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Lotta
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heute 13:54

„Der Tierarzt will doch nur Geld verdienen!“

„Der Tierarzt will doch nur Geld verdienen!“ – Diesen Satz kann ich langsam nicht mehr hören. Kaum ist ein Hund krank, geht es um Wurmkuren, Zeckenschutz, Medikamente oder Futter, dauert es keine fünf Minuten, bis dieser Satz fällt: „Der Tierarzt will doch nur Geld verdienen.“ Ganz ehrlich – denkt ihr eigentlich einmal darüber nach, was ihr da behauptet? Welcher von euch geht jeden Morgen zur Arbeit und sagt: „Ich brauche kein Gehalt.“ Niemand! Jeder möchte für seine Arbeit fair bezahlt werden. Warum sollte das ausgerechnet für Tierärzte nicht gelten? Eine Tierarztpraxis finanziert sich nicht von allein. Da müssen Miete, Strom, Wasser, Versicherungen und Steuern bezahlt werden. Moderne Röntgen-, Ultraschall- oder Narkosegeräte kosten oft Zehntausende Euro. Medikamente, Labortechnik, OP-Material und Verbrauchsmaterialien müssen ständig angeschafft werden. Dazu kommen Gehälter für die Mitarbeiter und regelmäßige Fortbildungen, damit eure Tiere nach aktuellem medizinischem Stand behandelt werden können. Und trotzdem wird bei jeder Rechnung sofort unterstellt: „Die wollen doch nur Geld verdienen.“ Ja, natürlich müssen Tierärzte Geld verdienen – genauso wie jeder Handwerker, jede Pflegekraft, jeder Bäcker oder jeder andere Beruf auch. Dann wird ständig über die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) geschimpft. Dabei wird oft vergessen, dass sie nach vielen Jahren angepasst wurde, während in nahezu allen anderen Bereichen die Preise und Löhne längst gestiegen sind. Warum sollte ausgerechnet die Tiermedizin davon ausgenommen sein? Natürlich gibt es Unterschiede zwischen den Praxen. Manche rechnen günstiger ab, andere teurer – je nach Ausstattung, Aufwand oder Notdienst. Jeder Tierhalter kann selbst entscheiden, welche Praxis er aufsucht. Was mich aber besonders stört, sind die ständigen Unterstellungen. Egal ob Wurmkur, Floh- und Zeckenschutz, Medikamente oder Spezialfutter – sofort heißt es: „Der Tierarzt verdient daran.“ Unsere Tierärztin hat uns einmal ein Futter empfohlen und den Namen einfach aufgeschrieben. Wir haben es selbst gekauft. Sie hätte es bestellen können, hat es aber nicht getan. Dieses pauschale Misstrauen passt einfach nicht zu den Erfahrungen, die viele Tierhalter machen. Und wir sollten eines nicht vergessen: Die Tiermedizin hat in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte gemacht. Bluttransfusionen, moderne Narkosen, CT, MRT, spezialisierte Operationen, Chemotherapien oder aufwendige Zahnbehandlungen retten heute Tiere, die früher keine Chance gehabt hätten. Unsere eigene Hündin wäre nach einem Behandlungsfehler beinahe gestorben. Erst eine Tierklinik konnte sie mit einer Notoperation und einer Bluttransfusion retten. Dafür bin ich bis heute unendlich dankbar. All diese Möglichkeiten gibt es nicht kostenlos. Forschung, Technik, Medikamente und hochqualifiziertes Personal kosten Geld. Aber genau davon profitieren unsere Tiere. Und noch etwas: Jeder Tierhalter kann vorsorgen. Es gibt OP-Versicherungen, Krankenversicherungen, Tarife mit Selbstbeteiligung oder die Möglichkeit, regelmäßig Geld für Notfälle zurückzulegen. Wer sich bewusst gegen jede Form der Vorsorge entscheidet, kann im Ernstfall nicht den Tierarzt dafür verantwortlich machen, dass eine notwendige Behandlung Geld kostet. Natürlich gibt es – wie in jedem Beruf – auch schwarze Schafe. Aber deshalb einen ganzen Berufsstand unter Generalverdacht zu stellen, ist unfair. Ein Tier zu halten bedeutet Verantwortung. Dazu gehören nicht nur Futter, Spielzeug und schöne Spaziergänge, sondern auch die Bereitschaft, für eine notwendige medizinische Versorgung aufzukommen. Vielleicht sollten wir alle etwas weniger pauschal urteilen und etwas mehr Wertschätzung für die Menschen zeigen, die oft Tag und Nacht alles dafür tun, das Leben unserer Tiere zu retten. Kritik ist völlig in Ordnung. Pauschale Unterstellungen helfen niemandem – am wenigsten unseren Tieren.
 
