Es geht weder um Qualifikation, noch um das Geld verdienen!
Es geht um Missverständnisse!
Ich kenne leider viele Hundehalter die selbst nach der vierten Hundeschule nichts lernen durften😕
Eine Frau mit ihrer Hündin Bella,
verzweifelt erzählte sie mir, das sie schon in 4 Hundeschulen war aber sich keine Verhaltensänderungen bei Bella einstellten!
Sie hörte nur immer wieder den Satz, Bella ist halt ihre kleine Prinzessin!
Sie hat es einfach nicht verstanden!!!🙂
Ein bekannter hat bereits mehrere Tausend Euro für Hundetraining ausgegeben, er konnte aber seine Ansichten über den Hund und sein Verhalten nicht ändern!
Was sind die Gründe warum viele Hundetrainer den Ursprung des Verhaltens nicht direkt ansprechen, und auch nicht kontrollieren ob es wirklich angekommen ist?
Würden, wenn die Hundeschulen, Halterschulen heißen würden, weniger Hundehalter kommen?
Ich finde man darf schon auch offen ansprechen, dass viele Hundeschulen objektiv schlecht sind.
Das hat auch nichts mit Trainer Bashing zu tun oder so.
Meiner erste Hundeschule lief so ab: ich hatte Nero gerade 2 Monate und war richtig enthusiastisch, dass wir alles hinbekommen und unsere Zukunft toll wird. Ich habe nicht lange gewartet oder wollte Geld einsparen. Ich habe ihm ein paar Wochen zum ankommen gegeben und direkt mit der Suche angefangen. Das war gerade Post Corona und viele Hundeschulen haben gar keine Neukunden aufgenommen, höchstens ein einmaliges Anamnesegespräch angeboten (Sinn?).
Dann fand ich also die Hundeschule und die Trainerin hat eine ellenlange Liste angegeben, wofür sie alles "Expertin" sei. Angsthunde, Aggression, Zwangsstörung, Ressourcenaggression, Verhaltenstherapie usw usw.
Ich habe also unsere Probleme geschildert und nach dem startenden Gruppenkurs gefragt. Da hätte ein guter Trainer schon einschreiten und sagen müssen, dass wir völlig ungeeignet für Gruppentraining sind und Einzelstunden mehr Sinn machen. Stattdessen wurde mir einfach der Gruppenkurs verkauft für 250€.
Die erste Stunde war schon eine völlige Katastrophe, Nero ist ausgerastet und war nicht ansprechbar. Außer "Abstand vergrößern" ist der Trainerin nichts eingefallen.
So saßen wir dann jede Woche für 60 Minuten am Rand des Gartens, in dem das Training stattfand. Einmal hatte sie noch die Idee ich solle Nero anbinden und mich entfernen. Und nur wenn er Ruhe gibt wieder nähern. Da ist es komplett eskaliert.
Spätestens nach der zweiten, eigentlich nach der ersten Stunde hätte ein guter Trainer gesagt, daß macht keinen Sinn, wandeln wir das übrige "Guthaben" in Einzelstunden um.
Nope, wir kamen jede Woche und saßen jede Woche allein so nah es geht an der Hecke, während die restlichen Teilnehmer kleine Parcours aus Sitz, Platz, Tunnel usw absolviert haben.
Edit: Fast hätte ich vergessen, es gab auch jede Woche Frage-Antwort Runden für 10 bis 15 Minuten am Ende. Leider habe ich davon nichts gehört, weil Nero so laut gebellt hat und wir ja am anderen Ende des Gartens saßen.