Je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr merke ich, dass das auf Ivy so gar nicht zutrifft. 😅
Am Wildgehege ist sie hochgradig erregt, versucht näher heranzukommen, buddelt und beißt in den Zaun. Sie wirkt jedenfalls nicht wie ein Hund, der die Situation als aussichtslos bewertet und deshalb Energie spart.
Wahrscheinlich ticken Hunde auch da sehr unterschiedlich. Manche scheinen den Zaun tatsächlich als klare Grenze zusehen andere nicht, Ivy Zuhause ja, draußen nicht🤔😂
(Zumal sie zuhause de facto Zugriff hätte und draußen mal doppelt nicht, weil stabiler Wildtierzaun und zusätzlich auch noch ne Leine dran ist)
Deswegen fand ich den Zoo ja durchaus spannend mit Polli!
Die Eisbären fand sie definitiv unheimlich. Tigerbabys dagegen waren total spannend, wahrscheinlich wegen Größe & Dynamik… da war der Raubtiergeruch offensichtlich egal.
Känguruhs waren ok, so lange sie saßen. Dann gingen sie los und Pollis Augen wurden groß… und als sie dann anfingen zu hüpfen, war es um Pollis Geduld geschehen und sie war auf den Hinterbeinen!
Hatte ich auch schon bei Pferden so beobachtet und ist für nen Hütehund auch nicht weiter verwunderlich.
Was ich total erstaunlich fand, war ihre Reaktion auf einen Schwarzbären hinter einer Scheibe: der saß total ruhig da mit dem Rücken zu uns, in vielleicht 2m Entfernung, und frass irgendwas. Polli war total getriggert und stand winselnd und jammernd auf 2 Beinen! 😳
Ich hab’s bis heute nicht verstanden, was da in ihrem Hundekopf vorging…
Die Wölfe hat sie übrigens, trotz Dynamik, mit kompletter Missachtung gestraft. War ihr wahrscheinlich zu dicht dran am Hund: um Hundegruppen macht sie auch erstmal nen Bogen.
Ich find, man lernt im Zoo echt viel über den eigenen Hund!😀