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Katrin
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zuletzt 23. Mai

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
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Sonja
5. Mai 09:45
Bei der klassischen IK Berechnung ( also via Stammbaum) geht es ja (nur) über 5-10 Generationen. Mittlerweile wird aber häufig auch über GIK ( genomische Inzuchtkoeffitient) was direkt über die DNA geht brechnet. Da kann es zu untershiedlichen zahlen je Quelle/ Art der Berechnung kommen🤗. Eigentlich ist der "echte Durchschitt" von Linie zu Linie verschieden, es gibt Züchter die ja auf "Line-breed" schwöhren, andere die es komplett ablehmen. Also müsste man eher von Durschnittswerten einer "Linie" sprechen als von "Durschnitt" der gesammten Rasse....🥴🤯
Genau, den GIK bezieht unsere seit ein paar Jahren auch mit ein, es ist wohl erstaunlich was da manchmal raus kommt, obwohl Individuen laut Stammbaum weit genug auseinander wären. Ich hoffe diese Art der Berechnung wird zur Regel.
 
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Sonja
5. Mai 09:53
Genau, den GIK bezieht unsere seit ein paar Jahren auch mit ein, es ist wohl erstaunlich was da manchmal raus kommt, obwohl Individuen laut Stammbaum weit genug auseinander wären. Ich hoffe diese Art der Berechnung wird zur Regel.
Genetic ist noch lange nicht erforscht und wird es auch nicht komplett.( was ich ich auch gut finde) .. Selbst beim Line-Breeding weis man nicht was genau vererbt wird, ist ja auch völlig unterschiedluch selbst innerhalb eines Wurfes, also aussehen und charakter/Grundwesen der Geschwister unterscheiden sich oftmals erheblich... 🙃
 
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wolf
5. Mai 14:01
Danke Dir für die Infos.. zum Thema Zucht irritieren mich Infos wie.."..der durchschnittliche COI liege bei heutigen DSH bei ca. 28%.. rechnerisch sei das als ob man Geschwister miteinander verpaart.. beim Labrador hingegen sei der Coi bei ca 5%.. was eher der Zielgrösse entspräche.. Wohlgemerkt .. das seien heutige Durchschnitswerte.. Stimmt das denn? und kommen aktuell zB massenhafte Verpaarung mit Ausstellungssiegern tatsächlich nicht mehr vor? Ich würde mich darüber sehr freuen. ... beim inzwischen richtig krankgezüchteten Dobermann soll der durchschnittliche COI über 40% betragen. Ich freue mich sehr wenn diese Infos (per Ki oder google Suchanfragen bekommt die jeder) inzwischen falsch sind.
Die Zahl für den DSH ist wahrscheinlich veraltet und inzwischen halbiert (was noch immer zu hoch ist). Die Berechnung spielt hier auch eine Rolle, ist es stammbaumbasiert oder oder genomisch. Eigentlich sagt der Wert etwas über die Diversität des Genpools aus. Wenn die Werte hoch sind, kann es auf einen kleinen Genpool hinweisen, muss also nicht unbedingt Geschwisterverpaarung sein.

Hier zeigt sich wieder das Problem der Ausstellkultur bei Hunden, bei dem die Sieger häufig für weitere Verpaarung genutzt werden (Popular-Sire-Problem). Das hat über die Zeit zu einer deutlichen Verengung des Genpools beigetragen.

Gezielte Outcrossing-Projekte sind hier einfach ein Muss, werden aber leider oft von Zuchtverbänden blockiert. Hoffentlich zeigen solche Gesetzesänderungen entsprechende Konsequenzen.

Der COI selbst ist aber auch nur ein indirektes Maß für die Gesundheit der Hunde, denn es betrifft eher rezesive Erbkrankheiten. Daher finde ich es sinnvoll, mit einem Gentest relevante Erbkrankheiten zu überprüfen und Verpaarungen zu vermeiden, bei denen vermehrt Erkrankungen wahrscheinlich werden. Aber hier stimme ich der Kritik zu, daß es auf dem Papier gut klingt, aber wenig Anwendung und Überprüfung finden wird.
 
