Kleinschrittig dran gewöhnen.
Erst nur in die Hundebox schicken, die in der Wohnung steht. Molly dort füttern, etwas Leckeres kauen oder schlecken lassen, so dass die Box rein positiv verknüpft wird.
Dann die Box ins Auto, das gleiche Spiel, aber ohne zu fahren.
Dann den Motor starten. Den Motor etwas laufen lassen. Ein paar Meter fahren. Ein paar Minuten fahren. Immer mit einem positiven, möglichst tollen Ziel (also nicht gerade Tierarzt).
Jeden Schritt so lange üben, bis sie es toll findet und keinerlei Stress zeigt. Dann den nächsten Schritt, bis sie keinen Stress mehr zeigt. Jedes Training positiv abschließen. Ruhe und Entspannung immer loben.
Wenn sie ruhig ist, ruhig mit ihr sprechen (egal was). Wenn sie gestresst ist, selber ruhig bleiben, den stressigen Schritt eine Stufe zurück gehen, sie gegebenenfalls ignorieren (bellen, fiepen), möglichst einen Moment der Ruhe abwarten, bevor das Training mit einem leichten Schritt beendet wird. NIE zu irgendwas zwingen, alles sollte freiwillig mitgemacht werden. Damit meine ich z. B., dass der Hund nicht mit der Leine zum Auto gezogen / gezwungen wird.
Lieber 10x am Tag 5 Minuten trainieren als 1x 50 Minuten.
Man braucht erst viel Geduld und etwas Zeit, aber irgendwann geht es dann überraschend schnell.
Wir haben inzwischen auf Anraten von Mollys Züchter eine etwas kleinere Reisebox besorgt, 75x50x50 statt 90x60x60. Die große mag zwar komfortabler sein, aber in der kleineren fühlt sich Molly etwas sicherer, geborgener, weil der Raum besser abgrenzt ist. Außerdem kann sie bei den neuen nach allen Seiten rausschauen und nicht nur nach zwei Seiten. Wenn die Box im Haus steht, hat Molly sie auch schon direkt als ihr Refugium auserkoren, wenn sie sich mal zurückziehen will oder als Schlafplatz für die Nacht, ohne dass eine Gewöhnung erforderlich war.
Beim Autofahren ist sie allerdings noch immer misstrauisch und gestresst, aber es ist schon besser als vorher.