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Susa
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zuletzt 17. Juli

Jagdtrieb erkennen/testen

Hallo liebe Community, ich bin Anfängerin und habe gerade meinen ersten eigenen Hund. Uns beschäftigt zur Zeit das Thema Freilauf und da würde ich euch gern nochmal um euren Rat bzw. eure Erfahrungen bitten. Woran erkannt man einen stark ausgeprägten Jagdtrieb beim Hund bzw woran habt ihr es bei eurem Hunde erkannt? Kann man das irgendwie vorab testen oder merke ich das erst, wenn der Hase da und der Hund weg ist? Wenn euer Hund nicht jagt bzw minimal wie hat sich das geäußert? Bei uns ist es so: Wenn mein Hund irgendwelche Tiere sieht, reagiert er eigentlich immer gleich egal obs Katzen, Schafe oder Rehe sind. Solange die Tiere ruhig irgendwo sitzen/liegen/grasen sind die ihm komplett egal. Wenn die Tiere sich bewegen bellt er die an. Manchmal bleibt er stehen und bellt, manchmal zieht er an der Leine. Einmal ist uns leider bei einer Katze die Leine aus der Hand gefallen, da ist er hingerannt, kurz vor der Katze stehen geblieben und hat sie angebellt. Vögel, Enten, Gänse usw sind ihm komplett egal, da können wir im Park dicht dran vorbei. Eichhörnchen sind bisher wohl die spannendsten Tierchen, aber die bewegen sich auch am meisten/schnellsten. Ist das Jagdtrieb oder verbellt er die Tiere um sie zu verscheuchen?
 
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R
16. Juli 08:11
Im Profil hab ich jetzt einen 6jährigen schäferhund vor Augen?
Also klar, Jagdtrieb ist in jedem Hund elementar vorhanden. Bei einem schäfi wurde dieser sehr vielfältig spezialisiert. Ganz früher war es ja ein fast reiner Hütehund. Die Spezialisierung wird aber nur beeinflussen wie der hund Jagd. Der eine hetzt, der andere stellt, der nächste geht noch eher direkt in die Beute rein. Da das unspezifisch gefördert werden kann, sind viele gegen sowas wie quietschtiere, da schon beim jungen Hund antrainiert wird, dass bei einem Ton eher losgelassen wird. Da baut man viel Vorsicht vom Hund ab. Hat ein ausgewachsener Schäferhund aber wahrscheinlich nicht mehr (sind schon selbstbewusster im erwachsenen Zustand).

Auf Bewegungsreize reagieren ist das eine. Andere verfolgen Fährten, Buddeln nach Mäusen. Unser gesamtes Training läuft eigentlich darauf aus, "das Raubtier möglichst in solchen situationen kontrollieren zu können".
Also viel Jagdtrieb kann vorhanden sein und dennoch kann dieser vlt auf andere Dinge projeziert werden. Ein schäferhund ist ja sehr vielseitig. Ersatzauslastung finden, klare Aufgaben definieren. Dann hast du mit einem schäfer wahrscheinlich eher einen Hund der diesen Aufgaben mehr Aufmerksamkeit schenkt, als der eigenständigen Jagd (bspw bei einem Terrier kann man trainieren was man will, die verlässlichkeitsaussichten bei einem eigenständig Jagdfokussierten werden da geringer sein-nicht unmöglich😉). Der schäfi will ja gerne mit seinem Mensch arbeiten. Der Jagdterrier zum Beispiel, akzeptiert vlt nur die Anfrage seines Halters 😆✌🏼 der ist überzeugt, er weiß es allein in der Jagd besser. ☺️Halt so gezüchtet und gebraucht worden.
 
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Ilona
16. Juli 08:24
Für alle die das Thema Jagen haben, hier eine schöne Podcastfolge mit Ines Scheuer- Dinger, Expertin für Jagdhunde:

https://open.spotify.com/episode/3tfoeH2YVATTXJg1UqGfPR?si=ssQaU_iaSu6vGUuipmR6dw&utm_source=copy-link
Gestern rein gehört und fand das spannend. Sie betont, das man ganz genau schauen muss, qas man für einen Hund hat. Und das zb. Dummytraining nicht für jeden Hund ist. Man sollte nach Veranlagung schauen und etwas finden was dieser gerecht wird.
 
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Nicole
16. Juli 14:51
Für alle die das Thema Jagen haben, hier eine schöne Podcastfolge mit Ines Scheuer- Dinger, Expertin für Jagdhunde: https://open.spotify.com/episode/3tfoeH2YVATTXJg1UqGfPR?si=ssQaU_iaSu6vGUuipmR6dw&utm_source=copy-link Gestern rein gehört und fand das spannend. Sie betont, das man ganz genau schauen muss, qas man für einen Hund hat. Und das zb. Dummytraining nicht für jeden Hund ist. Man sollte nach Veranlagung schauen und etwas finden was dieser gerecht wird.
Vielen Dank für den Podcast Tipp. Habe ihn mir eben angehört und fand ihn wirklich gut und informativ. 👍🤗
 
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Ilona
16. Juli 15:26
Vielen Dank für den Podcast Tipp. Habe ihn mir eben angehört und fand ihn wirklich gut und informativ. 👍🤗
Ja ne, hab mir da das auch rausgezogen mit dem Dummytraining. Und es manchmsl nur kleine Dinge sind, an die man drehen muss...bei uns war der Gamechanger beim Jagdverhalten, das ich was schmeisse, gefüllte klopapierrolle, nachdem sie Wild gesehen hat. So kann sie dann noch hetzen, packen, fressen....
 
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Dog
17. Juli 08:23
Ein Hund mit einem ausgeprägten Jagdtrieb hat seine Nase quasi dauerhaft am Boden. Man merkt dabei deutlich dass er nicht an Markierungen anderer Hunde schnüffelt, sondern eine Spur verfolgt.
Bewegungsreize sind für solche Hunde auch sehr spannend und werden blitzschnell wahrgenommen und verfolgt.
Ein Hund mit schwachem Jagdtrieb lässt sich schnell aus der Situation rausholen und ablenken.
Ein Hund mit sehr starkem Jagdtrieb ist kaum bis garnicht mehr ansprechbar.
Ich habe zwei Jagdhunde. Die ältere hat einen hervorragenden Jagdtrieb, lässt sich aber aufgrund ihres Naturells sehr gut steuern.
Die jüngere hat auch einen hervorragenden Jagdtrieb, aber aufgrund ihres übersprudelndem Temperaments ist sie schwerer kontrollierbar.
Im Freilauf muss sie Dauerhaft davon abgehalten werden die Gegend zu scannen oder Spuren zu suchen.
Die ältere würde nur auf Kommando auf Spur gehen. Nur bei Bewegungsreizen ist es auch bei Ihr schwierig.
Jagdtrieb lässt sich nicht abtrainieren und auch nicht antrainieren. Er lässt sich nicht verstärken und auch nicht abmildern.
Er ist da oder nicht. Und das bei jedem Hund anders.
Jagdtrieb lässt sich schlicht und ergreifend nur durch Gehorsam und Management kontrollieren.
Bei manchen Hunden ist er so stark dass sie nie frei laufen dürfen. Bei anderen muss man abschätzen wo es gut möglich ist und wo nicht.
Man gewöhnt sich dran.