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Nero & Ani
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Anzahl der Antworten 18
zuletzt 15. Apr.

Thema alleine bleiben (üben und lernen)...

Hallo in die Gruppe, das ist Nero, mein halbjähriger AHT-Rabauke… Er ist sehr lebhaft (Terrier halt) und seinem Alter entsprechend frech und diskutiert auch gerne, wenn er seinen Willen nicht bekommt…🤪 Aber er lernt schnell und die üblichen Kommandos sitzen schon recht gut…👍🏽 Jedoch verzweifle ich bei ihm mit dem Alleine lassen…🤔🫣😵‍💫🤷🏽‍♀️ Er ist extrem auf mich fixiert und selbst wenn mein Mann mit ihm zusammen ist, sobald ich die Haustür verlasse, fängt er an an der Tür zu kratzen und zu weinen / jaulen und rennt beunruhigt durch die Wohnung und mein Mann hat Schwierigkeiten ihn zu beruhigen und ganz alleine lassen geht bisher gar nicht…😕😰 Er weint / jault solange bis ich wieder die Wohnung betrete…?! Egal wie lange ich weg bin…?! Bisher habe ich ihn immer wieder für 2-10 Minuten versucht alleine zu lassen, nur im Wohnzimmer, wo wir uns am meisten aufhalten und er seine Spielsachen und Körbchen usw. hat… aber selbst schon, wenn ich die Wohnzimmertür schließe, fängt er an zu wimmern und sitzt vor der Tür…😞 Ich habe den Tipp eines Hundetrainers befolgt, ihm einen Ball mit Nassfutter einzufrieren und ihm als Ablenkung anzubieten und einfach zu gehen… Er steht voll auf den Ball aber sobald ich die Haustür nur aufmache, lässt er den Ball liegen und wenn ich weg bin, weint und jault er wie sonst auch…?!!🥺😩🤷🏽‍♀️ Habt ihr vielleicht Erfahrungen und entsprechende Tipps, wie ich ihn langsam ans Alleinsein gewöhnen könnte…?!? Denn ich nehme ihn ja gerne überall mit hin aber er muss auch mal alleinebleiben können, ohne dass die ganze Nachbarschaft belästigt wird…🫣😰🤔🤷🏽‍♀️ Vielen Dank im Voraus für eure Ratschläge & Tipps…☺️ LG Anikó & Nero — frustriert hier: Hamburg.
 
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Oliver
14. Apr. 06:45
Neben dem bisherigen, richtigen Tipps noch einer:
Finde was, womit er sich gerne beschäftigt und das bekommt er nur !!!, wenn ihr ihn alleine lasst. ( natürlich am Anfang noch ganz kurz).
Wenn ihr zurück kommt, nehmt ihr ihm das sofort weg.
Das soll dazu führen, dass er irgendwann "froh" ist alleine zu sein, damit er sich damit beschäftigen kann und ihm das niemand wegnimmt.
Ein bzw mehrere Versuche wäre es wert.
Viel Erfolg 🍀💪🐶
 
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Maria
14. Apr. 07:01
Oder auch mal Zimmertüren hinter dir schließen oder ihm den Raum in dem du bist verbieten. Deckentraining und Räume verwalten das er lernt das er nix zu regeln hat und dich nicht kontrollieren muss sondern du die Räume verwaltest.
Mit einem diskussionsfreudigen Terrier, der Aufmerksamkeit einfordert, würde ich kein Deckentraining machen. Der dreht den Spieß um und macht ein abendfüllendes Spiel draus.

Ich bin auch für “Auslaufen” oder dafür, einen Bereich für den Hund abzutrennen und sich selbst frei im Raum zu bewegen, erst in der Nähe, dann vom Hund “wegarbeiten”.
 
