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Marie-Christin
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heute 19:02

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Celine
14. Jan. 18:40
Der Dobi ist komplett verunsichert. Er hat 3 mal Schutz beim Herrchen gesucht. Ich hätte schon längst eingegriffen.
Jaa solche Hunde tun mir immer richtig Leid.
 
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Peter
14. Jan. 19:09
Ich meine das wirklich nicht abwertend, aber genau diese Denkweise halte ich für problematisch. 99,99 % aller Hundebegegnungen sind absolut harmlos – unabhängig von der Größe des Hundes. Hunde kommunizieren nicht über Körpergewicht, sondern über Körpersprache. Wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass ein „großer Hund“ automatisch eine Gefahr für einen „kleinen Hund“ ist, entsteht vor allem eins: Panik auf Menschenseite. Und genau diese Panik – hektisches Hochheben, Schreien, waffen, Pfefferspray – ist das, was Situationen erst eskalieren lässt. (Ein super Beispiel,war das Video im "genervt"Thread letztens). Kleine Hunde sind nicht automatisch hilflos. Umgekehrt sind große Hunde nicht automatisch grobmotorische Angreifer. Größe sagt nichts über Aggressionsbereitschaft aus. Natürlich gibt es Ausnahmen, und natürlich muss man im Ernstfall eingreifen. Aber wenn man jede Begegnung schon im Kopf als Gefahr abspeichert, überträgt man diese Anspannung direkt auf den eigenen Hund – und das erhöht das Risiko deutlich mehr als es schützt.
Danke. 🙏
Ich kann die Situation des TE voll verstehen und es würden ja auch schon einige gute und weniger gute Tipps gegeben.
Die wichtigste aber ist wirklich, bleibt entspannt. Das hilft schon viel.
Hunde kommunizieren anders. Bellen und knurren heisst nicht, dass sie aggressiv sind
Fakt ist aber, Django geht es ähnlich, nur halt andersrum.
Er läuft frei und ich gehe mit ihm "vorausschauend" spazieren.
D.h. in den meisten Fällen, sehe ich schon früher als er, was auf uns zukommt.
Sofern der der unbekannte "entgegen kommende" sich nicht schon umgedreht oder den Hund auf den Arm genommen hat, frage ich meist, ob ich Django lieber rannehmen soll.
Aber, alter Falter, was ich schon für "vorbei Läufe" erlebt habe, bei denen der andere Hund Django am liebsten fressen wollte und der Halter nur damit beschäftigt war, seinen Hund irgendwie an uns beiden vorbei zu bekommen.
Keine Reaktion auf die Aktion seines Hundea
Ganz ehrlich, da fällt mir nix mehr ein.
Und ich bin immer wieder froh, wie relaxt das Django nimmt auch wenn er ohne Leine einfach nur neben mir geht oder steht.
 
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Susa
14. Jan. 19:13
Meiner Erfahrung nach checken alle Hunde den Sinn des Verscheuchen, und aus Hundesicht gibt es da auch keinen Grund sich zu wehren. Was die Besitzer angeht, gebe ich dir allerdings recht, und ich glaube dass das oft Missverstanden wird. Meiner verscheucht zwar erst, wenn der andere zu sehr nervt, was Letztens bei einem kleinen Hund passiert ist, der super aufdringlich war. Er hatte keine Lust mehr, dass seine Blockversuche ignoriert werden, und der Kleine weiter versucht meine Hündin zu rammeln, also hat er ihn irgendwann lautstark verscheucht. Ich wusste natürlich, dass er nichts weiter macht, und der Kleine hat auch sofort überdramatisch quietschend den Rückzug angetreten (meiner hat ihn nicht berührt), worauf die Besitzerin aus Panik mit der Leine versucht hat, auf meinen einzuschlagen. Sie hat sich zwar letztendlich entschuldigt, als ich ihr erklärt habe, was der Grund war. Aber ich bin mir sicher, dass auch sie später erzählt hätte, mein Hund hätte ihren angegriffen. Ich habe mir nun vorgenommen, die Besitzer solcher aufdringlichen Kleinen immer vorzuwarnen. Da bleibt beim Reinbrettern natürlich wenig Zeit, aber auch Hunde können mit der Zeit lernen, körpersprachlich so zu kommunizieren, dass Hunde schon im Lauf geblockt werden. Ich finde das total interessant, denn kein Hund brettert in meinen Rüden. Ich weiss nicht wie er es macht, aber sie bremsen alle vorher ab, bzw laufen dann doch einen Bogen. Oder sie biegen ab und brettern dann alternativ in meine auch anwesende Hündin, die leider nicht über solche Fähigkeiten verfügt.
Mein Rüde kann die auch selbst abblocken, wenn er sie rechtzeitig kommen sieht. Mit aufrechter Körperhaltung macht er das, der kann das besser als ich. Da haben auch schon Kangals das weite gesucht 😂

Und der jagt die auch nicht sofort in die Flucht, meistens knurrt er erst und wenn das knurren ignoriert wird, dann jagt er hinterher und springt drauf. Meistens macht er das einmal und dann begreifen die Hunde das er seine Ruhe will und dann ist auch gut.