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Nathalie
15. Aug. 13:46
Ich habe jetzt eine ganz ganz tolle Tierärztin, nachdem ich letztes Jahr die Praxis gewechselt habe.
Ja sie ist etwas teurer als andere bzw unsere alte Praxis , aber das ist mir egal .....
Sie beraten sehr gut , hat bei unserer Katze in 3 Monaten eine Allergie in den Griff bekommen ,was die alte Praxis nicht in 1,5 Jahren geschafft hat....
Da habe ich zum. Schluß die Antwort bekommen nachdem Lucy sich wieder das Fell ausgerissen hat ,dann ist das halt so .... Manche Katzen machen das ....
Sie wollten ihr ein Medikament geben ,was für Katzen nicht zugelassen ist nur für Hunde und da habe ich gesagt ,das ich das nicht mache.... Darauf hin wurde die Ärztin sauer und sagte ,dann können wir nichts mehr machen....

Praxis gewechselt ,jetzt ist alles gut ....und bei meiner Hündin hat die neue Praxis ein Tierarzttraining über Monate kostenlos mit mir gemacht.....

Dann bezahle ich lieber mehr und meine Tiere kommen gut mit unserer Tierärztin zurecht.
 
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Tina
15. Aug. 13:49
Ich bin auf jeden Fall aktuell davon überzeugt, dass unser Tierarzt nicht einfach nur auf Geld verdienen aus ist bzw eig fast alle Tierärzte bei denen ich in unserer Region war.

Ich empfinde es bisher alles als fair und nachvollziehbar, bei uns in der Region sind glaube ich eher viele "kleine" Tierärzte oder auch Gemeinschaftspraxen ansässig und weniger Kliniken mit bekannten Namen und Franchise System.

Genau das macht mir Angst, habe ich auch schon in Dokus gegesehen wie namhafte "Franchise" - Kliniken die Leute abzocken, wenig transparenz, die Kosten werden wohl oft nicht begründet bzw einfach erhoben auch vermeintlich unnötig und man kann als HH nicht beweisen dass dies oder das gar nicht nötig war.

Ich hoffe das unsere tollen, kleinen Tierarztpraxen die ich bisher so kenne und auch alle anderen kleinen tollen Praxen sich halten können und niemals von ner Art Franchise gefressen werden.
 
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Marie
15. Aug. 13:52
Ich bin auf jeden Fall aktuell davon überzeugt, dass unser Tierarzt nicht einfach nur auf Geld verdienen aus ist bzw eig fast alle Tierärzte bei denen ich in unserer Region war. Ich empfinde es bisher alles als fair und nachvollziehbar, bei uns in der Region sind glaube ich eher viele "kleine" Tierärzte oder auch Gemeinschaftspraxen ansässig und weniger Kliniken mit bekannten Namen und Franchise System. Genau das macht mir Angst, habe ich auch schon in Dokus gegesehen wie namhafte "Franchise" - Kliniken die Leute abzocken, wenig transparenz, die Kosten werden wohl oft nicht begründet bzw einfach erhoben auch vermeintlich unnötig und man kann als HH nicht beweisen dass dies oder das gar nicht nötig war. Ich hoffe das unsere tollen, kleinen Tierarztpraxen die ich bisher so kenne und auch alle anderen kleinen tollen Praxen sich halten können und niemals von ner Art Franchise gefressen werden.
👍🙏🙏
 
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Sebbi
15. Aug. 14:27
Jetzt muss ich Annett B. aber mal etwas in Schutz nehmen: Der von ihr beschriebene Arzt macht (wenn ich ihren Aussagen glauben darf) wirklich alles – außer einen seriösen Eindruck. Sprüche wie „Seien Sie nicht so geizig“ oder eine völlig intransparente Abrechnung gehen menschlich und professionell gar nicht.