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Alicia
14. Apr. 07:17
Hallo Ani,
ich kann verstehen, das es deiner Fellnase schwer fällt, alleine zu bleiben. Hunde sind in erster Linie nicht dafür gemacht, da es Rudeltiere sind. Aber keine Sorge, der Hund kann das lernen. Es ist nur sehr trainingsintensiv. Und für dich nervenaufreibend. Das dauert Wochen, wenn nicht sogar Monate bis dein Hund sowas erlernt. Also heißt es viel Geduld und Spucke.
Der Kommentar von Karin ist super gut. Du musst das umhergehen in der Wohnung mehrmals am Tag üben und deinen Hund dabei wirklich ignorieren. Laufe einfach strikt in die verschiedenen Räume und wieder zurück. Gehe in die Räume hinein, mache deinem Hund vor der Nase die Türe zu und komme wieder hinaus und laufe weiter. Dann kannst du dich auch mal kurz auf das Sofa setzen und wieder aufstehen und umhergehen. Erst wenn es deinem Hund „zu blöd“ wird und er dann wirklich auf einem Platz liegen bleibt, kannst du die Haustüre nutzen. Da wieder in kleinen Schritten Anfangen. Nur kurz raus, Tür zu und gleich wieder auf und wieder ins Haus. Und das musst du natürlich auch bis zum Umfallen üben, bis dein Hund dir den Rücken zukehrt. Wenn das klappt, fange mit 30 Sekunden an. Dann mit einer Minute. So steigerst du dich immer wieder. Wenn er es mal schafft 15 Minuten alleine zu bleiben, dann kannst du auch mal 20 und 20 Minuten probieren. Und wenn er es schafft eine Stunde mal alleine zu bleibe, sind 2 oder 3 oder 4 Stunden normalerweise auch kein Problem mehr.
Was ich aber generell noch anfügen möchte, ist, dass du beim Rausgehen und wieder Reinkommen ggü. deinem Hund neutral bleibst. Bitte weder begrüßen noch verabschieden. Tue so als wäre er Luft. Ich weiß, dass ist schwer, aber wenn dein Hund solche Probleme mit dem Alleinsein hat, ist es wirklich wichtig. Auch in Zukunft. Dein Hund soll lernen, dass nichts großes passiert wenn du raus gehst und wieder rein kommst.

Ach ja, auch noch ganz wichtig: Laste deinen Hund vor dem Alleine sein richtig aus. Das kannst du auch schon vor den Geheinheiten machen.
Du wirst einen Unterschied merken. Ein Hund kann nur zur Ruhe kommen, wenn er davor Meisterarbeit leisten musste. Mache einen großen Spaziergang, im Anschluss Schnüffelarbeit in Form von Leckerliesuche oder Apportieren (z.B. Futterbeutel). 10 Minuten reine Nasenarbeit, sind ungefähr so auslastend für deinen Hund wie eine Stunde spazieren. Du wirst merken, danach ist er K.O.

Noch ein Tipp. Laufe so lange, bis dein Hund sich mal ablegt und dir nicht immer hinterher läuft. Das kann manchmal ziemlich lang sein, aber da muss man durch. Und wie gesagt, es dauert. Geduld ist ein wichtiges Stichwort. Es wird auch mal Rückschritte geben, aber das wichtigste ist weiterzumachen und dranzubleiben.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Training.

Viele Grüße
 
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Nadine
14. Apr. 07:34
Unser Peanut ist auch total auf mich fixiert, nicht nur zu Hause.

Wir trainieren das aktuell auch draußen, dass es nicht schlimm ist, wenn ich nicht bei ihm bin.

Das heißt, mein Mann hält ihn fest und ich gehe weg. Aktuell so, dass er mich noch sieht. Und dann stehe ich auf Abstand so lange bis er sich beruhigt hat. Erst dann gehe ich wieder zu meinem Mann. Aber gebe ihm auch erstmal keine Aufmerksamkeit. Also keine Begrüßung bis er sich wieder beruhigt hat. Erst dann wird er von mir gegrault.

In der Wohnung mache ich es genauso wie schon von anderen beschrieben. Ich bin am Anfang 20 bis 30 Minuten lang einfach in der Wohnung rumgelaufen, wichtig dass ich ihm dabei überhaupt keine Beachtung geschenkt habe, als wäre er nicht da. Auch wenn ich nach Hause komme, wenn er alleine war, schenke ich im erst Beachtung, wenn er sich beruhigt hat.

Mittlerweile verfolgt er mich in der Wohnung nicht mehr.
 
