Home / Forum / Gesundheit / Einschläfern oder nicht?

Verfasser
Jennifer
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 115
zuletzt 22. Apr.

Einschläfern oder nicht?

Mein Freund sein Hund ist ein Mittel zwergspitz und 19 Jahre alt. Wir waren beim Tierarzt und sie hat ein Medikament bekommen,dass sie aufstehen bzw laufen kann und gegen ihre Demenz hat sie Karsivan bekommen. Das war ca vor 4 Wochen. Trotz Medikament fängt sie an sich wieder in allen Ecken zu quetschen. Ich war vorher schon dafür den hund einschläfern zu lassen,weil das immoment nurnoch palliativ ist,was gemacht wird. Mein Freund kann sich aber nicht von seinem Hund verabschieden,was ich auch verstehen kann. Aus Liebe muss man manchmal aber auch los lassen Das nächste Problem ist,dass der Hund ständig in die Wohnung macht. Ständig wird in meiner Wohnung alles voll gepinkelt. Das war aber ohne Medikament vorher genauso. Sie müsste normal am Tag mindestens 5x Gassi gehen. Da mein Freund aber den ganzen Tag arbeitet, geht er 1-2x Gassi. Ich kann mir und meinen Kindern aber nicht zumuten, dass die Wohnung ständig voll gepinkelt ist. Es ist dann soviel und es stinkt richtig extrem. Da ich schwanger bin rieche ich alles intensiver und kann somit nicht mein Wohnzimmer betreten. Morgens muss man aufpassen,dass man nicht in pipi rein tritt. Mein Wohnzimmer ist mit der Küche verbunden d.h wenn ich den Kids Frühstück machen muss,dann muss ich die Luft anhalten,bis ich in der Küche bin. Sie macht ja nicht nur ,,mal" rein sondern ständig. Habt ihr sonst noch Tips? Ich habe wasserdichte matten hingelegt, aber die stinken dann auch extrem und in die Waschmaschine mag ich die ungern waschen. Der hund läuft auch immer durch die pipi und riecht leider auch stark danach... Ich bin am Ende und würde den hund erlösen... sehe ich das falsch? Ich fühle mich schlecht dabei
 
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Steffi
22. Apr. 16:24
Wenn Du aufgrund Deiner Schwangerschaft nicht in der Lage bist, die in deiner Wohnung lebende alte, demente Hündin besser zu versorgen, such Dir Unterstützung durch gemeinsame Freunde oder Familie für ein weiteres ernstes Gespräch mit Deinem Freund und findet eine Lösung. Die Situation so finde ich untragbar. Für das Tier sowieso aber besonders auch für deine Kinder. Ihr seid die Erwachsenen und habt die Verantwortung, auch in schwierigen Zeiten.
 
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R
22. Apr. 16:41
Hm ... Ich habe gerade die letzten Nachrichten nicht alle lesen können.

Punkt 1 es ist nicht nur das pipi- aber sicher ein Punkt der dir wichtig ist. Also das mit den Hundewindeln oder mehr Gassi, bzw Möglichkeiten finden, dass der Hund vlt gewissermaßen beschränkt werden kann- aber bitte nicht ausgeschlossen von der Familie. Nur so dass man die Bahnen etwas lenken kann. Sowas könntet ihr da einrichten..

Mein hauptgedanke- Rede mit deinem Freund!! Überlegt euch, dass ER Urlaub nimmt und dann intensiver Zeit mit dem Hund hat. Aktuell sieht er womöglich nur, dass sich jemand freut, wenn er wieder kommt...aber nicht den ganzen Alltag. Dieser Urlaub soll euch die Entscheidung erleichtern, oder dir die Verantwortung etwas mehr nehmen.

