Versicherungen & Recht

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Nicole
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zuletzt heute 21:32

Hunde und Begegnungen mit Fahrradfahrern: A desaster waiting to happen...

Meine Hündin wurde heute von einem Fahrradfahrer angefahren als sie versuchte zu mir laufen. Auf einem kombinierten Fuß- und Radweg. Mir sah es nach Absicht aus weil er sich ärgerte dass wir auf vermeintlich „seinem“ Radweg herumlungerten und uns unterhielten. Er kam von hinten angefahren und hat seine Ankunft nicht durch Klingeln angekündigt. Ironie, ich rief meine Hündin zu mir um dem Fahrradfahrer Platz zum Vorbeifahren zu machen…dabei fuhr er ihr dann einfach in die Rippen. Ich habe mich aus gegebenen Anlass mal mit der Rechtslage beschäftigt. Ich habe in einem Urteil (OLG Hamburg, Urteil vom 08.11.2019 - 1 U 155/18) folgende interessante Passage gefunden: „Nach dem unwidersprochenen Vortrag des Beklagten (S. 2 des Schriftsatzes des Beklagten vom 8. Mai 2018, Bl. 109 d.A.) ereignete sich der Unfall auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg, der durch das Zeichen 240 gemäß Anlage 2 zur StVO gekennzeichnet war. Auf einem solchen gemeinsamen Geh- und Radweg haben Radfahrer keinen Vorrang, Fußgänger müssen sie aber vorbeifahren lassen. Dabei müssen Radfahrer jede Gefährdung vermeiden. Fußgänger dürfen den gemeinsamen Geh- und Radweg auf der ganzen Breite benutzen und dort auch stehenbleiben. Sie brauchen, da dort Radfahrer keinen Vorrang haben, nicht fortwährend nach Radfahrern, die etwa von hinten herankommen könnten, Umschau zu halten. Sie dürfen darauf vertrauen, dass Radfahrer rechtzeitig durch Glockenzeichen auf sich aufmerksam machen, um dann aber eine Passage freizugeben. Radfahrer haben demnach die Belange der Fußgänger auf solchen Wegen besonders zu berücksichtigen und insbesondere bei unklaren Verkehrslagen gegebenenfalls Schrittgeschwindigkeit zu fahren, um ein sofortiges Anhalten zu ermöglichen. Auf betagte oder unachtsame Fußgänger muss der Radfahrer besondere Rücksicht nehmen; mit Unaufmerksamkeiten oder Schreckreaktionen muss er rechnen (OLG Frankfurt, Urteil vom 9. Oktober 2012, 22 U 10/11, juris, Rdn. 12; OLG Oldenburg, Beschluss vom 9. März 2004, 8 U 19/04, juris, Rdn. 6; KG Berlin, Urteil vom 16. Dezember 1976, 22 U 3319/76, juris, Rdn. 24). Bei der Vorbeifahrt der Klägerin an der Personengruppe, in deren Mitte sich der Hund befand, handelte es sich um eine kritische Verkehrssituation, die besondere Sorgfalt erforderte. Wie die erwähnten Lichtbilder dokumentieren, war der Weg nicht so breit, dass ein Fahrradfahrer zwei nebeneinander gehende Personen, die einen Hund zwischen sich führen, bequem hätte überholen können. Auch wenn der Platz für eine Vorbeifahrt unter der Voraussetzung ausreichend war, dass alle Beteiligte ihre Spur einhielten, bestand eine erhöhte Unfallgefahr, weil damit gerechnet werden musste, dass die Fußgänger sich nach links wenden und dann in die Bahn des überholenden Fahrrads geraten könnten. Umso mehr bestand die Gefahr eines unvermuteten Abweichens von der eingeschlagenen Gehrichtung bei einem Hund. Dass die Zeugin V. einen Hund mit sich führte, hätte der Klägerin bei der gebotenen Aufmerksamkeit nicht entgehen dürfen. Ausweislich des Tatort- und Ermittlungsberichts der Polizeihauptmeisterin M. vom 26. August 2016 (Anlage K 16) handelte es sich um eine Rhodesian Ridgeback-Hündin. Bei dieser Hunderasse erreichen Hündinnen eine Widerristhöhe von 61 bis 66 cm (wikipedia zum Stichwort Rhodesian Ridgeback). Dass sich in einer Gruppe von Fußgängern ein Hund dieser Größe befindet, kann bei einer Beobachtung über einen gewissen Zeitraum, wie er der Klägerin hier bei einer Annäherung von hinten über eine gerade Wegstrecke mit einer Geschwindigkeit von höchstens 12 km/h zur Verfügung stand, bei gehöriger Aufmerksamkeit nicht übersehen werden. Um die beschriebene Gefahrensituation zu entschärfen, war es erforderlich, dass sich die Klägerin rechtzeitig vor dem Überholvorgang mit den Fußgängern verständigte. In erster Linie hätte sie durch Klingelzeichen auf sich aufmerksam machen müssen. Ohne erkennbare Reaktion auf ein Klingelzeichen hätte sie ihre Geschwindigkeit weiter reduzieren und sich bremsbereit verhalten müssen (vgl. BGH, Urteil vom 4. November 2008, VI ZR 171/07, juris, Rdn. 14).“ Viele Radfahrer scheinen die Regeln nicht zu kennen, ich höre nur selten einen Radfahrer klingeln. Kaum einer fährt langsam vorbei. Wenn man es nicht schaff seinen Hund in Sekundenschnelle aus dem Weg zu zerren, wird er überfahren… Wie sind eurer Erfahrungen mit Fahrradfahrern?
 
