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Ilona
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heute 08:43

Verhaltensveränderung im Urlaub

Ihr Lieben Wir sind gerade im Urlaub im ländlichen Gebiet. Yuna ist hier total tiefenentspannt. Kein Ziehen an der Leine, sehr gute Ansprechbarkeit, schläft gut. Kann mit ihr am Feld laufen ohne zieherei etc. Wir wohnen ja in Berlin und da sieht ihr Verhalten etwas anders aus. Grundsätzlich hat sie eine gute Leinenführigkeit. Ist aber doch schnell hoch in der Erregung durch Hundesichtungen, Fussgänger, Radfahrer etc. Die Ansprechbarkeit ist in Berlin gut, nimmt aber ab je mehr Reizen sie ausgesetzr ist. Vorallem die Hundedichte ist in Berlin ja ne andere als hier. Hier begegne ich mal 1 bis 2 Hunde beim Gassi, in Berlin sind es ja doch erheblich mehr... So nun meine Frage an Euch: sollte ich im Alltag in Berlin was ändern? Wir gehen schon oft zu Zeiten wo weniger los ist. Aber vermeiden kann ich Reize ja gänzlich nicht. Ich freue mich sehr, das ich Yuna hier so anders erlebe. Und denke mir, das sie ja kann. Aber was kann ich von hier mit in den Alltag nehmen? Mehr Pausentage? Hier gehen wir unterschiedliche Runden. Sie darf viel schnüffeln und auch beobachten. Gerade die Tierwelt ist hier für sie interessant. Training oder Bespassung findet hier nur wenig statt. Also was meint ihr? Ich hätte gerne diese Yuna auch in Berlin.
 
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Peter
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14. Mai 12:13
Also Abwechslung tut m. M. n. jedem Hund gut.
Damit sammelt er auch Erfahrungen und ds wiederum entspannt
Aber der zweite Punkt, und nimm das bitte nicht persönlich, momentan bist DU wahrscheinlich sehr entspannt, was sich auf Yuna überträgt. Also vielleicht ist Dein letzter Satz vielleicht falsch formuliert.
Yuna hätte gerne die entspannte Ilona in Berlin 😉👋
 
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Peter
14. Mai 12:13
Also Abwechslung tut m. M. n. jedem Hund gut.
Damit sammelt er auch Erfahrungen und ds wiederum entspannt
Aber der zweite Punkt, und nimm das bitte nicht persönlich, momentan bist DU wahrscheinlich sehr entspannt, was sich auf Yuna überträgt. Also vielleicht ist Dein letzter Satz vielleicht falsch formuliert.
Yuna hätte gerne die entspannte Ilona in Berlin 😉👋
 
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Li
14. Mai 12:27
Hallo, ich denke, dass das nicht möglich ist.
Der Hund fühlt sich wahrscheinlich auf dem Land einfach wohler als in der Stadt.

Sie hat es wahrscheinlich lieber ruhig als den Stadtrummel.
 
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Ilona
14. Mai 12:34
Also Abwechslung tut m. M. n. jedem Hund gut. Damit sammelt er auch Erfahrungen und ds wiederum entspannt Aber der zweite Punkt, und nimm das bitte nicht persönlich, momentan bist DU wahrscheinlich sehr entspannt, was sich auf Yuna überträgt. Also vielleicht ist Dein letzter Satz vielleicht falsch formuliert. Yuna hätte gerne die entspannte Ilona in Berlin 😉👋
Ja könnte tatsächlich auch sein. Es ist schon was anderes, wenn man rausgeht und erstmal schauen muss, wer da gerade unterwegs ist, oder einfach laufen kann. Hier muss nicht aufpassen, ob uns gerade ein Radfahrer übern Haufen fahren will etc.
 
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Ilona
14. Mai 12:35
Hallo, ich denke, dass das nicht möglich ist. Der Hund fühlt sich wahrscheinlich auf dem Land einfach wohler als in der Stadt. Sie hat es wahrscheinlich lieber ruhig als den Stadtrummel.
Das war tatsächlich auch meine Vermutung. Aber umziehen ist nicht möglich . Also was mach ich nun?
 
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Li
14. Mai 12:52
Ich merke das bei meinem Hund auch, dass er ruhige Umgebungen beim spazieren viel lieber mag.
Wir wohnen jetzt nur in einem Ortsreil von einer Kleinstadt.

Ich fahre mindestens zweimal täglich in eine ruhigere Gegend spazieren, aber richtig ruhig ist es auch nicht immer.

Mein Hund würde sich auf dem Land wesentlich wohler fühlen, aber die Möglichkeit aufs Land zu ziehen, habe ich auch nicht.
 
