Jain... Bin durch einen traurigen Todesfall zum Zweithund gekommen. Habe vorab eigentlich sehr penibel und lange die Preislage studiert, bevor überhaupt ein Hund bei mir einzog, ob ich finanziell allein und selbstständig alles gestemmt bekomme und mir dann auch erlauben kann.
Geht kaum was schlimmeres für mich, als wenn Hund Probleme oder Schmerzen hat und die benötigten Mittel kaum zu berappen wären. Ab dem zweiten Hund zählen da für mich hauptsächlich Notwendigkeiten und kein "mich beruhigender Extraluxus" mehr.
Ich finde es nicht unbeachtlich bei der Rechnung, das man je nach Hund auch anderes berappen muss. Ich fürchte eine Dogge mit Kampfhundeinschlag ist allein schon steuerlich und tiermedizinisch eine Finanzkeule - noch ungesehen, was in der Größe Auto und Ausstattungen finanziell bedeuten. Für dieses Hundebett, könnte sich mein Zwerg sicher ein halbes Jahr lang rundum mit Extras gut ernähren plus Hundebett in ihrer Größe.
Nun habe ich die erhöhten Kosten von einem großen Hund auch, dazu auch die Tierarztgeschichten.... Die hauen wirklich mächtig rein... Zusätze, Training , Ausstattung, Physio , Medikamente usw
In Anbetracht der Wirtschaftslage denke ich schon, dass aufgrund der finanziellen Belastung innerhalb der Haltung umgedacht wird, bzw besonders mehrhundehalter durchaus über verträgliche finanzielle Grenzen kommen können, was dieses selbstgewählte "Hobby" zur Qual werden lässt.
Denn wie gesagt, niemand möchte seinen Seelenverwandten abgeben müssen, weil er bestimmte Notwendigkeiten nicht mehr leisten kann.
Es gibt mehr und mehr Abgaben. Glaube auch, gerade junge Leute holen sich schneller einen Hund und bereuen es später...
Der Hundeboom hat eigentlich gezeigt, dass Hunde unfassbare wirtschaftliche Umsätze erbringen, Steuer gezahlt wird, sogar Versicherungen davon profitieren und dennoch sind die Preise weder gesunken, noch geblieben sondern derart gestiegen. Das ergibt eigentlich kaum Sinn...aber Deutschlands Wirtschaft ist wirklich kaputt und nicht nur die Hundehaltung hat damit zu kämpfen... Ich finde es schlimm, dass hier oft gepredigt wird " wer einen Hund hat muss alles bezahlen können"... Man hat vlt auch noch andere umstände im Leben und derzeit auch sehr viele Hilfsbedürftige Menschen im Umfeld , wo ich diese Aussage, als ob ein jeder sorglos im Geld schwimmen muss, absolut unrealistisch und unsozial finde. Einen Hund, ja das wäre auch jetzt noch unproblematisch für mich als Einzelperson. Einer kostet jetzt wie zwei...mit zweien habe ich quasi die Kosten von vier Hunden damals 😅... Und nein ich bin nicht krösus und es tut auch zeitweise sehr weh, wie das Geld an den Tierarzt geht.