behauptet? Welcher von euch geht jeden Morgen zur Arbeit und sagt: „Ich brauche kein Gehalt.“ Niemand! Jeder möchte für seine Arbeit fair bezahlt werden. Warum sollte das ausgerechnet für Tierärzte nicht gelten? Eine Tierarztpraxis finanziert sich nicht von allein. Da müssen Miete, Strom, Wasser, Versicherungen und Steuern bezahlt werden. Moderne Röntgen-, Ultraschall- oder Narkosegeräte kosten oft Zehntausende Euro. Medikamente, Labortechnik, OP-Material und Verbrauchsmaterialien müssen ständig angeschafft werden. Dazu kommen Gehälter für die Mitarbeiter und regelmäßige Fortbildungen, damit eure Tiere nach aktuellem medizinischem Stand behandelt werden können. Und trotzdem wird bei jeder Rechnung sofort unterstellt: „Die wollen doch nur Geld verdienen.“ Ja, natürlich müssen Tierärzte Geld verdienen – genauso wie jeder Handwerker, jede Pflegekraft, jeder Bäcker oder jeder andere Beruf auch. Dann wird ständig über die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) geschimpft. Dabei wird oft vergessen, dass sie nach vielen Jahren angepasst wurde, während in nahezu allen anderen Bereichen die Preise und Löhne längst gestiegen sind. Warum sollte ausgerechnet die Tiermedizin davon ausgenommen sein? Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Praxen. Manche rechnen günstiger ab, andere teurer – je nach Ausstattung, Aufwand oder Notdienst. Jeder Tierhalter kann selbst entscheiden, welche Praxis er aufsucht. Was mich aber besonders stört, sind die ständigen Unterstellungen. Egal ob Wurmkur, Floh- und Zeckenschutz, Medikamente oder Spezialfutter – sofort heißt es: „Der Tierarzt verdient daran.“ Unsere Tierärztin hat uns einmal ein Futter empfohlen und den Namen einfach aufgeschrieben. Wir haben es selbst gekauft. Sie hätte es bestellen können, hat es aber nicht getan. Dieses pauschale Misstrauen passt einfach nicht zu den Erfahrungen, die viele Tierhalter machen. Und wir sollten eines nicht vergessen: Die Tiermedizin hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Bluttransfusionen, moderne Narkosen, CT, MRT, spezialisierte Operationen, Chemotherapien oder aufwendige Zahnbehandlungen retten heute Tiere, die früher keine Chance gehabt hätten. Unsere eigene Hündin wäre nach einem Behandlungsfehler beinahe gestorben. Erst eine Tierklinik konnte sie mit einer Notoperation und einer Bluttransfusion retten. Dafür bin ich bis heute unendlich dankbar. All diese Möglichkeiten gibt es nicht kostenlos. Forschung, Technik, Medikamente und hochqualifiziertes Personal kosten Geld. Aber genau davon profitieren unsere Tiere. Und noch etwas: Jeder Tierhalter kann vorsorgen. Es gibt OP-Versicherungen, Krankenversicherungen, Tarife mit Selbstbeteiligung oder die Möglichkeit, regelmäßig Geld für Notfälle zurückzulegen. Wer sich bewusst gegen jede Form der Vorsorge entscheidet, kann im Ernstfall nicht den Tierarzt dafür verantwortlich machen, dass eine notwendige Behandlung Geld kostet. Natürlich gibt es – wie in jedem Beruf – auch schwarze Schafe. Aber deshalb einen ganzen Berufsstand unter Generalverdacht zu stellen, ist unfair. Ein Tier zu halten bedeutet Verantwortung. Dazu gehören nicht nur Futter, Spielzeug und schöne Spaziergänge, sondern auch die Bereitschaft, für eine notwendige medizinische Versorgung aufzukommen. Vielleicht sollten wir alle etwas weniger pauschal urteilen und etwas mehr Wertschätzung für die Menschen zeigen, die oft Tag und Nacht alles dafür tun, das Leben unserer Tiere zu retten. Kritik ist völlig in Ordnung. Pauschale Unterstellungen helfen niemandem – am wenigsten unseren Tieren.
 
