Home / Forum / Welpen & Junghunde / Wie viele Wochen/Monate (?) schläft ein Welpe in der Box?

Verfasser-Bild
Anjell
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 283
zuletzt 22. Okt.

Wie viele Wochen/Monate (?) schläft ein Welpe in der Box?

Hallo zusammen, Bei uns zieht nächste Woche unser Welpe ein und wir sind unheimlich aufgeregt! Zu Anfang werden wir ihn im Schlafzimmer in der Hundebox schlafen lassen. Er soll aber später seinen "normalen" Schlafplatz im Wohnzimmer haben. Da es mein erster Welpe ist, wollte ich nach euren Erfahrungen fragen. Wie lange hat der Welpe bei euch in der Hundebox geschlafen? Und war es einfach, ihn dann an einen anderen Schlafplatz zu gewöhnen? Danke euch und liebe Grüße
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
22. Okt. 07:42
Nein sorry, bei Punkt zwei muss ich dir widersprechen. Ein Hund kommt in der Box in der Regel nicht zur Ruhe, wenn man ihn dazu zwingt. Er resigniert, weil er keine anderen Möglichkeiten hat, der Cortisolspiegel bleibt weiter hoch, die Frustration bleibt. Ein Hund der entspannt aussieht, ist es nicht zwangsläufig. Und genau bei solchen Missverständnissen fängt das Problem eben an.
Noch ein Missverständnis, aber deinerseits - Bei einem rumflippenden Hund, der gerade partout nicht zur Ruhe kommt, ist der Cortisolspiegel sowieso hoch, ob in oder ausserhalb einer Box.

Wenn ausserhalb aber über längere Zeit nichtmal körperliche Beruhigung zu erreichen ist, kann es sehrwohl hilfreich sein, die durch räumliche Begrenzung zu erwirken. Und über das Stoppen der temporären körperlichen Hyperaktivität stellt sich ja auch tatsächlich nicht selten eine mentale Beruhigung gefolgt von einer Schlafphase ein.

Das sollte nicht als dauerhafte Lösung missverstanden werden, kann als Managementmassnahme (zB bis man die Ursache für das Überdrehtsein eliminiert hat) aber durchaus Sinn machen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Julia
22. Okt. 07:43
Wenn der Hund später im Wohnzimmer schlafen soll, würde ich das auch von Beginn an so machen, dann erspart man ihm das Umgewöhnen. Wir haben mit unserem Hund anfangs mit im Wohnzimmer geschlafen. Er hatte seinen Platz zunächst mit uns auf einer großen Matratze und dann haben wir ihn nach und nach an sein Körbchen gewöhnt. Um kleine Unfälle nicht im gesamten Wohnbereich suchen zu müssen, haben wir übergangsweise eine räumliche Begrenzung mittels eines Welpenauslaufs geschaffen. Nach und nach haben wir die Zeiten des Schlafens im eigenen Körbchen ausgebaut. Nach ca 6-8 Wochen konnte unser Hund alleine im Wohnzimmer schlafen. Türen zum Schlafzimmer sind offen, alle Räume sind auf einer Etage. Wir bekommen also mit, wenn etwas nicht stimmt, oder der Hund raus muss. Viel Spaß mit eurem Welpen🫶
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
22. Okt. 07:48
Ich hab kein Instagramm
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
22. Okt. 07:58
Das mit den Welpen von Anfang an in den Zwinger stecken zum nachts schlafen kenne ich hier auf auf dem Dorf. Das findet immer noch statt. Erst letztes Jahr bei Bauern aus dem Ort ist eine kleine Schäferhündin eingezogen die wurde nachts von Anfang an in ihren Zwinger gesperrt. Die Nachbarn haben sie dann erbärmlich jaulend hören. Das ist aber laut Tierschutzgesetz erlaubt! Weil tagsüber dürfte sie sich auf dem Hof frei bewegen und hatte auch menschlichen Anschluss und es wurde auch Gassi mit ihr gegangen. Es wurde auch immer betont wie toll diese kleine Hündin auf dem nicht eingezäunten Grundstück blieb. Tja bis sie 5 Monate alt war und dann leider überfahren wurde. Manchmal denke ich mir das das für die kleine vielleicht sogar das bessere traurige Schicksal war..... Es hat exakt 2 Wochen gedauert bis ein neuer Welpe nachts alleine im Zwinger übernachten musste. damit der dann nicht auch überfahren wird (ist ja auch teuer so ein Welpe ohne Papiere wenn die immer ersetzt werden müssen) verbringt der einfach mehr Zeit in seinem Zwinger. Die gehen zwar Gassi mit dem aber ein schönes Leben ist das nicht....
Ja das find ich an Sörens Plädoyer für die 6-10 qm Zwinger auch schräg, dass er die offenbar total ok findet, nur weil das so im Gesetz steht, die Box in der Nacht aber Tierquälerei ist, weil der Gesetzestext das nicht ausdrücklich ausklammert.

