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Marie-Christin
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Anzahl der Antworten 217
heute 15:13

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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P.
4. Jan. 21:03
Wie sagt mein Go to Tipp ist Leckerlis in die Richtung des anderen Hundes werfen so nimmt man erstmal Spannung raus
In meinen Augen ist das ein schlechter Tipp. So gießt man noch mehr Öl ins Feuer, da beide Hunde an das Futter wollen...
 
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Carola
4. Jan. 21:09
Leider gibt es aber eben auch Hunde die einfach gefährlich werden können wenn sie bedrängt werden. Meiner würde tatsächlich nicht lange fackeln. Nach schweren und leichten Verletzungen ( habe dummerweise meine zu gut gesichert) habe ich lieber einen sehr erschrockenen anderen als eine beißerei.
Hunde die aggressiv gegenüber anderen Hunden sind können gar nicht zu gut gesichert sein. Ich hatte früher selbst einen Hund der gegenüber anderen Hunden aggressiv war und auch nicht spielen wollte sondern Blut sehen wollte.
Natürlich habe ich ihn nicht ohne Leine laufen lassen wenn die Gefahr bestand dass er einen anderen Hund verletzen könnte, später konnte er auch mit ausgewählten Hunden und Maulkorb frei laufen.
Und ja auch da sind manchmal andere Hunde auf uns zugekommen und es war ein hartes langes Training diesen Hund so weit zu sozialisieren dass er den anderen Hund nicht sofort aufgefressen hat.
Das aber war mein Problem und nicht das Problem anderer Hundehalter. Und ja sie musste lernen das auch andere Hunde sich in Ihrer Nähe aufhalten dürfen. Mit gutem Trainer, guten Nerven und sehr viel Geduld hat es auch soweit funktioniert dass sie andere Hunde nicht mehr angriff. Von daher glaube ich schon dass ich einen wirklich aggressiven Hund durchaus erkennen kann.
Natürlich liegt es auch in der Verantwortung des Hundehalters dafür zu sorgen dass der eigene Hund keinen anderen Hund verletzt aber als Hundeführer sollte man auch keinen anderen Hund verletzen. Darum würde ich niemals eine Schreckschusspistole oder Pfefferspray oder ähnliches verwenden. Das höchste der Gefühle ist für mich die Wasserflasche.
 
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P.
4. Jan. 21:10
Genau in meinem Fall war der Hund nur wenige Meter von uns entfernt als er von "ich trödel mit einem Stock im Maul etwas entfernt neben meinem Menschen her", zu "hey ich lass mich nicht anpöbeln, Attacke" umschlug. Viel Zeit zum Handeln hatte ich also nicht und es war eindeutig keine freundliche Annäherung. Sonst kann man sich hier eigentlich relativ sicher darauf verlassen, dass Hunde, die nicht angeleint werden, wenn andere (angeleinte) Hunde entgegen kommen, auch nicht zu diesen hinlaufen geschweige denn attackieren. Allgemein bin ich bei freilaufenden Hunden auch immer relativ entspannt, solange mein Hund entweder auch frei läuft, oder ich genug Zeit habe ihn, wenn es die Situation zulässt, abzuleinen. So kann er frei kommunizieren, denn Hundebegegnungen mit fremden Hunden an der Leine gehen mit Cinni fast immer schief, weshalb ich diese zur Sicherheit nicht mehr zulasse. Wie gesagt hier haben wir eigentlich sehr selten Probleme mit unangeleinten Hunden. Der letzte Hund der in Cinni nicht freundlich reingebrettert ist war ein Labbi der sich losgerissen hat. Da es hinter uns passiert ist, hab ich es auch erst wahrgenommen, als der Labbi schon in Cinni reinbretterte. Zum Glück blieb er auf Abstand bis die Halterin ihn wieder eingesammelt hatte. Ich hab meinen nun natürlich pöbelnden Hund (bevor in ihn reigebrettert wurde hatte er zu dem Zeitpunkt nicht gepöbelt und auch nicht fixiert) hinter mich verfrachtet und den Labbi währenddessen körpersprachlich so gut es geht geblockt, der machte aber zum Glück keinen zweiten Versuch Cinni anzugreifen (vermutlich war er durch die Flexileine, die er am Halti hinter sich hergezogen hat🤦‍♀️ und immer noch an ihm dranhing irritiert😑). Auch bei bellenden und knurrenden Hunden schau ich genauer hin (wenn die Situation es zulässt) und entscheide dann ob ich eingreife, denn bellen und knurren ist erstmal Kommunikation und manche, so wie meiner, geben solche Laute auch beim Spielen von sich ohne aggressiv zu sein. Ich bin allgemein also eher entspannt solange alle beteiligten Hunde sich im Freilauf befinden, doch wenn ein Hund sich ganz offensichtlich auf Angriff meinem nähert, dann beschütze ich meinen Hund. Wie gesagt vermute ich nach wie vor, dass die meisten Hunde eben nicht in die wirbelnde Leine laufen würden oder nach ihr schnappen würden, sondern mindestens kurz dadurch irritiert wären und hoffentlich aus ihrem Tunnel rauskommen.
Der arme Labbi... In meinen Augen hat kein Hund ein Halti nötig. Das deutet nur darauf hin, dass der Halter zu faul ist zu trainieren
 
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Sebbi
4. Jan. 21:27
Da könnte man denken, das ist bei einigen nur Laber-Rababer
*Rhabarbergelaber
 
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Irmgard-Edit
4. Jan. 21:40
Schönes 2026! Nach Möglichkeit vor deinen Hund stellen. Das nimmt deinem Hund evtl. die Angst!
 