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Thomas
15. Aug. 16:10
Absolut richtig, dass das Kosten verursacht. Ich denke aber Tatsache, dass ein tierarzt das wohl überlegt heraus schickt und nicht unbedingt immer an seine kompletten registrierten Patientendaten. Bspw waren wir schon bei verschiedenen Ärzten auch mal zum impfen wegen Öffnungszeit etc. Gründe. Die Karte zur Erinnerung zur Impfung bekomme bzw bekam ich nicht von 5 Ärzten geschickt, bei denen wir nur 1, 2x waren, sondern von dem wo wir eig immer sind. Also ich glaube es wird da schon nach "Bestandskunden" gefiltert, es ist für mich auch absolut kein must have, was ich dringend benötige, ich denke da auch selbst dran. Aber prinzipiell ein netter (wenn auch ungefragter) Service finde ich. Allein die Tatsache wäre peinlich das dem Kunden in Rechnung zu stellen. Kaufland verlangt auch keine Gebühr dafür, dass dir Werbung in den Briefkasten gesteckt wird, die du evtl nicht mal haben möchtest. Also ich empfinde das als "Kunde" als netten, aber freiwilligen Service von Seiten des TA. (außer ich würde vorher explizit gefragt, ob ich es gegen Gebühr so möchte) Durchaus mit dem wirtschaftlichen Hintergedanken Thema Kundenbindung usw. Aber ist doch ok, wenns für beide Seiten passt.
Ich gehe mal davon aus das die Postkarte ein vom Hundehalter gebuchter Service ist.

Ich kenne es so das man
a) gefragt wird, ob man überhaupt Erinnerungen erhalten möchte und
b) die dann per eMail kommen

Und dann macht die Berechnung des Portos auch Sinn...
 
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Sabine
15. Aug. 16:36
Ich gehe mal davon aus das die Postkarte ein vom Hundehalter gebuchter Service ist. Ich kenne es so das man a) gefragt wird, ob man überhaupt Erinnerungen erhalten möchte und b) die dann per eMail kommen Und dann macht die Berechnung des Portos auch Sinn...
Ich wurde gefragt, aber der Service (per Postkarte) ist umsonst. Tatsächlich finde ich die Postkarte auffälliger, die liegt dann da, bis ich einen Termin vereinbart habe. Mails bekommt man meist täglich viele, Postkarten eher nicht.
 
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Katja
15. Aug. 16:52
Ich gehe mal davon aus das die Postkarte ein vom Hundehalter gebuchter Service ist. Ich kenne es so das man a) gefragt wird, ob man überhaupt Erinnerungen erhalten möchte und b) die dann per eMail kommen Und dann macht die Berechnung des Portos auch Sinn...
Ich habe auch mal eine Postkarte als Erinnerung von einer Tierarztpraxis bekommen. Ich wurde nicht gefragt, ob ich das möchte.
Das hatte mich sehr gewundert, weil das mein erster und letzter Besuch bei der Tierärztin war. Es verlief sehr ungut und zum Schluss hatte sie mich sogar angeschrien.
 
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W
15. Aug. 18:13
Vergleichen kann man die Preise nicht überall. Ich war mit meinen beiden anderen Hunden in 2 Praxen. Eine davon gibt keine Auskunft über Preise. Fragt man, was eine Kastration kostet, braucht man ein Kastrationsgespräch. Will man die Kosten für einen Kastrationschip wissen, braucht man ein Kastrationschipgespräch. Das wird natürlich alles abgerechnet und kostet soviel wie eine Konsultation, 50 €. Deshalb ist diese untransparente Praxis bei mir raus.
Es ist auch für Tierärzte nicht leicht mit den Hunde oder Tierhaltern zurecht zu kommen! Mit meiner Tierärztin kann ich mich gut unterhalten und sie hat Kenntnisse über alles was meine Hunde betrifft. Mit mehreren Hunden bin ich noch nie zu verschiedenen Tierärzten gegangen. Das sie bei jemandem mal kurz angebunden war der sehr anstrengend ankam und mich als unbeteiligten schon nervte habe ich wahrgenommen und verstanden. Tierärzte sind Menschen die erstmal helfen wollen, und machen dann ihre Praxiserfahrung mit anderen Menschen. Menschen die unterschiedliche Ansichten haben und nicht wissen wie es gerade in der Praxis hinter den Türen zu geht.
Für ein vernünftiges Gespräch mit dem Tierarzt Ärztin muss Zeit und die Möglichkeit da sein. Das liegt aber oft garnicht am Arzt wenn es nicht klappt.
Von der Tierärztin zur Uniklinik Hannover und danach wieder zur Haustierärztin die mir immer zu Seite gestanden hat das ist schon
vorgekommen.
 
