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Galina
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Anzahl der Antworten 36
zuletzt 14. Juli

Wo kann mein Hund endlich frei laufen?

Mein Hund aus dem Tierschutz hat über die Jahre leider trotz intensiver Trainings zu sämtlichen Themen viele Ängste entwickelt. An der kurzen Leine hat er ständig Angst, läuft aber artig nebenher und hört auf jeden Befehl (Dr. Jekyll). An der langen Schleppleine hingegen wird er „aggressiv“ und stellt Menschen und vor allem Fahrräder, um sie fernzuhalten (Mr. Hide). Autos auf den Straßen sind kein Problem, aber kommt eins unvorhergesehen im Wald zum Beispiel der Förster, dann rennt er direkt vor das Auto. Es gab schon einige böse Unfälle (für mich vorallem) mit der langen Leine und ich muss mich dauerhaft konzentrieren und bin angespannt. Diesen Trieb kriegen wir nicht mehr raus aus ihm. Er hat dann eine andere Persönlichkeit und dennoch muss er laufen dürfen, er liebt es, über Felder zu rennen, aber gibt wirklich immer irgendwo jemanden oder etwas, weshalb wir immer mitrennen müssen, wodurch wir ihm niemals gerecht werden können. Jetzt meine Frage: Was gibt es für Möglichkeiten, damit mein Hund frei laufen kann in seinem Tempo und vielleicht sogar in kleineren Gruppen mit Artgenossen? Hundeschulen bieten zwar oft das richtige Ambiente, allerdings wollen wir kein Training und keine Mitgliedschaft. Hundeparks sind aufgrund seiner Unsicherheit auch ausgeschlossen, wenn wir die Situation bzw. die Hunde nicht aussuchen können. Ich wünsche mir, dass er richtig ausgelassen Hund sein darf, dass er nicht seine Umgebung abscannen muss und einfach spielen kann, anstatt angespannt zu sein. Im Übrigen hat er noch nie ein anderes Lebewesen gebissen oder verletzt.
 
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Ilona
14. Juli 06:43
Für mich liest sich das, das dein Hund mit den vielen Reizen überfordert ist, wenn er an der Sl läuft. Jetzt ist natürlich auch die Frage, wie lang deine Sl ist und wie du sie handhabst.
Du hast jetzt schon genug Vorschläge bekommen, wo du deinen Hund frei laufen lassen kannst. Ich würde dir noch raten, das Thema Sl nochmal neu aufzubauen. Also falls du eine 10m hast, nimm erstmal 5m. Da ist der Radius nicht so gross und trainiere alle wichtigen Signale, auch an der SL bis sie sitzen. Dein Hund kann das ja schon gut an der kürzeren Leine. Manchmal ist es so, das sie das nicht automatisch an der längeren Leine können. Ich würde den Spaziergang an der kurzen beginnen, spielerisch die wichtigsten Signale abfragen, dann umleinen auf die 5m. Leine und auch da das abfragen. Das ganze aber in einer Gegend die reizarm ist, so das dein Hund lernen kann: was an der kurzen Leine gilt, gilt auch an der langen. Und wickel die Leine auf und ab, lass sie nicht schleppen. So kannst du schneller reagieren. Diese Trainungsintervalle würde ich tatsächlich zwischendurch immer machen und die Zeiten an der langen Leine ausbauen.
Bleib dabei ruhig und geduldig. Und sollte es mal gar nicht klappen, leinste ihn einfach wieder um. Und für den Freilauf gehst du auf eingezäunte Flächen. Das kannst du dann auch gleich nutzen um deine Signale zu trainieren.
 
