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Vic
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 126
zuletzt 11. Apr.

Hund adoptieren in der heutigen Zeit?

Die Wirtschaft ist am Abgrund. Strom teuer wie noch nie, Benzinpreise an der Grüner Traum Grenze (5DM/l =Eur 2.50/l), Inflation steigt deswegen und geschweige der Rekord an Steuern zu zahlen (um immer neue dazu). Leben wird immer schwieriger. Versicherungen steigen, TA Kosten Steigen, Medikamentenpreis verdoppelt sich, etc. Könntet ihr euch noch vorstellen einen Hund zu adoptieren? Bin gespannt auf eure Gedanken.
 
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Maria
8. Apr. 07:18
Finde ich zu einfach und irgendwie auch zu - sorry nicht böse verstehen - überheblich gedacht. Man muss sein Leben nicht "nicht im Griff" haben, um seelisch belastet, psychisch krank oder einsam zu sein. Menschen, die als Kinder geschlagen, vernachlässigt oder sogar körperlich oder seelisch missbraucht werden (und davon gibt es mehr, als wir alle wahr haben wollen) werden in den meisten Fällen Leben lang Probleme im zwischenmenschlichen Bereich haben und deshalb vielleicht auch nie viel Geld verdienen können, aber sie leisten dennoch viel, haben eine andere Sicht auf die Welt und vor allem tragen sie keine Schuld an ihrem Schicksal. Niemand, der solches Leid nicht erfahren hat, hat in meinem Augen das Recht, über solche Menschen und deren Wunsch und Umsetzung nach tierischer Gesellschaft zu urteilen, geschweige denn über ihre Hilfebedürftigkeit.
Ich empfinde deine Aussage ehrlich gesagt als Viktimisierung und als abwertend, auch wenn sie sicher gut gemeint ist.

Menschen, die in ihrer Kindheit schlimmes erlebt haben, tragen vielleicht ein extra Päckchen mit sich rum, sie darauf zu reduzieren finde ich aber nicht in Ordnung. Jeder Coach kann dir erzählen, wieviele Fuehrungskraefte von traumatischen Erlebnisse berichten.

Man hat immer die Chance, sein Leben in einem gewissen Rahmen zu gestalten.
 
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Vic
8. Apr. 07:22
Stimmt, musste trotzdem dazu Stellung nehmen, halte mich jetzt aber zurück!
War nett gemeint. Wir sind Menschen mit Emotionen und Gefühlen (vor allem wir Hundehalter wenn es um Hunde geht 😊).
 
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Svenja
8. Apr. 07:23
Ich empfinde deine Aussage ehrlich gesagt als Viktimisierung und als abwertend, auch wenn sie sicher gut gemeint ist. Menschen, die in ihrer Kindheit schlimmes erlebt haben, tragen vielleicht ein extra Päckchen mit sich rum, sie darauf zu reduzieren finde ich aber nicht in Ordnung. Jeder Coach kann dir erzählen, wieviele Fuehrungskraefte von traumatischen Erlebnisse berichten. Man hat immer die Chance, sein Leben in einem gewissen Rahmen zu gestalten.
Ich reduziere niemanden auf irgend etwas, ich vertrete einfach die Haltung, dass man nicht urteilen sollte, ohne die Geschichte zu kennen. Natürlich gibt es Menschen, die über eine hohe Resilienz verfügen und Karriere machen, trotz traumatischer Kindheit, aber ich lerne oft genug Menschen kennen, die das nicht konnten und auf die mit dem Finger zu zeigen, weil sie ohne 4-stelliges Backup auf dem Konto einen Hund als Sozialpartner anschaffen, finde ich nicht richtig.
 
