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Katrin
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heute 07:08

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
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Sonja
26. März 08:25
Ja, die so genannten Qualzuchten betreffen sehr sehr viele Rassen, die die unterschiedlichsten Probleme haben. Deshalb finde ich es sehr schade, dass fast immer nur auf Möpsen und Bulldoggen herum geritten wird.
Die sind halt am verbreitetsten und nach wie vor gehören sie zu den top 3 der Qualzuchtrassen was Nachfrage und Anschaffung angeht, und das obwohl auch ein absoluter Hundelaie, und auch schon viele Kinder wissen/erkennen dass, das nicht normal ist, und diese Rassen sind "von vorne bis hinten kaputt" und weisen zig Qulazuchzmerkmale auf, und zwar jedes einzelne Individuum ! In diesen Rassen gibts absolut nichts gedundes resp. absolut nichts ohne Deformation die ihr ganzes Leben zur Qual macht ! Also wird sicherlich nicht auf denen "herumgeritten" sondern es sind ganz einfach nüchterne und erwiesene Fakten ! Frenchie und englisch Bulldoggen sind nach wievor "Modehunde" und man trifft sie überall an...wohingegen z.B Pekinesen fast "verschwunden" sind, auch Mops-Anzahl hat anscheinend auch etwas abgenommen . Andere "Qualzucht-Rassen" /Rassen mit "Qualzuchtmerkmale" wie z.B. Ridgeback ( RR und Thai) , Nackthunde ( Xolo und Schopfhund) sind im vergleich zu Bulldoggen und Mops eher seltener. Wenn eine Rasse "Probleme" hat/haben kann ist es noch lange keine Qualzuchtrasse, denn Qualzucht-Rasse bedeutet das die Qualzuchtmerkmale Rassestandart sind, also ein Muss.. das trifft übeigens nicht mal bei den "Nackthunden" zu. Bei denen wird zwar Fellosigkeit "bevorzugt", aber auch die mit Fell werden als dieselbe Rasse akzepiert und bekommen Papiere.🤗. Ebenso z.b SH mit geraden rücken... weiter unten habe ich einen link zu einen Video reingestellt, sieh es dir an, dann sollte klar sein das auf Frechie , Mops & co nicht "herumgeritten" wird...hier nochmal das video ( wenn kein Instsgram hast, einfach oben links auf : weiter im Web klicken) https://www.instagram.com/reel/DQmKRX5jYMd/?l=1
 
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Sonja
26. März 10:41
https://youtu.be/rlIOhMLFEqc?si=lhK3UCpwgoCjQakI. Zwar nicht direkt Qualzuchtrasse aber dennoch einfach...🤬-Vermehrer 🤮.....und bestimmt bleibts bei den Leuten nicht bei diesem einen Wurf.....die werden diese Hündin bestimmt wieder decken, ( gut möglich, sogar mit dem selben Rüden) , frei nach dem Motto; ... wird das nächste mal gesunde Welpen geben und wenn nicht bringen wir sie halt als "Fundtiere" in ein TH
Genau wegen sowas bin ich nach wie vor dafür, dass nur jemand mit Tieren züchten/handeln/vermehren (wie auch immer man es jeweils definieren kann) dürfte, der auch Sachkunde hat und seine Handlungen begründen kann. Zig mal "ups" ist z.B. kein Grund. Und selbst bei 1x ups sollten solche Leute nachweisen müssen, dass sie dabei und danach Unterstützung vom Fach angenommen haben und alles, was über welpenbezogene Ausgaben an Einkünften hinaus geht, an den TS spenden müssten 😡 Damit sich keiner mehr denkt, er verdient sich mal eben auf Kosten der Tiere und genau so dummer Menschen wie er selbst einer ist ordentlich was dazu. Sowas gehört in seriöse Hände mit einer moralischen Preisgestaltung für die Aufzucht. Inklusive einer Zugehörigkeit zu einem wirklich sinnvoll geordneten Verband (wobei ich direkt rüber zu unseriösen Scheinverbänden schwenken könnte, die nur existieren um sagen zu können, der Hund hätte Papiere 😡 Es ist echt alles zum verrückt werden... Das ganze Feld um den Handel mit Tieren... Wie im wilden Westen...)
 