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wolf
5. Mai 14:09
Diese Seite tut es generell als Mythos ab: https://www.soulwind.com/merle-mythos-schwimmunfaehigkeit-australian-shepherd/
 
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Andreas
5. Mai 14:14
Die Zahl für den DSH ist wahrscheinlich veraltet und inzwischen halbiert (was noch immer zu hoch ist). Die Berechnung spielt hier auch eine Rolle, ist es stammbaumbasiert oder oder genomisch. Eigentlich sagt der Wert etwas über die Diversität des Genpools aus. Wenn die Werte hoch sind, kann es auf einen kleinen Genpool hinweisen, muss also nicht unbedingt Geschwisterverpaarung sein. Hier zeigt sich wieder das Problem der Ausstellkultur bei Hunden, bei dem die Sieger häufig für weitere Verpaarung genutzt werden (Popular-Sire-Problem). Das hat über die Zeit zu einer deutlichen Verengung des Genpools beigetragen. Gezielte Outcrossing-Projekte sind hier einfach ein Muss, werden aber leider oft von Zuchtverbänden blockiert. Hoffentlich zeigen solche Gesetzesänderungen entsprechende Konsequenzen. Der COI selbst ist aber auch nur ein indirektes Maß für die Gesundheit der Hunde, denn es betrifft eher rezesive Erbkrankheiten. Daher finde ich es sinnvoll, mit einem Gentest relevante Erbkrankheiten zu überprüfen und Verpaarungen zu vermeiden, bei denen vermehrt Erkrankungen wahrscheinlich werden. Aber hier stimme ich der Kritik zu, daß es auf dem Papier gut klingt, aber wenig Anwendung und Überprüfung finden wird.
Danke Dir.. ich habe Deine Antwort schon dreimal gelesen. Sie ist für mich sehr lehrreich.
 
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A.
5. Mai 18:19
Aktuelle Studien kenne ich auch nicht. Nur das es Versuche mit Würfen gab bei denen alle Welpen, also Hunde ohne Merle, einfache Träger und doppelte Träger(Weißtiger), ins Wasser gesetzt wurden und raus schwimmen sollten. Die Weißtiger hatten dort wohl Schwierigkeiten und mussten vor der Ertrinken gerettet werden.
Man geht bei einem Weißtiger also davon aus das wenn das Innenohr nicht richtig ausgebildet ist und die Hunde dadurch Orientierungs- und teils Gleichgewichtsschwierigkeiten haben, sie dadurch auch nicht richtig schwimmen können.
Das bezog sich wie gesagt aber nur auf Doppelte Merleträger, nicht einfache Träger.
Prof.Dr. Gruber geht in seinem Buch "Geschundene Gefährten" ebenfalls auf diese Versuche ein. Neuere Studien gibt es wohl nicht.
 
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Jessica
5. Mai 20:42
Genetic ist noch lange nicht erforscht und wird es auch nicht komplett.( was ich ich auch gut finde) .. Selbst beim Line-Breeding weis man nicht was genau vererbt wird, ist ja auch völlig unterschiedluch selbst innerhalb eines Wurfes, also aussehen und charakter/Grundwesen der Geschwister unterscheiden sich oftmals erheblich... 🙃
Bei feragen kann man beim eigenen Hund den Genetischen IK bestimmen, (mathematischer IK wird über Formeln berechnet) und gleich passende Verpaarungen raus suchen.

Buddy ist hinterlegt und laut berechneten Genetischen IK wird dort eine Verpaarung mit einer "Nichte" vorgeschlagen als perfektes Match. 100% empfohlen. Verwandtschaft väterlicher Seite.

Andere Hündin auch "Nicht" mütterlichen Seite wird als nicht akzeptable. 0% Empfehlung angegeben.

Buddy und die Hündin könnten genetisch fast "Eieiig" sein.

Beide Verpaarungen wird es nicht geben!

Genetic ist interessant, lange noch nicht erforscht und es wird immer neue Erkenntnisse geben. Man muss diese aber auch verstehen um diese anwenden zu können.

Gut finde ich aber das es immer mehr in dir Zucht eingebunden wird.
 
