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Vien
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heute 08:30

Hund kommt nicht zur Ruhe

Hallo zusammen,
wir brauchen eure Tipps! Unsere 4 Monate alte Tierschutzhündin Tessa (Einzug letzte Woche) kommt leider nicht zur Ruhe.
Draußen ist sie total unauffällig und brav, schnüffelt neugierig und bellt in den seltesten Fällen. Aber drinnen (offene Loft-Wohnung) kommt sie von sich aus absolut nicht zur Ruhe. Sie steht im Dauer-Kontrollmodus und schießt bei jeder kleinsten Bewegung von uns sofort hoch.
Besonders extrem ist es, wenn sie keine Aufmerksamkeit bekommt oder wenn wir kochen und essen.
Unser Dilemma:
Wir haben ihr eine Box/Körbchen mit "Höhlen-Spannbettlaken" direkt neben dem Sofa gebaut.
Sobald sie rein muss, fängt sie an zu quieken und zu bellen.
Heute (Sonntag) gab es deswegen schon Beschwerden von den Nachbarn.
Ein gefrorener Joghurt-Kong hilft für 15 Minuten – danach geht das Meckern oft von vorn los. Wir haben sie heute aus Verzweiflung wegen der Nachbarn mal kurz aufs Sofa geholt (wo sie sofort einschlief), wissen aber natürlich, dass wir ihr das nicht angewöhnen dürfen. Sie ist leider übermüdet aber mag nicht schlafen.
Unsere Fragen:
1. Wie bekommen wir sie in einer offenen Wohnung dazu, im Körbchen zu bleiben (gerade beim Kochen/Essen oder wenn wir sie ignorieren)?
2. Wie managt man das Frust-Bellen in der Wohnung, wenn man Rücksicht auf die Nachbarn nehmen muss?
3. Wie helfen wir einem überdrehten Welpen beim Runterfahren?
Über jeden pragmatischen Tipp sind wir super dankbar!
Liebe Grüße 🐶🐾
 
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Heike
12. Okt. 16:03
Hallo zusammen und danke für eure Rückmeldungen! 😊 Um ein paar Missverständnisse aufzuklären: Tessa kennt Wohnungen zum Glück von klein auf, da sie als Welpe gefunden und in der Wohnung einer Tierschützerin großgezogen wurde. Sie darf absolut auf das Sofa! Wir finden das selbst total schön und sie geht da auch von sich aus gerne drauf, um zu kuscheln. Das mit dem „in die Box schicken“ machen wir nur, wenn sie beim Kochen und Essen durchdreht. Meine große Sorge ist einfach, dass sie beim bellen und Hochholen aufs Sofa verknüpft: „Wenn ich belle, werde ich hochgeholt und gelobt.“ Deswegen war ich unsicher. Den Tipp mit der Box und dem nicht beachten und „ausbellen lassen“ hatte ich übrigens von einer örtlichen Hundeschule hier um die Ecke, der ich beim Spaziergang die Situation geschildert hatte, sie meinte, das sei genau der richtige Weg. Aber wenn ich eure Reaktionen hier lese und das Ganze reflektiere, merke ich sehr schnell, dass ich da wohl eher nicht hingehen werde…. Den Nachbarn mache ich die Woche ein paar Tüten fertig. :) Ich danke euch von ❤️-en
Ich denke, sie braucht Zeit, die ihr dem Hund geben müsst. Ich würde ihr überlassen, wo sie zur Ruhe kommen kann. Irgendwann wird sie die Box von selbst aufsuchen. War bei uns auch so.
Nach einer Woche darf man nicht viel erwarten, auch wenn sie es kennt, in einer Wohnung zu leben. Es sind lauter neue Gerüche, andere Stimmen, anderer Umgang.
Sie muss sich erst zurecht finden. Viel Glück und Geduld.🐾🐾🙋
 
