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Anna
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Anzahl der Antworten 110
zuletzt 18. Jan.

Hund will nachts nicht alleine schlafen - wir verzweifeln

EDIT: danke für die vielen Antworten! Heute Nacht hat er mit einem Tshirt von mir in seinem Korb geschlafen 😴 Drama gab es zum ersten Mal keins. So leicht kann es sein. Ich hoffe es bleibt so ☺️ Hallo Leute und H I L F E, Ich dachte ich frage jetzt mal hier - wir wissen nicht mehr weiter 😫 Unser Dackel ist jetzt ein Jahr und ein Monat alt, wir haben ihn mit 6 Monaten adoptiert. Er kommt aus Rumänien, war einen Monat in der Pflege in Deutschland und kam dann zu uns. Er ist, wie man sich einen pubertären Dackel eben vorstellt, doch er lernt immer dazu und wir sind erfolgreich im Training - außer wenn es spät wird und wir ins Bett gehen.. dann beginnt die Katastrophe. Er weigert sich in seinem Bett zu schlafen, welches vielleicht 2 Meter weit weg von unserem steht. Er versucht täglich mit Drama und einem Winselorchester in unser Bett zu kommen und manchmal sind das so 30-40 Minuten und dann beginnt es frühs um vier erneut. Wir können keine Nacht durchschlafen und verstehen nicht, wieso er sich nur dann so benimmt. Alleine bleibt er absolut problemlos, wir haben eine Kamera und er gibt keinen Laut von sich, wenn wir gehen, wartet nicht vor der Tür auf uns, zerstört keine Sachen. Tagsüber schläft er auf seiner Decke im Wohnzimmer und auch während ich daheim im Büro arbeite, bleibt er problemlos auf seinem Platz. Wir haben schon gefühlt alles probiert. Bettchen neben unseres gestellt, ihn gestreichelt damit er sich beruhigt, wir haben einen Korb, ein kuscheliges Bett, eine Decke zum Einkuscheln und sogar eine Hundehöhle gekauft - nichts. Jeden Abend das selbe Drama, mal mehr, mal weniger. Wir hatten schon einige Hunde und so ein Verhalten hat noch keiner gezeigt und wir wären um hilfreiche Tipps super dankbar!!
 
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Lena
12. Jan. 08:32
Also unsere mag es auch nicht Nachst in ihrem Korb zu liegen und ist dann unruhig.(will uns sehen können) Jetzt habe ich ihr ein Körbchen auf meinen Nachttisch gestellt so kann sie mich sehen und ist glücklich und ruhig in der Nacht. Evtl. Hilft das bei euch ja auch (bei kleinen Hunden ist das ja zum Glück so machbar) viel erfolg!
 
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Anna
12. Jan. 08:34
Vielleicht hilft es, eine Art begrenztes Kuschelritual im Bett einzuführen. Alles geht schlafen. Hund darf für 5 min mit ins Bett. Vielleicht auf einer eigenen Decke. Hier wird noch mal ordentlich gekuschelt und ab geht's in's eigene Bett und es ist Schlafenszeit. Oder ihr macht das vor dem Bett, wenn Du das nicht möchtest. Einfach ein "jetzt schlafen wir alle" Ritual. Hunde lassen sich auf ritualisierte Abläufe gerne ein. Vielleicht hilft ihm das.
Wir haben uns jetzt auch überlegt, feste Rituale einzuführen. Mein Freund steht 1,5 Stunden vor mir auf, und meist ist das Drama nachdem er weg ist auch groß, weil der Hund natürlich merkt „aha, jetzt ist der Weg, lass mich zu dir“.

Meinst du es würde helfen, wenn ich einfach konsequenter mit aufstehe? Wäre auch kein Problem für mich, aber vielleicht bringt es ja was? 🧐 damit er halt merkt okay, habe alleine geschlafen und jetzt stehen wir gemeinsam auf.
 
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Bernadette
12. Jan. 08:35
Hunde sind keine Kleinkinder und auch keine Menschen. Eine artgerechte Haltung bedeutet die Tiere nicht zu vermenschlichen. Sie weder als Kind noch als Partnerersatz zu "missbrauchen". Deshalb gehören Hunde nicht ins Schlafzimmer und auch nicht ins eigene Bett. Wer das tut, darf sich nachher nicht über Problemverhalten wundern. Ein Hund hat natürlich Gefühle. Genauso wie wir Menschen muss er lernen damit umzugehen . Ein Hund der zu viel Aufmerksamkeit und Nähe sucht muss lernen Alleinsein und Einsamkeit auszuhalten. Das kann man ihm auch antrainieren.
So einen Schwachsinn hab ich ja schon lange nicht mehr gelesen… 🤦🏻‍♀️ das Natürlichste für einen Hund ist es nachts mit Körperkontakt zu schlafen.
 
