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Verfasser
Maik
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 26
heute 06:09

Welpe beisst nach Ausflügen an unterschiedliche Orte

Hallo alle, in der letzten Zeit waren wir mit unserem Zwerpudel Welpen oft unterwegs und in verschiedenen Unterkünften. Dort hat er gut gelernt, sich auch mal hinzulegen. Ob im Restaurant oder auf dem Zimmer selbst. Nur wenn er wieder nach Hause kommt, dann fängt er sehr sehr oft an uns zu beißen und dreht halb am Rad. Ist das normal, weil er vielleicht in der gewohnten Umgebung ist und zusätzlich (16. Woche) gerade am zahnen ist? Oder wie ist eure Einschätzung und Erfahrung ?
 
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R
17. Aug. 19:12
Einschätzung? "In letzter Zeit" mit dem 16 Wochen alten Welpen, finde ich schon eine gewagte These. So klein, hat er in der Zeit kaum zu Hause Fuß fassen können und dann direkt öfter Restaurant und Hotel? ... Ich hätte da andere Prioritäten, wie Bindung, Charakter und selbstbewusstsein aufbauen, stubenreinheit, Grundkommandos, sozialverhalten mit anderen Tieren und natürlich Umweltreize (Stock und Stein und sowas)... Ruhe finden und Routinen... Der übt noch sich zu bewegen und muss sich gerade erstmal wehren üben...
Also die prioritäten fänd ich jetzt für den Hund auch nicht so sinnig. Klar ist der überfordert, bestimmt auch Mal zu müde. Was er da kapieren soll, klar wenn er euch das irgendwie zeigen wird.
Baut mehr seiner Prioritäten ein, achtet auf die Zeiten und die Ruhephasen, dann steigt die Bindung und das Vertrauen. Berlin allein ist schon eine ganze Menge für einen kleinen Hund.... Ich bezweifle leider, dass er in der Zeit zu Hause nun schon Hundekumpels gefunden hat, um den ganzen Menschen Schnickschnack zu kompensieren.
 
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Janina
17. Aug. 19:25
Einschätzung? "In letzter Zeit" mit dem 16 Wochen alten Welpen, finde ich schon eine gewagte These. So klein, hat er in der Zeit kaum zu Hause Fuß fassen können und dann direkt öfter Restaurant und Hotel? ... Ich hätte da andere Prioritäten, wie Bindung, Charakter und selbstbewusstsein aufbauen, stubenreinheit, Grundkommandos, sozialverhalten mit anderen Tieren und natürlich Umweltreize (Stock und Stein und sowas)... Ruhe finden und Routinen... Der übt noch sich zu bewegen und muss sich gerade erstmal wehren üben... Also die prioritäten fänd ich jetzt für den Hund auch nicht so sinnig. Klar ist der überfordert, bestimmt auch Mal zu müde. Was er da kapieren soll, klar wenn er euch das irgendwie zeigen wird. Baut mehr seiner Prioritäten ein, achtet auf die Zeiten und die Ruhephasen, dann steigt die Bindung und das Vertrauen. Berlin allein ist schon eine ganze Menge für einen kleinen Hund.... Ich bezweifle leider, dass er in der Zeit zu Hause nun schon Hundekumpels gefunden hat, um den ganzen Menschen Schnickschnack zu kompensieren.
Jeder Hund ist anders manchmal sind es auch die Dinge an die Mann nicht denkt die das Problem hervorgerufen haben natürlich ist ein festes Zuhause wichtig aber wichtiger ist die Bezugsperson der Rudelführer und ich glaube ehr das er den unterschied nicht kennt und sieht ein Hund ist ein Leittier er braucht auch schon im Jungen Alter klare Grenzen und muss wissen wer das sagen hat und wer der Rudelführer ist manchmal sieht Mann das selber nicht deshalb wollte ich wissen wann und wie genau das Problem auftritt weil nur weil er Welpe ist heißt es nicht das er alles darf und machen kann wie er möchte
 
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Tina
17. Aug. 19:53
Das ist ganz eindeutig ein Anzeichen für eine körperliche (Zahnwechsel) und nervliche (zu viele Reize) Überforderung.
Das völlig überforderte Nervensystem entlädt sich schlagartig im Safe-Space mit Beissen.
Das ist nicht normal. Wer hat Dir geraten den Welpen so durch die Gegend zu schleifen? Ist das Dein erster Hund? Hast Du Dich mit den Bedürfnissen eines Welpen befasst?
 
