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Gina
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Anzahl der Antworten 35
zuletzt 14. Mai

Massive Probleme mit dem Fressen

Ich hoffe ihr habt einen Rat <3 es handelt sich um den Hund einer sehr guten Freundin. Meine alte Hündin (15 ½ Jahre) hat seit mehreren Wochen massive Probleme mit dem Fressen und ich bin langsam echt ratlos. Organisch wurde schon einiges abgektärt (Blutwerte, Bauchspeicheldrüse ete.), teils mit kleineren Auffalligkeiten, aber nichts drastisches. Sie wirkt ansonsten meistens fit, läuft normal Gassi, freut sich, nimmt Leckerlis. Normales Nassfutter verweigert sie aber komplett oder frisst quasi gar nicht selbstständig (selten Ausnahmen, ab und an frisst sie mal Hühnchen aus dem Napf, aber selbst das eben eher selten) Aktuell füttere ich ihr eine Mischung aus Babybrei und Reis mit Zusätzen über eine Spritze, damit sie genug Kalorien bekommt und nicht weiter abnimmt. Aktuell bekommt sie MCP gegen Übelkeit und Novalein als Schmerzmittel, weil vermutet wurde, dass evtl. Übelkeit oder Schmerzen dahinterstecken könnten. Anfangs schien dies auch etwas zu helfen, inzwischen hab ich auch da nicht mehr das Gefühl. Außerdem bekommt sie Incurin, Furotab und Vetmedin. An Futter habe ich echt gefühlt alles durch inzwischen an Sorte und Art. Es ist insģesamt ein ständiges Auf und Ab: 2-3 Tage frisst sie wieder MINIMAL! besser am nächsten Tag wieder gar nicht. Aber insgesamt sind die schlechten Phasen was das Fressen angeht deutlich häufiger (95%), Vielleicht hatte jemand schon mal etwas Ähnliches oder noch eine Idee, woran sowas liegen könnte oder was geholfen hat Ieh bin inzwischen wirlich nur noch verzweifelt
 
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Antonia
14. Mai 08:38
Um genaueres zu sagen, müsstest du mehr über die Gründe sagen, warum der Hund so viele Medikamente bekommt. Ist die Hündin inkontinent und kastriert? Sonst ist Incurin nicht angebracht! Macht Appetitlosigkeit und Erbrechen! Hat die Hündin Ödeme, bzw Wasseransamlungen das Furotab gegeben wird? Passt die Dosierung unter ärztlicher Kontrolle? Hat der Hund Herzinsuffizienz, weshalb er Vetmedin bekommt? Erzeugt Erbrechen, Übelkeit. Zusätzlich bekommt sie auf Verdacht ein Mittel gegen Erbrechen und ein Schmerzmittel. Vielleicht sollte man zuerst Nutzen und Dosierung der o.g. Mittel überprüfen, bevor man auf Verdacht noch mehr Pillen einwirft. Das hält ja kein Magen aus. Kein Wunder das er nicht gerne frisst.
Ja genau. Sie ist inkontinent und kastriert. Daher das Incurin. Hatten uns da auch von der Dosis langsam ran getastet. Ohne ist es hier leider echt nicht möglich. Habe verschiedene Windeln getestet, die allesamt einfach sehr schlecht sitzen und rutschen durch ihre Ringelrute und das lange, glatte Fell.

Furotab und Vetmedin bekommt sie aufgrund von Lungenödemen und ihrem Herzen (Herzkappeninsuffizienz). Sie hatte z.B. dieses typische Herzhusten. Beide Medikamente haben ihr dahingehend spürbar Besserung verschaffen.

Aber ja, ich verstehe deinen Punkt auf jeden Fall. Und ich weiß, dass das auch ein Grund sein könnte. Wollte dies beim nächsten TA Besuch auch nochmal nachbesprechen zwecks Alternativen oder Lösungen.

Mcepe und Novalgin waren ein Versuch. Ja das stimmt. Um ggf. auf die Schmerzen schließen zu können. Als Dauerlösung war und ist es nicht gedacht. Aktuell ist die "Testdosis", wenn man es so nennen möchte, auch leer und sie bekommt die beiden Medikamente nicht mehr.

Aber ja. Recht hast du natürlich, dass das auch den Magen beeinflusst. Ich denke jedoch, zumindest Vetmedin, Incurin und Furotab kann nicht einfach ohne weiteres abgesetzt werden.
 