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Irmgard-Edit
4. Jan. 21:42
Schönes 2026! Wenn du dich vor deinen Hund stellst, nimmt das diesem seine Angst! Lg
 
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The In
4. Jan. 22:02
Der Tipp mit den Leckerlis werfen ist auch das was meine Hundetrainerin sagt. Würde noch ergänzen, am Besten stark riechende Leckereien wie Pansen, Lunge, Barf-Leckerli, Sprotten oder so zu nehmen, und dann wirklich exklusiv dafür. Auf den Angreifer werfen und dich dann nach Möglichkeit in die andere Richtung entfernen. Ich kann nachempfinden wie du dich fühlst, ich wünsche euch alles Gute 🙏
 
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Marie-Christin
4. Jan. 22:10
Der Tipp mit den Leckerlis werfen ist auch das was meine Hundetrainerin sagt. Würde noch ergänzen, am Besten stark riechende Leckereien wie Pansen, Lunge, Barf-Leckerli, Sprotten oder so zu nehmen, und dann wirklich exklusiv dafür. Auf den Angreifer werfen und dich dann nach Möglichkeit in die andere Richtung entfernen. Ich kann nachempfinden wie du dich fühlst, ich wünsche euch alles Gute 🙏
Vielen lieben Dank für die hilfreiche und respektvolle Antwort 🥰
 
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Carola
4. Jan. 22:11
Der Tipp mit den Leckerlis werfen ist auch das was meine Hundetrainerin sagt. Würde noch ergänzen, am Besten stark riechende Leckereien wie Pansen, Lunge, Barf-Leckerli, Sprotten oder so zu nehmen, und dann wirklich exklusiv dafür. Auf den Angreifer werfen und dich dann nach Möglichkeit in die andere Richtung entfernen. Ich kann nachempfinden wie du dich fühlst, ich wünsche euch alles Gute 🙏
Nun das mit dem Leckerli werfen funktioniert nur wenn der Hund nicht wirklich aggressiv und noch zugänglich ist. Bei einem Labrador könnte es funktionieren aber es gibt durchaus auch Hunde die es nicht die Bohne interessiert.
Wenn der Hund noch Leckerlis nimmt könnte man auch so einfach umdrehen und weggehen.
 
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Anja
4. Jan. 22:13
Noch ein Tipp zum Abblocken anderer Hunde, wenn du nicht mit Sprays oder Wasser hantieren möchtest und du Angst hast, dass der andere Hund auf körperliches Blocken nicht reagiert, dann kannst du mit der Leine zwischen deinem und dem fremden Hund schnell kreisen, wie ein Lasso. War ein Tipp aus dem Hundebegegnungskurs den ich besuche, liebevoll auch Pöblerstammtisch genannt😅. Du solltest deinen Hund nur vorher dran gewöhnen, damit er nicht irritiert ist und vielleicht Angst bekommt. Hab ich letztens erst ausprobiert und hat super funktioniert um einen Border Collie von uns fern zu halten, der frei lief und dann leider von Cinnis Pöbeln so getriggert wurde (Ich habe ihn auf der abgewandten Seite an kurzer Leine geführt), dass er auf Angriff ging. Die Besitzerin hat mehrere Versuche gebraucht bis sie ihn erwischte, obwohl sie in der Nähe war, da er sich wendig hin und her bewegte und versucht hat, ob er vielleicht von rechts oder links eine Chance hätte, wenn frontal nicht funktioniert. Er setzte mehrmals zum Satz nach vorne an und hat dann kurz vor der drehenden Leine doch wieder abgestoppt und geschaut, ob er nicht irgendwie um diese doofe Leine drumherum kommen kann um zu Cinni zu gelangen. Ich bin den Bewegungen des Borders einfach immer gefolgt, bis die Besitzerin ihn endlich erwischte. Neben dem angreifenden fremden Hund muss ich mich auch immer noch bemühen meinen hinter mir zu halten da er in solchen Situationen immer noch am liebsten nach vorne geht und es selbst klären will. Ich kann mich in der Regel also nicht so dem anderen Hund zum Blocken entgegen stellen wie es manche Hunde vielleicht bräuchten um auch wirklich abzudrehen. Drehe ich die Leine schnell im Kreis zwischen meinem und dem fremden Hund zögern beide nach vorne zu gehen, weil das Geräusch und die Bewegung sie evtl verunsichert und auf Abstand hält oder weil sie im Zweifel mal die Erfahrung gemacht haben, dass es unangenehm ist in so eine schnell drehende Leine zu laufen 🫣. Bekommt ein Hund die Leine ab ist das natürlich blöd für den Hund, aber immer noch besser als wenn es zu einer Beißerei kommt.
Ich hatte immer einen Ball aus Tauwerk mit Seil dabei, oder auch den normalen Gummiball am Tau. Den konnte ich gut rotieren lassen und irgendwie bekommt man selbst eine andere Ausstrahlung, allein wenn man das Ding zur Hand nimmt. Frei nach dem Motto "Wage es nicht, Freundchen!"...