Aber ist doch erstaunlich, qas auf einmal alles geht, wenn man in einem anderen Kontext ist oder? Bist du denn umgezogen?
Ich bin zwar umgezogen, aber nicht aufs Land in die schöne Oberpfalz 😅.
Mir würde es zwar gefallen, aber ich finde da unmöglich einen Job.
Aber ich wohne zumindest nicht mehr am Waldrand, was ich zwar persönlich schade finde, für Nero ist es aber viel entspannter. Ich habe wirklich lange, lange nicht gemerkt, wie sehr ihn das Wild gestresst hat.
Wir waren täglich zwei bis drei Mal im Wald spazieren und ich war überzeugt meinem Hund etwas Gutes zu tun 🙈.
Aufs Land werde ich es in seiner Lebenszeit nicht schaffen. Dennoch haben wir jetzt einen Garten und ich habe den Eindruck, dass dieser ihm sehr gut tut. Er kann jetzt draußen Wachhund spielen und er verbringt auch wirklich sehr viel Zeit draußen.
Ich hab immer geglaubt, dass er ein geborener Hofhund ist und diese Vermutung wird auch bestätigt.
Ich bin zwar felsenfest überzeugt, dass nicht jeder Hund einen Garten braucht, aber Nero profitiert schon sehr davon. Er hat eine "Aufgabe", die nimmt er ernst und füllt sie ohne Training oder große Anweisung auf meiner Seite sehr gut aus.
Klar macht es mich manchmal auch traurig, wie er sein könnte, wenn er in der richtigen Umgebung wäre. Aber ich bemühe mich zumindest es ihm in der suboptimalen Umgebung so gut es geht zu machen und mich von pauschalen "hundegercht" oder "nicht hundegerecht" Klischees zu lösen und wirklich seine Bedürfnisse zu erkennen.
Wir trainieren auch keine Fremdhundebegegnungen mehr (keine Social Walks, keine Sozialisierungsvsrsuche). Er mag es nicht und er braucht es nicht. Jetzt wohne ich zwar etwas urbaner, aber dafür übersichtlicher, so dass ich fremden Hunden sehr gut ausweichen kann. Davor habe ich in einem sehr "schönen", alten, verwinkelten und verschnörkelten Gebiet gewohnt, in dem man ständig überrascht wurde und nie weiter als 5 Meter sehen konnte. War zwar hübsch, aber für uns Stress pur. Jetzt habe ich breite Straßen, breite Gehwege und halte den Abstand, den er braucht.
Ich wünschte ich könnte dir noch irgendwie etwas positives oder hoffnungsvolles mitgeben. Aber vielleicht reicht es ja auch zu wissen, dass du nicht alleine mit der Situation bist und es vielen anderen auch so geht.