"Ich glaube nicht, dass Nero das so sieht, dass das Verlassen der Gemeinschaft Gefahr bedeutet und asozial ist."
Das ist in ihm angelegt, du musst ihn nur daran erinnern.
Ich fürchte, -reine Spekulation, ich kenne ihn ja nur aus deinen Erzählungen- er schreibt dir keine Kompetenz zu.
Hunde folgen immer dem, von den sie meinen, dass er es drauf hat. Also Beispiel, ein Hund, der glaubt, dass ein anderer Hund ein guter Wächter ist, schafft es dass beim Anschlagen mit eingestimmt wird. Das hat sogar schon dazu geführt, das Pepe gebellt hat, obwohl er eigentlich ein stummer Hund ist.
Außerdem geht das ja schon über Jahre so, das wird auch ritualisiertes Verhalten sein und umso schwerer wieder aufzulösen.
"Damals war es so, er hat angefangen nach der Einladung direkt wieder vor zu gehen."
Ja, das ist ganz klar und darf er ja auch. Und glaube nicht, dass Hunde nicht wissen, wann die Leine am Ende ist, sie haben ein sehr gutes Distanzverständnis.
Dieses Stehenbleiben stresst ihn am Anfang -wie du ja auch schreibst- natürlich, da bitte genau schauen, dass der Stress in einem bewältigbaren Bereich bleibt, ansonsten wieder ab nach Hause, nicht als Strafe, sondern zum Entspannen und gut gelaunt.
Ich mache es immer so, dass ich das "Spiel" zB. 2-3mal nacheinander durchziehe und dann einfach mal 100m mit ihm jogge zum Stressabbau und dann erst wieder stehenbleibe und einlade.
"Stehen bleiben und aussitzen?"
Wenn er überhaupt nicht kommt, würde ich ihn zu mir angeln und trotzdem loben, wenn er da ist. Wichtig, nicht ärgerlich, sondern lustig, es sollte nicht als Strafe empfunden werden, dass er zu dir muss.
Je nach Hund und Interessenlage (wie Kerstin schon schrieb) kannst du auch kreativ werden, um dem Kommen für ihn nicht so angespannt stressaufbauend frustrierend folgen zu müssen. Also zB. irgendwas am Rand hockend ganz genau beobachten oder ein Stück rückwärts laufen, ich schätze dann will Nero dich hütemäßig eingrenzen oder stoppen (die Baustelle kannst du später noch bearbeiten und hier für dich nutzen)
Oder irgendwas suchen lassen, oder vorgeben was zu hören... oder oder oder.
Ich glaube schon auch, dass er mich nicht ernst nimmt und in gewisser Weise keinen Respekt vor mir hat.
Einen Führungsanspruch gesteht er mir eh nicht zu.
Ich weiß aber beim besten Willen nicht, wie man das ändern soll oder ob man das ändern kann.
Zum einen hat er es ja nicht nur bei mir gemacht und zum anderen müssten wir vermutlich so stark unser komplettes Zusammenleben verändern, dass es gar nicht mehr meinem Wunsch nach Hundehaltung entspricht.
Aber deswegen gibt es ja eigentlich Training und Ansätze oder nicht? Dass man über Konditionenierung und Routine Verhalten festigt, dass nicht über Führung erfolgt.
Ich habe grundsätzlich überhaupt nichts dagegen alles spaßig und spannend zu gestalten. Aber andererseits muss es doch auch möglich sein von A nach B zu kommen, ohne permanent um das Interesse zu kämpfen.
Vor allem wenn er wiederholt gezeigt hat, dass es in der Lage ist vernünftig an der Leine zu laufen.