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Sebbi
14. Juli 08:42
Für mich liest sich das, das dein Hund mit den vielen Reizen überfordert ist, wenn er an der Sl läuft. Jetzt ist natürlich auch die Frage, wie lang deine Sl ist und wie du sie handhabst. Du hast jetzt schon genug Vorschläge bekommen, wo du deinen Hund frei laufen lassen kannst. Ich würde dir noch raten, das Thema Sl nochmal neu aufzubauen. Also falls du eine 10m hast, nimm erstmal 5m. Da ist der Radius nicht so gross und trainiere alle wichtigen Signale, auch an der SL bis sie sitzen. Dein Hund kann das ja schon gut an der kürzeren Leine. Manchmal ist es so, das sie das nicht automatisch an der längeren Leine können. Ich würde den Spaziergang an der kurzen beginnen, spielerisch die wichtigsten Signale abfragen, dann umleinen auf die 5m. Leine und auch da das abfragen. Das ganze aber in einer Gegend die reizarm ist, so das dein Hund lernen kann: was an der kurzen Leine gilt, gilt auch an der langen. Und wickel die Leine auf und ab, lass sie nicht schleppen. So kannst du schneller reagieren. Diese Trainungsintervalle würde ich tatsächlich zwischendurch immer machen und die Zeiten an der langen Leine ausbauen. Bleib dabei ruhig und geduldig. Und sollte es mal gar nicht klappen, leinste ihn einfach wieder um. Und für den Freilauf gehst du auf eingezäunte Flächen. Das kannst du dann auch gleich nutzen um deine Signale zu trainieren.
So wie sich der Text liest, ist ja kein Training mehr erwünscht.
Auch wenn das die Bindung stärkt und Sicherheit vermittelt🤔

…würde mich nicht wwundern wenn der Thread vom TE selbst wieder gelöscht wurde. Wie gesagt, ich sehe das größte Problem am anderen Ende der Leine.
 
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Ilona
14. Juli 09:27
So wie sich der Text liest, ist ja kein Training mehr erwünscht. Auch wenn das die Bindung stärkt und Sicherheit vermittelt🤔 …würde mich nicht wwundern wenn der Thread vom TE selbst wieder gelöscht wurde. Wie gesagt, ich sehe das größte Problem am anderen Ende der Leine.
Na ja wir wissen eben auch nicht, wie oder was genau trainiert wurde...wollte bloss noch ein paar Tipps dazu abgeben, wie man es trainieren könnte...
 
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Moni
14. Juli 09:33
Mich würde mal interessieren wie es aussieht wenn der Hund an der kurzen Leine läuft.
Du beschreibst, dass er "ständig Angst" hat.
Zieht er also immer die Rute ein und läuft gekrümmt und geduckt und dreht sich bei jedem Reiz um ?
So eine Ferndiagnose anhand von einer subjektiven Beschreibung ist immer blöd.
Am besten wäre ein Video, wie er sich im Alltag an der Leine verhält und eins wenn dann die Schleppleine dran ist.

Und wie schon beschrieben, ist es von Vorteil wenn du herausfindest, was für eine Art von Bewegung deinem Hund gut tut.

Meiner zb schnüffelt sich immer den Wegesrand entlang und dann sprintet er auf, weil der Abstand zu groß wird. Er hat einen Radius von ca 20 m immer um mich herum.
Jetzt, zur Leinenpflicht im Wald an der 10m schlepp, ist der Radius etwas kleiner und mit der Leine sprintet er nicht mehr so gern.
Also ich weiß dass er auch mal gern schneller unterwegs ist aber bei einer Stunde Spaziergang ist sein Lieblingstempo "langsamer Trab und stehen bleiben"

Man sollte vor allem die allgemeine These hinterfragen, dass ein Hund ständig rennen muss und aktiv sein muss, weil es die Rasse so vorgibt.
 
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Galina
14. Juli 09:41
Hallo zusammen, vielen Dank für die rege Beteiligung und vorallem die Tipps zum Freilauf. Ich werde mich mal schlau machen, wo das geht zum Beispiel in Puchheim.

Zu den anderen Themen kann ich nur sagen: Jede Hund-Mensch Beziehung ist anders. Viele dieser Beiträge und Tipps könnte ich 1:1 unter andere Post schreiben…jeder Hund ist anders. Jeder Hund tickt anders und jede Beziehung zwischen Hund und Halter funktioniert anders. Es gibt keine Muster, die man einfach anwenden kann. In den 4 Jahren hatten wir neben einer festen Trainerin noch 4 weitere und Capper ist kein einfacher Hund. Es gibt Dinge, die kann man nicht mehr aus ihm rauskriegen, wie ich bereits sagte. Seine Ängste gehören ebenfalls dazu und niemand weiß besser, was dieser Hund braucht, als ich. Die Gefahr mit der Schleppleine habe ich verdeutlicht, den Spaß, den er im Freilauf hat und beim Rennen alle Sorgen vergisst, habe ich auch erwähnt. Jetzt suche ich eine Lösung für ihn und will Risiken minimieren. Sehr viele Baustellen haben wir gemeinsam bewältigt, an anderen arbeiten wir weiter, so lange es sein muss. Das ist meine Aufgabe als Halterin.
 
