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Andrea
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 15772
heute 14:20

Was hat euch heute genervt?

Wir alle kennen das, es gibt Tage und Situationen, die einfach nerven oder einen ärgern. Der Hund hört nicht, andere Leute geben "gute" Ratschläge oder der andere Hundehalter, der nur kurz hallo sagen will ohne euch zu fragen. Was hat euch heute so richtig genervt oder geärgert? Edit: bitte erzählt hauptsächlich von konkreten Situationen, über die ihr euch geärgert habt und vermeidet vor allem Situationen so darzustellen, dass sich Gruppen von Personen wie zB Altersgruppen oder Nationalitäten persönlich negativ angesprochen fühlen. Wir sind letztlich alle Individuen und machen Fehler, das hier soll nur dazu dienen den Frust auf unschädliche Weise loszuwerden. Für positives gerne auch hier vorbeischauen: https://dogorama.app/de-de/forum/Spass_Tratsch/Was_hat_euch_heute_gefreut-YfLcUJCNYw5LQKsaCX8K/
 
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Julia 🐾Nero
heute 13:22
Aber halt nicht nur. Das Umfeld hat einen riesigen Einfluss. Ab dem frühen Teeniealter hat man als Elternteil schlicht nicht mehr soviel Plan was außerhalb der eigenen vier Wände so abläuft. Ab da können auch die kids die bisher unauffällig waren echt abdriften. Bei uns ist Mobbing zB gerade ein Thema in der Schule gewesen. Viele der Eltern sind aus allen Wolken gefallen wenn sie gehört haben das deren Kinder mobben und sogar handgreiflich dabei werden. Man kann nicht immer alles auf das Elternhaus schieben. Dafür sind die kids von heute zuvielen verschiedenen Einflüssen und Eindrücken ausgesetzt.
Deswegen ist es ja so wichtig, was VOR dem Teenie Alter passiert. Welche Kompetenzen Kinder und Jugendliche erlernen, bevor sie immer größeren Einflüssen von außen ausgetzt werden.
Welche Beziehung und Bezugsperson man für seine Kinder darstellt.

Also mein Freundeskreis bestand ja aus sogenannten Problemjugendlichen und da kam keiner aus einem guten Elternhaus (unabhängig von materiellen Wohlstand).
Erst als ich später mit Mitte 20 die Peer Group gewechelt habe wurde mir erst bewusst, wie unnormal unsere Jugend war und wie gute Beziehungen zwischen Eltern und Kindern aussehen. Und nein, da geht es nicht um Geld und Pferde.
Wirkliches Interesse, aufrichtige Aufmerksamkeit, Zuverlässigkeit und Fairness auf Elternseite.
Die meisten Jugendlichen hängen an Siffecken ab, weil sie nicht nach Hause gehen wollen. Nicht weil sie die Siffecken toll finden.

Mobbing gab es bei uns auch. Meine damalige beste Freundin wurde gemobbt. Und die Täterinnen hatte alle Probleme zuhause (auch wenn es bei manchen "nur" emotionale Vernachlässigung durch Karriereeltern war).
 
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Jörg
heute 13:22
Ich habe von Chancengleichheit im Thema Bildung gesprochen. Und mal salopp gesagt, jemand "dummes" ist nicht automatisch arbeitsunfähig oder weniger Wert, sollte eig klar sein. Gerade schwere körperliche Arbeit oder Maschinen bedienen braucht halt mehr Muskeln statt Kopf und wird oft auch gut bezahlt. Und ich denke jemand gut gebildetes, der nicht direkt seinen Traumjob findet, wird Möglichkeiten für sich finden. Warum sollte das Privileg "gut bezahlter Job" absolut nur den schlauesten Menschen vergönnt sein? Kapiere ich nicht so ganz 🧐
Gerade dort wo es um schwere körperliche Arbeit geht ist eigentlich auch ein gewisses Maß an Intelligenz Voraussetzung den gerade dort sind gefahren die Sessel Menschen nicht sehen und meistens auch nicht interessieren da diese denn Gefahren nicht ausgesetzt sind. Erzähl mal einem Möbelpacker das er nichts aus dem Kreuz heraus heben soll, wissen tun sie es sprechen sie es an oder verweigern dies nach einer Zeit weil sie es angesprochen haben oder es nicht mehr geht, sind die schneller ihren Job los. (Es gibt immer einen anderen der dies dann wieder für eine Zeit mitmacht bis es eben nicht mehr geht.)
 