Wenn man den Hund nicht kennt, weiß man nicht wie er mit Demenz und co und seinen 19jahren aktuell noch sein Leben leben kann. Ich fürchte- eher auf einem Abstellgleis eingeschlafen (und das ist nicht böse gemeint). Die Lebensqualität hinterfragen. Ich verstehe dich, aber schlussendlich muss dein Freund als Hundehalter diese Entscheidung treffen, im Gegenzug solltest du nicht die Arbeit allein vor der Nase haben.
 
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Team
22. Apr. 16:53
Das mit den noch 5 Jahren war auch provokant gemeint ! Ich stecke soweit im Thema ,das ich 32 Jahre Hunde habe ,davon waren 2 große Hunde von 12 und 13 Jahren dabei! Ich weiß also sehr wohl das es für große Hunde schon ein stolzes Alter ist !" Ich lese da wenig von Liebe für den Hund ", ja das finde ich zu hart ! Da muß man doch nicht von oben herab mit Freistellung und aufgelösten Sparverträgen kommen! Damit ist ihr sicher nicht geholfen ! Und wie schon gesagt,man muss sich das leisten können. Bei deiner Aussage was den Freund betrifft ,stimme ich dir voll und ganz zu.
Du vergisst scheinbar das die Aussage von Freistellung etc eine Antwort an dich war, was man zb machen kann wenn man den Möchte, zum Thema was ich selbst vom Post halte , habe ich im ersten Post alles gesagt, das andere war lediglich eine Antwort darauf das du mir mangelde Empathie für den Beitrag unterstellt hast.
Und das ich schon etwas komisch finde wenn nicht der Besitzer selbst hier schreibt, ist das halt so.
 
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Lisa-Eileen
22. Apr. 17:10
Ich denke schon das er noch frisst, trotzdem kann er dabei an Gewicht verlieren wenn krankhafte Prozesse z.B. der Krebs sich im Körper ausbreitet
Oder Muskelmasse macht auch viel aus, wenn mit dem Hund nix gemacht wird zum aufbauen und er eventuell auch nicht so viel Gassi geht usw verkümmert die Muskulatur sehr schnell und Muskeln wiegen halt auch viel.
 
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Marie
22. Apr. 17:12
Du vergisst scheinbar das die Aussage von Freistellung etc eine Antwort an dich war, was man zb machen kann wenn man den Möchte, zum Thema was ich selbst vom Post halte , habe ich im ersten Post alles gesagt, das andere war lediglich eine Antwort darauf das du mir mangelde Empathie für den Beitrag unterstellt hast. Und das ich schon etwas komisch finde wenn nicht der Besitzer selbst hier schreibt, ist das halt so.
Ich habe nie etwas von mangelnder Empathie an dich geschrieben !
Den Rest lassen wir,da drehen wir uns nur im Kreis,und anstrengend ist es auch noch !
Wir haben unterschiedliche Meinungen und Herangehensweisen und das ist auch gut so
 
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Petra
22. Apr. 17:17
Ich würde ihm das sagen:

Ich verstehe total, wie schwer dir das fällt. Nach so vielen Jahren ist das ja wie ein Familienmitglied und loslassen tut einfach weh.
Aber ich mache mir wirklich Sorgen, nicht nur um uns, sondern auch um sie. Sie wirkt ja trotz der Medikamente wie nicht mehr wirklich orientiert und quält sich eher durch den Alltag.
Gleichzeitig stoße ich hier wirklich an meine Grenzen. Mit den Kindern und jetzt in der Schwangerschaft kann ich die Situation mit der Wohnung so nicht mehr tragen. Das ist keine Kleinigkeit mehr, sondern belastet mich körperlich und mental total.
Mir geht es nicht darum, dir etwas wegzunehmen, sondern darum, gemeinsam eine Lösung zu finden, die für alle fair ist – und auch würdevoll für sie. Vielleicht sollten wir nochmal mit dem Tierarzt sprechen und ehrlich klären, wie ihre Lebensqualität noch ist und was das Beste für sie wäre.
Ich möchte das zusammen mit dir entscheiden, aber wir können es auch nicht einfach weiterlaufen lassen wie bisher.