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Mel und
26. März 10:42
Vorhin habe ich eine Hundehalterin mit einem 5 Monate alten Teacup-Mini-Chihuahua getroffen.Der Hund war kleiner als eine Ratte und sie selber hatte ständig Angst auf ihn drauf zu treten .
Sie erzählte, dass ihr vorheriger Hund (auch Chihuahua)verstorben ist und unzählige Erkrankungen hatte.
Ich habe sie dann ganz vorsichtig und freundlich gefragt, ob sie keine Angst hat, dass ihr neuer kleiner Hund ebenfalls schwer krank wird – einfach aufgrund der Rasse und der typischen Qualzuchtmerkmale.
Und was sie dann geantwortet hat, macht mich einfach nur fassungslos:
„Joaaa, jetzt haben wir ja eine Versicherung abgeschlossen, dann ist das halb so wild.“ 😒
Ich habe daraufhin gesagt, dass es ja in erster Linie darum geht, dass der Hund nicht leidet, weil er ständig krank ist.
Darauf meinte sie dann: Ja, das stimmt … aber wenn man sich einmal in die Rasse verliebt hat, kann man nicht mehr anders.🤮

Solchen Leuten kann man einfach nicht mehr helfen.
Da fehlen einem echt die Worte – vor allem, wenn man merkt, dass das Leid des Hundes bewusst in Kauf genommen wird und mit einer Versicherung quasi „abgefedert“ werden soll. Das ist schon eine ziemlich verschobene Priorität.
 
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Sonja
26. März 10:51
Vorhin habe ich eine Hundehalterin mit einem 5 Monate alten Teacup-Mini-Chihuahua getroffen.Der Hund war kleiner als eine Ratte und sie selber hatte ständig Angst auf ihn drauf zu treten . Sie erzählte, dass ihr vorheriger Hund (auch Chihuahua)verstorben ist und unzählige Erkrankungen hatte. Ich habe sie dann ganz vorsichtig und freundlich gefragt, ob sie keine Angst hat, dass ihr neuer kleiner Hund ebenfalls schwer krank wird – einfach aufgrund der Rasse und der typischen Qualzuchtmerkmale. Und was sie dann geantwortet hat, macht mich einfach nur fassungslos: „Joaaa, jetzt haben wir ja eine Versicherung abgeschlossen, dann ist das halb so wild.“ 😒 Ich habe daraufhin gesagt, dass es ja in erster Linie darum geht, dass der Hund nicht leidet, weil er ständig krank ist. Darauf meinte sie dann: Ja, das stimmt … aber wenn man sich einmal in die Rasse verliebt hat, kann man nicht mehr anders.🤮 Solchen Leuten kann man einfach nicht mehr helfen. Da fehlen einem echt die Worte – vor allem, wenn man merkt, dass das Leid des Hundes bewusst in Kauf genommen wird und mit einer Versicherung quasi „abgefedert“ werden soll. Das ist schon eine ziemlich verschobene Priorität.
Ähnliche Gespräche hatte ich auch schon. Nur hat man keine Versicherung, sondern "lässt ihn dann halt operieren", wenn die Brachycephalie zu schlimm wird. Im Grunde ist es aber ja abzusehen. War es schon von Anfang an. Aber dann ist man selbstverständlich bereit, alles mögliche operieren zu lassen...
Ich begreife es auch nicht. Als wenn es um einen Unfall ginge... Klar, dann wäre wohl hoffentlich jeder bereit, alle Register zu ziehen. Aber es geht um Missbildungen, die die ganze Rasse als solche definieren. Das ist so gewollt. Wenn ich da "selbstverständlich" glorreich bereit bin, dann schnippeln zu lassen, hat das ja fast schon was von Münchhausen Stellvertreter. Wieso tut man sich selbst und dem Tier sowas an? Nimmt das von vorn herein in Kauf? Ich weiß, es gibt da zig oberflächliche Argumente. Aber keins davon will mir irgendwie in den Kopf...
 