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Anna
12. Jan. 08:37
Ich habe gleich zwei von der Sorte. Die beiden haben ein immenses Verlangen nach Körperkontakt. Wie sieht das bei euch tagsüber aus? Vielleicht kann er einfach nicht genug von dir bekommen 🙈
Oh ich sehe, du hast auch zwei Dackel, wie schön😍😍

tagsüber ist es okay, denn ich arbeite Zuhause im Büro und mein Freund ist in der Werkstatt. Wir haben es ihm mit vielen vielen Übungen beigebracht, ruhig zu bleiben und er versteht mittlerweile sehr gut, dass er keine 24/7 Aufmerksamkeit bekommen kann. Aber ich sag dir, es war hart 😅

Ich glaub auch irgendwie, dass das im Dackel steckt. Jetzt wo du mir auch schreibst bekräftigt das voll meine Meinung 😅 ich glaube er versucht vor allem nachts massiv seinen Willen durchzusetzen. Sturkopf halt 🤦🏻‍♀️ habt ihr denn irgendwie eine Lösung dafür gefunden?
 
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Dogorama-Mitglied
12. Jan. 08:38
Wir haben uns jetzt auch überlegt, feste Rituale einzuführen. Mein Freund steht 1,5 Stunden vor mir auf, und meist ist das Drama nachdem er weg ist auch groß, weil der Hund natürlich merkt „aha, jetzt ist der Weg, lass mich zu dir“. Meinst du es würde helfen, wenn ich einfach konsequenter mit aufstehe? Wäre auch kein Problem für mich, aber vielleicht bringt es ja was? 🧐 damit er halt merkt okay, habe alleine geschlafen und jetzt stehen wir gemeinsam auf.
Erst mal ersparst Du Dir das Gejammer. Ist schwierig zu sagen, ob das kleine Hundehirn das dann auch richtig verknüpft.
 
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Phili
12. Jan. 08:42
Ich habe tatsächlich eine "Ähnliche Frage" gestellt vor ca. einem Monat und bekam auch eine Vielzahl dieser diversen Antworten, wobei die Nutzer/innen diskutieren, ob es jetzt gut oder schlecht sei, den Hund nicht im Bett haben zu wollen und warum ich das nicht will etc.
Unsere Mila kommt aus Bosnien, wir haben sie jetzt seit ca. 6 Wochen, sie ist schon 7 Monate alt.
Nach ca. 2-3 Wochen nicht durchschlafen und ca. alle zwei Stunden vom Hunde geweckt werden (wir dachten damals, sie muss Pipi) habe ich irgendwann eines Morgens "kapituliert", weil ich einfach nur meine Ruhe und Schlaf wollte. Seitdem darf Mila bei uns am Fussende schlafen. Interessante Info: Direkt danach wurden wir anstelle von alle 2 Stunden nur noch einmal pro Nacht zum Pipi machen geweckt, inzwischen haben wir sogar das Glück so ziemlich durchschlafen zu können. Sie scheint also die Nähe wirklich seeeehr gebraucht zu haben und ist selbst nachts aufgewacht, um nochmal zu testen, ob sie nicht doch bei uns sein darf. Ich denke, dass es evtl. daran liegt, dass sie das schlafen im Rudel gewöhnt ist und einfach nicht verstanden hat, weshalb wir sie gerade da, wo wir beide so kuschelig beieinander im Bett liegen, nicht bei uns haben wollen. Körbchen neben Bett legen, vorher kuscheln etc. hat alles nichts gebracht. In den Flur sperren hätte ich nicht übers Herz gebracht, da ich schon finde der Hund sollte im gleichen Zimmer schlafen dürfen wie wir und Box-Training kam leider nicht in Frage, weil sie panische Angst davor hat, wie ich von der Pflegemama weiß, wo sie vorher zwei Wochen war.
Da ich nach wie vor eigentlich keinen Hund will, der ins Bett darf, "verteidigen" wir tagsüber Bett uns Sofa und schicken sie auch immer weg, wenn sie dort von sich aus draufspringt. Nur auf ausdrückliche Einladung unsererseits, abends z. B. Wenn ich es mir schon bequem gemacht habe und ihren Platz im Bett entsprechend "eingerichtet" dann rufe ich sie und es wird gemeinsam geschlafen und gekuschelt. Ich muss zugeben : Auch, wenn es nicht so geplant war, bin ich seeeehr dankbar für den Schlaf, den ich jetzt mehr bekomme. Und ihr scheint es auch sehr gut zu tun. Das beantwortet zwar jetzt nicht deine Frage genau, aber ich dachte vielleicht hilft es trotzdem.
Viel Erfolg euch auf jeden Fall bei dem, wozu ihr euch entscheidet!
 
