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zuletzt 26. Apr.

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Michi
26. Apr. 17:10
Dafür ist der Hund ja mit der Leine gesichert. Es geht bei Ulli nicht um Freilauf.
Es geht nicht um Freilauf, aber es ist doch ein schönes Sahnehäubchen, wenn die Ulliphilosphie auch ohne Leine funktioniert.
Und auch an der Schleppleine kann sich der Hund den im Gras kauernden Hasen schnappen...
 
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Michi
26. Apr. 17:16
Direkt neben dem Weg. Da kommt der Hund sogar mit normaler Führleine dran.
Ich finde schon, dass er wissen sollte, dass das nicht erwünscht ist !
 
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Katja
26. Apr. 17:59
Ich finde das „Der Hund sollte wissen und respektieren“ und das Streben nach weniger menschlicher Kommunikation doch recht wenig mit dem Ulliweg zu tun hat 🤷🏼‍♀️ Den Abbruch hatte Jochen neulich schon anschnitten. Das meine ich jetzt nicht auf Steffi bezogen. Das Mäuslein hätte ich auch versucht zu retten.
Mmh, ich habe da jetzt ne ganze Weile drüber nachgedacht…🤔

Und irgendwie finde ich schon, dass es drum geht, sich gegenseitig zu kennen und auch zu respektieren… und zwar in beide Richtungen!
So, wie ich Begeisterung darüber empfinde, dass Hundine Dinge schnüffelt, die mir mit meiner Nase verschlossen sind, muss sie auch respektieren, dass ich Zwischenmahlzeiten nicht gut finde. Bei ihr ist es dann eher der gefundene Döner oder andere menschliche Hinterlassenschaften im Gebüsch…😳
Für Mäuse ist sie zum Glück zu verpeilt.
DAS macht für mich das Miteinander aus!

Und ich stelle auch fest, dass Hundine auch durchaus in der Lage ist, das zu respektieren… zumindest, wenn’s (für sie) nicht allzu lecker duftet und sie außerdem den Eindruck hat, dass ich gerade bei ihr bin und nicht mental woanders.🥴
 
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Sylvia
26. Apr. 18:17
Direkt neben dem Weg. Da kommt der Hund sogar mit normaler Führleine dran. Ich finde schon, dass er wissen sollte, dass das nicht erwünscht ist !
Wenn da direkt neben dem Weg ein Kitz liegt würde ich mit Sicherheit auch ein Tabukommando rausschmettern damit ja keiner das Kitz berührt.
 
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Kirsten
26. Apr. 18:37
Vielleicht muss man in einem solchen Moment den Ulliweg auch mal kurzzeitig verlassen, um ein Leben zu retten. Das kann zu jedem Moment passieren, egal wie gut man aufpasst. Hier hocken Hasen 50 cm neben dem Weg im Gras und springen dann plötzlich weg. Da geht halt Sicherheit des Wildes vor, auch wenn man ausnahmsweise mit einem Abbruchsignal arbeiten muss. Für mich sollte das jeder Hund kennen, für den Notfall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Ulli das in einem solchen Moment anders sieht.
Ich weiß nicht, was du dir hier drunter vorstellst, aber niemand sieht vor tatenlos zuzusehen, dass der Hund ein Tier umlegt.

Ich finde es nur einfach wild hier aufzuschlagen und steif und fest zu betonen, dass besser vieles anders gemacht werden sollte, weil das eben so sein müsste und anders nicht passen würde 🤷🏼‍♀️
Dann können wir auch einfach mit Schreck- und Schmerzreizen arbeiten, die funktionieren ja auch durchaus, wenn’s gerade passt, hat dann auch einfach genau so wenig mehr mit dem Thema zu tun.
 
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Michi
26. Apr. 18:46
Ich weiß nicht, was du dir hier drunter vorstellst, aber niemand sieht vor tatenlos zuzusehen, dass der Hund ein Tier umlegt. Ich finde es nur einfach wild hier aufzuschlagen und steif und fest zu betonen, dass besser vieles anders gemacht werden sollte, weil das eben so sein müsste und anders nicht passen würde 🤷🏼‍♀️ Dann können wir auch einfach mit Schreck- und Schmerzreizen arbeiten, die funktionieren ja auch durchaus, wenn’s gerade passt, hat dann auch einfach genau so wenig mehr mit dem Thema zu tun.
Was meinst du eigentlich genau?
Ich habe auf Steffis Beitrag geantwortet und gut gefunden, dass sie die Aktion unterbrochen hat . Und angemerkt, dass kein Hund einem anderen Tier zu schaden hat.
Was genau ist falsch daran?
 
