Man kann sich die Welt der Pharmakologie natürlich so zurechtbiegen, wie es für die eigene Argumentation passt, medizinisch korrekt wird sie dadurch aber nicht.
Zu behaupten, dass die Mikromengen, die beim Halsband über Monate hinweg an der Nachweisgrenze kratzen, die Organe "ebenso"belasten wie eine Kautablette, die das Blut absichtlich wochenlang zu 100 % flutet, ist leider völliger Unsinn. Das hat nichts mit "Herstellerstudien" zu tun, sondern mit grundlegendem Wissen über den Stoffwechsel.
Und um das mal klarzustellen: Das Halsband gast nicht aus. Es wird überhaupt nichts "im Wohnzimmer verteilt".
Der Wirkstoff ist an den Fettfilm des Hundes gebunden!
Wenn du für deine persönliche Situation mit Kleinkindern im Haus eine andere Risikoabwägung triffst und deshalb lieber zur Tablette greifst, ist das völlig legitim und deine Sache. Aber zieh bitte nicht deine privaten Lebensumstände als Maßstab heran, um anderen Hundehaltern pauschal einzureden, ihr Hund liefe mit einem hochgefährlichen Giftfilm durch die Gegend.
Mein Hund schläft jede Nacht eng an mich gekuschelt im Bett. Wir haben weder Kleinkinder noch Vorerkrankungen, dafür aber seit Jahren top Organwerte beim Hund und keinerlei Beschwerden bei mir.
Ich habe bei dir das Gefühl, es interessiert dich nicht, was ich sage, sondern dass ich überhaupt etwas sage. Du legst mir Begriffe wie hochgefährlich oder Ausgasen in den Mund, die ich nie benutzt habe, und wirfst mir Pauschalisierung vor, obwohl ich mehrfach betont habe, dass jeder seine eigene Abwägung treffen muss. Warum sollte ich behaupten, dass Halsbänder ausgasen, wenn ich weiß, dass moderne Bänder das faktisch gar nicht können? Dass du das Ausgasen jetzt selbst ins Spiel bringst, nur um es dann zu widerlegen, zeigt mir, dass du eher gegen deine eigenen Erfindungen argumentierst als gegen meine tatsächlichen Aussagen.
Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass Halsbänder nicht absolut bedenkenlos genutzt werden sollten. Sie haben wie die Tabletten ihre Daseinsberechtigung, aber abwägen und entscheiden muss am Ende jeder für sich. Außerdem habe ich mit keiner Silbe erwähnt, wie ich das bei meinem eigenen Hund handhabe. Zudem bin ich weder ein Vertreter von Tabletten noch von Halsbändern, also bei keinem Hersteller umsatzbeteiligt. Ich glaube, das spielt für dich aber auch keine Rolle, denn dir scheint es nur um die Anerkennung als Expertin zu gehen. Deine Position verstärkst du, indem du andere Meinungen dramatisierst und sogar inhaltlich veränderst, um sie dann als unsinnig anzuprangern.
Dass ein Halsband nicht ausgast, ändert nichts daran, dass Wirkstoffe durch Körperkontakt und Liegeplätze mechanisch übertragen werden. Das hat nichts mit Ausgasen zu tun, sondern mit einfachem Abrieb im Alltag. Es geht mir nicht darum, wer hier Recht hat oder die Beste ist. Du darfst deine Meinung behalten, solange du mir nicht abzusprechen versuchst, Dinge kritisch zu hinterfragen. Wenn dein Hund im Bett schläft, ist das für dich völlig okay, aber für jemanden mit Kleinkindern oder Vorerkrankungen sieht die Rechnung wegen des Abriebs eben anders aus. Am Ende bestätigst du ja genau meinen Punkt. Du entscheidest nach deinen Lebensumständen und ich nach meinen.