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Antonia
14. Mai 08:43
Da sie Fleischwurst frisst: Kennst du die delibest Wurst? Ist wie Fleischwurst und lässt sich zu Leckerlis schneiden, ist aber ein Alleinfuttermittel. Hat leider nicht viel Kalorien, aber sie lässt sich als Leckerli verkaufen während man heimlich dem Hund etwas (mehr oder weniger) ausgewogenes unterjubelt. Im Alter kann der Geschmacks- und Geruchssinn nachlassen sodass langweiliges Futter einfach nicht mehr angenommen wird, so als würde dir jemand Pappe vorsetzen. Das kann dann durchaus auch auf die delibest Wurst zutreffen, aber ist vielleicht einen Test wert.
Hi und danke.

Die Wurst teste ich auf jeden Fall mal aus.

Ich denke aber, es liegt tendenziell eher nicht an nachlassendem Geruchssinn.

Nur als Beispiel. Ich hatte ihr Testweise dieses Barf von PetsDeli mal angebraten. Das roch wirklich sehr intensiv. Wollte sie dennoch nicht. Hat sich aber, als ich ein paar leckerli drüber gestreut habe (die trocken waren und deutlich weniger gerochen haben) nur diese rausgepickt.

Also da kann sie mit ihrer Nase noch gut unterscheiden 😅
Einfach schwer einzuschätzen und zu greifen aktuell.

Aber diese Wurst probiere ich aus, danke!
 
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Antonia
14. Mai 08:45
Hallo Antonia, dein Hund hat ja schon ein tolles Alter erreicht! Mein erster Gedanke war das er nicht mehr so gut riechen kann. Leckerchen und Fleischwurst haben wahrscheinlich einen intensiveren Geruch wie sein Futter. Daher vielleicht auch,wie du schreibst,daran riechen und wieder gehen. Ich würde sein Futter aufpeppen ,mit Bockwurstbrühe oder was dir gerade einfällt ,um den Geruch zu verstärken. Auch einen Moment in die Mikrowelle verstärkt den Geruch ! Viel Glück 🍀 🍀
Hallo, habe ich tatsächlich schon geteilt. Zieht leider nicht. Wenn ich ihr Fleischwurst drunter mische, pickt sie sich die Stücke raus, an die sie gut ohne das restliche Futter ran kommt und vermischen mir Fleischfond oder Wurstwasser hat leider nicht gezogen. Dennoch danke!
 
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Antonia
14. Mai 08:50
Ich frag mal direkt wie ist die Lebens Erwartung vom Spitz ? Ist es dein erster Hund? Kann es sein das dein Hund einfach gehen möchte ? Bitte nicht falsch verstehen .
Auch wenn der Gedanke natürlich sehr unangenehm ist, hatte ich diesen natürlich auch schon.
Aber noch spricht für mich dafür einfach zu viel dagegen.
Klar schläft sie für ihr Alter auch viel, aber sie ist so gut wie immer motiviert zum Gassi gehen, ist dabei auch noch recht fit und agil. Geht gerne in den Garten, hat da ab und an auch nochmal ihre "5 Minuten", verjagt die Nachbarskatze und Vögel oder wälzt sich durch das frisch gemähte Gras.

Es kann gut sein, dass wir in ihrem letzten Jahr angekommen ist. Aber noch ist sie lebensfroh und wirkt auf mich nicht wie ein Hund, der aufgegeben hat oder nicht mehr will.

Es ist eben wirklich nur dieses massive Problem mit ihrem Fressverhalten und so ein paar kleine altersbeschwerden. Aber insgesamt ist sie für ihr Alter doch noch recht fit.

Was mir auch von außen immer wieder bestätigt wird.

Aber trotzdem ein ehrlicher und wichtiger Denkanstoß.
 
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Antonia
14. Mai 08:54
Ich würds wirklich mal probieren, so Magenschutz oder Darmbakterienzeug hat bei uns auch nie gewirkt. Erst die Ulmenrinde (und natürlich das richtige Futter, die richtigen Leckerlie) Ich kenne diese Situation aber so gut und ich wetter ihr bekommt das in den Griff! Ich hab das Gefühl ihr seid ganz nah an der Lösung!
Und die Ulmenrinde gibt man dann vor dem Futter? Wäre ja dann Vermutlich auch über die Spritze?

Ich werde mich damit auf jeden Fall mal genauer beschäftigen, ob das was für uns sein könnte, danke!
 
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Antonia
14. Mai 08:58
Der Kalorienbedarf sinkt bei älteren Hunden genauso wie bei älteren Menschen. Gib ihr einfach genau das was sie haben möchte. Damit kannst du Nichts falsch machen.
Ja, dass der Kalorienbedarf sinkt ist mir bewusst. Aber sie nimmt ja trotzdem weiter ab, also ist es so, wie es aktuell läuft einfach keine Lösung.

