Ich möchte an der Stelle auch sagen, dass ich wirklich total mitfühlen kann mit dem, was du beschreibst.
Und ich hoffe ehrlich gesagt, dass meine Beiträge nicht belehrend rüberkommen. Das sollen sie natürlich nicht- es sollen wirklich nur Erfahrungsberichte sein und Gedanken, die sich aus meinen eigenen Baustellen ergeben haben. Absolut nicht, weil ich glaube, die Lösung für Nero zu kennen oder den einen richtigen Weg zu haben.
Was ich sehr gut kenne, ist dieses Gefühl, schon unglaublich viel versucht zu haben und trotzdem nicht wirklich weiterzukommen. Und ich weiß auch, wie sehr sich dadurch irgendwann der Blick verengen kann. Bei mir war es zumindest so, dass ich zunehmend defizitorientiert geschaut habe: „es funktioniert nicht! Immernoch nicht! Was ist das nächste Problem? Warum klappt das nicht? Wer ist das Problem? Ich kann es nicht! Er passt nicht - wir passen nicht!“
Und das hat logischerweise viel mit meiner eigenen Haltung gemacht.
Dagegen passt heute zwischen uns kein Blatt😅
Mir ist dieses Gefühl, den Hund verstehen zu können, inzwischen so wichtig geworden. Dadurch verschwinden die Probleme nicht, aber es lässt wieder mehr Gemeinsamkeit entstehen.
Und wenn ich lese, was ihr alles gemeinsam erlebt, ausprobiert und investiert habt, dann habe ich überhaupt nicht den Eindruck, dass euch diese Gemeinsamkeit fehlt - eher, dass ihr euch in manchen Themen festgefahren habt und darunter beide leidet.
Deshalb würde ich dir tatsächlich wünschen, jemanden an der Seite zu haben, der nicht einfach eine Methode über euch stülpt, sondern eure gemeinsame Geschichte würdigt. Jemanden, der mit dir beobachtet, Hypothesen entwickelt, auch mal eine Hypothese wieder verwirft und gemeinsam mit dir herausarbeitet, was auf Nero und euch als Team tatsächlich zutrifft.
Einfach jemanden, bei dem du das Gefühl hast, abgeholt zu werden und mit deinen Fragen nicht allein zu sein. Das würde ich dir wirklich wünschen.
Da bleibt mir echt nur, mich anzuschließen: Du hast so selbstreflektiert in den letzten 3 Jahren so viel versucht! Ihr braucht kompetente Hilfe von außen, um aus der Sackgasse rauszukommen!!!
Und ihr braucht nicht noch einen Trainer (der vielfach nach Schema arbeitet), ihr braucht eher einen Verhaltenstherapeuten, der Dir Neros Welt eröffnet…
Ich kenne das vom Sohn meines Freundes (12 Jahre): Ich kenne den nun 7 Jahre und hatte nie Probleme mit Kindern, konnte mich immer irgendwie einfühlen. Aber der Kleene hat einfach andere Synapsen-Verknüpfungen als ich! Also frage, frage, frage ich… und stehe dann staunend daneben, ob der Gedankengänge, die man offensichtlich auch haben kann und die (für mich) komplett absurdes Verhalten erklären!
Wie war das…? „in den Schuhen des anderen laufen“…?🤔
Leider können Hunde einem nicht mit Worten erzählen, was sie denken, man muss sie lesen und Dinge ausprobieren…
Da würde ich echt nochmal die 400EUR für Baumann investieren… von dem halte ich persönlich auch sehr sehr viel.
Auch wenn ich irgendwie die Art von Vroni Fuchs persönlich sympathischer finde… ist die nicht auch näher dran? Aber, soweit ich weiß, ist sie immer ziemlich ausgebucht.
PS: Vielleicht hat ja auch Babs mal nen Moment Zeit, dass sie sich euch mal persönlich anschauen kann…?😉