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Regina
heute 13:36
Meiner hat letztes Wochenende auf dem Campingplatz das erste Mal richtig getestet..Nach einem sehr heißen Tag mit der Clique am Seeufer..Ich hab es erst gar nicht gecheckt, er war bloß auffällig lustig und redselig..Und dann habe ich den Fusel gerochen..Na ja, am nächsten Tag war Schluss mit lustig...Der erste Kater von billigem Erdbeersekt bei der Hitze war nicht so schön..
Erdbeersekt? Bei uns war es Appelkorn 🤣
Muss man wohl durch, sind die Erfahrungen, die man so macht
 
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Jörg
heute 13:43
Erdbeersekt? Bei uns war es Appelkorn 🤣 Muss man wohl durch, sind die Erfahrungen, die man so macht
Nein da muss man nicht durch, da nimmt man den Jugendlichen mal an die Hand und geht mal mit dem durch das dreckigste juncky Viertel. Um dem Jugend lichen mal zu zeigen was das für Auswirkungen haben kann. Und es muss ein so negatives Gefühl bleiben damit er es lässt. Wenn er dann im erwachsenen Alter abrutscht war es seine Entscheidung. Fuck you Goethe war ja auf komisch gemacht. Möchte mal sehen wenn ein Lehrer wirklich so drauf wäre. Dieser Lehrer hätte meine volle Führsprache.
 
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S
heute 13:49
Nein da muss man nicht durch, da nimmt man den Jugendlichen mal an die Hand und geht mal mit dem durch das dreckigste juncky Viertel. Um dem Jugend lichen mal zu zeigen was das für Auswirkungen haben kann. Und es muss ein so negatives Gefühl bleiben damit er es lässt. Wenn er dann im erwachsenen Alter abrutscht war es seine Entscheidung. Fuck you Goethe war ja auf komisch gemacht. Möchte mal sehen wenn ein Lehrer wirklich so drauf wäre. Dieser Lehrer hätte meine volle Führsprache.
Warum muss man Jugendliche denn so verschrecken? Nur weil man Sachen in seiner Jugend ausprobiert, mutiert man nicht direkt zu einem Vollassi.

Wichtiger wäre es doch, über Risiken zu sprechen und Vertrauen aufzubauen statt vor allem Angst zu erzeugen.
 