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Lisa
12. Okt. 19:12
Das Problem hatte ich auch mit meiner Tierschutz Hündinn. Ich habe sie auch erstmal an die Box gewöhnt natürlich In kleinen Schritten. Sie musste rein war sie ruhig, direkt loben mit einem leckerli. Nach 5 Minuten habe ich sie wieder raus gelassen wenn sie ruhig war. Das habe ich ein paar mal so gemacht und die Zeit auch vergrößert. Also am Anfang nach 5 Minuten dann nach 10 Minuten usw. Wichtig ist das du sie raus lässt wenn sie noch ruhig ist, damit sie merkt das sie nicht das sagen hat indem man sie raus lässt sobald sie anfängt zu quieken. Ich bin mir sicher das es sich sehr schnell einspielt. Hunde lernen schnell.
Mittlerweile nutzt meine Hündinn ihre Box als Rückzugsort und geht am Abend von selbst dort rein. Viel Glück das es klappt🍀🐾
 
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Aga
13. Okt. 06:15
Warum ist Couch nicht ok? Ist jedem seins aber Amira darf sowohl ins Bett als auch auf die Couch. Als sie mit 15 Wochen zu uns kam habe ich mir sie nachts auf den Bauch gelegt,also Kontaktliegen. Das hat eine sehr gute und schnelle Bindung zwischen uns geschaffen. Ich bin überhaupt nicht für eine Box, v.a. Wenn der Hund nicht freiwillig rein geht, die als Strafe oder länger zu zu machen ist sogar Tierschutzwiedrig. Ich würde das nicht machen wenn sie nicht dauerhaft offen bleibt und der Hund frei entscheiden kann. Für mich klingt es auch nach Trennungsangst, ich würde auf einer Seite die Bindung stärken aber auch mich viel bewegen und auch Deckentraining machen, dass der Hund während dessen auf der Decke bleibt in kleinen Schritten.
 
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Kati
13. Okt. 13:38
Heute lag sie neben mir auf dem Sofa ist aufgesprungen und hat mich angebellt. Ich bin daraufhin mit ihr raus, weil ich dachte, dass sie vielleicht doch nochmal muss (30 Min vorher waren wir spazieren), aber das war wohl nichts… daraufhin kam der Kong und dann ging’s nochmal los, habe sie nachdem nochmal hochgeholt und dann war’s wieder gut. In Punkto kochen und essen: es geht ihr hier - meines Erachtens - eher gegen Strich, dass es nach Essen riecht und wir am Essen sind. Sie bekommt vorab auch immer ihr Futter.
Ich hätte ihr in der Situation keinen Kong gegeben. Sondern rein und wieder zu dem zurück kehren, was man gerade getan hat zB eben auf der Couch sitzen.
Die Situation beim Essen ist wahrscheinlich wirklich etwas, was sich einschleichen muss. Und da sind wir wieder bei eurer Geduld. Persönlich bin ich ein Fan davon dem Hund zu zeigen, dass er sich bitte an diesem oder jenen Ort entspannen soll. Auch weil nicht jeder Hund selbständig einfach so zur Ruhe findet.
Ob man nun dafür ne Box nutzt...muss jeder selbst wissen.
 
