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Marie-Christin
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heute 21:46

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Oliver
10. Jan. 10:53
Ich lasse meine toten Hunde auch immer liegen und gehe dann zum Supermarkt . Da wird schon einer angebunden sein, den ich mitnehmen kann. 😳😅
Das war nur einwenig sauere Ironie, nicht böse gemeint.
 
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Celine
10. Jan. 10:54
Ich finde es ehrlich gesagt erschreckend, wie Hundebegegnungen heutzutage teilweise gesehen werden. Wenn man manchen Diskussionen folgt, hat man das Gefühl, man müsste bei jedem Gassigang mit dem Schlimmsten oder gar dem Tod des Hundes rechnen.

Wir wohnen hier in Berlin, sind täglich drei- bis viermal unterwegs und haben ganz normale, unaufgeregte Begegnungen. Natürlich gibt es mal Gebrumme oder ein Missverständnis aber das gehört zur Kommunikation dazu. Wenn man die Millionen von Begegnungen, die jeden Tag allein in einer Großstadt wie Berlin völlig friedlich oder zumindest glimpflich ablaufen, ins Verhältnis zu den wirklich tragischen Vorfällen setzt, merkt man, dass diese extremen Unglücke, die absolute Ausnahme und nicht die Regel sind.

Es ist schade, dass die ständige Angstmacherei den Blick auf den ganz normalen Alltag verstellt. Ein bisschen mehr Vertrauen in die Hunde und weniger Katastrophen-Szenarien im Kopf würden vielen gut tun..
 
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Julia 🐾Nero
10. Jan. 10:58
Die Groeße spielt trotzdem eine Rolle. Wir haben mal eine sehr nette Frau mit einem Dackel/Jack-Russell-Mix kennengelernt. Sie hatte erzählt, dass ihr Hund von einem Jack Russell beim “Spiel” durchgeschüttelt worden ist. Ihrem Hund geht es gut, weil es ein kleiner Hund war. Kenner und Profis fallen halt nicht vom Himmel. Es braucht ja vor allem Erfahrung, um Situationen einschätzen zu können und die muss man als Kleinhundehalter nicht unbedingt mit großen Hunden sammeln. Aus meiner Erfahrung heraus muss ich leider sagen, dass Trainer:innen da auch keine große Hilfe sind.
Kleine Hunde können auch von kleinen Hunden getötet werden. So wie große Hunde von anderen großen Hunden getötet werden können.

Man muss ja auch gar keinen Kontakt zu großen Hunden zulassen.
Keinen Kontakt zulassen ist aber ein sehr großer Unterschied zu 99% der harmlosen Hunde vorsätzlich abzuwerfen, zu schlagen, zu treten und zu besprühen, damit man dann im 1% Ernstfall vermutlich eh nichts machen kann. Und wenn man etwas machen kann, so wie Rainer und Sebbi, dann sicher nicht, weil man zuvor alle bellenden, ungestümen Labbis getreten hat.

Denn auch die Geschichten hier zeigen auf, ein Hund der töten will kündigt sich nicht an, ist präzise und schnell.

Es gibt übrigens auch Hunde, die größer sind als meiner. Was also tun?
Soll ich jetzt auch jeden anlaufenden Hund mit Stahlkappen treten und besprühen.
So ein 50 bis 60kg Cane Corso oder XL Bully kann auch mit meinem kurzen Prozess machen.
Und auch ein Hund der kleiner ist als meiner, kann die Halsschlagader durchbeißen und das wars.
 
