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Marie-Christin
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heute 21:46

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Ingo
10. Jan. 10:08
Begegnungen mit kleinen Hunden an der Leine, gibt es auch mal, wenn es passt.
 
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SandrA
10. Jan. 10:13
So eine souveräne Hundehalterin haben wir auch kennengelernt, ihr Chihuahua ist totgebissen worden, anfangs war alles harmlos und dann aus dem Nichts heraus hat der Grosse den Kleinen durchgeschüttelt. Die Tierklinik konnte ihn leider auch nicht mehr retten. Deshalb Hundekontakte ja und gerne, aber es sollte von der Grösse auch passen.
Ich glaube, Julias Punkt ist ein anderer und für mich ein sehr wichtiger:
Nicht die Größe des Hundes entscheidet primär über Sicherheit, sondern die innere Stabilität, Wahrnehmung und Handlungsfähigkeit des Menschen in Begegnungen. Waffen spielen dabei übrigens keine konstruktive Rolle.

Absolute Sicherheit gibt es nicht. Aber Dauerparanoia hilft weder kleinen noch großen Hunden.
 
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Jeanine
10. Jan. 10:21
Hallo!
Ich bin neu in der Gruppe und stoße gleich auf dieses Thema. Ich habe einen Chihuahua ,der keine anderen Hunde anpöpelt.
Leider hatten wir vor Silvester ein furchtbares Erlebnis. Drei unangeleinte Schäferhunde!
Die Besitzerin ging einige Meter in die angrenzende Wiese. Einer kam auf uns zu mit dem Satz:"Der tut nix"Ich nahm meinen Hund hoch und drehte mich weg. Hinter mir stand eine weitere Hundebesitzerin mit ihrem Bolonka.Der Schäferhund biss in ihn wie ein Plüschtier .😢😢Es war furchtbar!
Er war sofort tot!
Ich hab grade nur noch Angst und Wut!!!😡
 
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Julia 🐾Nero
10. Jan. 10:24
So eine souveräne Hundehalterin haben wir auch kennengelernt, ihr Chihuahua ist totgebissen worden, anfangs war alles harmlos und dann aus dem Nichts heraus hat der Grosse den Kleinen durchgeschüttelt. Die Tierklinik konnte ihn leider auch nicht mehr retten. Deshalb Hundekontakte ja und gerne, aber es sollte von der Grösse auch passen.
Souverän heißt ja nicht naiv und blauäugig Gefahren gegenüber.
Es geht ja nicht darum, Gefahren zu ignorieren, sondern wie man mit diesen umgeht. Wie lebt man und welches Leben ermöglicht man seinem Hund? Ein Leben in Angst und grenzwertiger Hysterie, wenn man das Haus verlässt?

Hätten denn Tränengas, Pfefferspray, Schlagstock oder Schreckschusswaffe den von dir geschilderten Fall verhindert?
 
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Reimer
10. Jan. 10:45
Wenn wir außerhalb von Tierparks spazieren gehen müssen, hilft uns ein Ultraschallgerät.
Allein die Anwesenheit des Gerätes hilft, gelassener zu bleiben. Schnell auf einen zu rennende Hunde kann man häufig schon in 5-10 m zum Abbremsen bringen.
 
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Maria
10. Jan. 10:46
Solche Fälle wirken von außen oft wie „aus dem Nichts“, aber in der Regel passiert so etwas nicht ohne Vorgeschichte oder Vorzeichen. Hunde töten nicht plötzlich grundlos (es sei denn sie sind krank), es gibt fast immer Faktoren wie Stress, Übererregung, Ressourcen, Jagdsequenzen, fehlende Unterbrechung oder feine Signale, die übersehen wurden. Tragisch bleibt es trotzdem, keine Frage. Aber wichtig finde ich die Einordnung. Nicht die Größe allein ist der Auslöser, sondern Dynamik, Situation und Management. Größe entscheidet dann nur über die Konsequenzen..
Die Groeße spielt trotzdem eine Rolle. Wir haben mal eine sehr nette Frau mit einem Dackel/Jack-Russell-Mix kennengelernt. Sie hatte erzählt, dass ihr Hund von einem Jack Russell beim “Spiel” durchgeschüttelt worden ist. Ihrem Hund geht es gut, weil es ein kleiner Hund war.

