Danke Dir für die Infos..
zum Thema Zucht irritieren mich Infos wie.."..der durchschnittliche COI liege bei heutigen DSH bei ca. 28%.. rechnerisch sei das als ob man Geschwister miteinander verpaart.. beim Labrador hingegen sei der Coi bei ca 5%.. was eher der Zielgrösse entspräche..
Wohlgemerkt .. das seien heutige Durchschnitswerte.. Stimmt das denn? und kommen aktuell zB massenhafte Verpaarung mit Ausstellungssiegern tatsächlich nicht mehr vor?
Ich würde mich darüber sehr freuen. ... beim inzwischen richtig krankgezüchteten Dobermann soll der durchschnittliche COI über 40% betragen.
Ich freue mich sehr wenn diese Infos (per Ki oder google Suchanfragen bekommt die jeder) inzwischen falsch sind.
Die Zahl für den DSH ist wahrscheinlich veraltet und inzwischen halbiert (was noch immer zu hoch ist). Die Berechnung spielt hier auch eine Rolle, ist es stammbaumbasiert oder oder genomisch. Eigentlich sagt der Wert etwas über die Diversität des Genpools aus. Wenn die Werte hoch sind, kann es auf einen kleinen Genpool hinweisen, muss also nicht unbedingt Geschwisterverpaarung sein.
Hier zeigt sich wieder das Problem der Ausstellkultur bei Hunden, bei dem die Sieger häufig für weitere Verpaarung genutzt werden (Popular-Sire-Problem). Das hat über die Zeit zu einer deutlichen Verengung des Genpools beigetragen.
Gezielte Outcrossing-Projekte sind hier einfach ein Muss, werden aber leider oft von Zuchtverbänden blockiert. Hoffentlich zeigen solche Gesetzesänderungen entsprechende Konsequenzen.
Der COI selbst ist aber auch nur ein indirektes Maß für die Gesundheit der Hunde, denn es betrifft eher rezesive Erbkrankheiten. Daher finde ich es sinnvoll, mit einem Gentest relevante Erbkrankheiten zu überprüfen und Verpaarungen zu vermeiden, bei denen vermehrt Erkrankungen wahrscheinlich werden. Aber hier stimme ich der Kritik zu, daß es auf dem Papier gut klingt, aber wenig Anwendung und Überprüfung finden wird.