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Galina
14. Juli 09:41
Schau mal hier, da kannst Du eine Halle oder eine Wiese mieten - alleine oder mit mehreren. Ist in Puchheim.
Hi Yvonne, danke für den Tipp. Genau sowas suche ich! Über Google war das nicht so einfach, Dankeschön 🙏
 
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Galina
14. Juli 09:50
Mich würde mal interessieren wie es aussieht wenn der Hund an der kurzen Leine läuft. Du beschreibst, dass er "ständig Angst" hat. Zieht er also immer die Rute ein und läuft gekrümmt und geduckt und dreht sich bei jedem Reiz um ? So eine Ferndiagnose anhand von einer subjektiven Beschreibung ist immer blöd. Am besten wäre ein Video, wie er sich im Alltag an der Leine verhält und eins wenn dann die Schleppleine dran ist. Und wie schon beschrieben, ist es von Vorteil wenn du herausfindest, was für eine Art von Bewegung deinem Hund gut tut. Meiner zb schnüffelt sich immer den Wegesrand entlang und dann sprintet er auf, weil der Abstand zu groß wird. Er hat einen Radius von ca 20 m immer um mich herum. Jetzt, zur Leinenpflicht im Wald an der 10m schlepp, ist der Radius etwas kleiner und mit der Leine sprintet er nicht mehr so gern. Also ich weiß dass er auch mal gern schneller unterwegs ist aber bei einer Stunde Spaziergang ist sein Lieblingstempo "langsamer Trab und stehen bleiben" Man sollte vor allem die allgemeine These hinterfragen, dass ein Hund ständig rennen muss und aktiv sein muss, weil es die Rasse so vorgibt.
Hallo Moni, ich sehe das ähnlich, capper würde auch nicht dauerhaft rennen müssen, nur ein paar Strecken, aber der unterschied ist wirklich, dass ihm das etwas gibt. Er ist ein Jagdhund Mix/HSH, wir machen regelmäßig Suchspiele im Wald, die ihn mental sehr auslasten und er seine Umgebung vergisst. Dann lassen wir ihn einfach mal EINMAL im Freilauf die Wiese hochsprinten zu mir oder meinem Mann. Das geht dann mit der konzebtration und Aufmerksamkeit noch, aber es reicht nicht aus. Wenn er die Schleppleine auf einer menschenleeren Wiese bekommt, wedelt endlich das Schwänzchen. Ansonsten an der kurzen Leine ist er sehr artig, ich kann fast flüstern und er gehorcht sofort. Er läuft Fuß, aber er hat Angst. Er dreht sich wirklich dauerhaft um und checkt die Lage. Kommt dann jemand von hinten, setzt er sich brav an den Wegesrand und wartet, bis das Fahrrad zum Beispiel vorbeigefahren ist, um weiterlaufen zu können. Er macht dann keinen Mucks, kein grummeln nichts. Aber er hat einfach keine Freude. Der Auslauf mit Artgenossen in einem eingezäunten Bereich wäre einfach ideal, denn die Leine signalisiert (zum Glück) bei den meisten Menschen, ihre Hunde auch an die Leine zu nehmen, aber so kann er nie „Hallo“ sagen und die schönen Dinge auf einem Spaziergang auch erleben.
 