Aber rein wirtschaftlich betrachtet sieht die Sache eben anders aus.
Die Arztwahl ist absolut frei. Jeder Tierarzt ist Unternehmer und kann seine Preise im Rahmen der GOT so ansetzen, wie er möchte. Wenn er trotz dieser hohen Sätze und der fragwürdigen Art genug Kunden hat, die das klaglos bezahlen, macht er aus betriebswirtschaftlicher Sicht alles richtig.
Ein höherer Preis ist am freien Markt kein Garant für bessere Leistung – er zeigt nur, dass der Arzt seine Marktposition voll ausschöpft.

Am Ende korrigiert der Markt so ein Verhalten aber immer selbst.

Überspannt ein Dienstleister den Bogen, wandern die Kunden ab (so wie Annett).
Wenn dadurch die Praxis leerer wird, muss er entweder die Preise senken oder hat irgendwann ein reales Existenzproblem.

Dass sie die 18 km ins Umland fährt, ist genau die richtige Konsequenz – der Markt regelt sich am Ende immer über die Füße der Kunden.
 
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Sina
15. Aug. 14:44
Zum Thema "muss man sich halt einen Günstigeren suchen":

Bei uns in München und Umkreis zB (und vermutlich auch allen anderen vergleichbaren Großstädten) gibt es keine Tierärzte mehr, die den einfachen Satz anbieten. Und wenn, wären sie vermutlich über Wochen ausgebucht.

Ich finde es auch nicht sinnvoll mal eben eineinhalb Stunden zu einem Tierarzt mit einfachem Satz zu fahren.Bei Vor und Nachsorge kann man das sicher machen, generell möchte ich aber schon, dass mein Tierarzt die (recht lange) Krankenakte meiner Hunde, wenn es ein akutes Problem gibt.

Dieses "muss man eben den Tierarzt wechseln" ist da oft zu kurz gedacht.
Eher sollte man sich dann fragen, ob man sich Hundehaltung generell noch leisten kann.
Oder man muss eben dafür auf den Urlaub, das Auto, das teure Hobby verzichten, anstatt dem vermeintlich günstigsten Anbieter hinterherzujagen.

Gleichzeitig weiss man aber auch, wenn man in der Stadt wohnt, dass eben alles teurer ist, als ausserhalb.
Ich kann mich ja auch nicht beschweren, dass der Italiener in der Altstadt ganz andere Preise hat, als der Dorfitaliener eine Stunde ausserhalb.
Denn natürlich muss er auch die entsprechende Miete zahlen.

Nicht anders ist es mit der Tierarztpraxis.
Diese sind mittlerweile alle auch so umfangreich ausgestattet, dass der zwei,- oder dreifache Satz gerechtfertigt ist. Ansonsten wäre das schlicht nicht zu stemmen.
 
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Thomas
15. Aug. 14:52
Der Eintrag ok von mir aus, aber Porto für die Impferinnerungspostkarte finde ich schon bissl schräg. Sterbeurkunde, Not-OP Rechnung vorm Tod usw. wurde uns auch mit der Post geschickt, kein Porto fällig. Ich hätte mich glaube schon gewundert, wenn da das Porto mit drauf gestanden hätte 🙈🙈🙈
Auch die Postkarten verursachen Kosten: Software, die die Erinnerung heraussucht und druckt, Arbeitszeit der Mitarbeiterin, die das Bedrucken auslöst und zum Briefkasten bringt, plus das Porto. Lass es mal nur 3 - 4 Euro pro Stück sein. Bei 500 bis 1.000 Karten im Jahr kommt da auch ein Betrag zusammen, den nicht jeder verschenken kann...