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Oliver
17. Aug. 20:39
Einfach was zum beißen geben und das beißen am Menschen beschimpfen/unterbinden.

Während der Zahnung brauchen Hunde was zum beißen.
 
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Kirsten
17. Aug. 20:42
Jeder Hund ist anders manchmal sind es auch die Dinge an die Mann nicht denkt die das Problem hervorgerufen haben natürlich ist ein festes Zuhause wichtig aber wichtiger ist die Bezugsperson der Rudelführer und ich glaube ehr das er den unterschied nicht kennt und sieht ein Hund ist ein Leittier er braucht auch schon im Jungen Alter klare Grenzen und muss wissen wer das sagen hat und wer der Rudelführer ist manchmal sieht Mann das selber nicht deshalb wollte ich wissen wann und wie genau das Problem auftritt weil nur weil er Welpe ist heißt es nicht das er alles darf und machen kann wie er möchte
Die Geschichte mit der Rudelführung (inkl. dem Alpha der das alleinige Sagen hat) ist inzwischen nicht mehr up to Date 🐾
 
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Janina
17. Aug. 21:00
Die Geschichte mit der Rudelführung (inkl. dem Alpha der das alleinige Sagen hat) ist inzwischen nicht mehr up to Date 🐾
Das ist deine Meinung ich habe einen Husky mix der ist jetzt 9 Monate und hat das selbe gemacht Monate lang hat er einen angegriffen und da kann Mann nicht sagen ach das ist ein Welpe er hat es nachher sogar beim spaziere aus dem nichts gemacht,wir haben sofort angefangen mit ihm zu trainieren wer das sagen hat und erst dann hat er aufgehört also ist das mit dem Rudelführer bestimmt kein Unsinn dieser Hund wäre sonst im Tierheim geladen und da nicht mehr raus gekommen
 
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Kirsten
17. Aug. 21:42
Das ist deine Meinung ich habe einen Husky mix der ist jetzt 9 Monate und hat das selbe gemacht Monate lang hat er einen angegriffen und da kann Mann nicht sagen ach das ist ein Welpe er hat es nachher sogar beim spaziere aus dem nichts gemacht,wir haben sofort angefangen mit ihm zu trainieren wer das sagen hat und erst dann hat er aufgehört also ist das mit dem Rudelführer bestimmt kein Unsinn dieser Hund wäre sonst im Tierheim geladen und da nicht mehr raus gekommen
Ja, kann blöd laufen, wenn man genau so weiter macht, ohne das sich daran etwas tut. Das sehe ich auch so :)

Die Sache mit der Rudelführung kam durch den Verhaltensforscher David Mech in Gang, der eingesperrte Wölfe auf zu engem Raum beobachtet hat. Die Wölfe konnten dort ihr natürliches Verhalten (u.a. Abwanderung aus der Gruppe bei starken Unstimmigkeiten) nicht zeigen, was zu größerem Konfliktverhalten geführt hat, als es im sozialen Familienverband von Wölfen üblich ist. David Mech hat sehr lange versucht seinen Irrtum rückgängig zu machen, der sich allerdings deutlich erfolgreicher verbreitet hat, als seine nachfolgenden Forschungen. Leider basieren noch sehr viele Erziehungsansätze auf seinen vorherigen Veröffentlichungen.

Man hat festgestellt, dass das Verhalten von Säugetieren und Wölfen/ Hunden komplexer ist, und auch von anderen Faktoren abhängt, anstatt von hierarchischen Ansprüchen.
Unter anderem von der Genetik (einige Rassen wurden stärker auf Zwicken oder Packen selektiert als andere), von der Lernhistorie, vom aktuellen Zustand (Gesundheit bzw. Schmerzen , Nervensystem, Emotionen, Hormone,…).

Junge Hunde müssen unterschiedliche Erfahrungen in Ruhe verarbeiten können und benötigen bei einer großen Menge unterschiedlicher Reize oder nach aufregenden Erlebnissen auch öfter Hilfe von Bezugspersonen, um zur Ruhe zu finden. Das ein junger Hund mal seine wilden Fünf schiebt, ist nichts ungewöhnliches, gerade wenn viel Neues erlebt wird. Sollte das einen normalen Rahmen sprengen oder gar gefährliche Ausmaße annehmen, lohnt es sich einen Blick darauf zu werfen, wo das Problem überhaupt herkommt.

Natürlich gibt es in jedem sozialen Verband Spielregeln, die der Sicherheit der Mitglieder dienen.
 
