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Marie-Christin
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heute 16:40

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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P.
10. Jan. 15:20
Ne ne, alles gut. Ich stand nur gerade mit beiden Beinen auf der Leitung🤭
Kann jedem passieren. 😁
 
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Celine
10. Jan. 15:43
Stimmt. Die Medien machen die Angst. ANGST VOR ALLEM
Ich kann ja mal einen Vergleich von gefährlichen Hundebegegnungen erzählen.

Wir waren 2024 in einem kleinen Einwohnerdörfchen in Kroatien (kein Tourismus). Wirklich jedes Mini Haus in der Straße hat uns Unwohlsein bereitet. Der Mali, der vom zweiten Stock sich fast drangsaliert hat, um an uns zu kommen, der Wolfshund der versucht hat aus dem zweiten Stock zu springen aber montierte Wäscheständer ihn davor bewahrten, Herdenschutzhunde hinter viel zu niedrigen Zäunen. Hunde die mit voller Körperkraft plötzlich aus dem Nichts in den Zaun ballern.
Später kam dann noch die Aussage des Hausbesitzers hinzu, er hatte selbst einen Riesenschnauzermix, dass wir besonders auf einen Kangal des Nachbarn X achten müssten. Dieser Hund hatte bereits getötet und seine eigene Hündin in den Hals gebissen. Aus diesem Grund blieben unsere Hunde außerhalb der Strandtage ausschließlich im Garten

Also da kann ich tägliche Todesangst nachvollziehen. 😅

Am Hundestrand habe ich dann mit einheimischen gesprochen und das ist leider normal dort. Diese Hunde auf den Mini Grundstücken verlassen es in der Regel auch nie.
 
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Frank
10. Jan. 16:00
Stimmt. Die Medien machen die Angst. ANGST VOR ALLEM
Sehe ich genauso. Und die Such-Algorythmen des Internets (Suchmaschinen, Nachrichtenportale etc.) machen das noch deutlich schlimmer.
 
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Julia 🐾Nero
10. Jan. 16:24
Und noch als Zusatz: Seltsam finde ich, dass den Hunden Unsicherheit (und daraus entstehende Ueberreaktionen) zugestanden werden und um Verständnis geworben wird. Da braucht es eben jemanden, der souverän ist und dem Hund Lernen und Erfahrung ermöglicht und im Notfall reagieren kann. Wenn aber ein Mensch schreibt, dass er unsicher ist und deswegen überreagiert, wird sofort angegriffen. Verständnis? Fehlanzeige. Ich hätte mir von allen Trainer:innen, die wir hatten, eine gemeinsame Betrachtung von Hundekontakten sehr gewünscht, aber das scheint niemand (oder nur wenige Trainer:innen) im Repertoire zu haben.
Das stimmt Maria, gerade als Anfänger ist man sehr schnell unsicher und wenn man es nicht war, dann wird man aktiv verunsichert.

Am Ende lernen wir Menschen gar nicht wirklich anders, als unsere Hunde. Positive Begegnungen, viele Wiederholungen, Herausforderungen meistern. Das schafft Selbstvertrauen, ein "sei einfach nicht so" nicht.

Was aber keinesfalls hilft, ist wenn man sich gegenseitig Angst macht und sich im Glauben bestärkt, dass jeder ungestüme Hund Tötungsabsichten hat. Denn damit nimmt man sich das Mindset und die Chance für diese positiven Begegnungen und das Meistern von Herausforderungen. Man ist nur noch im Kampfmodus, so wie jeder leinenaggressive Hund auch.
Im Grunde sind wir Menschen und Hunde da ähnlicher, als wir glauben.
Dann sucht man nach der nächsten schlechten Begegnung, die bestätigt, was man zu wissen glaubt. Und wenn sie gar nicht wirklich so schlecht war, so empfindet man sie trotzdem als beinahe tödlichen Angriff.
Wahrnehmung lässt sich sehr schnell und sehr stark verzerren.

Ich glaube das ist der einzige Grund, aus dem viele hier immer wieder Wort ergreifen und versuchen ein Gegengewicht zur Sichtweise, dass alle gefährlich, rücksichtslos, respektlos und blutrünstig sind zu schaffen.
Mit so einer Einstellung wird man nur auf Problemhunde und blöde Menschen treffen. Das erging mir genauso.