Und falls es sich evtl. sogar um einen gebuchten Service handeln sollte, dürfte auch klar sein das der etwas kostet....
 
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Tina
15. Aug. 15:10
Auch die Postkarten verursachen Kosten: Software, die die Erinnerung heraussucht und druckt, Arbeitszeit der Mitarbeiterin, die das Bedrucken auslöst und zum Briefkasten bringt, plus das Porto. Lass es mal nur 3 - 4 Euro pro Stück sein. Bei 500 bis 1.000 Karten im Jahr kommt da auch ein Betrag zusammen, den nicht jeder verschenken kann... Und falls es sich evtl. sogar um einen gebuchten Service handeln sollte, dürfte auch klar sein das der etwas kostet....
Absolut richtig, dass das Kosten verursacht. Ich denke aber Tatsache, dass ein tierarzt das wohl überlegt heraus schickt und nicht unbedingt immer an seine kompletten registrierten Patientendaten. Bspw waren wir schon bei verschiedenen Ärzten auch mal zum impfen wegen Öffnungszeit etc. Gründe.

Die Karte zur Erinnerung zur Impfung bekomme bzw bekam ich nicht von 5 Ärzten geschickt, bei denen wir nur 1, 2x waren, sondern von dem wo wir eig immer sind.

Also ich glaube es wird da schon nach "Bestandskunden" gefiltert, es ist für mich auch absolut kein must have, was ich dringend benötige, ich denke da auch selbst dran. Aber prinzipiell ein netter (wenn auch ungefragter) Service finde ich.
Allein die Tatsache wäre peinlich das dem Kunden in Rechnung zu stellen. Kaufland verlangt auch keine Gebühr dafür, dass dir Werbung in den Briefkasten gesteckt wird, die du evtl nicht mal haben möchtest.

Also ich empfinde das als "Kunde" als netten, aber freiwilligen Service von Seiten des TA. (außer ich würde vorher explizit gefragt, ob ich es gegen Gebühr so möchte)
Durchaus mit dem wirtschaftlichen Hintergedanken Thema Kundenbindung usw. Aber ist doch ok, wenns für beide Seiten passt.
 
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Peter
15. Aug. 15:34
Natürlich soll und muss ein Tierarzt verdienen. Mir wurde das Porto für die Nachricht,dass impfen fällig ist in Rechnung gestellt, auch der Eintrag in in den Pass wurde mit 7,07 plus 19.00 ,%USt berechnet. Das empfinde ich eigenartig!
DAS würde ich auch als eigenartig empfinden
 
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Sigi
15. Aug. 15:49
Polen oder Ungarn sind billiger.💡keine GOT -freie Marktwirtschaft.Ebenso Belgien,Österreich Frankreich.
 
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Sina
15. Aug. 15:51
Natürlich soll und muss ein Tierarzt verdienen. Mir wurde das Porto für die Nachricht,dass impfen fällig ist in Rechnung gestellt, auch der Eintrag in in den Pass wurde mit 7,07 plus 19.00 ,%USt berechnet. Das empfinde ich eigenartig!
Ich verstehe nur Bahnhof. Dir wurde eine Postkarte als Impferinnerung in Rechnung gestellt? Lebt der Tierarzt lm Jahr 1990 und hat keine Email?
Ansonsten ist das natürlich unter Marketing zu verbuchen, und du musst dafür nicht aufkommen. Es sei denn du hast das ausdrücklich so bestellt?

Edit: den Eintrag in den Pass zu berechnen, finde ich legitim. Bei Tollwut zB hat der Tierarzt ja auch Dokumentationspflicht, und muss die Daten aus dem Pass in seine Unterlagen übertragen.
Ich finde es gut, wenn alles detailliert aufgeschlüsselt auf der Rechnung steht, so ist es transparent und man sieht erstmal was wirklich alles anfällt.