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Victoria
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heute 17:56

Politische Haltung als Ausschlusskriterium bei der Hundevermittlung?

Der Tierschutzverein Fortuna Animali hat laut einem heute veröffentlichten Bericht einer Interessentin die Vermittlung einer Hündin verweigert. Bei der Interessentin handelt es sich um die niedersächsische AfD-Landtagsabgeordnete Vanessa Behrendt. Als Grund für die Absage wurde demnach ausdrücklich ihre politische Zugehörigkeit genannt.

Unabhängig davon, wie man persönlich zur AfD oder zu irgendeiner anderen Partei steht, finde ich die grundsätzliche Frage dahinter interessant.

Sollte die politische Zugehörigkeit eines Menschen bei der Vermittlung eines Hundes überhaupt eine Rolle spielen?

Wenn man damit anfängt, Menschen nicht nur anhand ihrer konkreten Eignung als Hundehalter, sondern aufgrund politischer oder weltanschaulicher Zugehörigkeiten zu beurteilen; wo fängt das an und wo hört es auf?

Man könnte schließlich bei den unterschiedlichsten Gruppen anfangen, aufgrund eines Labels bestimmte Verhaltensweisen oder Einstellungen zu vermuten; bei Veganern hinsichtlich der Ernährung des Hundes, bei Jägern hinsichtlich ihres Verhältnisses zu Tieren oder bei Mitgliedern einer Partei aufgrund einzelner Positionen dieser Partei. Aber sagt das automatisch etwas darüber aus, wie diese konkrete Person einen Hund hält?

Auf der anderen Seite haben Tierschutzvereine natürlich die Verantwortung und auch einen gewissen Entscheidungsspielraum, wem sie ihre Tiere anvertrauen.

Mich interessiert deshalb wirklich eure Meinung; gerade von Leuten, die selbst im Tierschutz tätig sind.

Sollten bei einer Vermittlung ausschließlich konkrete, tierwohlrelevante Kriterien wie Erfahrung, Wohnsituation, Zeit, Versorgung und Umgang mit dem Tier zählen? Oder findet ihr es legitim, darüber hinaus auch politische bzw. weltanschauliche Überzeugungen eines Interessenten einzubeziehen?

Mich interessiert tatsächlich, wo ihr hier die Grenze ziehen würdet.

Quelle zum konkreten Fall: Apollo News, 02.10.2026.
 
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Katrin
Beliebteste Antwort
2. Okt. 22:12
Hab das Online auf Instagram gelesen und war echt ein wenig geschockt. Die Interessentin lebt ländlich mit mehreren Tieren, ist erfahren und wird nur wegen ihrer Partei abgelehnt. Man lässt also einen Auslandshund deswegen lieber im Shelter. Für mich geht das schlicht zu weit. Das Tierwohl geht doch wohl vor.
 
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Kirsten
2. Okt. 21:51
Spannende Frage. Bin auf die Kommentare gespannt.

Interessant ist auch, dass der Fall aktuell über Medien verbreitet wird, die eher rechts angesiedelt sind und wohl bisher noch keine unabhängige Recherche stattfand.

Behrendt veröffentlicht, Apollo berichtet, andere politisch positionierte Medien übernehmen die Geschichte.

Politische Kommunikation 🤷🏼‍♀️

Ein Schelm, wer…
 
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Katrin
2. Okt. 22:12
Hab das Online auf Instagram gelesen und war echt ein wenig geschockt. Die Interessentin lebt ländlich mit mehreren Tieren, ist erfahren und wird nur wegen ihrer Partei abgelehnt. Man lässt also einen Auslandshund deswegen lieber im Shelter. Für mich geht das schlicht zu weit. Das Tierwohl geht doch wohl vor.
 
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Tim
2. Okt. 22:44
Der Sachverhalt ist für mich eigentlich ganz einfach. Der Tierschutzorganisation bzw. Der Person, die für die Vermittlung zuständig ist,geht es nicht um das Wohl des Hundes sondern um persönliche Motive und Ideologie.

Ich glaube die politische Ausrichtung einer Person ist so ziemlich das Uninteressanteste für die Adoption eines Hundes. Der Charakter,die Lebensumstände und eventuelle Erfahrung sind viel bedeutender.Abgesehen davon, dass rechts eine völlig legitime politische Richtung ist. Die dem Hund aber völlig egal ist.

Also ich würde sagen in dem Fall ging es nur um die persönliche ideologische Befriedigung als um die vernünftige Vermittlung des Hundes an sich. Aber so läuft das aktuell eben unter #UnsereDemokratie. Alles egal, Hauptsache dagegen.
 
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Tina
heute 01:28
Naja, natürlich kann man über das Thema im wahrsten Sinne des Wortes streiten.

Fakt ist aber nun mal, dass Tierschutzvereine häufig in meinen Augen sehr eigenartig und unprofessionell agieren. Ablehngründe sind oft an Absurdität nicht zu überbieten.

Eine Ablehnung auf Grund einer politischen Orientierung finde ich daher nur einen weiteren Dominostein in einer langen Reihe an vielen fraglichen Ablehngründen.

