Home / Forum / Zucht / Qualzucht-Verbot bei der Welthundeausstellung in Österreich?

Verfasser-Bild
Dogorama
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 699
zuletzt 4. Sept.

Qualzucht-Verbot bei der Welthundeausstellung in Österreich?

Im Mai 2027 findet in Tulln die Welthundeausstellung statt – 20.000 Hunde werden erwartet. 😳 Züchter, Richter und Besucher aus aller Welt küren die „besten" Hunde der Welt. Jetzt macht dem Veranstalter ein neues Rechtsgutachten mächtig Druck. ⚠️

Das österreichische Tierschutzgesetz verbietet die Ausstellung von Hunden mit Qualzuchtmerkmalen. Und das Gutachten des Wiener Tierschutz-Kampagnenbüros „Shifting Values" ist eindeutig: Nicht nur Aussteller, sondern auch der Veranstalter selbst haftet.

Betroffen wären bspw. Mops, Französische und Englische Bulldogge, Cavalier King Charles Spaniel – Hunde, bei denen Atemprobleme, Gelenkschäden und neurologische Leiden rassebedingt sind.

Aber das eigentliche Problem sitzt tiefer: Was feiern wir auf solchen Ausstellungen eigentlich? Hunde, die nicht mehr natürlich gebären können, bei Hitze kollabieren, ihr Leben lang röcheln – preisgekrönt. Dazu kommt: solche Shows heizen den kommerziellen Rassehundehandel weiter an, das Idealbild siegt über das Tierwohl – während die Tierheime voll sind. 😔

Was denkt ihr? 👇

🏆 Ist das Konzept der Welthundeausstellung überhaupt noch zeitgemäß?

💰 Heizt die Show den kommerziellen Rassehundehandel an – auf Kosten der Tierheime?

😤 Solange solche Rassen gezüchtet und verkauft werden dürfen – was bringt dann ein Ausstellungsverbot?

Quelle: QUALZUCHT IM VISIER: Mops-Verbot bei der Welthundeausstellung? Katharina Lattermann, Tierecke. Krone.at. 20.08.2026
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
23. Aug. 12:34
Und so dreht sich das Karussell weiter. Solange solche Hunde weil sie beim Züchter nunmal da sind gekauft werden wird sich nix ändern. Über den TS gerne. Wer sich dort eine Qualzucht holt um ihr ein gutes Leben zu bieten (inkl. medizinischer Versorgung und Vorsorge) hat echt meinen vollen Respekt. Wer jedoch heute noch immer direkt vom Züchter sich ein Tier mit Qualzuchtmerkmalen holt ist meiner Meinung ein Teil des Problems.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Celine
23. Aug. 12:45
Und so dreht sich das Karussell weiter. Solange solche Hunde weil sie beim Züchter nunmal da sind gekauft werden wird sich nix ändern. Über den TS gerne. Wer sich dort eine Qualzucht holt um ihr ein gutes Leben zu bieten (inkl. medizinischer Versorgung und Vorsorge) hat echt meinen vollen Respekt. Wer jedoch heute noch immer direkt vom Züchter sich ein Tier mit Qualzuchtmerkmalen holt ist meiner Meinung ein Teil des Problems.
Ich sehe das Problem NUR beim Käufer. Keine Käufer = keine Nachfrage
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Clivia Marie
23. Aug. 12:49
Qualzuchten nein! Aber was hat das mit Rassehunden zu tun? Es gibt durchaus Rassen die keine Qualzuchten sind. Und das ewige Tierheim gegen Rassehunde (vom verantwortungsvollen Züchter) nervt.
Ich verstehe das nicht ganz. Meinst du, dass es bei Rassehunden keine Qualzuchten gibt (tatsächlich?) , oder dass Qualzuchten der Rassestandard aberkannt wird bis wieder ein „normales“ Niveau erreicht wird (wäre für mich erstrebenswert)?
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Cäcilia
23. Aug. 12:51
Genau . Solange es einen Markt gibt , werden sie gezüchtet .
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Cäcilia
23. Aug. 12:56
Faludschas Rasse ist der Urschäferhund , 51cm hoch , 22kg , grade Rücken , gesunde Gelenke , perfektes Immunsystem. Wenn ich mir überlege , dass daraus ein fast doppelt so großer und schwerer Hund gezüchtet wurde , wundert mich nichts mehr
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Clivia Marie
23. Aug. 13:03
Es gibt zahlreiche Bestrebungen zur Rückzüchtung von Rassen, und ich empfinde die aktuelle Kampagne gegen Bulldoggenliebhaber als unangemessen. Konsequenterweise dürften dann auch Rassen wie Dackel, Collies oder Schäferhunde nicht mehr ausgestellt werden. Die wiederkehrende Diskussion um dieses Thema ist zunehmend ermüdend. Wenn nicht gerade sogenannte "Kampfhunde" diffamiert werden, sind es nun andere Rassen. Dabei sind es doch wunderbare Tiere, und es ist der Mensch, der sie abrichtet und negativ beeinflusst. Der Mensch ist auch für die Veränderungen bei Rassen wie Mops und Bulldogge verantwortlich.
Das stimmt, es ist ermüdend aber wohl leider auch sehr notwendig! Und es stimmt auch, dass es mehr Qualzuchten gibt als die, die so publik sind. Aber wenn es denn SO ermüdend und lästig ist, warum gibt es denn dann Möpse, denen das Auge herausspringt wenn sie vom Sofa springen, King Charles mit fürchterlichen neurologischen Problemen weil das Hirn nicht genügend Platz hat, ebenso Chihuahuas bei denen sich die Fontanelle auch aus Platzmangel nicht schließt und die Kurzschnäuzler, ein Leben lang nah am Erstickungstot?!?!?! Die gibt es doch, weil ein Teil der Menschheit den Hals nicht vollkriegt auf Kosten der Tiere und ein anderer Teil eben diese Tiere KAUFT und sich weigert, dieses Keid einzugestehen!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
23. Aug. 13:30
Ich sehe das Problem NUR beim Käufer. Keine Käufer = keine Nachfrage
Dazu gehören immer beide Seiten. Einer der es möchte und einer der bereit ist das gewünschte zu züchten. Ich persönlich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren Tiere mit Qualzuchtmerkmalen zu züchten ganz egal wie gut ich dafür Abnehmer finden würde.