Und das, was sie fressen möchte ist letztlich auf Dauer einfach nicht gut für sie und wird das Problem vermutlich nicht besser machen. Zu viel Salz und Fett ist letztlich auch einfach ungesund und schadet mehr. Mir ist es nicht wichtig, dass sie super hochwertig frisst. Aber zumindest etwas "sinnvoll" sollte es schon sein.

Ein alter Mensch kann sich ja auch nicht den ganzen Tag nur von Schokobons ernähren. Also jetzt mal ganz salopp ausgedrückt 😅

Ich verstehe deine Anmerkung grundsätzlich schon, aber so wie es jetzt läuft kommen wir einfach nicht weiter.
 
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Ramona
14. Mai 09:02
Hallo Also Mila hatte das auch sehr lange, bis durch eine Magen- und Darmspiegelung festgestellt wurde, dass sie IBD hat. Das ist eine chronische Entzündung von Magen und hauptsächlich Darm. Sie hatte einfach Schmerzen durch das Futter und deshalb Angst vor dem Fressen. Ich kürze das hier nur ab, in Wirklichkeit hat sich das ewig hingezogen und viele, viele Untersuchungen und Futterumstellungen gebraucht, bis wir endlich die Diagnose hatten. Das Futter wurde entsprechend der IBD umgestellt und siehe da, nachdem Mila nach dem Fressen keine Schmerzen mehr hatte, lernte sie förmlich wieder Vertrauen ins Futter zu bekommen und der Spuk ging langsam vorüber. Ich wünsche euch alles Gute
In welcher Klinik warst du und was hast du für die Magen Darmspiegelung investiert? Wird der Hund komplett in Nakose gelegt?
 
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Ramona
14. Mai 09:04
Hi, eine kleine Sache hat bei uns alles verändert: Mein Hund hatte mit Übersäuerung zu kämpfen und hat in der Übergangsphase kurz nach dem Aufstehen und kurz vor dem Schlafengehen Ulmenrinde bekommen. Die wurde uns von einer tierärztlichen Ernährungsberaterin empfohlen (die futtertierärztin) und mittlerweile bekommt er nur noch morgens und abends eine Kartoffel und er frisst bedenkenlos alles was er hingestellt bekommt. Das könntest du nochmal ausprobieren? Also irgendein Snack zwischendruch, damit die Magensäure nicht so arg hochkocht. Ich kann die futtertierärztin nur wärmstens empfehlen, sie hat unfassbar viel Ahnung und Ideen. Alles Liebe euch!
Das mit der Kartoffel hört sich interessant an. Und die gibst du auf nüchternen Magen und danach das Hauptfutter?
 
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Sabine
14. Mai 09:18
Zum Thema: Einem alten Menschen gibt man nicht nur Schokobonbons...doch! Mein Vater hat den Mund nur noch für das geöffnet, auf das er Lust hatte. Und das war nicht gesund. Nachdem die Pflege uns erklärt hat, dass es eigentlich nur noch darum geht, dass er Spaß hat, hat uns dass enorm viel Stress genommen! Den der Patient natürlich auch spürt. Lieber weniger schöne ungesunde stressfreie Tage für alle, als gesunde " Quälerei", denn das Ziel ist ja nicht mehr, gesund zu werden. Wenn der Hund in der nächsten Woche tot im Körbchen liegt, denkt man wahrscheinlich: Wozu so viel Zeit mit dem Futter verbracht, bisschen Rinderhack wäre schöner gewesen...
 
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R
14. Mai 09:32
Bleib hier auch ganz stark bei den zähnen hängen... Finde aber auch, sie hat altersgemäß auch einen gewissen weg schon zurückgelegt.
Die Dauertipps hier sind da auch immer sinnvoll - Napf checken. Vlt nimmt sie den im Alter anders wahr.
Dass sie unterwegs aus der Hand nimmt, erinnert mich an meine, als sie "Nacken" hatte. War einfach unangenehm lange so zu fressen, erhöht war da angenehmer.
Viele kleine Portionen sind vlt auch einfacher als "Hauptmahlzeiten".
Für meinen Kater nach Kieferop habe ich vom Tierarzt eine Futterpaste bekommen, damit er nicht zu sehr abnimmt. Sowas wird es für Hunde sicher auch geben. Daumen sind gedrückt, dass ihr was findet. Ansonsten sehe ich es ähnlich, lieber auf die alten Tage nur "Schokobonbons", als das Fressen doof zu finden. Schöner wird das Leben ja vlt nicht mehr.