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Janina
17. Aug. 21:50
Ja, kann blöd laufen, wenn man genau so weiter macht, ohne das sich daran etwas tut. Das sehe ich auch so :) Die Sache mit der Rudelführung kam durch den Verhaltensforscher David Mech in Gang, der eingesperrte Wölfe auf zu engem Raum beobachtet hat. Die Wölfe konnten dort ihr natürliches Verhalten (u.a. Abwanderung aus der Gruppe bei starken Unstimmigkeiten) nicht zeigen, was zu größerem Konfliktverhalten geführt hat, als es im sozialen Familienverband von Wölfen üblich ist. David Mech hat sehr lange versucht seinen Irrtum rückgängig zu machen, der sich allerdings deutlich erfolgreicher verbreitet hat, als seine nachfolgenden Forschungen. Leider basieren noch sehr viele Erziehungsansätze auf seinen vorherigen Veröffentlichungen. Man hat festgestellt, dass das Verhalten von Säugetieren und Wölfen/ Hunden komplexer ist, und auch von anderen Faktoren abhängt, anstatt von hierarchischen Ansprüchen. Unter anderem von der Genetik (einige Rassen wurden stärker auf Zwicken oder Packen selektiert als andere), von der Lernhistorie, vom aktuellen Zustand (Gesundheit bzw. Schmerzen , Nervensystem, Emotionen, Hormone,…). Junge Hunde müssen unterschiedliche Erfahrungen in Ruhe verarbeiten können und benötigen bei einer großen Menge unterschiedlicher Reize oder nach aufregenden Erlebnissen auch öfter Hilfe von Bezugspersonen, um zur Ruhe zu finden. Das ein junger Hund mal seine wilden Fünf schiebt, ist nichts ungewöhnliches, gerade wenn viel Neues erlebt wird. Sollte das einen normalen Rahmen sprengen oder gar gefährliche Ausmaße annehmen, lohnt es sich einen Blick darauf zu werfen, wo das Problem überhaupt herkommt. Natürlich gibt es in jedem sozialen Verband Spielregeln, die der Sicherheit der Mitglieder dienen.
Ja bei dem Husky mix war es tatsächlich so das er einfach nie gelernt hat das ein Nein auch ein Nein ist und der mensch das Sagen hat er hat den ganzen Tag immer wieder atakiert erst nachdem wir ihn in der Erziehung beigebracht haben das der Mensch also eigentlich das so genannte Rudelführer was ja da Anders ist als. Beim Wolf bestimmt wo es lang geht wie weit er gehen darf hat es funktioniert war ein harter Weg aber er ist jetzt super auch der Kontakt zu anderen Hunden im Rudel hat ihm sehr geholfen. Ich meine das auch nicht böse aber meisten ist es so das der Hund der böse ist der alles falsch macht dann heißt es ach der ist ja noch so klein ein Baby das hört schon auf wenn er älter wird und wenn nicht dann landen die Hunde im Tierheim später wir vom Tierschutz erleben das Tag täglich obwohl meistens der Mensch versagt hat sei es weil er keine Lust hatte daran zu arbeiten oder aus welchen Gründen auch sonst und das ist einfach traurig
 
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Tina
17. Aug. 22:02
Ob man das "Rudelführer" oder führendem Partner, anleitende Person, erziehender Freund der Hunde oder sonst wie nennt oder noch anders, ist mir eig total egal. Sicher ersetzen wir kein Rudel, denn wir sind Menschen, aber bilden eine Einheit und Lebensgemeinschaft.

Den Ansatz verstehe ich dahin gehend schon, dass es ne Konsequenz braucht. Ganz weit runter gebrochen: Hund trifft auf Mensch, Hund soll mit der Zeit schon verstehen was Mensch meint. Wie einfühlsam und nett und streng der Mensch dabei ist, sollte natürlich der Situation angemessen und fair sein.
 
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Josie
17. Aug. 22:35
Also ich kenne das von meinem Zwergpudel-Welpen auch und Bosse ist dann immer "einfach drüber" - ganz viel erlebt, so viele neue Eindrücke... Dann dreht er auch gerne richtig am Rad, ist quasi nicht ansprechbar, beißt und lässt sich auch nicht beruhigen. Er ist dann halt übermüdet und uns hilft das sehr, wenn er dann kurz in seine Box kommt - da hat er keine äußeren Reize und kommt schnell zur Ruhe und in den Schlaf 🙂