Dementsprechend gibt es für mich auch keinen seriösen Züchter solcher Rassen, egal ob nun im VDH oder außerhalb. Wer Qualzucht fördert/vermehrt handelt für mich jenseits von dem was Zucht eigentlich tun sollte nämlich gesunde, wesensfeste und leistungsfähige Hunde züchten.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Doreen
23. Aug. 14:05
Ich war nie auf Hundeausstellungen und kann mir auch kein Urteil darüber erlauben, ob das für die Hunde eher belastend ist oder nicht.

Für Züchter macht es sicherlich Sinn zum Erfahrungsaustausch, Kontakte knüpfen und sehen wo man mit der eigenen Zucht im Vergleich mit anderen steht.

Für interessierte Menschen die sich einen Rassehund anschaffen wollen und sich nicht sicher sind welche Rasse es werden soll, finde ich das allerdings auch nicht ganz so verkehrt. Verschiedene Rassen und Züchter können ja direkt gesehen bzw angesprochen werden.

Wenn dann auch keine Qualzucht zu sehen ist, kann das doch schon positiv in die richtige Richtung gewertet werden. Ausstellungen dienen der Information.

Ich versuche mir vorzustellen wie das Leben mit einem Hund ist, der tagtäglich schwer Luft bekommt. Und dann muss ich an meinen schlimmsten Asthmaanfall denken... Diese Hunde tun mir nicht nur leid. Ich bin fassungslos über Menschen die dieses Leid produzieren und absolut verständnislos darüber, dass das als normal empfunden wird.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
23. Aug. 14:08
Mops und Bulldoggenwettrennen

Zitat

Werden nur zum rennen zugelassen wenn sie gut atmen können...

Und dann hockt da hechelnd mit hochgeklappter Zunge der nasenlose Hund.

https://youtu.be/9oaR2cFjkRA?is=tFzoc3hdinGwssqv

Und genau deswegen sind Verbote wichtig. Weil es die Leute schlicht selber gar nicht mehr richtig registrieren das der Hund leidet.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Aga
23. Aug. 14:10
"Rückzüchtung" bringt nichts weil was soll bei den Brachyzephalen Rassen Rückgezüchtet werden... ? Die Rassengründung von Bulldoggen basiert auf genetisch deformierten Tieren. Bulldoggen hatten noch nie eine normale Schädelform wie es bei Hundeartigen Raubtieren ( und dazu gehört nunmal auch der Hund) von Natur aus vorgesehen ist ! Also was niemals vorhanden war, kann gar nicht wiederherhertgestellt werden (also rückgezüchtet) werden das ist nunnal Fakt...🤗 Bulldoggen vor 100+Jahren, also zur Rassegründungszeit waren bereits Brachyzephal (Kurzköpfig). Diese runde kurze Schädelform hat die ursache in einem Genetischen defekt (( einen vergleichbaren gibts übrigends auch beim Menschen, und wie bei Hunden haben die betroffenen Menschen ganz ähnliche gesundheitliche Probleme, also Athem, Zahnprobleme etc... nur wird beim Menschen schon sehr früh, im Säuglingsalter durch Operationen bestmöglichst korrigiert))ABER bei Hunden werden/wurde dieser Defekt gefördert und durch geziehlt Verpaarung mit besondes stark betroffenen exmplaren verstärkt/intensiviert....schon das,ganze "konzept" dahinter ist doch "verrückt" , also immer exttemer deformierte/nicht gesunde Lebewesen bewusst zu produzieren....🥴 Der Hund auf deinem (Profil)Foto ist auch ein solches "Paradebeispiel, von exttremer Qualzucht" keine/kaum noch Nase und dazu noch dicke Hautfalten ...🤗 und sorry aber das sind wissenschsftliche Fakten und hat nichts mit "Kampagne gegen Bulldoggenliebhaber zu tun" .... Seltsamerweise: wenn jemand z.B. gegen QZ bei andern Tieren , z.b bestimmte Pferden in einigen Araberlinie die exterm deformierte Köpfe haben , wie z.B. berühmte/bekannter Araber Hengst " El Rey Magnum " ( ein exttremfall von Brachyzephalie bei Pferden ) aber hoch prämierter Hengst, gibt es kaum Gegenmeinung und kaum "...ach wie süss " kommentare... ich weiss es geht hier um Hunde aber trotzdem mal ein Foto ( als Fohlen) von " El Rey Magnum" angehängt....und nein es ist KEIN Ki (wers nicht glaubt einfach mal googeln gibt unzählige Fotos/Videos ind auch "Dokus" von ihm)
Ich bin mal Araber geritten, sowas hab ich noch nie gesehen 😔 sehr traurig 😢