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Michaela
14. Okt. 15:00
Was bedeutet denn "sobald sie rein muss"? Geht sie überhaupt freiwillig in ihre Höhle?... Vllt mag sie die Höhle auch nicht so und hätte lieber einen offenen Platz/Korb, also nicht jeder Hund fühlt sich in einer Höhle wohl. Ansonsten ist euer Hund erst 1 Woche bei euch. Ich würde es deshalb und dazu aufgrund des jungen Alters das als völlig normal einstufen, dass sie in einem gewissen Maße"kontrolliert". Sie entdeckt gerade eine neue Welt, lernt euch kennen, hat sehr viel zu verarbeiten. Sie sollte eure Routinen kennenlernen dürfen, beobachten, erleben, einfach dabei sein dürfen (nicht im Mittelpunkt!). Mit der Zeit checkt der Hund von ganz allein, dass sich das nicht lohnt bei jeder Menschenbewegung gleich aufzustehen und zu schauen was nun passiert. Das dauert aber und geht nicht von heute auf morgen. Ich würde den Hund jetzt nicht zu Deckentraining oder sowas verdonnern, sondern sich frei bewegen und Plätze wählen lassen, es gelassen nehmen wenn sie mal bellt (nicht drauf eingehen) und ihr Chance für Selbstregulation bieten.
Ich geb dir vollkommen recht. Warum ist unsere Welt so ungeduldig geworden? Dieses kleine Lebewesen hat so viel zu verarbeiten und zu lernen. Außerdem spürt ein Hund sofort wenn man sich selber unter Druck setzt und spiegelt das oft.
Wer von euch hat sich denn innerhalb einer Woche in eine neue Umgebung eingelebt??
Und bitte: was sind denn das für Nachbarn,die sofort beim geringsten Anlass Alarm schlagen,obwohl dieses Verhalten ja innerhalb einer Woche noch nicht sehr gehäuft aufgetreten sein kann?!
Überreiztheit und Schnellebigkeit schaden auch schon den Menschen,aber ganz besonders den Tieren.
Ich plädiere für Geduld und Verständnis!
 
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Christine
14. Okt. 15:14
Ich denke auch,das ist alles noch sehr neu für sie.Das Gespräch mit den Nachbarn suchen,die Situation erklären und um ein bisschen Geduld bitten hilft hoffentlich auch?
Und ,wenn sie auf der Couch schläft,was spricht dagegen?Unser erster Hund durfte z.B nicht mit ins Bett.A)sehr groß.Ist mit 9 Monaten als Briard Neufundländer-Mix bei uns eingezogen.Die Kinder waren noch klein,wir Anfänger und hatten b) Angst,sie übernimmt die Weltherrschaft.Dann kam ein kleineres Kaliber,aber wir wollten diese Regel aufrecht halten.Luna war 5 Monate alt, Fundtier aus Italien und sehr aufgedreht.Sobald sich irgendwas im Wohnzimmer bewegt hat,war sie da.Bei 5 Kindern,also dauernd.Und eines,wunderbaren Tages hab ich sie im Schlafzimmer,im Bett tief und fest schlafen gesehen.Natürlich habe ich sie nicht geweckt.Das Schlafzimmer wurde ihr absoluter Rückzugsort und alle waren zufrieden.Regeln sind wichtig,aber Ruhe und ausgeglichene Familienmitglieder wichtiger.Meine Meinung!Euch alles gute!
 
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Vien
14. Okt. 19:49
Ich geb dir vollkommen recht. Warum ist unsere Welt so ungeduldig geworden? Dieses kleine Lebewesen hat so viel zu verarbeiten und zu lernen. Außerdem spürt ein Hund sofort wenn man sich selber unter Druck setzt und spiegelt das oft. Wer von euch hat sich denn innerhalb einer Woche in eine neue Umgebung eingelebt?? Und bitte: was sind denn das für Nachbarn,die sofort beim geringsten Anlass Alarm schlagen,obwohl dieses Verhalten ja innerhalb einer Woche noch nicht sehr gehäuft aufgetreten sein kann?! Überreiztheit und Schnellebigkeit schaden auch schon den Menschen,aber ganz besonders den Tieren. Ich plädiere für Geduld und Verständnis!
Hi Michaela, ich habe mich in meinem Beitrag glaube ich etwas blöd ausgedrückt. Wir erwarten natürlich nicht, dass sie innerhalb von zwei Wochen der „1A-Vorzeigehund“ wird. Das ist natürlich auch gar nicht möglich, da sie noch ein Welpe ist und schon viel mitgemacht hat! Natürlich braucht sie Zeit, durch die Beschwerde eines Nachbarns bin ich nur etwas vorsichtig geworden und hatte vielmehr um Ratschlag gebeten. Danke für deinen Rat:)
 
