Im Profil hab ich jetzt einen 6jährigen schäferhund vor Augen?
Also klar, Jagdtrieb ist in jedem Hund elementar vorhanden. Bei einem schäfi wurde dieser sehr vielfältig spezialisiert. Ganz früher war es ja ein fast reiner Hütehund. Die Spezialisierung wird aber nur beeinflussen wie der hund Jagd. Der eine hetzt, der andere stellt, der nächste geht noch eher direkt in die Beute rein. Da das unspezifisch gefördert werden kann, sind viele gegen sowas wie quietschtiere, da schon beim jungen Hund antrainiert wird, dass bei einem Ton eher losgelassen wird. Da baut man viel Vorsicht vom Hund ab. Hat ein ausgewachsener Schäferhund aber wahrscheinlich nicht mehr (sind schon selbstbewusster im erwachsenen Zustand).
Auf Bewegungsreize reagieren ist das eine. Andere verfolgen Fährten, Buddeln nach Mäusen. Unser gesamtes Training läuft eigentlich darauf aus, "das Raubtier möglichst in solchen situationen kontrollieren zu können".
Also viel Jagdtrieb kann vorhanden sein und dennoch kann dieser vlt auf andere Dinge projeziert werden. Ein schäferhund ist ja sehr vielseitig. Ersatzauslastung finden, klare Aufgaben definieren. Dann hast du mit einem schäfer wahrscheinlich eher einen Hund der diesen Aufgaben mehr Aufmerksamkeit schenkt, als der eigenständigen Jagd (bspw bei einem Terrier kann man trainieren was man will, die verlässlichkeitsaussichten bei einem eigenständig Jagdfokussierten werden da geringer sein-nicht unmöglich😉). Der schäfi will ja gerne mit seinem Mensch arbeiten. Der Jagdterrier zum Beispiel, akzeptiert vlt nur die Anfrage seines Halters 😆✌🏼 der ist überzeugt, er weiß es allein in der Jagd besser. ☺️Halt so gezüchtet und gebraucht worden.