Kenner und Profis fallen halt nicht vom Himmel. Es braucht ja vor allem Erfahrung, um Situationen einschätzen zu können und die muss man als Kleinhundehalter nicht unbedingt mit großen Hunden sammeln.

Aus meiner Erfahrung heraus muss ich leider sagen, dass Trainer:innen da auch keine große Hilfe sind.
 
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Regina
10. Jan. 10:47
Souverän heißt ja nicht naiv und blauäugig Gefahren gegenüber. Es geht ja nicht darum, Gefahren zu ignorieren, sondern wie man mit diesen umgeht. Wie lebt man und welches Leben ermöglicht man seinem Hund? Ein Leben in Angst und grenzwertiger Hysterie, wenn man das Haus verlässt? Hätten denn Tränengas, Pfefferspray, Schlagstock oder Schreckschusswaffe den von dir geschilderten Fall verhindert?
Da habe ich ein Beispiel: bei uns im Viertel ist eine ältere Dame zugezogen, geht immer mit Rollator und Maltipoo raus. Wir kamen ins Gespräch, die Hunde beschnüffelten sich, alles friedlich. Da meinte die Dame, die Dogge würde man Emma ja ansehen, der kleine Hund, den sie vor dem Maltipoo hatte, wurde von einer Dogge totgebissen, aber wo würde es denn hinführen, wenn sie jetzt vor jeder Dogge oder vor großen Hunden Angst hätte, außerdem wäre Emma doch ein netter Hund. Die Einstellung der Dame hat mir echt imponiert! Sie lässt ihre kleine Hündin bewusst in Kontakt zu großen Hunden, solange die friedlich sind. Na ja, sie sagte, sie hat schon immer Hunde gehabt, auch große, aber altersbedingt ist es jetzt eben ein kleiner Hund.
 
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Oliver
10. Jan. 10:49
Hallo! Ich bin neu in der Gruppe und stoße gleich auf dieses Thema. Ich habe einen Chihuahua ,der keine anderen Hunde anpöpelt. Leider hatten wir vor Silvester ein furchtbares Erlebnis. Drei unangeleinte Schäferhunde! Die Besitzerin ging einige Meter in die angrenzende Wiese. Einer kam auf uns zu mit dem Satz:"Der tut nix"Ich nahm meinen Hund hoch und drehte mich weg. Hinter mir stand eine weitere Hundebesitzerin mit ihrem Bolonka.Der Schäferhund biss in ihn wie ein Plüschtier .😢😢Es war furchtbar! Er war sofort tot! Ich hab grade nur noch Angst und Wut!!!😡
Und wie ging die Sache dann aus? Das wäre ein wichtiger Punkt. Wurde der tote Hund liegengelassen und alle sind nach Hause gegangen? Wie kompetent und erwachsen haben die HH gehandelt? Wurde eingegriffen, als der Schäferhund attakiert hat? Wenn ja von wem? Wie hat sich die ganz Situation angespielt und warum kam es zu so einem Ende? Hatte es für die Schäferhundhalterin Konsequenzen? Wurde die Polizei gerufen zwecks Dokumentation? Gab es einen Anzeige?
 
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Celine
10. Jan. 10:50
Habe ich doch Geschrieben, die Größe spielt bei der Konsequenz eine Rolle.

Bei Erzählungen bei denen man nicht dabei war, finde ich es schwierig. Viele Halter erkennen nicht einmal, wenn es sich gerade nicht um ein Spiel handelt.
 
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Maria
10. Jan. 10:51
Und wie ging die Sache dann aus? Das wäre ein wichtiger Punkt. Wurde der tote Hund liegengelassen und alle sind nach Hause gegangen? Wie kompetent und erwachsen haben die HH gehandelt? Wurde eingegriffen, als der Schäferhund attakiert hat? Wenn ja von wem? Wie hat sich die ganz Situation angespielt und warum kam es zu so einem Ende? Hatte es für die Schäferhundhalterin Konsequenzen? Wurde die Polizei gerufen zwecks Dokumentation? Gab es einen Anzeige?
Ich lasse meine toten Hunde auch immer liegen und gehe dann zum Supermarkt . Da wird schon einer angebunden sein, den ich mitnehmen kann. 😳😅