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Fiona &
26. März 11:07
Glaube viele behandeln ihren Hund einfach in keinster Weise wie einen.. gestern noch gelesen dass ein Hund aufs Katzenklo sollte. Es ist auch einfach unterirdisch, die Schwächsten der Schwächsten miteinander zu verpaaren, damit da möglichst kleine Wesen entstehen. 😭
Ich glaub das hast du bei mir gelesen 🥲. aber wir machen da schon sehr gute Fortschritte bei der stubenreinheit. Was sie ja bei den Vorbesitzern durch besagtes Katzenklo nie wirklich gelernt hat
 
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Lou
26. März 11:39
Ich glaub das hast du bei mir gelesen 🥲. aber wir machen da schon sehr gute Fortschritte bei der stubenreinheit. Was sie ja bei den Vorbesitzern durch besagtes Katzenklo nie wirklich gelernt hat
Genau, ich hatte bei dir gelesen, dass die Vorbesitzerin das so gemacht hat 🙈
 
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Lou
26. März 11:49
Vorhin habe ich eine Hundehalterin mit einem 5 Monate alten Teacup-Mini-Chihuahua getroffen.Der Hund war kleiner als eine Ratte und sie selber hatte ständig Angst auf ihn drauf zu treten . Sie erzählte, dass ihr vorheriger Hund (auch Chihuahua)verstorben ist und unzählige Erkrankungen hatte. Ich habe sie dann ganz vorsichtig und freundlich gefragt, ob sie keine Angst hat, dass ihr neuer kleiner Hund ebenfalls schwer krank wird – einfach aufgrund der Rasse und der typischen Qualzuchtmerkmale. Und was sie dann geantwortet hat, macht mich einfach nur fassungslos: „Joaaa, jetzt haben wir ja eine Versicherung abgeschlossen, dann ist das halb so wild.“ 😒 Ich habe daraufhin gesagt, dass es ja in erster Linie darum geht, dass der Hund nicht leidet, weil er ständig krank ist. Darauf meinte sie dann: Ja, das stimmt … aber wenn man sich einmal in die Rasse verliebt hat, kann man nicht mehr anders.🤮 Solchen Leuten kann man einfach nicht mehr helfen. Da fehlen einem echt die Worte – vor allem, wenn man merkt, dass das Leid des Hundes bewusst in Kauf genommen wird und mit einer Versicherung quasi „abgefedert“ werden soll. Das ist schon eine ziemlich verschobene Priorität.
und dann gibt es zusätzlich immer noch so viele, die meinen diese Tiere selbst vermehren zu müssen, weil "daS soLlTe jEdEr maL erLebEn dürFeN, unD sIe siNd jA sO sÜß."
 
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Susa
26. März 19:26
Genau wegen sowas bin ich nach wie vor dafür, dass nur jemand mit Tieren züchten/handeln/vermehren (wie auch immer man es jeweils definieren kann) dürfte, der auch Sachkunde hat und seine Handlungen begründen kann. Zig mal "ups" ist z.B. kein Grund. Und selbst bei 1x ups sollten solche Leute nachweisen müssen, dass sie dabei und danach Unterstützung vom Fach angenommen haben und alles, was über welpenbezogene Ausgaben an Einkünften hinaus geht, an den TS spenden müssten 😡 Damit sich keiner mehr denkt, er verdient sich mal eben auf Kosten der Tiere und genau so dummer Menschen wie er selbst einer ist ordentlich was dazu. Sowas gehört in seriöse Hände mit einer moralischen Preisgestaltung für die Aufzucht. Inklusive einer Zugehörigkeit zu einem wirklich sinnvoll geordneten Verband (wobei ich direkt rüber zu unseriösen Scheinverbänden schwenken könnte, die nur existieren um sagen zu können, der Hund hätte Papiere 😡 Es ist echt alles zum verrückt werden... Das ganze Feld um den Handel mit Tieren... Wie im wilden Westen...)
Gibt es überhaupt Ups Würfe?

Wenn meine Hündin läufig ist, merke ich das doch und wenn ich nen intakten Rüde zu Hause habe muss ich da halt aufpassen oder die räumlich trennen? Und wenn man mit der Hündin Gassi ist, bekommt man es doch erst recht mit, wenn die gedeckt wurde. Soweit ich weiß gibt es für Hunde sowas wie "die Pille danach". Oder chemische Abtreibung.

Zumal diese angeblichen Ups Würfe ja dann auch noch reinrassige Welpen sind oder irgendwelche exotischen Designermischlinge und nicht der Mischlingstruppi vom Nachbar ist über den Zaun gesprungen...
 
