Klar ist das Herrchen in der Verantwortung Entscheidungen zu treffen. Aber wenn man in einer Partnerschaft zusammen lebt. Einen gemeinsamen Hausstand hat, evtl oder ziemlich sicher , die Kinder gemeinsam versorgt und ein weiterer kleiner Mensch im Anmarsch ist, verstehe ich nicht, warum man genau beim Hund einen Cut macht.
Auch wenn man den Hund selbst nicht tragen kann, es gibt Tragegeschirre, Rucksäcke....Taschen....
Für draußen gibt es Hunde Buggys.
Der Hund muss und soll ja keine Kilometer Wanderung machen, aber einfach mal draußen sein können.
Mangelnde Bewegung und mangelnde Reize, machen Gelenk und Bewegungsapparat Probleme sowie Demenz, nur schlimmer.
Wenn der Partner es aufgrund der Arbeit es gerade nicht schafft mehr als 2x Gassi zu gehen ( morgens und Abends wäre damit ja abgedeckt), dann wäre es nur 2-3 mal über den Tag nötig, den Hund nach draußen zu bringen um sich zu lösen.
Einfach zu zuschauen wie der Hund so den ganzen Tag nicht raus kommt, könnte ich nicht. Egal ob es mein Hund oder der des Partners ist. Man trägt automatisch einen Teil der Verantwortung bei einem Tier mit, wenn man gemeinsam zusammen lebt.
Für den Hund scheint sein Leben nur noch auf dem Abstellgleis stattzufinden.
Natürlich ist der Alltag mit Kindern und Haushalt anstrengend. Aber garnichts zu machen und nur den Partner zu kritisieren, der sich offenbar nicht trennen kann/will, ist auch nicht richtig.
Zumal wir hier alle nicht beurteilen können ob der Hund wirklich eingeschläfert gehört.
Denn solange die Schmerzmittel helfen, dass er sich wieder bewegen kann, sehe ich da keinen Grund.
Ich bin selber schwer Krank und brauche starke Schmerzmittel. Ist auch kein Grund mein Leben deshalb als weniger lebenswert zu beurteilen. Solange die Medikamente helfen ist es in meinen Augen legitim, sich erstmal gegen eine Einschläferung auszusprechen.
Ich hatte einen 30kg Hund der mit 15Jahren schwer Inkontinent und Dement war. 1 Jahr lang trug er Windeln , wurde rausgetragen und draußen mit dem Buggy spazieren gefahren. Er war unglaublich viele Jahre für mich da, die letzten 2 Jahre war ich für ihn da. Alles andere hätte ich mir selbst nicht verziehen.