Wir versuchen gerade eine Methode, die uns eine Trainerin empfohlen hat. Ich versuche es mal zu beschreiben...
Mein Hund guckt andern Hund an (große Entfernung) - sofort Lob (einfach fürs gucken) - Hund guckt zu mir- Keks. Wichtig, dass die Entfernung wirklich groß genug ist und das Lob noch ankommt, der Hund noch nicht im Tunnel ist oder ins fixieren driftet. Und man sollte anfangs nicht hinter dem Hund stehen, sondern neben ihm, damit er sich nicht komplett umdrehen muss um zum Mensch zu gucken.
Das soll dann nachhaltig dazu führen - wenn mein Hund einen anderen sieht schaut er zuerst zu mir "fragt bei mir nach" was zu tun ist. Das hat für mich anfangs gar kein Sinn gemacht das gucken zu belohnen... Und ich war skeptisch. Und auch wenn das nur eine Form der Konditionierung ist, erkenne ich deutliche Fortschritte, sodass Charly auch bei näherer Entfernung mittlerweile schon viel besser ansprechbar und auf mich lenkbar ist bzw sie bei mir zunehmend nachfragt. Dachte ehrlich gesagt am Anfang nicht, dass es funktioniert, es ging bzw geht uns ähnlich wie dir, meine gerät auch schnell in solche Tunnel bei Hundesichtung, mittlerweile denke ich es ist kein ganz schlechter Weg und die Methode hilft uns.
Dazu laufen wir bei social walks mittlerweile mit sehr großem Abstand etwas abseits bzw hinterher oder vorneweg. Ich mache es quasi mehr oder weniger von der Leinenführigkeit abhängig, ob wir uns der Gruppe nähern können oder nicht, da ich sie nicht ständig anstarre. Ich lasse mich nicht von ihr ziehen. Wird sie angespannt und zieht rein, korrigiere ich sofort und vergrößere den Abstand wieder. Das hilft uns auch gut, können den Abstand mittlerweile schon deutlich geringer als zu Beginn zulassen, ohne dass sie so extrem hoch fährt. Mittendrin in der Gruppe laufen wäre aber noch nicht sinnvoll bzw nicht so einfach möglich. Wir lassen uns Zeit,das wird schon noch.