Leider ist es vor 4 Wochen genau zu der Situation gekommen, ein Hund hat sich angenähert, meiner wollte es nicht, hat geknurrt, das knurren wurde ignoriert, meiner hat ihn gejagt und der andere hat sich dann festgebissen und nicht mehr losgelassen.
Also alle Hunde verstehen das nicht.
 
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Mayk
14. Jan. 19:23
Ich habe einen sehr kleinen Scheisser und nehme ihn immer sofort zu mir...oft auch auf den Arm...bei der Größe und Gewicht auch kein Problem...
Fakt ist, man muss immer sehr aufmerksam sein, denn viele Hundebesitzer sind es leider nicht mehr...
 
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Anja
14. Jan. 19:27
Passieren kann das ja, aber wie du sagst er filmt lieber weiter. Und das Verhalten passiert leider sehr oft bei seinem Hund. Deswegen fehlt mir da auch das Verständnis für.
Ich denke, der HuHa erkennt gar nicht, was sich da abspielt und hält seinen Hund für einen spielenden Grobmotoriker. Deshalb hält er die Kamera drauf...er spielt ja so schön.
 
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Celine
14. Jan. 19:33
Ich denke, der HuHa erkennt gar nicht, was sich da abspielt und hält seinen Hund für einen spielenden Grobmotoriker. Deshalb hält er die Kamera drauf...er spielt ja so schön.
Das schlimme ist, dass ihn viele Hundehalter auf seine falsche Wahrnehmung ansprechen aber er ist überzeugt von seiner Wahrnehmung und alle anderen sind im Unrecht und Übertreiben🥲
 
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Susa
14. Jan. 19:48
Was spricht denn eigentlich generell dagegen, kleine Hunde auf den Arm zu nehmen, wenn unangeleinte fremde Hunde angerannt kommen?
 
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Tina
14. Jan. 19:54
Das schlimme ist, dass ihn viele Hundehalter auf seine falsche Wahrnehmung ansprechen aber er ist überzeugt von seiner Wahrnehmung und alle anderen sind im Unrecht und Übertreiben🥲
Ich muss jetzt mal dumm fragen, was nehmen die Leute denn wahr? Also ich kenn den Ersteller nicht und die Videos nicht, jetzt hier erstes mal davon was gesehen. Und die sind ja super mega kurz, da passiert nicht sehr viel und man weiß nicht was davor oder danach passiert ist usw. 🤔
 
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Celine
14. Jan. 19:54
Was spricht denn eigentlich generell dagegen, kleine Hunde auf den Arm zu nehmen, wenn unangeleinte fremde Hunde angerannt kommen?
Weil nicht jeder Hund ohne Leine, der zu einem kommt, potenziell gefährlich ist.
Durch ständiges hochnehmen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, sich einen unsicheren Kläffer heranzuziehen.

Auf meinen 2,7 kg Hund kamen schon etliche Hunde angelaufen. Ich nehme ihn nur hoch, inkl Ronja, wenn wir den Dobermann in unserem Kiez antreffen. Der hatte damals nämlich Ronja angegriffen und der Typ wollte mich noch schlagen aber es haben 2 Männer eingegriffen.

Meiner wuselte in Kroatien zwischen 3 Riesenschnauzer umher. Es war schön, groß und klein zu sehen. 😄
 
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Celine
14. Jan. 19:56
Ich muss jetzt mal dumm fragen, was nehmen die Leute denn wahr? Also ich kenn den Ersteller nicht und die Videos nicht, jetzt hier erstes mal davon was gesehen. Und die sind ja super mega kurz, da passiert nicht sehr viel und man weiß nicht was davor oder danach passiert ist usw. 🤔
Dass das kein Spielverhalten ist und der Hund absolut distanzlos ist.

Und was muss davor passiert sein? Man sieht in beiden Sequenzen Hunde, die keinen derartigen Kontakt zum Kangal wünschen und unbedingt aus der Situation wollen. Der Labrador versucht sogar noch recht freundlich ihn abzuwehren.