Souverän heißt ja nicht naiv und blauäugig Gefahren gegenüber.
Es geht ja nicht darum, Gefahren zu ignorieren, sondern wie man mit diesen umgeht. Wie lebt man und welches Leben ermöglicht man seinem Hund? Ein Leben in Angst und grenzwertiger Hysterie, wenn man das Haus verlässt?
Hätten denn Tränengas, Pfefferspray, Schlagstock oder Schreckschusswaffe den von dir geschilderten Fall verhindert?
Da habe ich ein Beispiel: bei uns im Viertel ist eine ältere Dame zugezogen, geht immer mit Rollator und Maltipoo raus. Wir kamen ins Gespräch, die Hunde beschnüffelten sich, alles friedlich. Da meinte die Dame, die Dogge würde man Emma ja ansehen, der kleine Hund, den sie vor dem Maltipoo hatte, wurde von einer Dogge totgebissen, aber wo würde es denn hinführen, wenn sie jetzt vor jeder Dogge oder vor großen Hunden Angst hätte, außerdem wäre Emma doch ein netter Hund. Die Einstellung der Dame hat mir echt imponiert! Sie lässt ihre kleine Hündin bewusst in Kontakt zu großen Hunden, solange die friedlich sind. Na ja, sie sagte, sie hat schon immer Hunde gehabt, auch große, aber altersbedingt ist es jetzt eben ein kleiner Hund.