So eine Situation habe ich (leider) auch schon erlebt.
Eine Frau zerrt ihren für meine Begriffe schon stark hechelnden Hund durch die Sonne zu ihrem in der Sonne geparkten Auto, setzt ihn in den Kofferraum und geht weg.
Ich dachte, die kommt sicher direkt wieder.
Nach 5 Minuten war ich dann am Auto, aber die Scheiben des Kofferraumbereichs waren stark abgedunkelt und ich konnte nichts sehen. Also habe ich die Tussi gesucht, aber leider nirgends gefunden. Ich habe auch überlegt, die Polizei zu rufen, war mir aber nicht sicher, ob die kommen würde, bevor die Frau zurück ist und überhaupt handeln würde.
Ich hatte keine ruhige Minute mehr.
Ich glaube, es hat nochmal 10 Minuten gedauert, bis sie dann kam, einfach einstieg und weg fuhr. Ich war fassungslos, dass sie sich nicht erst um ihren Hund gekümmert hat. Ich war auch zu unsicher, ob in der Zeit die Polizei da gewesen wäre.
Ich war so verunsichert und unglücklich über diese Situation, das hat mich ewig verfolgt.
Vorher hätte ich geschworen, ALLES zu unternehmen, um einem Hund in so einer Situation zu helfen. Aber es gibt halt auch sehr viele Faktoren, die einen zögern lassen. Die Möglichkeit, ggfs. den Schaden am Auto bezahlen zu müssen, hat mich abgeschreckt.
Wie gesagt, ohne sowas selbst erlebt zu haben, hält man sich für DEN Retter. Falls die Situation eindeutig ist… man den Hund leiden sieht… usw. Aber oft ist das eben nicht eindeutig.
Heute würde ich zumindest die Polizei anrufen und fragen, was ich machen kann.
Im Zweifel immer die Polizei bzw. die 112 anrufen und Sachverhalt schildern. In Notfällen sind die schnell vor Ort oder können sagen, dass man auf Grund von rechtfertigendem Notfall handeln kann.