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Sonja
15. Okt. 07:40
Mich wundern etwas die Aussagen : ...wenn sie in die Box muss.... und ....nicht angewöhnen aufs Sofa..... gibt es da spezielle Gründe hat ein "Trainer" das so gesagt etc.... ? 1) wieso "muss" sie in die Box....? Box sollte immer "positives erlebnis" sein, also nicht "zwingen" reinzugehen... nicht alle Hunde mögen Boxen/Höhlen sondern es gibt auch welche die, die "Übersicht behalten möchten" also lieber ein offenes Körbchen haben. Von geschlossener Box halte ich auch absolut nichts...! Besonders bei Hunden deren Vergangenheit man nicht kennt ( helfe selbst in TS/TH) , kann eine Box, also das "eingesperrt sein" selbst bei offener Box unsicherheit auslöden resp. erlebtes wieder hochkommen lassen... Fast alle TS Hunde haben, aus ihrer Sicht negative Erfahrungen mit Boxen machen müssen, also z.b einfangen, Transport ATS Hunde, Transport zum TA , etc... Daher muss eine Box neu und positiv aufgebaut werden und das "Minute für Minute", also wen sie FREIWILLIG reingeht und kurz drin bleibt überschebglich Loben..und dann langsam steigern ! Lasst die Box einfach offen, legt ein Spielzeug/Leckerli rein aber schickt sie nicht rein ....lasst sie selbst entscheiden ob und wann sie reingehen will...und dann natürlich loben. 2) wenn sie auf dem Sofa zur ruhe kommt würde ich sie erstmal lassen, ( Decke aufs Sofa, so das sie ihren Platz hat), denn dort fühlt sie sich ja wohl und Ruhe ist wichtig. Wenn ihr sie später nicht auf dem Sofa wollt könnt ihr , ihr das noch immer beibringen wenn sie in einigen Monaten wirklich angekommen ist, entgegen der Meinung vieler wird es dann nicht schwieriger...sondern möglicherweise sogar einfacher/stressfreier für Mensch und Hund . Denn wenn ein Hund seinen Menschen vertraut/ sie kennengelent hat ist/wird vieles einfacher... 15 Minuten ist übrigens für einen Hund eine halbe ewigkeit besonders für einen Jungen.
 
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Susi
16. Okt. 19:26
Samson ist auch aus dem Tierschutz und er war ebenso vier Monate. Er hat am Anfang viel "Stress" gemacht, z. B. mich angeknurrt, wenn ich zu nah an seinem Futternapf war (deswegen eine Zeit mit der Hand gefüttert und nach und nach das Futter in sein Napf), flippte in geschlossenen Räumen aus, stubenrein lernen usw.
Mit viel Geduld und noch viel mehr Liebe habe ich mit Samson einen super lieben Hund. Strolchi ist zwei Monate jünger. Also vor über vier Jahren zwei junge Wuffis erzogen. Perfekt sind sie nicht, aber voll lieb und sozial und abrufbar. Das ist eh das Wichtigste 💞
Viel Glück mit Tessa und locker bleiben😉
 
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Alex
heute 07:12
Ich habe selber zwei Hunde aus dem Tierschutz
Die Hündin selber hat sich drei Wochen lang in die Box gelegt und nur geschlafen und gegessen
Der rüde hat ungefähr vier Wochen gebraucht, bis er langsam runter kam. Er war sieben Monate alt, als ich ihn bekommen habe.
20 Minuten schlafen, halbe Stunde rumlaufen , das haben wir vier Wochen gemacht.
24/7
Alleine bleiben konnte er in den ersten 18 Monaten auch nicht
Er hat alles zerstört, was er in die Finger bekam.
Bei ihm war es ganz klar trennungsangst.
Zum Glück konnte ich ihn mit an die Arbeit nehmen und nach anderthalb Jahren kann er jetzt auch alleine zu Hause bleiben mit den andern beiden.

Mit der Auslastung würde ich vorsichtig sein, weil auspowern Stress produziert und die Hunde nur noch höher peitscht