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Dogorama
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zuletzt 21. Feb. 14:49

Ist die Hundesteuer zu hoch? Warum Menschen in Blaustein demonstieren

Hallo liebe Hundefreunde, in Blaustein, einer kleinen Stadt im Alb-Donau-Kreis, herrscht derzeit ein großes Thema, das nicht nur Hundebesitzer:innen, sondern auch uns als Gemeinschaft beschäftigt: Die Hundesteuer wurde um satte 60 Prozent erhöht! Statt bisher 90 Euro müssen Hundehalter:innen nun 144 Euro jährlich für ihren ersten Vierbeiner zahlen. Diese Entscheidung hat nicht nur für emotionale, sondern auch für öffentliche Reaktionen gesorgt, inklusive einer Demonstration gegen diese Erhöhung. Die Stadtverwaltung begründet diesen Schritt damit, dass die Hundesteuer seit sechs Jahren unverändert geblieben ist. Doch viele Bürger:innen sehen das kritisch. Eine Einwohnerin bezeichnet die Erhöhung als ungerecht und argumentiert, dass ähnliche Steuern auch für andere Haustiere wie Katzen und Pferde angebracht wären. Der Sozialverband VdK weist auf die sozialen Auswirkungen hin, besonders für ältere und finanziell schwächere Menschen. Ein Hund ist für viele mehr als nur ein Haustier; er ist ein Lebenspartner, der Trost und Freude spendet. Mit der neuen Steuer steht Blaustein nun an der Spitze in Baden-Württemberg, wo die Hundesteuer zwischen 35 und 144 Euro variiert. Die Stadt erhofft sich dadurch Mehreinnahmen von rund 37.000 Euro. Doch ist das gerechtfertigt? Wir möchten mit euch diskutieren: • Ist die Hundesteuer in euren Augen generell zu hoch? • Ist die drastische Erhöhung in Blaustein gerechtfertigt? • Wie sollten Städte und Gemeinden eurer Meinung nach ihre Steuerpolitik gestalten, um sie fair und ausgewogen zu halten, besonders im Hinblick auf Haustiere? Teilt eure Meinungen, Erfahrungen und vielleicht auch Tipps, wie man mit solchen Erhöhungen umgehen kann. Es geht uns alle an, wie unsere vierbeinigen Freunde besteuert werden. Lasst uns eine konstruktive Diskussion führen! (Bildquelle: SWR Aktuell)
 
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Eva
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zuletzt 18. Feb. 16:24

Zweite Hundeattacke - was tun?