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Celine
10. Jan. 11:04
Kleine Hunde können auch von kleinen Hunden getötet werden. So wie große Hunde von anderen großen Hunden getötet werden können. Man muss ja auch gar keinen Kontakt zu großen Hunden zulassen. Keinen Kontakt zulassen ist aber ein sehr großer Unterschied zu 99% der harmlosen Hunde vorsätzlich abzuwerfen, zu schlagen, zu treten und zu besprühen, damit man dann im 1% Ernstfall vermutlich eh nichts machen kann. Und wenn man etwas machen kann, so wie Rainer und Sebbi, dann sicher nicht, weil man zuvor alle bellenden, ungestümen Labbis getreten hat. Denn auch die Geschichten hier zeigen auf, ein Hund der töten will kündigt sich nicht an, ist präzise und schnell. Es gibt übrigens auch Hunde, die größer sind als meiner. Was also tun? Soll ich jetzt auch jeden anlaufenden Hund mit Stahlkappen treten und besprühen. So ein 50 bis 60kg Cane Corso oder XL Bully kann auch mit meinem kurzen Prozess machen. Und auch ein Hund der kleiner ist als meiner, kann die Halsschlagader durchbeißen und das wars.
Ja wenn es danach geht, kann Ronja, Gigi jederzeit töten. 🤷🏻‍♀️
Demnach dürfte ich sie auch nicht zusammen halten.

Und so ist es auch mit großen Hunden.
Bei uns hat ein American Bully XL (mit grüner Plakette) einen Rottweiler getötet, weil er einen anderen großen Hund in die Kehle gebissen hat.

Jeder Hundebesitzer muss vorsichtig sein.

Aber im Leben und das gilt für alles, hat man nie 100 Prozent Kontrolle und Sicherheit. Das geht gar nicht.
Wichtig ist der Fokus.
Fokussiere ich mich auf diese „1 Prozent“ oder auf die normalen alltäglichen Begegnungen.
 
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Maria
10. Jan. 11:16
Kleine Hunde können auch von kleinen Hunden getötet werden. So wie große Hunde von anderen großen Hunden getötet werden können. Man muss ja auch gar keinen Kontakt zu großen Hunden zulassen. Keinen Kontakt zulassen ist aber ein sehr großer Unterschied zu 99% der harmlosen Hunde vorsätzlich abzuwerfen, zu schlagen, zu treten und zu besprühen, damit man dann im 1% Ernstfall vermutlich eh nichts machen kann. Und wenn man etwas machen kann, so wie Rainer und Sebbi, dann sicher nicht, weil man zuvor alle bellenden, ungestümen Labbis getreten hat. Denn auch die Geschichten hier zeigen auf, ein Hund der töten will kündigt sich nicht an, ist präzise und schnell. Es gibt übrigens auch Hunde, die größer sind als meiner. Was also tun? Soll ich jetzt auch jeden anlaufenden Hund mit Stahlkappen treten und besprühen. So ein 50 bis 60kg Cane Corso oder XL Bully kann auch mit meinem kurzen Prozess machen. Und auch ein Hund der kleiner ist als meiner, kann die Halsschlagader durchbeißen und das wars.
Mir ging es nicht darum, Gewalt am Fremdhund zu rechtfertigen, sondern ein Verständnis dafür zu schaffen, warum Menschen mit kleinen Hunden den Kontakt zu großen nicht möchten und verunsichert sind.

Hier wird oft geschrieben, dass der Mensch versagt hat, wenn etwas passiert. Er hat nicht richtig hingeschaut, war nicht souverän genug etc. Wie macht man das als Ersthundehalter:in, der/die Situationen noch gar nicht gut einschätzen kann? Da braucht es erstmal die Lernerfahrung und die muss ich mit meinem Dackel doch nicht unbedingt im Umgang mit dem Cane Corso oder einer Dogge sammeln.

Die eigene Angst zu hinterfragen finde ich auch sehr wichtig. Mir geht es so mit meiner Dackeloma. Die kann kaum laufen und hat nur noch ein paar Zähne im Maul, aber ein Scheinangriff auf den Labbi, damit er Abstand hält, ist für sie kein Problem. Klar bin ich unsicher im Kontakt mit anderen, weil ich nicht weiß, wie die Fremdhunde (und die Menschen) auf Omas Maßregelung reagieren.
 