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Michi
26. Apr. 18:47
Ich weiß nicht, was du dir hier drunter vorstellst, aber niemand sieht vor tatenlos zuzusehen, dass der Hund ein Tier umlegt. Ich finde es nur einfach wild hier aufzuschlagen und steif und fest zu betonen, dass besser vieles anders gemacht werden sollte, weil das eben so sein müsste und anders nicht passen würde 🤷🏼‍♀️ Dann können wir auch einfach mit Schreck- und Schmerzreizen arbeiten, die funktionieren ja auch durchaus, wenn’s gerade passt, hat dann auch einfach genau so wenig mehr mit dem Thema zu tun.
Und was meinst du mit " hier aufschlagen usw. " ?
 
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Jochen
26. Apr. 19:02
Zum Thema Abbruch aus der Liebeserklärung:

„Ich ging mit meinen Hunden dorthin, wo ich Helmut zum ersten Mal getroffen hatte und begann Dinge auszuprobieren. Ich „baute“ seine Handzeichen ein wenig um, weil meine Hunde ja viel näher bei mir waren, ich benutzte seinen Abbruchpfiff für meine Richtungswechsel, weil es bei uns ja nichts abzubrechen gab. Ich interessierte mich noch mehr als zuvor für Tierspuren und ich fand heraus, dass man auch Spuren ganz hervorragend „jagen“ kann, wenn man Rücksicht darauf nimmt, was den jeweiligen Hund am meisten interessiert. Ich lernte von meinen Hunden, dass man auch bei nicht vorstehenden Hunden deren Anzeigen durch Lob extrem verlängern kann und dass man nicht unbedingt einen Pointer und einen tatsächlich anwesenden Fasan braucht, um eine Jagd als Erfolg verbuchen zu können.“
 
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Michi
26. Apr. 19:08
Zum Thema Abbruch aus der Liebeserklärung: „Ich ging mit meinen Hunden dorthin, wo ich Helmut zum ersten Mal getroffen hatte und begann Dinge auszuprobieren. Ich „baute“ seine Handzeichen ein wenig um, weil meine Hunde ja viel näher bei mir waren, ich benutzte seinen Abbruchpfiff für meine Richtungswechsel, weil es bei uns ja nichts abzubrechen gab. Ich interessierte mich noch mehr als zuvor für Tierspuren und ich fand heraus, dass man auch Spuren ganz hervorragend „jagen“ kann, wenn man Rücksicht darauf nimmt, was den jeweiligen Hund am meisten interessiert. Ich lernte von meinen Hunden, dass man auch bei nicht vorstehenden Hunden deren Anzeigen durch Lob extrem verlängern kann und dass man nicht unbedingt einen Pointer und einen tatsächlich anwesenden Fasan braucht, um eine Jagd als Erfolg verbuchen zu können.“
Und auch wenn man den Ulliweg sehr genau verfolgt, kann man doch immer in eine Situation geraten, die lebensgefährlich für ein anderes Tier oder den eigenen Hund sein kann.
Wie genau handhabt man das dann in diesem Moment ?
Ich spreche von einem plötzlichen und unerwarteten Ereignis.
 
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Jochen
26. Apr. 19:26
Und auch wenn man den Ulliweg sehr genau verfolgt, kann man doch immer in eine Situation geraten, die lebensgefährlich für ein anderes Tier oder den eigenen Hund sein kann. Wie genau handhabt man das dann in diesem Moment ? Ich spreche von einem plötzlichen und unerwarteten Ereignis.
Es geht ja nicht um den Abbruch per se. Ich denke jeder Hund hier im Thread beherrscht den Abbruch und wenn nicht, sollte man den üben und festigen.

Ich habe ihn heute zB. mehrmals gesetzt, einmal als er sich in Fuchskacke welzen wollte. Meistens ärgere ich mich trotzdem über einen Abbruch. Denn ein Abbruch ist immer unfair und allermeistens nicht nötig, wenn man beim Hund ist, wenn man seine Gedanken liest, wenn man wach dabei ist, wenn man an seinem Timing arbeitet.

Willy wollte wenig später in ein Wildschweinschlammloch und weil ich den Lump und seine Vorlieben kenne, habe ich rechtzeitig vorher gesagt, dass er nicht ins Schlammloch soll und das befolgt er so faszinierend brav und freut sich dann mächtig über das Lob… zu spät hätte ich an der Leine reißen müssen und rumschreien und der Hund würde vermutlich denken „Mist, das nächste Mal werde ich schneller sein“ (und schon haben wir ein Gegeneinander)