Seine Argumentation mutet mich etwas zwänglich-bürokratenseelig an...
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Frauke &
22. Okt. 08:10
Da frag ich mich dann aber, wie das zu Zeiten deines vielgepriesenen "Früher" geklappt haben soll, wo so gut wie kein Hund und auch kaum ein Welpe auf die Couch oder gar ins Bett durfte. Da war beim Schlafen auch kein Körperkontakt und trotzdem waren sie deiner eigenen Aussagen nach so viel besser dran.
Ich kann dich beruhigen. Auch "früher" durften schon sehr viele Hunde ins Bett und aufs Sofa. 😂
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Benjamin
22. Okt. 08:13
Meine kleine hat vom ersten Tag an bei mir im Bett geschlafen … weil sie manchmal beim schlafen einfach ausgelaufen ist, hab ich ein wasserdichtes Laken besorgt … Hunde in Boxen einzusperren ist Schwachsinn, besonders weil die öfter wach werden und dann gern mal den Platz wechseln … davon abgesehen, wenn dann in der geschlossenen Box ein Unfall passiert, liegen sie im Zweifel über Stunden bis man wach wird in ihren eigenen exkrementen weil sie nich weg können … warum sollte man sowas machen ? … wer den Hund einschränkt um es sich selbst leichter zu machen, sollte vielleicht gar keinen Welpen haben …
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Frauke &
22. Okt. 08:14
Och, vor 10, 15 Jahren war 3 Orte weiter ein Fall, da wurde der Welpe direkt im Kleingarten in den Schuppen gesteckt. Hat geweint und hatte Todesangst, aber das hat natürlich keiner gehört, nur wer da abgelegen lang gegangen ist. Meine Freundin stellte die älteren Leute zur Rede weil sie wusste wo die wohnten. Die verstanden die Einwände gar nicht. Ehrlich nicht. Sie kämen ja 3 mal am Tag zum füttern. Denn der Schäferhund sollte auf den Garten aufpassen, die Leute waren sogar sauer, dass von unserer Seite aus nett mit ihm gesprochen wurde durch das Schuppenfenster. Er sollte schließlich Fremde doof finden. Der Fall wurde ans Vetamt weitergeleitet, was weiter passiert ist weiß ich nicht, der Hund war dann jedenfalls nicht mehr im Garten. Und die Leute stinkend sauer, haben sich im ganzen Ort drüber beschwert, meine Freundin schlecht gemacht und Rückhalt von den anderen alten Leuten bekommen. Meine Bekannte ist mit Jagdhunden aufgewachsen. Die waren ausschließlich im Stall. Die gingen nur mit zur Jagd und fertig. Meine älteren Nachbarn haben und hatten schon immer Dackel. Wenn die nerv(t)en, unsauber sind und werden und nachts generell, wurden die schon immer ins Bad gesperrt. Ist so, kennt man so, hat man immer so gemacht. Bei meinen Nachbarn aus der Kindheit ähnlich. Da gab's für Omi immer nen Dackel, weil die Hunde von Opi für die Jagd waren und wo anders untergebracht (wo weiß ich nicht). Der wurde nachts in die kleine Küche gesperrt. Von Anfang an. Die Hunde hier beim Bauern leben jeweils frei auf dem Hof. Ohne Familienanschluss. Bis das Gesetz geändert wurde draußen an der Kette. Das Drahtseil wo die Kette lang laufen konnte ist immer noch über den Hof gespannt. Edit: ach ja und in den Fällen, wo der Welpe/Hund wirklich einfach bei seinen Menschen sein durfte, wurde bei Verfehlungen (knabbern, reinmachen) mit Schlüsseln oder Schuhen geworfen, die Zeitung drüber gezogen, der Hund in sein Geschäft gedrückt - letzteres hat mein Mann Anfang der nuller Jahre sogar noch in der Hundeschule beigebracht bekommen! Klar waren nicht alle Leute so, aber sowas war "früher" einfach normal. Tja, aber früher gab's ja zum Glück keine bösen Boxen. Früher war's besser, da brauchte man das nicht 🙃
Es gab früher unempathische Menschen und es gibt heute unempathische Menschen.
Ich verstehe deine Argumentation nicht. Sollen die Hunde doch froh sein, dass sie in einer Box eingesperrt werden und nicht mit der Zeitung geschlagen werden????
 