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Nadine
14. Apr. 07:37
Unser Peanut ist auch total auf mich fixiert, nicht nur zu Hause. Wir trainieren das aktuell auch draußen, dass es nicht schlimm ist, wenn ich nicht bei ihm bin. Das heißt, mein Mann hält ihn fest und ich gehe weg. Aktuell so, dass er mich noch sieht. Und dann stehe ich auf Abstand so lange bis er sich beruhigt hat. Erst dann gehe ich wieder zu meinem Mann. Aber gebe ihm auch erstmal keine Aufmerksamkeit. Also keine Begrüßung bis er sich wieder beruhigt hat. Erst dann wird er von mir gegrault. In der Wohnung mache ich es genauso wie schon von anderen beschrieben. Ich bin am Anfang 20 bis 30 Minuten lang einfach in der Wohnung rumgelaufen, wichtig dass ich ihm dabei überhaupt keine Beachtung geschenkt habe, als wäre er nicht da. Auch wenn ich nach Hause komme, wenn er alleine war, schenke ich im erst Beachtung, wenn er sich beruhigt hat. Mittlerweile verfolgt er mich in der Wohnung nicht mehr.
Ach so genau und natürlich habe ich dann angefangen die Türen zuzumachen. Er ist einfach nur zu auf zu auf. Dann zwei Minuten zu, 5 Minuten zu. Mittlerweile mache ich auch bei der Küche wenn ich koche einfach die Tür zu.

Ebenso mit der Haustüre. Am Anfang habe ich mich zehnmal angezogen, als würde ich weggehen. Bin raus, gleich wieder rein ausgezogen. Wieder angezogen wieder raus rein raus rein raus rein. Und dabei immer die Zeitspanne erhöht und das täglich
 
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L.🐾
14. Apr. 07:47
Ach so genau und natürlich habe ich dann angefangen die Türen zuzumachen. Er ist einfach nur zu auf zu auf. Dann zwei Minuten zu, 5 Minuten zu. Mittlerweile mache ich auch bei der Küche wenn ich koche einfach die Tür zu. Ebenso mit der Haustüre. Am Anfang habe ich mich zehnmal angezogen, als würde ich weggehen. Bin raus, gleich wieder rein ausgezogen. Wieder angezogen wieder raus rein raus rein raus rein. Und dabei immer die Zeitspanne erhöht und das täglich
Genauso....bei uns ähnlich..Lisa war eine Katastrophe....nur 1 Sekunde die Zimmertür zu, da brannte die Hütte mit Geschrei.....
Ganz kleinschrittig, fast 1 Jahr haben wir gebraucht.
 
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Doro
15. Apr. 18:24
Ich hab die Erfahrung gemacht dass das kein Trennungsschmerz ist sonst wäre er mit deinem Mann zufrieden…es könnte eher ein Kontrollverhalten sein was du nur weg bringst wenn du ihn führst und ihm keine Entscheidungen mehr überlässt wie zb er will spielen es wird gespielt,er will kuscheln es wird gekuschelt usw…das müsste alles von dir iniziiert werden dann sieht er dich als Führungskraft an u muss dich nicht mehr kontrollieren….Es gibt eine Trainerin die kann das besser erklären,Melanie Müller, Arealnature.eu
 
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Melanie
15. Apr. 19:20
Hallo ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen und wie wir es geübt haben und es klappt ganz super. Denke aber auch wie bei Menschen ist jeder Hund anders sowie sein Charakter. Kann natürlich auch sein das dein Hund das alleine bleiben nie mögen wird 🙈
Wir haben erst innerhalb der Wohnung geübt das sie mal alleine im Wohnzimmer bleibt oder ich alleine aufs Klo gehe dann alleine duschen immer die Bad Türe geschlossen sie hat dann draußen gewartet. Bis das gut ging dann bin ich raus ins Treppenhaus langsam erst 5 Minuten dann 10 dann 15 immer in 5er Schritten. Sie kann nun ohne Probleme alleine bleiben.

Aber wichtig finde ich immer es gibt auch einfach Hunde die mögen es einfach nicht bekommen angst oder so.