Wenn man selber gar nicht mehr aus den Gedanken rauskommt, hilft vielleicht eine entspannte Gassi Begleitung mit entspanntem Hund oder angeleitete Sozialkontaktstunden.
 
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Jas Men
10. Jan. 17:00
Ich glaube hier sind nicht unsere lieben Fellnasen das Problem, sondern, und wie im den meisten Fällen, verantwortungslose Menschen … Und durch diese entsteht auch der Wunsch bzw. die Notwendigkeit, seinen Hund zu schützen, diesen kann ich nachvollziehen. Dabei sollte man immer bedenken, keiner der Fellnasen hat sich diese unangenehme Situationen ausgesucht, sondern diese sind entweder unglücklich entstanden, oder halt durch verantwortungslose Menschen verursacht worden. Daher sollte man natürlich versuchen seine Fellnase und sich zu schützen, aber bitte nie in einer Art, die den anderen verletzen könnte, oder mit entsprechender Verletzungsabsicht agieren.

Tatsächlich würde man meinen, dass sich Eddie aufgrund seiner Größe selbst gut währen kann, aber da er mit Maulkorb unterwegs ist, ist das nicht ganz so möglich und auch von mir nicht gewollt, der soll ja solche Situationen nicht klären. Das Problem mit freilaufenden Fellnasen (egal welcher Größe) und verantwortungslosen (oder Egal-)Menschen kennen wir auch zu gut. Wir wurden auch schon dreimal angegriffen, dabei zähle ich nur die mit Beißabsicht. Natürlich hatten wir auch iwo Glück, dass Eddie nichts abbekommen hat, aber wir haben es auch ohne „krasse“ Hilfsmittel geschafft… Einmal kam dabei die Trinkflasche von Eddie zum Einsatz, aber auch nur, weil die HH gefühlt 15 Minuten gebraucht hat, bis die da war, die anderen Male haben rumschreien, laute Geräusche und rumtoben geholfen.

Und was die Angst von Haltern kleiner Fellnasen angeht, diese kann ich nachvollziehen. Schon alleine deswegen, weil ja Eddie mit einem blöden Ruck/Sprung ne Verletzung verursachen kann. Daher schwitze ich auch immer mehr, wenn ein Kleiner ungeleint auf uns zukommt, als ein Großer, da ja die meisten, die auf einen zukommen, keine bösen Absichten haben, sondern von Neugierde getrieben werden, sehe ich nicht in jedem Großen einen potenziellen Angreifer. Aber leider bei jedem Kleinen, besonders den unter 5 kg, sehe ich ein potenzielles Verletzungsrisiko.

Daher, wie im normalen Straßenverkehr, ist auch bei den Gassirunden einfach ne gewisse Sorgfaltspflicht angesagt. Acht geben, immer dran denken, egal wie unsympathisch der Mensch ist, die Fellnase kann nichts dafür und hat es verdient fair behandelt zu werden ; )
 
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Nina
10. Jan. 18:00
Wir haben sowas auch schon erlebt, allerdings mit einem angeleinten Hund. Unsere saßen an der Seite um ihn vorbei zu lassen. Noch ca 20 m weg, hat er sich losgerissen und unsere Hündin (Malteser-Mix) gepackt und geschüttelt. (Rippen durchgebissen und Lunge kaputt). Das Einzige was von der anderen Seite kam war „Macht die Versicherung“. Hat dir natürlich nicht weil unsere schon der 4. Hund war. Mussten wegen der Kosten vor Gericht. Alles gemeldet beim Ordnungsamt etc. aber es interessiert keinen. Der Hund bzw sein Halter hat sichernde Maßnahmen auferlegt bekommen, aber der Hund läuft teilweise immer noch ohne Maulkorb und sogar ohne Leine durch die Gegend.
Mittlerweile mache ich immer um Leute und Hunde die ich nicht kenne einen großen Bogen oder auch wenn ich nicht einschätzen kann wie meine reagieren auf die Hunde die da kommen. Ansonsten haben wir das alles noch mal wieder mit einer Trainerin und Hundeschule und und und wieder aufgebaut.
Und ich mache auch immer wieder meinen Mund auf und sage den Leuten meine Meinung.
 
