Verhalten & Psychologie

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Jule
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zuletzt 11. Apr. 22:45

Geist gespürt?

Hallo Zusammen, zum ersten Mal hat sich mein zwei Jahre alter Hund in der Nacht an Ostern im Haus meiner Eltern (was er seit Welpenalter an kennt) komisch verhalten. Plötzlich nachts aufgewacht, gehechelt, gezittert, hat sich verkrochen. Ich habe ihn zuerst in den Garten gelassen durch den er mit gesenktem Schwanz verwirrt hin und hergelaufen ist. Habe versucht ihn zu beruhigen, doch es wurde nur schlimmer. Auch eine kurze Spazierrunde hat nichts gebracht und gepinkelt o.ä. hat er auch nicht. Nachdem ich mir sehr unsicher war, da ich dieses Verhalten von ihm garnicht kenne, da er sonst sehr mutig ist und ein gutes Selbstvertrauen besitzt, bin ich nachts noch direkt zum entfernten Tiernotdienst gefahren und es gab eine Spritze gegen Schmerzen, da dieser von einem Krampf oder ähnlichem ausging. Als wir beim Tierarzt angekommen waren, waren die Symptome allerdings schon weg. Dieses auffällige Verhalten hat sich dann zunächst nicht wiederholt, ich habe aber auch mit den Hunden wieder woanders geschlafen auswärts des Hauses. Das Wochenende darauf - wieder bei meinen Eltern, derselbe Raum und alles wiederholt sich. Diesmal konnte ich ihn mit spielen und Leckerchen ablenken, er hat dann schlafen können. Nun, die Nacht darauf - wieder seit einer halben Stunde dieses auffällige Verhalten. Wacht plötzlich nachts auf und guckt sich sehr auffällig um hier, gezielt in verschiedene Richtungen, starrt, hechelt, zittert - ich bin mir inzwischen sicher, er nimmt etwas wahr, das ich nicht sehen oder riechen kann. Ich gehe nicht davon aus, das es krankheitsbedingt ist, da es bisher nur in diesen Räumen aufgetreten ist. Eine Ablenkung durchs Spielen war kurz möglich, danach habe ich ihm direkt an mir dran eine kleine Höhle gebaut, in der er bisschen runterkommen kann und versucht zu schlafen. Was denkt ihr darüber? Hat jemand schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht?
 
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Katrin
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zuletzt 11. Apr. 10:44

Wie wirken sich unsere Emotionen auf unsere Hunde und Hundebegegnungen aus?

Hunde sind Meister darin uns Menschen zu lesen. Sie sehen, riechen und fühlen unsere Angst, Anspannung und Unsicherheit die sich dann auf den Wuff überträgt und beeinflusst. Immer häufiger sehe und lese ich Geschichten von Hundehaltern wie sie teilweise richtig hysterisch werden wenn ihnen ein Fremdhund ,,zu nahe" kommt. Ganz egal ob neugierig oder bedrängend. Da wird geschrien, geschimpft, mit etwas geworfen oder gar getreten. Anders wie beim Angriff abwehren (einen richtigen Angriff, keinen der eventuell möglicherweise vielleicht unter bestimmten Umständen entstehen könnte wenn...) halte ich persönlich vieles für überzogen und durchaus ungünstig. Fremdhundekontakte lassen sich meiner Meinung nach nie 100%ig vermeiden. Deswegen war es mir wichtig das mein Hund damit umgehen kann. Ich gehöre wohl zu den entspannteren Hundehaltern die nicht auf Teufel komm raus unseren Bereich gegen jeden Eindringling verteidigt. Störungen beim Training sehe ich auch nicht so eng. Warum auch? Die wenigsten Hunde stellen eine Gefahr dar. Ich werde ja auch nicht hysterisch wenn mich mal jemand anrempelt oder trete im Geschäft jemanden gegen das Bein weil er kurz zu nahe kommt. Wie ist das bei euch? Gehört ihr zu den gechillten Hundehaltern? Wie reagiert ihr wenn ein Hund in euren Bereich eindringt? Kennt ihr auch so hysterische Halter? Was glaubt ihr bewirkt solch ein Verhalten beim Hund? Wie kann man sich die Emotionübertragung zu nutze machen? Wie immer nett und freundlich bleiben! Liebe Grüße Katrin J. und Suki