Beitrag-Verfasser
Dogorama-Mitglied
22. Okt. 08:14
Ich kann dich beruhigen. Auch "früher" durften schon sehr viele Hunde ins Bett und aufs Sofa. 😂
Und noch mehr durften nicht. Sofa schon eher, Bett war aber bei sämtlichen Hundehaltern in meiner Kindheit und Jugend nichtmal eine ernsthafte Überlegung sondern ein klares NoGo.

Und das waren keine Ketten- oder Zwingerhunde, sondern Familienhunde wie unserer.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
22. Okt. 08:23
Meine kleine hat vom ersten Tag an bei mir im Bett geschlafen … weil sie manchmal beim schlafen einfach ausgelaufen ist, hab ich ein wasserdichtes Laken besorgt … Hunde in Boxen einzusperren ist Schwachsinn, besonders weil die öfter wach werden und dann gern mal den Platz wechseln … davon abgesehen, wenn dann in der geschlossenen Box ein Unfall passiert, liegen sie im Zweifel über Stunden bis man wach wird in ihren eigenen exkrementen weil sie nich weg können … warum sollte man sowas machen ? … wer den Hund einschränkt um es sich selbst leichter zu machen, sollte vielleicht gar keinen Welpen haben …
Genau das passiert halt nicht. Sobald Unruhe entsteht reagiert der Mensch ja darauf und holt den Hund zum lösen raus. Die Box (bei uns war das eine Gitterbox) wurde nie beschmutzt, weder mit Urin noch Kot. Ohne Box wäre ich vermutlich nicht mal wach geworden, da hätte sich Suki zum pinkeln wer weiß wo hinschleichen können. Ich sehe hier sogar einen entscheidenden Vorteil. Suki musste ja lernen sich bemerkbar zu machen denn lösen sollte in der Regel außerhalb des Hauses stattfinden und da käme sie ohne Hilfe vom Menschen eh nicht hin, Box hin oder her.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katrin
22. Okt. 08:28
Und noch mehr durften nicht. Sofa schon eher, Bett war aber bei sämtlichen Hundehaltern in meiner Kindheit und Jugend nichtmal eine ernsthafte Überlegung sondern ein klares NoGo. Und das waren keine Ketten- oder Zwingerhunde, sondern Familienhunde wie unserer.
Meine Oma wäre durchgedreht wenn mein Paps den Zottelhund der tagsüber in den Ställen war und sich im Dreck rumwälzte abends mit ins Bett genommen hätte😅. Der durfte vorm Ofen pennen und da hatte der schon echt Glück damals.