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Katrin
heute 13:57
Deswegen ist es ja so wichtig, was VOR dem Teenie Alter passiert. Welche Kompetenzen Kinder und Jugendliche erlernen, bevor sie immer größeren Einflüssen von außen ausgetzt werden. Welche Beziehung und Bezugsperson man für seine Kinder darstellt. Also mein Freundeskreis bestand ja aus sogenannten Problemjugendlichen und da kam keiner aus einem guten Elternhaus (unabhängig von materiellen Wohlstand). Erst als ich später mit Mitte 20 die Peer Group gewechelt habe wurde mir erst bewusst, wie unnormal unsere Jugend war und wie gute Beziehungen zwischen Eltern und Kindern aussehen. Und nein, da geht es nicht um Geld und Pferde. Wirkliches Interesse, aufrichtige Aufmerksamkeit, Zuverlässigkeit und Fairness auf Elternseite. Die meisten Jugendlichen hängen an Siffecken ab, weil sie nicht nach Hause gehen wollen. Nicht weil sie die Siffecken toll finden. Mobbing gab es bei uns auch. Meine damalige beste Freundin wurde gemobbt. Und die Täterinnen hatte alle Probleme zuhause (auch wenn es bei manchen "nur" emotionale Vernachlässigung durch Karriereeltern war).
Ab einen bestimmten Alter ist halt der äußere Einfluss manchmal einfach größer. Dieser kann positiv oder negativ sein. Mein Mann und ich sind zB super unterschiedlich aufgewachsen. Gegensätzlicher könnte es gar nicht sein. Ich wohl behütet im Eigenheim mit liebevoller Familie und viel Aufmerksamkeit (war halt die jüngste). Mein Mann Scheidungskind mit alkohlabhängiger Mutter und zeitweise wohnungslos. Unser Umfeld war ebenfalls unterschiedlich. Ich gehörte damals zu den kids die spontan mal einen Wochenentrip mit Freunden nach Frankreich gemacht hat, viel gefeiert hat und die Sau rausgelassen hat. Mit 12 rauchte ich bereits ne Schachtel am Tag, mit 13 gehörte Alkohol auf Partys fest dazu und auch leichte Drogen wurden getestet in der Zeit. Gemobbt haben wir nicht, wer uns doof kam bekam es direkt zu spüren und ja auch von der Polizei wurde ich damals schon heimgebracht. Die ,,du kannst mit gar nichts" Einstellung hatte aber null mit dem Elternhaus zu tun sondern mit mir ganz allein. Es waren Entscheidungen die ich getroffen hatte obwohl ich es besser wusste. Man war halt schlicht jung und wollte die Grenzen testen. Die eigenen, die des Umfelds und auch die des Gesetzes.

Mein Mann hatte übrigens nie einen Fahrservice mit Blaulicht, nahm noch nie Drogen und Alkohol war erst mit 16 ein Thema. Trotzdem lebte er mit 18 bereits ein sehr solides selbstständiges Leben mit Ausbildung und eigener Wohnung. Da war ich noch die Irre die jedes Wochenende besoffen Party gemacht hat.
 
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Jörg
heute 13:57
Warum muss man Jugendliche denn so verschrecken? Nur weil man Sachen in seiner Jugend ausprobiert, mutiert man nicht direkt zu einem Vollassi. Wichtiger wäre es doch, über Risiken zu sprechen und Vertrauen aufzubauen statt vor allem Angst zu erzeugen.
Bilder sagen mehr als tausend Worte.
 
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Katrin
heute 14:00
Erdbeersekt? Bei uns war es Appelkorn 🤣 Muss man wohl durch, sind die Erfahrungen, die man so macht
Bacardi Cola. In den Stammkneipen brauchte ich das nichtmal mehr sagen. Ich hab das Gesöff geliebt.
 
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Katrin
heute 14:11
Heute ist es hier übriges umgekehrt. Ich trinke so gut wie gar keinen Alkohol mehr, lege viel Wert auf ein ordentliches Verhalten meinerseits und die Sau geht Samstags inzwischen freiwillig um 23Uhr ins Bett.

Mein Mann war vor nicht allzulanger Zeit mit seinem Bruder auf Tour und kam dermaßen dicht heim das ich kurz davor war den Krankenwagen wegen Alkohlvergiftung zu rufen.
 
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Christa
heute 14:15
So wie ich das erlebt habe, lernen viele Kinder auch nichts mehr im Elternhaus. Habe vor Jahren schon mal einen Bericht im Fernsehen gesehen über Azubis in einer Werkstatt. Wie benutzt man einen Besen? Unbekannt. Hol mal einen gelben Sack! Unbekannt. So ging das weiter. Ganz normale tägliche Abläufe und Tätigkeiten waren vollkommen fremd.
Das kommt davon weil sie zuhause nichts mehr machen müssen! Da kann man den Jugendlichen oft keinen Vorwurf machen 🤷‍♀️