Home / Forum / Spaß & Tratsch / Politische Haltung als Ausschlusskriterium bei der Hundevermittlung?

Verfasser-Bild
Victoria
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 206
heute 18:44

Politische Haltung als Ausschlusskriterium bei der Hundevermittlung?

Der Tierschutzverein Fortuna Animali hat laut einem heute veröffentlichten Bericht einer Interessentin die Vermittlung einer Hündin verweigert. Bei der Interessentin handelt es sich um die niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt. Als Grund für die Absage wurde demnach ausdrücklich ihre politische Zugehörigkeit genannt.

Unabhängig davon, wie man persönlich zur AfD oder zu irgendeiner anderen Partei steht, finde ich die grundsätzliche Frage dahinter interessant.

Sollte die politische Zugehörigkeit eines Menschen bei der Vermittlung eines Hundes überhaupt eine Rolle spielen?

Wenn man damit anfängt, Menschen nicht nur anhand ihrer konkreten Eignung als Hundehalter, sondern aufgrund politischer oder weltanschaulicher Zugehörigkeiten zu beurteilen; wo fängt das an und wo hört es auf?

Man könnte schließlich bei den unterschiedlichsten Gruppen anfangen, aufgrund eines Labels bestimmte Verhaltensweisen oder Einstellungen zu vermuten; bei Veganern hinsichtlich der Ernährung des Hundes, bei Jägern hinsichtlich ihres Verhältnisses zu Tieren oder bei Mitgliedern einer Partei aufgrund einzelner Positionen dieser Partei. Aber sagt das automatisch etwas darüber aus, wie diese konkrete Person einen Hund hält?

Auf der anderen Seite haben Tierschutzvereine natürlich die Verantwortung und auch einen gewissen Entscheidungsspielraum, wem sie ihre Tiere anvertrauen.

Mich interessiert deshalb wirklich eure Meinung; gerade von Leuten, die selbst im Tierschutz tätig sind.

Sollten bei einer Vermittlung ausschließlich konkrete, tierwohlrelevante Kriterien wie Erfahrung, Wohnsituation, Zeit, Versorgung und Umgang mit dem Tier zählen? Oder findet ihr es legitim, darüber hinaus auch politische bzw. weltanschauliche Überzeugungen eines Interessenten einzubeziehen?

Mich interessiert tatsächlich, wo ihr hier die Grenze ziehen würdet.

Quelle zum konkreten Fall: Apollo News, 02.10.2026.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Victoria
heute 08:53
Steffanie Och, die 1. Vorsitzende von Fortuna Animali, ist auf Dogorama. Wer die andere Seite hören möchte, kann sie gerne direkt um eine Stellungnahme bitten.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
heute 09:09
Steffanie Och, die 1. Vorsitzende von Fortuna Animali, ist auf Dogorama. Wer die andere Seite hören möchte, kann sie gerne direkt um eine Stellungnahme bitten.
Das wäre wirklich mal interessant. Ich war auf der Instagramseite. Da wurde seit Jahren nix mehr gepostet. Trotzdem häufen sich dort jetzt natürlich Kommentare wegen diesem Vorfall.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jenni
heute 09:37
Ich finde es schade . Sollte ein neues Zuhause nicht Priorität haben anstatt im Shelter zu bleiben. Wenn die Person ansonsten gut geeignet gewesen wäre.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Tim
heute 10:50
Es zeigt ja auch wie widersprüchlich die Partei in sich ist. Vermutlich fordern sie demnächst Remigration von Auslandshunden. Unabhängig von der Politik frage ich mich auch, wie eine Landtagsabgeordnete genügend Zeit für einen Tierschutzhund aufbringen will. Und ja, die stilisierte Opferrolle gehört zum Kernkonzept dieser Partei.
Ohne das hier in eine politische Diskussion abdriften zu lassen, was ja genau das Kernproblem dieses Themas ist, ist die Frage, ob eine Partei die permanent gebasht, diffamiert , durch den Dreck gezogen, ausgegrenzt und wo es nur geht übergangen und sabotiert wird ,tatsächlich "nur so tut" oder wirklich ein Opfer ist.

Betrachtet man die Politik als Krieg, gilt das Sprichwort "Das Erste was im Krieg stirbt,ist die Wahrheit".

In diesem Fall hier, und in vielen anderen Fällen auch, haben beide Seiten ein Motiv und es dürfte schwierig werden herauszufinden wer lügt.

Subjektiv und aus Erfahrung:ich habe auch relativ viel mit Tierschutzorganisationen zu tun, dort sind die Mitarbeiter meist wirklich eher links oder sehr links eingestellt. Bei vielen kann ich mir auch wirklich gut vorstellen, dass sie aus politischen Gründen eine Vermittlung ablehnen würden.