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Heike
15. Aug. 19:21
Wenn die Got jedes dieser 23 Jahre 1% oder auch 1 1/2 % aufgeschlagen hätte, würde kein Tierbesizer/Hundehalter rumjammern/rumschimpfen.... Es ist echt zum 🤮 wieviele HH nicht nur hier auf Dogorama offensichtlich die neusten Diagnose/Behandlung aber zum Preis von vor 20 Jahren erwarten🙈🤪.....( nur mal so nebenbei der Preis von Grundlebensmittel hat sich in den letzten 20 Jahren mindestens verdoppelt ( ohne "inovation" und "forschung" Brot wurde auch vor 100+ Jahren nicht wirklich anders hergestellt als heute) , und da flucht kaum einer um.... Alle die über die jetzigennTA kosten schimpfen sollten sich selbst mal an kopf fassen und fragen ob sie selbst noch zu gleichen Löhnen wie vor 20+Jahrn arbeiten/arbeiten würden....
So ist es!
 
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Anna
15. Aug. 19:25
Nur kurz zu dem Kaninchen Thema. Natürlich müssen auch Karniggel Voruntersuchungen bekommen. was machst du denn wenn z.B nicht beide Hoden abgestiegen sind oder es sich doch um ne Häsin handelt? Dann hat der Tierarzt den OP Termin umsonst geblockt und eine Stunde Leerlauf und Verdienstausfall weil es "ja nur ein Kaninchen" ist?!
zu der ganzen Preisdiskussion kann ich mich gar nicht äußern, sonst eskaliert mein Blutdruck....
als TFA, die zu einem Lohn arbeitet, für den viele von euch nicht mal aufstehen würden. Wir stehen zig Stunden in der Woche, Nachts, Wochenends, mit Notfällen dazwischen, schwierigen Besitzern und allem da. Wir bemühen uns wirklich, dass allen möglichst gut geholfen wird. Und ich kann euch sagen, am Ende des Tages ist so eine Praxis auch keine Gelddruckmaschine.
Und alles sind nur Menschen. Niemand ist gezwungen, irgendeine Behandlung oder Diagnostik durchführen zu lassen. Jeder Tierhalter sollte in dem Maße mündig sein, dass er auch sagen kann was er will oder eben auch nicht will.
so jetzt hab ich doch mehr geschrieben als ich wollte.
ich geh mir nen Tee machen😮‍💨
 
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Aga
heute 07:27
Nur kurz zu dem Kaninchen Thema. Natürlich müssen auch Karniggel Voruntersuchungen bekommen. was machst du denn wenn z.B nicht beide Hoden abgestiegen sind oder es sich doch um ne Häsin handelt? Dann hat der Tierarzt den OP Termin umsonst geblockt und eine Stunde Leerlauf und Verdienstausfall weil es "ja nur ein Kaninchen" ist?! zu der ganzen Preisdiskussion kann ich mich gar nicht äußern, sonst eskaliert mein Blutdruck.... als TFA, die zu einem Lohn arbeitet, für den viele von euch nicht mal aufstehen würden. Wir stehen zig Stunden in der Woche, Nachts, Wochenends, mit Notfällen dazwischen, schwierigen Besitzern und allem da. Wir bemühen uns wirklich, dass allen möglichst gut geholfen wird. Und ich kann euch sagen, am Ende des Tages ist so eine Praxis auch keine Gelddruckmaschine. Und alles sind nur Menschen. Niemand ist gezwungen, irgendeine Behandlung oder Diagnostik durchführen zu lassen. Jeder Tierhalter sollte in dem Maße mündig sein, dass er auch sagen kann was er will oder eben auch nicht will. so jetzt hab ich doch mehr geschrieben als ich wollte. ich geh mir nen Tee machen😮‍💨
Du triffst es genau auf den Punkt, bin auch TFA und hätte es besser nicht formulieren können.
 
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Peter
heute 09:16
Polen oder Ungarn sind billiger.💡keine GOT -freie Marktwirtschaft.Ebenso Belgien,Österreich Frankreich.
Kann sein, wird aber nicht unbedingt von den Versicherungen bezahlt.
Und über die Vorgehensweise, die in Grenzgebieten sicherlich üblich ist, könnte man nen neuen Thread eröffnen 😉👋
 
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Steffi
heute 11:51
Polen oder Ungarn sind billiger.💡keine GOT -freie Marktwirtschaft.Ebenso Belgien,Österreich Frankreich.
Seit wann ist Österreich billiger? Da hab ich schon vor sieben Jahren DEUTLICH mehr gezahlt als in Deutschland
 
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Angelika
heute 12:42
Da gebe ich dir recht. Auch ist mein Tierarzt oft erreichbar, wenn er keinen Dienst hat und kommt in die Praxis bei Notfällen. Mein Hund hatte früher mit Entzündung beim Auge zu kämpfen, da hat er mir sogar ein paar mal keine Arztkosten verrechnet, weil wir sooft da waren….