Plötzlich (wieder) unkontrollierbaren Jagdtrieb
In der Hoffnung, dass jemand Tipps hat und vielleicht ähnliches erlebt habt. Wir haben unserer Tierschutzhündin seit etwa über 2 Jahren. Sie wird Ende des Jahres 4.
Ich habe von Anfang an super viel Arbeit in den Freilauf gesteckt. Leinenführigkeit war mir nie so wichtig. Ich wollte einen Hund, den ich quasi immer frei laufen lassen kann. Wir haben sehr viel geübt. Sie macht gerne Tricks und lernt auch neue Tricks auf dem Spaziergang. Mittlerweile sind wir bei über 30 Kommandos, die sie sicher beherrscht. Die (Rück-) Orientierung klappte bis Anfang des Jahres auch problemlos. Ebenso der Rückruf. Sie schaut sich normaler im Radius von 5-6 Metern um mich herum immer um und kommt auch regelmäßig ohne Kontaktaufnahme zu mir zurück. Ich weiß, dass sie Jagdtrieb hat. In den ganzen zwei Jahren vorher ist sie aber nur zweimal in ein Feld und dann stehen geblieben.
Sie durfte von Anfang an nur hinter oder vor auf dem Weg laufen. Geschäft erledigen am Wegesrand, aber niemals vom Weg runter. Impulskontrollübungen (Sitzen bleiben auf der Bewegung, Futter/ Leckerli erst nach Freigabe nehmen, Apportieren) machen wir auch. Seit diesem Jahr ist das anders, richtig schlimm seit zwei-drei Wochen. Sie nimmt eine Fährte auf oder hört was rascheln und weg ist sie. Nie außer Sichtweite und natürlich ist seit zwei Woche nur noch Schleppleine oder kurze Leine angesagt, aber es will nicht besser werden. Ich habe mittlerweile auch eine kleine Sinneskrise, weil natürlich mit jedem Mal die Angst und Verzweiflung wächst und das Vertrauen schwindet. Sie kann auch apportieren, macht sie nur momentan nicht gerne. An der Schleppleine (5 Meter) üben wir gerade Radius einhalten (Rückruf bevor die Leine spannt), Stoppsignal aus der Vorwärtsbewegung, Rückruf. Ich versuche die Spaziergänge abwechslungsreich zu gestalten ( z.B klettert sie gerne auf den gefällten Baumstämmen).
Bin aktuell wirklich ratlos :/.