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Jessica
5. Mai 20:43
Die Zahl für den DSH ist wahrscheinlich veraltet und inzwischen halbiert (was noch immer zu hoch ist). Die Berechnung spielt hier auch eine Rolle, ist es stammbaumbasiert oder oder genomisch. Eigentlich sagt der Wert etwas über die Diversität des Genpools aus. Wenn die Werte hoch sind, kann es auf einen kleinen Genpool hinweisen, muss also nicht unbedingt Geschwisterverpaarung sein. Hier zeigt sich wieder das Problem der Ausstellkultur bei Hunden, bei dem die Sieger häufig für weitere Verpaarung genutzt werden (Popular-Sire-Problem). Das hat über die Zeit zu einer deutlichen Verengung des Genpools beigetragen. Gezielte Outcrossing-Projekte sind hier einfach ein Muss, werden aber leider oft von Zuchtverbänden blockiert. Hoffentlich zeigen solche Gesetzesänderungen entsprechende Konsequenzen. Der COI selbst ist aber auch nur ein indirektes Maß für die Gesundheit der Hunde, denn es betrifft eher rezesive Erbkrankheiten. Daher finde ich es sinnvoll, mit einem Gentest relevante Erbkrankheiten zu überprüfen und Verpaarungen zu vermeiden, bei denen vermehrt Erkrankungen wahrscheinlich werden. Aber hier stimme ich der Kritik zu, daß es auf dem Papier gut klingt, aber wenig Anwendung und Überprüfung finden wird.
Laut feragen liegt der beim DSH bei 14% Genetischen IK.

Und ja es gab Zeiten wo immer die gleichen verpaarungen gemacht wurden, einige Rüden sind in jedem Stammbaum zu finden. Bei den schönen die die auf Ausstellungen ganz vorne waren. In der Leistungszucht. Der "Weltsieger" im Schutzhundesport.

Mitlerweile hat sich das aber zum Glück geändert. Auch durch die Wiedervereinigung. Hier kam neues Blut rein.
 
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Sonja
5. Mai 22:14
Die Zahl für den DSH ist wahrscheinlich veraltet und inzwischen halbiert (was noch immer zu hoch ist). Die Berechnung spielt hier auch eine Rolle, ist es stammbaumbasiert oder oder genomisch. Eigentlich sagt der Wert etwas über die Diversität des Genpools aus. Wenn die Werte hoch sind, kann es auf einen kleinen Genpool hinweisen, muss also nicht unbedingt Geschwisterverpaarung sein. Hier zeigt sich wieder das Problem der Ausstellkultur bei Hunden, bei dem die Sieger häufig für weitere Verpaarung genutzt werden (Popular-Sire-Problem). Das hat über die Zeit zu einer deutlichen Verengung des Genpools beigetragen. Gezielte Outcrossing-Projekte sind hier einfach ein Muss, werden aber leider oft von Zuchtverbänden blockiert. Hoffentlich zeigen solche Gesetzesänderungen entsprechende Konsequenzen. Der COI selbst ist aber auch nur ein indirektes Maß für die Gesundheit der Hunde, denn es betrifft eher rezesive Erbkrankheiten. Daher finde ich es sinnvoll, mit einem Gentest relevante Erbkrankheiten zu überprüfen und Verpaarungen zu vermeiden, bei denen vermehrt Erkrankungen wahrscheinlich werden. Aber hier stimme ich der Kritik zu, daß es auf dem Papier gut klingt, aber wenig Anwendung und Überprüfung finden wird.
Das eigentliche Problem liegt ja an den "geschlossenen Zuchtbücher des VDH/FCI ". Da wurde/wird nicht wirklich "auf Langzeit nachgedacht" . Bei anderen seriösen Zuchtverbänden (ausser VDH/FCI) sind/bleiben die Zuchtbücher derzeit offen, also geziehlte und durchdachte "x-breeds" ( Outcross-verpaarung) möglich. Das betrifft aber halt weitgehend "nicht annerkannte Rassen" 🤗....Ich denke auch nicht das VDH/FCI die Zuchtbücher wegen der Gesetzäderung, wieder öffnen wird ....da sie jetzt schon gegen das TSG handeln, = "anerkannte Qualzuchtrassen " , Qualzuchtmerkmale =Rassestandarts , Förderung/Empfehlung von Verpaarungen mit QZ merkmalen wie z.b. bei den Xolos ( mex. Nackthunden) etc...also um es kuz zu machen und klar auszudücken : VDH/FCI unterstützen/fördern Qualzucht... obwohl Zucht solcher Rassen/Tiere "eigentlich" verboten sind
 
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Sonja
8. Mai 09:00
SOLCHE "Tierhalter".🤮...ausser 🤬😡......kein kommentar. https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/darmstaedter-tierheim-rettet-20-qualzucht-chihuahuas-und-braucht-dringend-ganz-besonderes-futter-94296154.html