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Julia 🐾Nero
14. Mai 13:18
Hi Ilona,

Ich glaube ich weiß wie du dich gerade fühlen musst.

Ich hatte so ein Erlebnis auch mal im Urlaub. Wir waren in der Oberpfalz und sind täglich 3 bis 4 Stunden spazieren gegangen, von denen Nero den größten Teil frei gelaufen ist. Sobald wir das Wohngebiet verlassen hatten haben wir täglich immer die selber Frau mit dem selben Hund getroffen, sonst niemanden. Es war sehr wenig Wild unterwegs und die Umgebung super weit einsichtbar.

Nero war ein anderer Hund. Er war total entspannt, ausgeglichen und hat Zuhause nur gepennt. Die kurze Strecke durchs Wohngebiet, in dem dann mehr Hunde unterwegs waren, hat er auch 1000 mal besser gemeistert.
Wir haben nichts trainiert, keine Beschäftigung oder Auslastung gemacht, einfach frei laufen und erkunden.

Ich selber habe Zuhause zwar am Waldrand gewohnt, aber im Wald war eine sehr hohe Wilddichte und auch viele Hunde unterwegs. Nero blieb zu 90% an der Leine.
Obwohl es im Wald schön war, hat ihn die hohe Wilddichte sehr erregt und gestresst. V.a. die Wildschweine, von denen wir eine sehr hohe Population hatten.

Da ist mir auch klar geworden, dass Problemverhalten keine Persönlichkeitsmerkmale sind, sondern kontextabhängig. Zuhause hatte ich einen gestressten, hyperkativen, aggresiven Problemhund. Im Urlaub einen entspannten und gut gelaunten Begleiter.

Eine Lösung habe ich für dich nicht. Umziehen wäre vermutlich die effektivste Strategie, aber bei dir nicht möglich.
Mehr Pausentage würde ich allerdings nicht machen. Das Problem bei dir ist ja nicht "draußen", sondern wo und wie.
Vielleicht kannst du öfter mal rausfahren oder innerhalb von Berlin umziehen?
Eine Freundin von mir wohnt im Randgebiet und da ist es sehr grün und ruhig. Man glaubt gar nicht in der Hauptstadt zu sein. Fährt zwar länger zu Arbeit, aber nimmt das gerne in Kauf.

Nicht jeder Hund ist für die Stadt gemacht, nicht jeder für den Wald, nicht jeder für regelmäßige Fremdhundebegegnungen. Oft trainiert man sich dumm und dämlich und kaum wechselt man in die Umgebung, die zum Hund passt, verpuffen die Probleme.
 
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Ilona
14. Mai 14:07
Ich merke das bei meinem Hund auch, dass er ruhige Umgebungen beim spazieren viel lieber mag. Wir wohnen jetzt nur in einem Ortsreil von einer Kleinstadt. Ich fahre mindestens zweimal täglich in eine ruhigere Gegend spazieren, aber richtig ruhig ist es auch nicht immer. Mein Hund würde sich auf dem Land wesentlich wohler fühlen, aber die Möglichkeit aufs Land zu ziehen, habe ich auch nicht.
Ich wohne in Berlin. Selbst wenn ich rausfahre ist da immer noch was los. Da müsste ich schon weiter fahren, aber kann ich aus Zeitgründen nicht.
 
