Und genau das hat mir meine Daisy beigebracht. Egal wieviel man gelesen hat, sie wird einem das Gefühl geben ein Neuling zu sein. Dieser ganze schulische Trainingsansatz ist für sie nichts. Sie ist einfach Hund. Älter, vorbelastet,hochsensibel, ausgenutzt. Spaziergänge gehen meist nur noch 20-30min, wenn wir einfach nur laufen (Arthrose,Hüfte,Knie). Was soll ich die in städtische Stressbelastung führen? Dass sie Durchfall bekommt, wegen Stressmagen? Wozu? Sie kann sitz und Platz. Ich verlange es aber seit Anfang des Jahres nicht mehr. Sie kann Fremdhunde nicht leiden, hat dafür mehr als 8Gründe und im Ergebnis kann man sie händeln, aber die wird sie niemals lieben und wir suchen nicht nach neuen Fremdhunden um zu testen , ob sie immernoch labil reagiert. Wozu also social walks? Sie genießt ihr zu Hause, sie genießt spaziergänge in der Natur - möglichst wenig Trainingsanspruch, weil da über das halbe Leben immer mit Druck und Prügel gehandelt wurde. Sie ist gerne in Übungen, aber bleibt dabei im Stress. Daher spielen wir eigentlich nur vor uns her. Denn wozu einen Hund, der wenig laufen kann, mit Unterordnung behandeln ?!... Sie kann, was sie braucht. Sie muss nichts mehr können, was sie nicht braucht. Das ist unser Deal zum glück. Und Nu kommt mir von außen jemand, der will dass sie an der Ampel sitz macht und sie durch Menschenmengen wandert... Ich hasse diese naivität ein Formbild von Hund und Haltung zu haben, der gesund in eine Menschenvorstellung von Arbeit muss. Das ist leider ein Eingriff in Lebensmuster und nein, ich lehne es ab, dass jeder Hund das schaffen können muss. Wenn es nicht zum Hund passt, passt es nicht. Prüfungen müssen meine Hunde nicht laufen. Mach mich doch nicht zum Kasper und lass bewerten, wo ich weiß, dass es ihnen am schwersten fällt und ich wegen prüfungsstress nicht ernsthaft nur für sie da bin. Nein, dann hätte ich einen schäferhund aus der Leistungszucht. Ich habe aber mein Herz Daisy und die muss gar nichts was anderes sich vorstellen, sie kann was wir brauchen.
Du hast den Teil aber schon gelesen wo ich geschrieben habe das die Prüfer mit einem zusammen genau dafür auch Lösungen suchen? Das die Prüfer genau das letztendlich gerne sehen wenn Halter im Interesse des Hundes handeln und Situationen so gestalten das es zum Hund passt?
Das ganze ist doch kein starrer Ablauf nach Schema X. Vorab einfach mit dem Prüfer besprechen was Sache ist, wie man die Prüfung eventuell sogar anpassen könnte wenn gesundheitlich was im Argen liegt usw.