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Sandra
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 8
heute 16:08

Unterwolle nicht auskämmen - Hund friert sonst

Ihr Lieben, könnt ihr mir mal bei einer Diskussion in der Familie helfen? Ab und zu nehme ich die Hunde meiner Tante mit Gassi. Ich liebe diese Runden. Im letzten Dezember viel mir dabei auf, dass Tantes Hündin Mala super viel (toter) Unterwolle hat. Mala ist eine Hundeseniorin und vom Typ her auch eine mit viel Unterwolle (ähnlich Langhaar-Schäfi). Dennoch schien da deutlich zu viel abgestoßenes Fell noch mit am Hund zu sein. Auch an einigen Stellen mit vielen großen Schuppen. Da habe ich mir nach der Gassirunde mal Zeit genommen und einiges an Unterwolle und Schuppen rausgekämmt. Nicht zu viel, weil ich die Mala (ehemalige Angsthündin) nicht zu sehr ärgern wollte. Seither wirken Haut und Fell gesünder. Viel weniger Schuppen. ABER das war der Start der Diskussion. Tante sagt, dass Mala deswegen angefangen hat zu frieren und zu zittern. Sie sagt, dass man die zu Unterwolle nicht auskämmt, weil die im Winter wärmt. Und das Totschlagargument: Wölfe kämmen sich ja auch nicht. Was soll ich dazu jetzt noch sagen? Sie fängt immer wieder damit an. Nicht weil ich die Tiere gebürstet habe, sondern weil es "falsch" gemacht war. Sie kämmt eben nur die Knoten raus. Uff. Aus meiner Sicht gibt es da viele Argumente dagegen. Aber mich würde interessieren, was ihr dazu sagt. Wie würdet ihr reagieren? Mein Ziel ist nicht Recht zu haben, sondern das Wohlbefinden von Mala. Und auch den Familienfrieden zu wahren. Dankeschön für eure Tipps. LG
 
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Olli
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heute 15:41
Das ist eine reine Schutzbehauptung, die auch noch falsch ist.

Wölfe reiben sich an Bäumen und auf dem Boden, um die alte Wolle loszuwerden. Da das nicht so gleichmäßig passiert wie beim Bürsten, sehen die immer ganz schön gerupft aus.

Tote Wolle stört die Luftzufuhr auf die Haut und erhöht das Risiko für Hautkrankheiten.

Im Sommer wird's noch schlimmer, weil die UW mit dem Deckhaar verfilzt und so sich ein undurchdringlicher 'Schild' um den Hund bildet, der zum Hitzestau führen kann. Deshalb gibt's auch jedes Jahr die Mär von der Sommerschur - gleicher Effekt.
 
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Sylvia
heute 14:57
Ich bürste die wirklich lose Unterwolle alle paar Tage mal raus. Nicht übermässig und auch nur wenn sie von alleine ausfallen möchte. Meine Hunde sind viel draußen und haben noch nie gefroren. Lebt denn der Hund deiner Tante komplett draußen oder im Haus?
 
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Sandra
heute 15:06
Ich bürste die wirklich lose Unterwolle alle paar Tage mal raus. Nicht übermässig und auch nur wenn sie von alleine ausfallen möchte. Meine Hunde sind viel draußen und haben noch nie gefroren. Lebt denn der Hund deiner Tante komplett draußen oder im Haus?
Mala lebt in der Wohnung. Die ist eher weniger beheizt. Oft ist Mala aufm Balkon. Liegt dort wie ein Stubentieger gerne in der Sonne.
 
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Frank
heute 15:28
Wenn die Schuppen hat stimmt evtl. was nicht mit der Nährstoffversorgung.
Vieleicht z.B. Zinkmangel. Kratzt sie sich viel?
 
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Olli
heute 15:41
Das ist eine reine Schutzbehauptung, die auch noch falsch ist.

Wölfe reiben sich an Bäumen und auf dem Boden, um die alte Wolle loszuwerden. Da das nicht so gleichmäßig passiert wie beim Bürsten, sehen die immer ganz schön gerupft aus.

Tote Wolle stört die Luftzufuhr auf die Haut und erhöht das Risiko für Hautkrankheiten.

Im Sommer wird's noch schlimmer, weil die UW mit dem Deckhaar verfilzt und so sich ein undurchdringlicher 'Schild' um den Hund bildet, der zum Hitzestau führen kann. Deshalb gibt's auch jedes Jahr die Mär von der Sommerschur - gleicher Effekt.
 
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Kerstin
heute 15:44
Fas mümmelte doch auch mit der Zeit.
 
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Tina
heute 15:54
So etwas habe ich tatsächlich noch nie gehört 😮 die (tote) Unterwolle einfach drin zu lassen, weil der Hund frieren könnte...

Meine Theorie wäre:
Hund friert, weil er es gar nicht gewöhnt ist etwas weniger Fell an sich zu haben. Scheint also im Winter auf sein Totfellmantel angewiesen zu sein, weil sein Mensch das so etabliert hat. Pflegt man es regelmäßig, würde Hund sich mit der Zeit auch daran gewöhnen und trotzdem nicht frieren.
 
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Karin
heute 16:06
Nun ja 🤣, die Unterwolle kommt ja wieder, dann wenn der Hund sie benötigt.
Die Haare sind ja nicht umsonst im Fell locker. Das zeigt einem doch schon die Wohnung, Kleidung...halt überall dort wo die Haare landen. Die wollen gar nicht im Fell bleiben. 🤷‍♀️
Das Fell schützt vor Kälte wenn es kalt ist, vor Sonne und Hitze wenn es heiß ist und bereitet sich das ganze Jahr darauf vor zu funktionieren. Hilft man dem Hund nicht das Fell los zu werden, macht man übrigens auch bei Katzen, Pferde und Co so, kann die Haut sehr darunter leiden. Es gibt so ne Art Stauhitze, das Fell kann nicht belüftet werden , schuppen, Juckreiz, Ausschlag...sind der Anfang.
LG an deine Tante/ Familie 👋 der Hund wird es ihr danken!
 
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Caro
heute 16:08
Das alte Fell juckt doch auch! Bürsten ist ja außerdem Massage, belüftet das Fell und die Haut, kämmt Parasiten, Dreck und eventuelle Grannen aus und als Bonus fördert sanfte Körperpflege die Bindung.