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Jan
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 458
zuletzt 15. Mai

Ist mein Hundefutter gut?

Hier soll eine Sammlung an Inhaltsstoffen und deren Verträglichkeit mit dem Hundemagen besprochen werden. Teilt gerne die Inhaltsstoffe eures Futter und gemeinsam mit der Community können wir alle dann besprechen, was die vor und die Nachteile des Futters sind.
 
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Tom
1. Nov. 18:27
Ich habe beruflich und familiär sowie aus landwirtschaftlicher Sicht ein bisschen Einblick in den Kartoffelmarkt, Erfassung und Verarbeitung.

Erstmal muss man unterscheiden zwischen Speisekartoffeln und Futterkartoffeln.
Bei Futterkartoffeln ziehe ich keinen großen Unterschied, ob die im Hundefutter oder im Schweinefutter landen.

Erzeuger-Erlöse bei Speisekartoffeln sind stark jahresabhängig und unterliegen der gesamten Menge des Ertrag und der im jeweiligen Jahr erzielten Qualität.
Rechne mal mit 15 bis 18€/dt (=100 kg).
Also 18 ct/kg für die gute Ware.

Futterkartoffeln liegen vom Preis je nach ja und Anteil an Ausschuss um Faktor 5 bis 10 darunter.
Also 1,5 - 3 Euro je 100kg.

Ich will das jetzt gar nicht groß bewerten (außer dass es echt wenig ist), aber das ist erstmal die Sachlage.

Er schreibt mir illusorisch, dass jemand der 100 kg FutterKartoffeln für 1,5 bis 3 € kauft, diese dann SCHÄLT, KOCHT und das Kochwasser wegwirft, damit möglichst wenig Solanin drin ist.
Auch das Schälen geht natürlich maschinell mit einer Art Edelstahl-Schmirgelpapier, aber auch das ist ziemlich teuer, denn das Problem dabei ist das ABWASSER, was dabei entsteht. Auch Faktor 5-10 je Tonne.
Das kannst du nicht einfach im Klo runterspülen und muss kostenpflichtig entsorgt werden.
Würde hier zu weit führen, in die Details zu gehen.

Das war jetzt mal wieder die Langversion von dem, was der Steffi schon gesagt und auf den Punkt gebracht hat:
Da kommen Kartoffeln (frisch für die Dose und vermahlen für TroFu) ins Futter.
Ohne viel Gemache.
 
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Steffi
1. Nov. 18:29
Wenn es um ein Feuchtfutter gehen sollte: hier wäre ein Fettgehalt von 6% schon sehr hoch. Warum noch zusätzliche Öle ergänzen?
 
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Tom
1. Nov. 18:33
Wenn es um ein Feuchtfutter gehen sollte: hier wäre ein Fettgehalt von 6% schon sehr hoch. Warum noch zusätzliche Öle ergänzen?
Das ist mir auch aufgefallen und ich habe nicht ganz verstanden ob es hier um nass oder um Trockenfutter geht bei den 6% Fett. Deshalb den Schnabel gehalten. In Nassfutter wäre es nicht zu wenig und mehr als genug für den Hund.
Zu Solanin Gehalten von Futterware könnte ich eventuell ein paar Zahlen liefern, muss aber etwas "graben" dafür.
Die gesundheitliche Einschätzung der Sachelage würde ich dann doch lieber dir überlassen.
 
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Steffi
1. Nov. 18:34
Wie gesagt, mir ist nicht bekannt, dass man beim Hund allein über die Ernährung Oxalatsteine fördern kann. Genetik bzw. auch Rasseprädisposition spielt hier eine entscheidende Rolle
 
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Li
1. Nov. 19:16
Der glykämische Index für Kartoffelverdauung ist beim Hund meines Wissens nach nicht ermittelt. Ich kenn nur eine Studie, aber die ist schon um die 10 Jahre alt, da kam raus, dass der Index überhaupt nicht von Mensch zu Hund übertragbar ist. Hast du da vielleicht neuere Infos?
Hallo. Nein. Ich habs 1:1 vom Menschen auf den Hund übertragen. Dachte mir nicht, dass es einen großen Unterschied macht.
 
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Li
1. Nov. 19:17
Wie stellt ihr euch die Produktion von Hundefutter vor? Bei Dosenfutter werden die Süßkartoffeln in irgendeiner Form zerkleinert, kommen mit den anderen Zutaten in die Dose, Deckel drauf und einkochen. Bei Trockenfutter wird idR Süßkartoffelmehl oder Flocken verwendet, da die frischen süßkartoffeln zu viel feuchte enthalten. Alles wird zusammen gepackt mit Fleischmehl, Organmehl und was halt sonst so enthalten ist, vermischt und unter Druck gepresst. Bei beiden futtersorten gibt es keine Vorkochprozesse
Ja, das konnte ich mir denken, dass sie nicht gekocht werden , deshalb dachte ich ja, dass der Oxalgehalt zu hoch ist.
 
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Li
1. Nov. 19:23
Oxalatsteine beim Hund haben eine riesige genetische Komponente. Andernfalls müssten wir seit es die Alternativen KH Quellen gibt, ja eine gesteigerte Zahl an Hunden mit Oxalatsteinen sehen. Tun wir aber nicht
Das bekomme ich nicht mit, ob Hunde jetzt mehr Oxalatsteine haben als vorher.
Da weißt du besser Bescheid. 😃
Ist ja schonmal gut zu hören, dass sich nichts Negatives in der Hinsicht gezeigt hat.
 
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Li
1. Nov. 19:24
Wenn es um ein Feuchtfutter gehen sollte: hier wäre ein Fettgehalt von 6% schon sehr hoch. Warum noch zusätzliche Öle ergänzen?
Nein Steffi, es war ein Trockenfutter.
 
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Li
1. Nov. 19:32
Ja, eine ganze Menge.
Jetzt hat Steffi ja geschrieben, man kann es nicht vom Menschen auf den Hund übertragen und die Genetik und Rasse spielen eine Rolle.
Vielleicht wurde die Höchstgrenze für den Hund noch gar nicht festgelegt.
 
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Tom
1. Nov. 19:49
Wie gesagt, mir ist nicht bekannt, dass man beim Hund allein über die Ernährung Oxalatsteine fördern kann. Genetik bzw. auch Rasseprädisposition spielt hier eine entscheidende Rolle
Danke. Das war so meine indirekte Frage an dich gewesen und am Ende die Bestätigung meiner "provisorischen, Antwort" vor ein paar Stunden.

Mit einfach nur viel Oxalsäure kriegt man soweit ich bisher wusste keine Steine hin.
Und einen PH unterhalb von 6,2 oder 6,3 hat man auch eigentlich nur sehr selten, außer es wird aktiv angestrebt oder mit Medikamenten wie Guardacid bewirkt zb gegen Struvit.
Über die Größe vom Einfluß von Genetik und Prädisposition für DIESE Steine weiß ich ziemlich wenig bist gar nichts. Ausser eben, das es das gibt.