Hallo meine lieben Pfotenfreunde! ❤️ Ich muss jetzt mal etwas los werden - vielleicht hat der ein oder andere hier Erfahrungen damit und so etwas bereits angezeigt. Meine kleine Lizzy (4 Monate) liefen gestern unsere kleine Regen Gassi Runde. Bereits einige Tage zuvor wurden wir von einem der beiden Hunde der besagten Halterin aus 1km Entfernung aufgesucht. Hund 1. ist ein Chihuahua Mix weiblich Hund 2. Schäferhund weiblich Ich hörte die Dame bereits brüllen, aber der Hund drehte nicht ab. Ich nahm aus Sicherheit Lizzy hoch, während der Hund mir ins Bein Biss (ist aber nichts passiert) - der Schäferhund lief an der Leine. Ich bat sie höflich ihren Hund einzufangen und an die Leine zunehmen. Das tat sie nicht. Sie lief in aller Ruhe weiter und meinte dann: "Das tut mir leid, sie ist unerzogen und wolle nur nach Hause." Auf eine befahrene Straße den Hund nach Hause rennen lassen, während das kleine Klefferding alles mitnimmt was geht? 😵‍💫 Nun ja, gestern Abend dann der zweite Schock. Ich lief einen anderen Weg, meine Mutter lieg mit mir. Wäre sie nicht dabei gewesen, wäre die kleine Lizzy sicher tot. Der Schäferhund schoss aus dem Nichts auf uns zu, wo er herkam keine Ahnung! Kein Halsband, keine Frau in Sicht! Hatte Bürste und wollte sich meine Hündin greifen. Meine Mutter und ich haben gebrüllt und diesen Hund mit aller Gewalt von uns in die Flucht geschlagen! Ich habe meine Mutter dann weiter geschickt und bin diesem immer wieder sich umdrehenden Tier hinter her gelaufen. Bis er in eine Einfahrt rannte, über die Terrasse nach Hause. Die Frau scherte sich nicht! Es ist das zweite Mal nun! Ich rief in die Wohnung, dass sie bitte heraus kommen möge - aber stattdessen passierte nichts. Vor einigen Jahren wollte der Schäferhund auf offener Straße meinen Dackel schütteln. Bittet man sie ihre Hunde, die sie offensichtlich nicht abrufen kann, anzuleinen.. wird man beleidigt. Der Schäferhund biss mich bei verteidigen noch in die Hand, es ist nur eine Hautabschürfung am kleinen Finger... aber trotzdem.. Nun habe ich Anzeige erstattet und es dem Ordnungsamt gemeldet. Ich bin noch immer echt geschockt. Ich setze mich nun ins Auto und fahre weiter weg - man kann sich gar nicht sicher sein, ob diese Tiere plötzlich hinter einem her sind. Hat hier jemand auch schon eine Anzeige erstatten müssen? (Ich fühle mich damit gar nicht gut, ich mache das nicht gerne. Aber es reicht!)
 
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Dogorama
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zuletzt 15. Feb. 22:16

Was kann man gegen das schreckliche Schicksal der Galgos unternehmen?

Das Schicksal der Galgo Españols in Spanien. Diese edlen Windhunde, bekannt für ihre Schnelligkeit und Ausdauer, sind tief in der spanischen Jagdtradition verwurzelt. Leider ist ihr Leben geprägt von Ausbeutung und tiefem Leid, eine Realität, die unsere Aufmerksamkeit und Handlung erfordert. *Das dunkle Leben der Jagdhunde* Die Galgos sind einer der am meisten ausgebeuteten Jagdhundrassen. Ihre Existenz beschränkt sich nicht nur auf die Jagd; sie sind auch Teil einer Tradition, die Unterhaltung auf Kosten ihres Wohlergehens sucht. Die Hunde werden zu langen Jagdveranstaltungen gezwungen, bei denen sie bis an ihre Grenzen getrieben und Wetten auf sie abgeschlossen werden. *Brutale Praktiken hinter den Kulissen* Die Zucht und das Training dieser Hunde erfolgen unter erschreckenden Bedingungen. Sie leben in beengten, reizarmen Umgebungen, werden brutal trainiert, und sobald sie nicht mehr die gewünschte Leistung zeigen, werden sie oft auf grausame Weise entsorgt. Dieses Schicksal trifft sie meist schon im jungen Alter von zwei bis sechs Jahren. *Wie können wir helfen* Tierschutzorganisationen wie TSV Galgo-Friends e. V. leisten unglaubliche Arbeit, indem sie Galgos retten, ihnen ein neues Leben bieten und sich für gesetzliche Änderungen einsetzen. Doch sie können nicht alleine kämpfen. Wir müssen uns als Gemeinschaft zusammentun, um zu helfen. **Wie können wir als Einzelne zur Verbesserung der Situation der Galgos beitragen?** Habt ihr Ideen oder Erfahrungen, wie man effektiv Unterstützung leisten kann, sei es durch Spenden, Adoption, Pflege oder Aufklärungsarbeit? **Welche Rolle spielen Aufklärung und Bewusstseinsbildung im Kampf gegen diese grausame Tradition?** Wie können wir die öffentliche Wahrnehmung ändern und ein breiteres Bewusstsein für das Leid dieser Hunde schaffen? **Wie können wir Druck auf politische Entscheidungsträger ausüben, um wirksame Gesetze zum Schutz der Galgos durchzusetzen?** Habt ihr Vorschläge oder Beispiele erfolgreicher Kampagnen?