Was halt auch die Frage aufwirft, wer sich bei der Adoption eines Hundes so bewirbt "Ja Hallo ich bin X und würde gerne einen Hund adoptieren. Übrigens bin ich auch AFD/Links Wähler".

Ich glaube das macht niemand. Was die Geschehnisse dieses Falls eigentlich relativ plausibel macht. Der Verein hat sich über die Person informiert, herausgefunden wer das ist und wie sie politisch eingestellt ist, und aufgrund dessen die Vermittlung abgelehnt. Bei öffentlich bekannten Personen ist das eben einfacher als bei privaten Personen, wo das Thema nie aufkommt und über die man nicht wirklich recherchieren kann.

Natürlich kann es auch sein, dass andere Kriterien nicht gestimmt haben und die Person sich wirklich in eine Opferrolle geflüchtet hat. Aber ich glaube das wird man nie 100% wirklich erfahren, egal welche von beiden Seiten man fragt.

So oder so, die politische Ausrichtung sollte bei der Adoption eines Hundes keine Rolle spielen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jochen
heute 11:38
Ohne das hier in eine politische Diskussion abdriften zu lassen, was ja genau das Kernproblem dieses Themas ist, ist die Frage, ob eine Partei die permanent gebasht, diffamiert , durch den Dreck gezogen, ausgegrenzt und wo es nur geht übergangen und sabotiert wird ,tatsächlich "nur so tut" oder wirklich ein Opfer ist. Betrachtet man die Politik als Krieg, gilt das Sprichwort "Das Erste was im Krieg stirbt,ist die Wahrheit". In diesem Fall hier, und in vielen anderen Fällen auch, haben beide Seiten ein Motiv und es dürfte schwierig werden herauszufinden wer lügt. Subjektiv und aus Erfahrung:ich habe auch relativ viel mit Tierschutzorganisationen zu tun, dort sind die Mitarbeiter meist wirklich eher links oder sehr links eingestellt. Bei vielen kann ich mir auch wirklich gut vorstellen, dass sie aus politischen Gründen eine Vermittlung ablehnen würden. Was halt auch die Frage aufwirft, wer sich bei der Adoption eines Hundes so bewirbt "Ja Hallo ich bin X und würde gerne einen Hund adoptieren. Übrigens bin ich auch AFD/Links Wähler". Ich glaube das macht niemand. Was die Geschehnisse dieses Falls eigentlich relativ plausibel macht. Der Verein hat sich über die Person informiert, herausgefunden wer das ist und wie sie politisch eingestellt ist, und aufgrund dessen die Vermittlung abgelehnt. Bei öffentlich bekannten Personen ist das eben einfacher als bei privaten Personen, wo das Thema nie aufkommt und über die man nicht wirklich recherchieren kann. Natürlich kann es auch sein, dass andere Kriterien nicht gestimmt haben und die Person sich wirklich in eine Opferrolle geflüchtet hat. Aber ich glaube das wird man nie 100% wirklich erfahren, egal welche von beiden Seiten man fragt. So oder so, die politische Ausrichtung sollte bei der Adoption eines Hundes keine Rolle spielen.
Gebe dir schon auch recht, besonders, wenn es sich nicht um ein Mitglied einer gesichert rechtsextremen Partei handelte.