Viel Kraft 🙏
 
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Lisa-Eileen
22. Apr. 17:26
Naja,wieso sollte ich ein Wochenende woanders verbringen? Schließlich ist das ja meine Wohnung. Wir wohnen nicht zuhause. Ich habe auch gesagt,dass er notfalls bei sich solange wohnen muss. Aber irgendwie ist alles keine Lösung für ihn
Kannst ja mal Urlaub machen quasi, oder ihn eben rausschmeißen.
Man muss halt auch Grenzen setzen, grad bei so respektlosen Leuten.
Da ist egal wer das ist oder wie doll man jemanden liebt.
 
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Dog
22. Apr. 17:29
Klar ist das Herrchen in der Verantwortung Entscheidungen zu treffen. Aber wenn man in einer Partnerschaft zusammen lebt. Einen gemeinsamen Hausstand hat, evtl oder ziemlich sicher , die Kinder gemeinsam versorgt und ein weiterer kleiner Mensch im Anmarsch ist, verstehe ich nicht, warum man genau beim Hund einen Cut macht.
Auch wenn man den Hund selbst nicht tragen kann, es gibt Tragegeschirre, Rucksäcke....Taschen....
Für draußen gibt es Hunde Buggys.
Der Hund muss und soll ja keine Kilometer Wanderung machen, aber einfach mal draußen sein können.
Mangelnde Bewegung und mangelnde Reize, machen Gelenk und Bewegungsapparat Probleme sowie Demenz, nur schlimmer.
Wenn der Partner es aufgrund der Arbeit es gerade nicht schafft mehr als 2x Gassi zu gehen ( morgens und Abends wäre damit ja abgedeckt), dann wäre es nur 2-3 mal über den Tag nötig, den Hund nach draußen zu bringen um sich zu lösen.
Einfach zu zuschauen wie der Hund so den ganzen Tag nicht raus kommt, könnte ich nicht. Egal ob es mein Hund oder der des Partners ist. Man trägt automatisch einen Teil der Verantwortung bei einem Tier mit, wenn man gemeinsam zusammen lebt.

Für den Hund scheint sein Leben nur noch auf dem Abstellgleis stattzufinden.
Natürlich ist der Alltag mit Kindern und Haushalt anstrengend. Aber garnichts zu machen und nur den Partner zu kritisieren, der sich offenbar nicht trennen kann/will, ist auch nicht richtig.
Zumal wir hier alle nicht beurteilen können ob der Hund wirklich eingeschläfert gehört.
Denn solange die Schmerzmittel helfen, dass er sich wieder bewegen kann, sehe ich da keinen Grund.
Ich bin selber schwer Krank und brauche starke Schmerzmittel. Ist auch kein Grund mein Leben deshalb als weniger lebenswert zu beurteilen. Solange die Medikamente helfen ist es in meinen Augen legitim, sich erstmal gegen eine Einschläferung auszusprechen.
Ich hatte einen 30kg Hund der mit 15Jahren schwer Inkontinent und Dement war. 1 Jahr lang trug er Windeln , wurde rausgetragen und draußen mit dem Buggy spazieren gefahren. Er war unglaublich viele Jahre für mich da, die letzten 2 Jahre war ich für ihn da. Alles andere hätte ich mir selbst nicht verziehen.
 
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Marie
22. Apr. 17:31
Oder Muskelmasse macht auch viel aus, wenn mit dem Hund nix gemacht wird zum aufbauen und er eventuell auch nicht so viel Gassi geht usw verkümmert die Muskulatur sehr schnell und Muskeln wiegen halt auch viel.
Bei einem 7kg schweren Hund,auf 3,5 kg ?
Das glaub ich weniger!
 
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Lisa-Eileen
22. Apr. 17:40
Bei einem 7kg schweren Hund,auf 3,5 kg ? Das glaub ich weniger!
Ist ja nicht nur, aber in dem Alter wenn er nicht aufgebaut wird ist da schon auch viel an Muskeln weg.