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Oliver
10. Jan. 11:23
Kleine Hunde können auch von kleinen Hunden getötet werden. So wie große Hunde von anderen großen Hunden getötet werden können. Man muss ja auch gar keinen Kontakt zu großen Hunden zulassen. Keinen Kontakt zulassen ist aber ein sehr großer Unterschied zu 99% der harmlosen Hunde vorsätzlich abzuwerfen, zu schlagen, zu treten und zu besprühen, damit man dann im 1% Ernstfall vermutlich eh nichts machen kann. Und wenn man etwas machen kann, so wie Rainer und Sebbi, dann sicher nicht, weil man zuvor alle bellenden, ungestümen Labbis getreten hat. Denn auch die Geschichten hier zeigen auf, ein Hund der töten will kündigt sich nicht an, ist präzise und schnell. Es gibt übrigens auch Hunde, die größer sind als meiner. Was also tun? Soll ich jetzt auch jeden anlaufenden Hund mit Stahlkappen treten und besprühen. So ein 50 bis 60kg Cane Corso oder XL Bully kann auch mit meinem kurzen Prozess machen. Und auch ein Hund der kleiner ist als meiner, kann die Halsschlagader durchbeißen und das wars.
Bingo. Wenn ein Hund angreifen will, dann macht er es schnell und präzise. Was dabei alles eine Rolle spielt kann ich als betroffener HH weder wahrnehmen, noch interpretieren.
Mein Aufgabe also HH die Möglichkeit das so eine Situation Eintritt zu reduzieren wie beim Auto fahren.

Mäßige Bewaffnung kann helfen in einer Überfallsituation helfen oder nicht.

Man könnte überlegen, wie man gezielt in eine Beißerei eingreift um die Hunde zu trennen, bzw. wie man einem anderen Hund das öffnet, um einen Hund zu befreien.
 
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Maria
10. Jan. 11:28
Bingo. Wenn ein Hund angreifen will, dann macht er es schnell und präzise. Was dabei alles eine Rolle spielt kann ich als betroffener HH weder wahrnehmen, noch interpretieren. Mein Aufgabe also HH die Möglichkeit das so eine Situation Eintritt zu reduzieren wie beim Auto fahren. Mäßige Bewaffnung kann helfen in einer Überfallsituation helfen oder nicht. Man könnte überlegen, wie man gezielt in eine Beißerei eingreift um die Hunde zu trennen, bzw. wie man einem anderen Hund das öffnet, um einen Hund zu befreien.
Nur für mich zum Klarstellen.
Ich denke bei meinen Posts nicht an einen gezielten Angriff sondern an eine Hundebegegnung, die eskaliert/ in falsche Bahnen läuft.

Was mich im Forum ein bisschen nervt, ist dass so durcheinander geschrieben wird, eine strukturierte Diskussion gar nicht möglich ist und jeder etwas anderes im Kopf hat, sodass man häufig nicht über den gleichen Sachverhalt spricht/schreibt.
 
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Maria
10. Jan. 11:37
Und noch als Zusatz: Seltsam finde ich, dass den Hunden Unsicherheit (und daraus entstehende Ueberreaktionen) zugestanden werden und um Verständnis geworben wird. Da braucht es eben jemanden, der souverän ist und dem Hund Lernen und Erfahrung ermöglicht und im Notfall reagieren kann. Wenn aber ein Mensch schreibt, dass er unsicher ist und deswegen überreagiert, wird sofort angegriffen. Verständnis? Fehlanzeige.

Ich hätte mir von allen Trainer:innen, die wir hatten, eine gemeinsame Betrachtung von Hundekontakten sehr gewünscht, aber das scheint niemand (oder nur wenige Trainer:innen) im Repertoire zu haben.
 
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Uta
10. Jan. 12:04
Wenn wir außerhalb von Tierparks spazieren gehen müssen, hilft uns ein Ultraschallgerät. Allein die Anwesenheit des Gerätes hilft, gelassener zu bleiben. Schnell auf einen zu rennende Hunde kann man häufig schon in 5-10 m zum Abbremsen bringen.
So ein Gerät habe ich auch, nutzt bei den meisten Hunden nichts. Vereinzelt kann man einen Hund zum Rückzug bewegen, es ist ein Versuch wert.
 
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Sebbi
10. Jan. 12:26
Ich wiederhole
mal dass was ich schon mehrfach gesagt habe.

Bei Sichtkontakt zu anderen Hunden, wird der eigene Hund angeleint.
Punkt. !

Alles andere kann man danach entscheiden.