Und ich würde mich auch nicht wundern, wenn politisches Kalkül dahintersteckte, denn diese Schafpelzmasche ziehen sie ja auch konsequent durch.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katja
heute 11:46
Ohne das hier in eine politische Diskussion abdriften zu lassen, was ja genau das Kernproblem dieses Themas ist, ist die Frage, ob eine Partei die permanent gebasht, diffamiert , durch den Dreck gezogen, ausgegrenzt und wo es nur geht übergangen und sabotiert wird ,tatsächlich "nur so tut" oder wirklich ein Opfer ist. Betrachtet man die Politik als Krieg, gilt das Sprichwort "Das Erste was im Krieg stirbt,ist die Wahrheit". In diesem Fall hier, und in vielen anderen Fällen auch, haben beide Seiten ein Motiv und es dürfte schwierig werden herauszufinden wer lügt. Subjektiv und aus Erfahrung:ich habe auch relativ viel mit Tierschutzorganisationen zu tun, dort sind die Mitarbeiter meist wirklich eher links oder sehr links eingestellt. Bei vielen kann ich mir auch wirklich gut vorstellen, dass sie aus politischen Gründen eine Vermittlung ablehnen würden. Was halt auch die Frage aufwirft, wer sich bei der Adoption eines Hundes so bewirbt "Ja Hallo ich bin X und würde gerne einen Hund adoptieren. Übrigens bin ich auch AFD/Links Wähler". Ich glaube das macht niemand. Was die Geschehnisse dieses Falls eigentlich relativ plausibel macht. Der Verein hat sich über die Person informiert, herausgefunden wer das ist und wie sie politisch eingestellt ist, und aufgrund dessen die Vermittlung abgelehnt. Bei öffentlich bekannten Personen ist das eben einfacher als bei privaten Personen, wo das Thema nie aufkommt und über die man nicht wirklich recherchieren kann. Natürlich kann es auch sein, dass andere Kriterien nicht gestimmt haben und die Person sich wirklich in eine Opferrolle geflüchtet hat. Aber ich glaube das wird man nie 100% wirklich erfahren, egal welche von beiden Seiten man fragt. So oder so, die politische Ausrichtung sollte bei der Adoption eines Hundes keine Rolle spielen.
Da magst Du wohl Recht haben, dass man die Wahrheit in diesem Fall nie wirklich herausfinden wird…. vielleicht auch besser so, dem Ganzen nicht noch mehr Bühne zu verschaffen! 🤔
Zumindest ist, solange nur die eine Seite laut kräht, das Ganze für mich eben mehr als merkwürdig!🥴
Mehr muss ich da eigentlich auch nicht wissen.

Generell hatte ich ja schon gesagt, dass ich mit merkwürdigen Vermittlungspraktiken eh meine Probleme habe (sind selbst fast Opfer geworden…): zu alt (Ü50), kein Garten, berufstätig/nicht berufstätig usw. usw.
Der Einzelfall bleibt da, meines Erachtens, (auch bei deutschen Tierheimen) leider zu Lasten des zu vermittelnden Tieres oft auf der Strecke.

Aber zum Glück gibt‘s ja viele Orgas in D und man kann sich, wie ja hier auch schon geschrieben wurde, die aussuchen, wo einem auch die agierenden Menschen sympathisch sind!😀
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Tim
heute 11:51
Gebe dir schon auch recht, besonders, wenn es sich nicht um ein Mitglied einer gesichert rechtsextremen Partei handelte. Und ich würde mich auch nicht wundern, wenn politisches Kalkül dahintersteckte, denn diese Schafpelzmasche ziehen sie ja auch konsequent durch.
Anhang dieser Antwort sag ich mal so: würdest du im Tierschutz arbeiten und für die Vermittlung zuständig sein, würdest du von vermutlich genau das tun, worum es hier in dem Fall geht. Was es tatsächlich nur plausibler erscheinen lässt. Dieses gehässige Bashing ist ja genau das, worum es geht. Keinerlei Objektivität im Sinne des Hundes sondern rein emotionales, irrationales Handeln aus persönlicher Ideologie. Koste es was es wolle, Hauptsache dagegen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
heute 12:06
Ich gehe lediglich auf Antworten dieses Threads ein. Allerdings wüsste ich nicht, weshalb man so eine Geschichte erfinden sollte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_News

Ob die Geschichte erfunden ist oder nicht, keine Ahnung.
Aber zu kontroversen Themen schaue ich mittlerweile gern ein bisschen „drumherum“.

Framing ist ein mächtiges Tool in der Berichterstattung. Ganz besonders wenn es um emotionale Themen geht.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Vivi
heute 12:28
Bei der Vermittlung eines Tieres geht es doch vor allem darum ein gutes Zuhause zu finden. Ich würde dafür niemandem nehmen, der Gewalt gegenüber Mitmenschen propagiert. Es ist eben nicht nur „irgendeine Partei“, sondern eine rechtsextreme Partei. Und mit so einer Person könnte ich nicht das notwendige Vertrauensverhältnis aufbauen, um eine Vermittlung durchzuführen.

So ganz unabhängig vom ganzen drum herum.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Jochen
heute 12:32
Anhang dieser Antwort sag ich mal so: würdest du im Tierschutz arbeiten und für die Vermittlung zuständig sein, würdest du von vermutlich genau das tun, worum es hier in dem Fall geht. Was es tatsächlich nur plausibler erscheinen lässt. Dieses gehässige Bashing ist ja genau das, worum es geht. Keinerlei Objektivität im Sinne des Hundes sondern rein emotionales, irrationales Handeln aus persönlicher Ideologie. Koste es was es wolle, Hauptsache dagegen.
Nö, die Steilvorlage hätte ich nicht gegeben.

Und warum "Bashing"?
Das sind Fakten.

Ich bin eben kein Verschwörungstheoretiker und vertraue auf Aussagen des Bundesamt für Verfassungsschutz.