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Anna
12. Jan. 08:44
Luftpolsterfolie ins Bett legen. Jule wollte auch immer ins Bett, klar, ist ja schön kuschelig. Ich kann so aber nicht schlafen. Also habe ich ihr das Bett ungemütlich gemacht und ihre Kiste neben dem Bett umso gemütlicher. Luftpolsterfolie knistert und knackt bei jeder Bewegung. Da ist sie freiwillig in ihre gemütliche Kiste umgezogen 😂
Echt??? Wow, das klingt raffiniert und einfach zugleich 😂
 
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Karin
12. Jan. 08:50
Ich habe auch keine ultimative Lösung. Wir haben 4 Hunde 3 dsh und 1mischling der klein ist. Die dsh schlafen wo es ihnen gefällt die Schlafzimmer Tür ist immer offen und die kleine Bertha ist immer ganz dicht bei mir im Bett oder auch Sofa bei uns is die ganze Nacht ruhe. Es kann auch sein das ein dsh mal im Bett liegt. Was solls wir sind eine Familie uns macht es nichts aus. Es wäre auch noch Platz für ein Dackel bei uns im Bett 🤣🤣
PRIMA..find ich total super...❤❤❤
 
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Nicole
12. Jan. 09:01
Denkt ihr denn er hat in Rumänien oder auf Pflegestelle mit im Bett geschlafen?
Kann ich mir beim Tierheim Hund tatsächlich schwerlich vorstellen.

Ihr könntet versuchen seinen Schlafplatz zu erhöhen, dann kann er euch besser sehen.
Vielleicht hilft auch ne Wärmflasche oder ein Herzschlag-Teddy oder etwas dass sehr stark nach euch riecht.

Es kann auch sein, dass er das Gefühl hat er müsste nachts auf euch aufpassen was ihn in diesem Alter mit dem Chaos der Hormone aber überfordert.

Wenn er sonst gut alleine bleibt, dann würde ich darüber nachdenken ihn tatsächlich auszulagern aus dem Schlafzimmer.

Meine liegen auch sehr gerne bei mir und würde man sie lassen würden sie auch gerne alle mit im Bett schlafen, dass Problem ist sie schlafen weder wie tot noch geben sie dann die ganze Nacht Ruhe und wir spielen die halbe Nacht: will runter unter die Decke, wieder vor unter der Decke und wieder runter unter die Decke gerne auch per Kratzen quer über mein Gesicht.
Deshalb schlafen sie verteilt im Wohnzimmer, 3 schlafen zusammen im Welpenpen. 2 schlafen in ihren Boxen und 2 schlafen wo sie eben gerade liegen und ich schlafe wieder im OG im meinem Bett.
Seither herrscht Ruhe.
Liegt natürlich auch daran, dass nicht bei jedem Pieps reagiert wird also die Handlung zwangsläufig auch viel konsequenter ist.
Weil weder die Gefühlslage des Menschen noch Unbewusstes bestätigen durch Beruhigungsversuche durch den Mensch erfolgen kann.

Ich wünsche euch, dass es sich auswächst oder ihr ne Lösung findet mit der alle Leben können. Schlafmangel ist anstrengend ich kann euer Dilemma gut nachvollziehen.
 
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Dogorama-Mitglied
12. Jan. 09:12
Leute es geht hier doch nicht um die Diskussion ob der Hund ins Bett soll, sondern sie möchte das nicht. Vllt kannst du dich erstmal mit ner Matratze oder so auf den Boden legen und dann immer weiter von ihm wegrücken quasi? Kannst du vllt erstmal immer eine Hand ins Hundebett legen? Also dass das Bett direkt neben eurem steht? Ansonsten vllt wirklich eine Box und vllt erstmal noch direkt daneben legen mit ner Matratze oder so und dann immer weiter wegrücken? Also dass du direkt daneben liegst und z.B. deine Hand reinlegst? Es könnte halt wirklich sein, dass e aufgerund seiner Vorgeschichte Trennungsangst hat oder so. Wie ist es denn wenn er alleine bleiben soll?
Kann esnicht, wenn er tagsüber auch alleine bleiben kann