Besonders tragisch finde ich oft die offen zur Schau getragene Altersdiskriminierung.

Sowohl Satzungen, als auch Verträge sind häufig rechtlich nicht haltbar und ein Anzeichen für Unprofessionalität.

Leider wird häufig gegen das Gleichbehandlungsgesetz verstoßen.

In diesem konkreten Fall wäre auch spannend zu wissen aus welcher Richtung die Spendengelder fließen und sich dadurch eine Ablehnung begründet.
Zudem ist fraglich, ob hier nicht einfach nur Medieninteresse um jeden Preis generiert wird.

Ich selbst habe ausschließlich Tierschutzhunde. Auch ich war zu Beginn schon von diesen absurden Ablehngründen betroffen. (in meinen Fall aber nicht politisch) Seitdem ich vorab Satzung und Verträge prüfe, fahre ich besser. Für mich ein echtes Indiz für Sachlichkeit und Lösungsorientierung und daher für professionelle Tierschutzarbeit.
 
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Thomas Alexander
heute 04:57
Wenn diese Geschichte so stimmt ist es ganz einfach. Es ist ein Verstoß gegen die Verfassung. Es ist Diskriminierung wegen einer politischen Ansicht oder Überzeugung. Damit hat sich der Tierschutzverein strafbar gemacht.
 
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Carola
heute 05:35
Offensichtlich geht es bei diesem Tierschutzverein um die Durchsetzung seiner Ideologie und nicht um das Wohl des Hundes.
 
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Michi
heute 05:55
Wenn diese Geschichte so stimmt ist es ganz einfach. Es ist ein Verstoß gegen die Verfassung. Es ist Diskriminierung wegen einer politischen Ansicht oder Überzeugung. Damit hat sich der Tierschutzverein strafbar gemacht.
Also strafbar macht sich da mal gar niemand.
Tierschutzvereine sind in der Regel private Organisationen, die soetwas natürlich entscheiden dürfen.
Wenn man selber irgendetwas verkauft und es gefallen einem die Ohren des Käufers nicht, dann könnte man das ebenso sagen.
Natürlich verstehe ich die Entscheidung des Tierschutzvereines NICHT, zumal ich selber Hunde vermittle.
Tatsächlich habe aber auch ich schon einen Hund nicht herausgegeben, weil mir der Interessent sehr unsympathisch war, obwohl die Rahmenbedingungen stimmten.
Ich habe gelernt, auf mein Bauchgefühl zu hören.
Im vorliegenden Fall kann ich mir aber vorstellen, dass diese Entscheidung mit der politischen Gesinnung eigentlich garnix zu tun hatte, sondern von der abgelehnten Interessentin aufgebauscht wurde.
Ähnliches haben Viele schon oft erlebt.
 
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Marie
heute 06:12
Bitte nicht alles glauben was man so liest !
 
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Gabriele
heute 06:50
Es wäre fatal, wenn der Hund aus solchen Gründen kein zu Hause bekommt. Die politische Gesinnung hat nichts mit der Haltung eines Hundes zu tun. Wird der Hund besser versorgt, wenn der Bewerber Mitglied der Grünen gewesen wäre? Welche Parteizugehörigkeit passt denn dem Verein? Und was ist, wenn man keiner Partei angehört? Das Wohl des Hundes ist, was zählt.
Sehr merkwürdiges Gebaren des Tierschutzvereins.
 
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Regina
heute 07:21
Mich würde auch mal interessieren, was Fortuna Animali dazu sagt, dazu habe ich im Netz nichts gefunden. Ich höre lieber beide Standpunkte, um mir eine Meinung zu bilden. Grundsätzlich kann der Verein natürlich Bewerber ablehnen. Meiner Meinung nach auch ohne Angabe von Gründen, es passt nicht und fertig. Bevor Lenny kam, haben wir uns einen anderen Hund angesehen, die Umstände waren reichlich dubios, man merkte sofort, dass die Chemie zwischen uns Menschen nicht stimmte. Es ist also nichts draus geworden, schade für den Hund, er sucht immer noch sein neues Zuhause. Die Pflegestelle gab keinen Grund an, hat uns schlicht "geghostet". Ich habe dann aber auch nicht mehr nachgefragt.
Vielleicht ist es aber auch die Art der Darstellung durch Frau Behrendt? Beispiel: Meine Nachbarin lässt ihren Hund hier grundsätzlich frei laufen, er hört absolut nicht. Als er ein ca. 5 jähriges Kind ansprang, so dass es vom Fahrrad fiel, habe ich ihr gesagt, dass sie den Hund lieber an der Leine lassen soll, wenn er keinen Rückruf kann. Zack - wurde mir Ausländerfeindlichkeit vorgeworfen, weil sie Türkin ist.
Nee, ich habe das nicht wegen ihrer Herkunft gesagt, sondern wegen ihres Hundes. Mir ist Herkunft, Religion oder politische Einstellung egal, es ging mir darum, dass ja etwas passieren kann durch ihren frei laufenden Hund.