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Ilona
14. Mai 14:11
Hi Ilona, Ich glaube ich weiß wie du dich gerade fühlen musst. Ich hatte so ein Erlebnis auch mal im Urlaub. Wir waren in der Oberpfalz und sind täglich 3 bis 4 Stunden spazieren gegangen, von denen Nero den größten Teil frei gelaufen ist. Sobald wir das Wohngebiet verlassen hatten haben wir täglich immer die selber Frau mit dem selben Hund getroffen, sonst niemanden. Es war sehr wenig Wild unterwegs und die Umgebung super weit einsichtbar. Nero war ein anderer Hund. Er war total entspannt, ausgeglichen und hat Zuhause nur gepennt. Die kurze Strecke durchs Wohngebiet, in dem dann mehr Hunde unterwegs waren, hat er auch 1000 mal besser gemeistert. Wir haben nichts trainiert, keine Beschäftigung oder Auslastung gemacht, einfach frei laufen und erkunden. Ich selber habe Zuhause zwar am Waldrand gewohnt, aber im Wald war eine sehr hohe Wilddichte und auch viele Hunde unterwegs. Nero blieb zu 90% an der Leine. Obwohl es im Wald schön war, hat ihn die hohe Wilddichte sehr erregt und gestresst. V.a. die Wildschweine, von denen wir eine sehr hohe Population hatten. Da ist mir auch klar geworden, dass Problemverhalten keine Persönlichkeitsmerkmale sind, sondern kontextabhängig. Zuhause hatte ich einen gestressten, hyperkativen, aggresiven Problemhund. Im Urlaub einen entspannten und gut gelaunten Begleiter. Eine Lösung habe ich für dich nicht. Umziehen wäre vermutlich die effektivste Strategie, aber bei dir nicht möglich. Mehr Pausentage würde ich allerdings nicht machen. Das Problem bei dir ist ja nicht "draußen", sondern wo und wie. Vielleicht kannst du öfter mal rausfahren oder innerhalb von Berlin umziehen? Eine Freundin von mir wohnt im Randgebiet und da ist es sehr grün und ruhig. Man glaubt gar nicht in der Hauptstadt zu sein. Fährt zwar länger zu Arbeit, aber nimmt das gerne in Kauf. Nicht jeder Hund ist für die Stadt gemacht, nicht jeder für den Wald, nicht jeder für regelmäßige Fremdhundebegegnungen. Oft trainiert man sich dumm und dämlich und kaum wechselt man in die Umgebung, die zum Hund passt, verpuffen die Probleme.
Genauso ist. Ich wohne schon im Randgebiet. Doch leider wurde es in den letzten Jahren massiv bebaut so das die Hunde und Menschendichte extrem gestiegen ist. Auch hier: ich kann nicht einfach umziehen. Dazu müssten wir unser Haus verkaufen könnten uns aber nichts neues kaufen, da die Hauspreise ja auch massiv gestiegen sind unsere Tochter geht hier zu Uni. Da sie Autistin ist, gehen Veränderungen eben nicht so einfach...
 
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Ilona
14. Mai 14:13
Hi Ilona, Ich glaube ich weiß wie du dich gerade fühlen musst. Ich hatte so ein Erlebnis auch mal im Urlaub. Wir waren in der Oberpfalz und sind täglich 3 bis 4 Stunden spazieren gegangen, von denen Nero den größten Teil frei gelaufen ist. Sobald wir das Wohngebiet verlassen hatten haben wir täglich immer die selber Frau mit dem selben Hund getroffen, sonst niemanden. Es war sehr wenig Wild unterwegs und die Umgebung super weit einsichtbar. Nero war ein anderer Hund. Er war total entspannt, ausgeglichen und hat Zuhause nur gepennt. Die kurze Strecke durchs Wohngebiet, in dem dann mehr Hunde unterwegs waren, hat er auch 1000 mal besser gemeistert. Wir haben nichts trainiert, keine Beschäftigung oder Auslastung gemacht, einfach frei laufen und erkunden. Ich selber habe Zuhause zwar am Waldrand gewohnt, aber im Wald war eine sehr hohe Wilddichte und auch viele Hunde unterwegs. Nero blieb zu 90% an der Leine. Obwohl es im Wald schön war, hat ihn die hohe Wilddichte sehr erregt und gestresst. V.a. die Wildschweine, von denen wir eine sehr hohe Population hatten. Da ist mir auch klar geworden, dass Problemverhalten keine Persönlichkeitsmerkmale sind, sondern kontextabhängig. Zuhause hatte ich einen gestressten, hyperkativen, aggresiven Problemhund. Im Urlaub einen entspannten und gut gelaunten Begleiter. Eine Lösung habe ich für dich nicht. Umziehen wäre vermutlich die effektivste Strategie, aber bei dir nicht möglich. Mehr Pausentage würde ich allerdings nicht machen. Das Problem bei dir ist ja nicht "draußen", sondern wo und wie. Vielleicht kannst du öfter mal rausfahren oder innerhalb von Berlin umziehen? Eine Freundin von mir wohnt im Randgebiet und da ist es sehr grün und ruhig. Man glaubt gar nicht in der Hauptstadt zu sein. Fährt zwar länger zu Arbeit, aber nimmt das gerne in Kauf. Nicht jeder Hund ist für die Stadt gemacht, nicht jeder für den Wald, nicht jeder für regelmäßige Fremdhundebegegnungen. Oft trainiert man sich dumm und dämlich und kaum wechselt man in die Umgebung, die zum Hund passt, verpuffen die Probleme.
Aber ist doch erstaunlich, qas auf einmal alles geht, wenn man in einem anderen Kontext ist oder? Bist du denn umgezogen?
 
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Li
14. Mai 14:44
Ich wohne in Berlin. Selbst wenn ich rausfahre ist da immer noch was los. Da müsste ich schon weiter fahren, aber kann ich aus Zeitgründen nicht.
Ja, das kann ich gut verstehen.
So ruhig, wie es sein müsste, findet man auch kaum.