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Sonja
heute 06:59
Ähnliche Gespräche hatte ich auch schon. Nur hat man keine Versicherung, sondern "lässt ihn dann halt operieren", wenn die Brachycephalie zu schlimm wird. Im Grunde ist es aber ja abzusehen. War es schon von Anfang an. Aber dann ist man selbstverständlich bereit, alles mögliche operieren zu lassen... Ich begreife es auch nicht. Als wenn es um einen Unfall ginge... Klar, dann wäre wohl hoffentlich jeder bereit, alle Register zu ziehen. Aber es geht um Missbildungen, die die ganze Rasse als solche definieren. Das ist so gewollt. Wenn ich da "selbstverständlich" glorreich bereit bin, dann schnippeln zu lassen, hat das ja fast schon was von Münchhausen Stellvertreter. Wieso tut man sich selbst und dem Tier sowas an? Nimmt das von vorn herein in Kauf? Ich weiß, es gibt da zig oberflächliche Argumente. Aber keins davon will mir irgendwie in den Kopf...
Jap viele Brachy-liebhaber nehmen OP in kauf und laut HH...."...weil ist ja normal und der Hund hat dann danach keinerlei probleme mehr...."🙄.... Sowas hae ichvleoder schonnöfter gehört, egal ob "Brachy-erstbesitzer" oder "Wiederholungstäter", in anderen Fällen wird sowas "Placebo by Proxy" genannt...🫣🥴. Es ist leider auch so das man viel öfter von Brachy-Besitzer/Liebhaber hört .."...ja der Nachfolger wird wieder so einer/ der Vorgänger war ach so einer....", als ...nein, einmal und nicht wieder...." ( ich meine damit nicht HH fie wiedeeholt 2hand Brachys, und das mit vollem Bewusstsein bez QZ aufnehmen) .... Auch der spruch...."einmal Mopps, Frenchie, Bulldogge etc..immer Mops, Frechie, Bulldogge etc.. ist leider gang und gebe,(auch hier auf Dogo )und wird auch leider so umgesetzt😡....Auch hört/liest man immer wieder ; ja eir holennunseeen Bravhywrlpen bsls ab, haben ja schon agefangen Geld für die OP zur seute zu legen.......🙄. Das Geld gespsrt wird ist positiv aber es als selbstverständlich hinzunehmen das der Hund irgendwann operiert werden muss weil er bewusst mit Defrkten/krank produziert wurde ist einfach.....😡🤮, und nach meiner ansicht Tierquälerei.
 
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Katja
heute 07:08
Jap viele Brachy-liebhaber nehmen OP in kauf und laut HH...."...weil ist ja normal und der Hund hat dann danach keinerlei probleme mehr...."🙄.... Sowas hae ichvleoder schonnöfter gehört, egal ob "Brachy-erstbesitzer" oder "Wiederholungstäter", in anderen Fällen wird sowas "Placebo by Proxy" genannt...🫣🥴. Es ist leider auch so das man viel öfter von Brachy-Besitzer/Liebhaber hört .."...ja der Nachfolger wird wieder so einer/ der Vorgänger war ach so einer....", als ...nein, einmal und nicht wieder...." ( ich meine damit nicht HH fie wiedeeholt 2hand Brachys, und das mit vollem Bewusstsein bez QZ aufnehmen) .... Auch der spruch...."einmal Mopps, Frenchie, Bulldogge etc..immer Mops, Frechie, Bulldogge etc.. ist leider gang und gebe,(auch hier auf Dogo )und wird auch leider so umgesetzt😡....Auch hört/liest man immer wieder ; ja eir holennunseeen Bravhywrlpen bsls ab, haben ja schon agefangen Geld für die OP zur seute zu legen.......🙄. Das Geld gespsrt wird ist positiv aber es als selbstverständlich hinzunehmen das der Hund irgendwann operiert werden muss weil er bewusst mit Defrkten/krank produziert wurde ist einfach.....😡🤮, und nach meiner ansicht Tierquälerei.
Ehrlich gestanden: ich find‘s gut, wenn die Besitzer wenigstens operieren lassen!

Ich treffe viele, von denen ich höre „MEIN Hund ist gesund!“… und das Tier ist laut schnaufend und dauerhechelnd unterwegs!😫