Sorry, wenn das schon gesagt wurde, aber ich habe hier jetzt nicht alles gelesen. Ich denke, das Problem ist, dass du das Deckentraining und auch das Training, dass sie mal alleine bleibt, vernachlässigt, bzw. nur halbherzig gemacht hast. Und man kann einem Hund auch zu viel Aufmerksamkeit schenken. Der Hund ist sozusagen dein „Baby“( nicht böse gemeint) und du möchtest, dass er dich auch liebt, genau wie du ihn. Deshalb findest du es natürlich schön, dass er dich so liebt, dass er unbedingt bei dir sein will und dir überall hin folgt, auch wenn dir das vielleicht nicht so bewusst ist. Ich denke, das liegt auch in der Natur der Frau. 🤪🙈Dadurch hast du das Gefühl, er liebt mich und braucht mich und das ist erst einmal schön. Natürlich macht man das meist unbewusst. Bei einem Hund ist das aber sehr „ungesund“ und es ist auch keine Liebesbezeugung seitens des Hundes, sondern ein Kontrollzwang. Der Hund traut dir nicht zu, dass du alleine klarkommst und will deshalb ständig dabei sein und die Kontrolle behalten. Diese Kontrolle musst du ihr abnehmen. Das hat nichts mit Herrchen zu tun. Wenn du loslässt und ihn mit dem Hund machen lässt und nicht immer gleich im Kopf hast, hoffentlich geht das heute gut, wird das auch klappen. Bei deiner Freundin geht es ja auch und im Büro mit Herrchen ja auch. Wahrscheinlich traust du der Freundin eher zu, dass die mit dem Hund klarkommt. Das merkt natürlich der Hund und benimmt sich sofort anders.
Dein Satz „Es ist so belastend für den Hund, dass sie immer gestresst ist, obwohl sie nicht alleine ist.“ sagt eigentlich alles. Es ist nicht für sie belastend, sondern für dich. Du bist gestresst, wenn du den Hund bei Herrchen lassen musst. Das merkt natürlich der Hund sofort und reagiert entsprechend. Oh Frauchen ist wieder völlig durch den Wind und ängstlich, da kann ich sie doch nicht alleine lassen. Dieser Kreislauf wird immer schlimmer. Für dich gilt, den zu durchbrechen. Vertrau deinem Freund. Er kommt mit dem Hund klar. Verlasse entspannt und selbstverständlich die Wohnung, ohne den Hund zu beachten und dich womöglich noch zu verabschieden. Geh einfach und ignoriere ihn. Wenn du wieder kommst, das Gleiche. Mach kein großes Tamtam. Komm rein und beachte ihn erst einmal nicht. Du bist, genauso selbstverständlich, wie du gegangen bist, auch wieder da und fertig. Du wirst sehen, das Problem erledigt sich ganz schnell. Und ganz wichtig, trainiere weiter mit der Decke und das Alleinebleiben. Und bei aller Liebe, behandel den Hund, wie einen Hund und nicht, wie ein Kind. Ich weiß, dass ist schwer, aber für den Hund definitiv besser. Sei mir nicht böse, aber du wolltest, dass man dir die Augen öffnet. 😎Viel Erfolg.