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Oliver
10. Jan. 18:07
Wir haben sowas auch schon erlebt, allerdings mit einem angeleinten Hund. Unsere saßen an der Seite um ihn vorbei zu lassen. Noch ca 20 m weg, hat er sich losgerissen und unsere Hündin (Malteser-Mix) gepackt und geschüttelt. (Rippen durchgebissen und Lunge kaputt). Das Einzige was von der anderen Seite kam war „Macht die Versicherung“. Hat dir natürlich nicht weil unsere schon der 4. Hund war. Mussten wegen der Kosten vor Gericht. Alles gemeldet beim Ordnungsamt etc. aber es interessiert keinen. Der Hund bzw sein Halter hat sichernde Maßnahmen auferlegt bekommen, aber der Hund läuft teilweise immer noch ohne Maulkorb und sogar ohne Leine durch die Gegend. Mittlerweile mache ich immer um Leute und Hunde die ich nicht kenne einen großen Bogen oder auch wenn ich nicht einschätzen kann wie meine reagieren auf die Hunde die da kommen. Ansonsten haben wir das alles noch mal wieder mit einer Trainerin und Hundeschule und und und wieder aufgebaut. Und ich mache auch immer wieder meinen Mund auf und sage den Leuten meine Meinung.
Letztendlich interessiert es keinen was passiert ist. Ordungsamt und Polizei wollen sich nicht damit befassen. Ein Polizist hat mir gesagt "Immer diese HH mit ihren kindischen Problemen". Nicht akzeptabel ist gemeldeten Vorkomnissen nicht nachzugehen, aber irgendwie hat der Polizist auch recht. Und in einer Welt, in der keinen was interessiert, kommen Verursacher ohne Probleme davon.
 
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Inga
10. Jan. 18:17
Wir haben sowas auch schon erlebt, allerdings mit einem angeleinten Hund. Unsere saßen an der Seite um ihn vorbei zu lassen. Noch ca 20 m weg, hat er sich losgerissen und unsere Hündin (Malteser-Mix) gepackt und geschüttelt. (Rippen durchgebissen und Lunge kaputt). Das Einzige was von der anderen Seite kam war „Macht die Versicherung“. Hat dir natürlich nicht weil unsere schon der 4. Hund war. Mussten wegen der Kosten vor Gericht. Alles gemeldet beim Ordnungsamt etc. aber es interessiert keinen. Der Hund bzw sein Halter hat sichernde Maßnahmen auferlegt bekommen, aber der Hund läuft teilweise immer noch ohne Maulkorb und sogar ohne Leine durch die Gegend. Mittlerweile mache ich immer um Leute und Hunde die ich nicht kenne einen großen Bogen oder auch wenn ich nicht einschätzen kann wie meine reagieren auf die Hunde die da kommen. Ansonsten haben wir das alles noch mal wieder mit einer Trainerin und Hundeschule und und und wieder aufgebaut. Und ich mache auch immer wieder meinen Mund auf und sage den Leuten meine Meinung.
Inwiefern ? Welchen Hunden ? Welche wir Zb pittbulls oder doch einen großen egal Welcher rasse ? Interessiert mich , weil meiner generell als bösartig abgestuft wird in den ersten Eindrücken
 
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L.🐾
10. Jan. 18:24
Grade erschien auf der Pinnwand ein Zeitungsartikel, der mich doch schockiert hat.
Ich versuche den mal hier anzuhängen ...mal sehen ob es klappt...

https://www.ww-kurier.de/artikel/165782-warum-musste-galgohuendin--tyra--durch-hundebisse-sterben-

Das hätte alles vermieden werden können.
Unglaublich traurig 😢
 
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Maria
10. Jan. 18:24
Inwiefern ? Welchen Hunden ? Welche wir Zb pittbulls oder doch einen großen egal Welcher rasse ? Interessiert mich , weil meiner generell als bösartig abgestuft wird in den ersten Eindrücken
Offensichtlich hat es in diesem Fall ja nichts mit der Rasse zu tun.

Und allgemein : Dass man einem fremden Hund aus dem Weg geht, muss nicht zwangsweise daran liegen, dass man den Fremdhund aufgrund von Farbe und Groeße als “böse” einstuft. Dafür kann es ja viele Gründe geben.