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Galina
14. Juli 09:56
Für mich liest sich das, das dein Hund mit den vielen Reizen überfordert ist, wenn er an der Sl läuft. Jetzt ist natürlich auch die Frage, wie lang deine Sl ist und wie du sie handhabst. Du hast jetzt schon genug Vorschläge bekommen, wo du deinen Hund frei laufen lassen kannst. Ich würde dir noch raten, das Thema Sl nochmal neu aufzubauen. Also falls du eine 10m hast, nimm erstmal 5m. Da ist der Radius nicht so gross und trainiere alle wichtigen Signale, auch an der SL bis sie sitzen. Dein Hund kann das ja schon gut an der kürzeren Leine. Manchmal ist es so, das sie das nicht automatisch an der längeren Leine können. Ich würde den Spaziergang an der kurzen beginnen, spielerisch die wichtigsten Signale abfragen, dann umleinen auf die 5m. Leine und auch da das abfragen. Das ganze aber in einer Gegend die reizarm ist, so das dein Hund lernen kann: was an der kurzen Leine gilt, gilt auch an der langen. Und wickel die Leine auf und ab, lass sie nicht schleppen. So kannst du schneller reagieren. Diese Trainungsintervalle würde ich tatsächlich zwischendurch immer machen und die Zeiten an der langen Leine ausbauen. Bleib dabei ruhig und geduldig. Und sollte es mal gar nicht klappen, leinste ihn einfach wieder um. Und für den Freilauf gehst du auf eingezäunte Flächen. Das kannst du dann auch gleich nutzen um deine Signale zu trainieren.
Hallo Ilona, danke für die Tipps mit den unterschiedlichen Leinen bzw. Längen. Das haben wir soweit alles durch. Capper legt wirklich einen Schalter um bei der langen Leine. Er weiß genau, wann er die lange Leine hat und reagiert ganz anders, als alles, was fest trainiert sitzt an der kurzen Leine. In der Hundeschule, in der er seit Welpe schon angefangen hat zu trainieren, lief es auch drei Jahre lang gut. Wir konnten auf den öffentlichen Wegen im Wald trainieren mit ihm und ihn abrufen. Irgendwann kam der Moment, wo er verstanden hat, dass er beim Abruf seines Namens auch in eine andere Richtung laufen kann und seither ist er immer abgehauen. Immer in Reichweite von uns, aber auch immer „nach mir die Sinnflut“. Und so ist’s auch an der Schleppleine.
 
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Galina
14. Juli 09:58
So wie sich der Text liest, ist ja kein Training mehr erwünscht. Auch wenn das die Bindung stärkt und Sicherheit vermittelt🤔 …würde mich nicht wwundern wenn der Thread vom TE selbst wieder gelöscht wurde. Wie gesagt, ich sehe das größte Problem am anderen Ende der Leine.
Hi Rainer, in meinem Text steht, dass ich keine Hundeschule und keinen Hundetrainer suche. Das bedeutet nicht, dass wir nicht trainieren.
 
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Ilona
14. Juli 10:27
Hallo Ilona, danke für die Tipps mit den unterschiedlichen Leinen bzw. Längen. Das haben wir soweit alles durch. Capper legt wirklich einen Schalter um bei der langen Leine. Er weiß genau, wann er die lange Leine hat und reagiert ganz anders, als alles, was fest trainiert sitzt an der kurzen Leine. In der Hundeschule, in der er seit Welpe schon angefangen hat zu trainieren, lief es auch drei Jahre lang gut. Wir konnten auf den öffentlichen Wegen im Wald trainieren mit ihm und ihn abrufen. Irgendwann kam der Moment, wo er verstanden hat, dass er beim Abruf seines Namens auch in eine andere Richtung laufen kann und seither ist er immer abgehauen. Immer in Reichweite von uns, aber auch immer „nach mir die Sinnflut“. Und so ist’s auch an der Schleppleine.
Weisst du manchmal ist es hilfreich zb den Namen wieder positiv aufzuladen. Einfach zuhause: Name sagen , leckerli rein. So 20 bis 30 mal an mehreren Tagen. Funktioniert auch mit RR. Und dann kannst du das auch draussen machen . Mache ich immer mal wieder bei Yuna. Wenn ich ehrlich bin, nutzt drr Name sich oft ab, zb bei: yuna nein. Yuna lass das etc. Dadurch verlnüpft sie das mit negativen Dingen. Aber der Name sollte etwas sein, was positiv verknüpft wird.