Meine Schwester kam vor 12 Jahren recht naiv an den Mops. Auch damals hätte man das alles wissen können, wenn man sich ausreichend informiert hätte, aber es war zu der Zeit noch nicht so präsent, wie es heute durch die sozialen Netzwerke ist. Der Hund hatte in jungen Jahren nie ersichtliche Probleme, ist mit uns 2 Stunden spazieren gewesen, ohne irgendwas. Hat nicht geröchelt ect. Mit ca 8 Jahren fing es dann aber an und zwar geballt. Die ersten Bandscheibenvorfälle, Spondylosen und die Atmung wurde schlechter. Gaumensegel OP, Nasen und Rachenerweiterung. Dann kamen Probleme mit dem Kehlkopf hinzu. Am Schlimmsten war aber, dass er nachher mit 12 Jahren immer verschleimt war und niemand wirklich wusste, woher das kam. Manchmal ist er nachts aufgewacht und hat geschrien, aus Angst zu ersticken. Meine Schwester war mehrfach in der Nacht beim Notdienst.
Sie ist heute nicht nur so verschuldet, dass sie noch jahrelang abzahlen wird, sie ist auch emotional so mitgenommen, dass wenn Bokar irgendein komisches Geräusch macht, sie sofort panisch wird. Kann man natürlich sagen, selbst Schuld, was hast du dir so einen Hund geholt, aber damals wusste sie es einfach nicht besser. Für sie waren die letzten Jahre ein einziger Alptraum aus ständiger Angst, dass sie nie wieder einen Hund möchte.
Wir haben in der Nachbarschaft einen silbernen Frenchie, der ist erst 4 und schon völlig kaputt. Diverse Allergien, ständig entzündete Augen, Ohren. Aber lt. der Besitzerin atmet er zum Glück völlig frei und das Röcheln ist halt rassetypisch und spielen tut er nur kurz, weil er halt keine Lust hat 🤪