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Svenja
8. Apr. 07:28
War nett gemeint. Wir sind Menschen mit Emotionen und Gefühlen (vor allem wir Hundehalter wenn es um Hunde geht 😊).
Und, wenn vor lauter Hundeliebe das Mitgefühl für Mitmenschen verloren geht 😉
 
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Steffi
8. Apr. 08:35
Ich reduziere niemanden auf irgend etwas, ich vertrete einfach die Haltung, dass man nicht urteilen sollte, ohne die Geschichte zu kennen. Natürlich gibt es Menschen, die über eine hohe Resilienz verfügen und Karriere machen, trotz traumatischer Kindheit, aber ich lerne oft genug Menschen kennen, die das nicht konnten und auf die mit dem Finger zu zeigen, weil sie ohne 4-stelliges Backup auf dem Konto einen Hund als Sozialpartner anschaffen, finde ich nicht richtig.
Ich finde, jemanden für seine Entscheidungen zu verurteilen, steht mir sowieso nicht zu. Aber ich muss eigene Entscheidungen treffen und immer, wenn sie nicht nur mich betreffen, schaue ich ganz genau hin und hinterfrage mich. Das kann auch dazu führen, dass ich aus Verantwortungsbewusstsein verzichte.
 
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Svenja
8. Apr. 08:40
Ich finde, jemanden für seine Entscheidungen zu verurteilen, steht mir sowieso nicht zu. Aber ich muss eigene Entscheidungen treffen und immer, wenn sie nicht nur mich betreffen, schaue ich ganz genau hin und hinterfrage mich. Das kann auch dazu führen, dass ich aus Verantwortungsbewusstsein verzichte.
Das stimmt. Ich tue das genauso. Dafür muss ich aber über Verantwortungsbewusstsein verfügen und das fällt nicht vom Himmel, bzw. komme ich nicht damit auf die Welt.
Versteht mich nicht falsch, ich heiße es nicht gut und leide täglich unter den Hunden in schlechtem gesundheitlichen und auch "psychisch" schlechtem, überforderten Zustand, die mir so begegnen, aber mir ist es wichtig, das zu verstehen, anstatt es zu verurteilen oder mich darüber zu erheben, weil ich andere Voraussetzungen mitbringe, um mich in der Mitte der Gesellschaft zu halten. Denn das bringt uns Menschen immer weiter auseinander, Verständnis und Mitgefühl schließen ja Verstand und eigenes, verantwortungsvolles Handeln nicht aus.
 
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Marion
8. Apr. 08:45
Ja, immer wieder. Lieber würde ich auf unnötige Sachen verzichten.
 
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Steffi
8. Apr. 08:50
Das stimmt. Ich tue das genauso. Dafür muss ich aber über Verantwortungsbewusstsein verfügen und das fällt nicht vom Himmel, bzw. komme ich nicht damit auf die Welt. Versteht mich nicht falsch, ich heiße es nicht gut und leide täglich unter den Hunden in schlechtem gesundheitlichen und auch "psychisch" schlechtem, überforderten Zustand, die mir so begegnen, aber mir ist es wichtig, das zu verstehen, anstatt es zu verurteilen oder mich darüber zu erheben, weil ich andere Voraussetzungen mitbringe, um mich in der Mitte der Gesellschaft zu halten. Denn das bringt uns Menschen immer weiter auseinander, Verständnis und Mitgefühl schließen ja Verstand und eigenes, verantwortungsvolles Handeln nicht aus.
Das mache ich auch nicht, d.h. ich erhebe nämich nicht über andere Menschen, trotzdem finde ich, dass viele Ressourcen nötig sind, um die Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Emotionen alleine reichen nicht aus.
Aber ich bin sehr dankbar, dass es mir und meiner Familie gut geht und bin mir auch bewusst, dass das Leben sich jederzeit ändern kann.
 
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Svenja
8. Apr. 08:55
Das mache ich auch nicht, d.h. ich erhebe nämich nicht über andere Menschen, trotzdem finde ich, dass viele Ressourcen nötig sind, um die Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Emotionen alleine reichen nicht aus. Aber ich bin sehr dankbar, dass es mir und meiner Familie gut geht und bin mir auch bewusst, dass das Leben sich jederzeit ändern kann.
Wir drehen uns im Kreis 😅
Und ich respektiere Vics Einwand und halte mich jetzt zurück.
 
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Steffi
8. Apr. 08:57
Wir drehen uns im Kreis 😅 Und ich respektiere Vics Einwand und halte mich jetzt zurück.
Ich wollte das nur nochmal klarstellen,da ich mich etwas angegriffen gefühlt habe, aber jetzt ist es für mich auch gut🙂