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Marie-Christin
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heute 16:40

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Uta
10. Jan. 09:04
Wo kommt denn diese Entwicklung her? Es bauscht sich doch immer weiter auf. Künftig geht jeder Mensch und Hund nur noch mit Schutzanzug raus. Ich kann die Unsicherheit großen Hunden gegenüber nachvollziehen, da sie mehr körperlichen Schaden anrichten können, aber auch kleine Hunde können viel anrichten. Auch bei großen Hunden (was die z. B. teilweise an Frust aushalten müssen 😳). Die Psyche spielt auch eine Rolle. Es sind alles Lebewesen.
Das Zauberwort heisst Rücksichtnahme, das würde vieles einfacher machen, das gilt für alle Hundehalter.
 
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Babs
10. Jan. 09:04
Das Zauberwort heisst Rücksichtnahme, das würde vieles einfacher machen, das gilt für alle Hundehalter.
Respekt würde ich es nennen. Was ich mir schon alles hab anhören müssen. Von Befehlen bis :" Da kommen die Kampfbestien." Und ja, Rücksichtnahme und Einfühlungsvermögen wären toll 👍.
 
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Sebbi
10. Jan. 09:12
Ich glaube man muss tatsächlich eine sehr gefestigte, souveräne Person sein, wenn man einen kleinen Hund halten will. Da gehört wirklich eine starke Persönlichkeit, ordentlich Zuversicht und Selbstbewusstsein dazu. Wie viele Halter von kleinen Hunden komplett in Paranoia versinken und wie die Wahrnehmung verschwimmt ist schon sehr krass und auf jeden Fall belastend für die Menschen. Man macht immer darauf aufmerksam, welche Voraussetzungen ein Halter erfüllen sollte, wenn er Gebrauchshunde oder Listenhunde führen will. Ich glaube für einen kleinen Hund muss man auch echt die nötigen Nerven und Umweltsicherheit mitbringen, was völlig vernachlässigt wird. Ich liebäugel ja auch mit einem Mini, aber ich fürchte ich bringe ebenfalls nicht die Persönlichkeitsstärke mit, die es erfordert, um nicht komplett den Verstand zu verlieren und überall Bedrohung, Gefahr, Respektlosigkeit und ein "die haben es auf mich abgesehen" zu sehen. Ich habe aber auch schon extrem coole und souveräne Halter mit extrem coolen und souveränen Minis gesehen. Das ist dann ein echt toller Anblick. Ich war schon mit Chi Omas spazieren, die sind bei jeder Begegnung geradezu stoisch und leicht arrogant, desinteressiert geblieben und haben Nero rumkommandiert, wie einen Grünschnabel, der er ja auch ist. Und da war komplett egal, dass die keine 3kg wiegen und meiner knappe 40kg.
Das mit dem Herumkommandieren ist halt auch ein Problem.
Bei manchen Mini-Killern hat man schon echt das Gefühl, ihnen wurden „Chuck-Norris-Gene“ injiziert.

So ist es auch bei ein paar Bekannten von Sebbi. Immer wenn die uns von hinten sehen, erklären sie Sebbi den Krieg. Dreht Sebbi sich um und schaut, rennen sie schreiend zur Mama.

Die Besitzerin bittet mich aber meistens zu warten. Sie erhofft sich, dass ihre Kleinen eines Tages entspannen und nicht in allem, was größer ist, einen potenziellen Feind sehen.

Sebbi bleibt halt locker und bietet auch ein Spiel an. Teilweise beruhigen sich die Kleinen sogar. Aber mir bringt das keinen Mehrwert und irgendwann ziehe ich dann weiter. 😇
 
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Celine
10. Jan. 09:20
Ich glaube man muss tatsächlich eine sehr gefestigte, souveräne Person sein, wenn man einen kleinen Hund halten will. Da gehört wirklich eine starke Persönlichkeit, ordentlich Zuversicht und Selbstbewusstsein dazu. Wie viele Halter von kleinen Hunden komplett in Paranoia versinken und wie die Wahrnehmung verschwimmt ist schon sehr krass und auf jeden Fall belastend für die Menschen. Man macht immer darauf aufmerksam, welche Voraussetzungen ein Halter erfüllen sollte, wenn er Gebrauchshunde oder Listenhunde führen will. Ich glaube für einen kleinen Hund muss man auch echt die nötigen Nerven und Umweltsicherheit mitbringen, was völlig vernachlässigt wird. Ich liebäugel ja auch mit einem Mini, aber ich fürchte ich bringe ebenfalls nicht die Persönlichkeitsstärke mit, die es erfordert, um nicht komplett den Verstand zu verlieren und überall Bedrohung, Gefahr, Respektlosigkeit und ein "die haben es auf mich abgesehen" zu sehen. Ich habe aber auch schon extrem coole und souveräne Halter mit extrem coolen und souveränen Minis gesehen. Das ist dann ein echt toller Anblick. Ich war schon mit Chi Omas spazieren, die sind bei jeder Begegnung geradezu stoisch und leicht arrogant, desinteressiert geblieben und haben Nero rumkommandiert, wie einen Grünschnabel, der er ja auch ist. Und da war komplett egal, dass die keine 3kg wiegen und meiner knappe 40kg.
Stimme ich dir zu 100 Prozent zu.

Aber allgemein gilt, souveräne Menschen, machen souveräne Hunde. Da spielt die Rasse keine Rolle.
 
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Uta
10. Jan. 09:23
Ich glaube man muss tatsächlich eine sehr gefestigte, souveräne Person sein, wenn man einen kleinen Hund halten will. Da gehört wirklich eine starke Persönlichkeit, ordentlich Zuversicht und Selbstbewusstsein dazu. Wie viele Halter von kleinen Hunden komplett in Paranoia versinken und wie die Wahrnehmung verschwimmt ist schon sehr krass und auf jeden Fall belastend für die Menschen. Man macht immer darauf aufmerksam, welche Voraussetzungen ein Halter erfüllen sollte, wenn er Gebrauchshunde oder Listenhunde führen will. Ich glaube für einen kleinen Hund muss man auch echt die nötigen Nerven und Umweltsicherheit mitbringen, was völlig vernachlässigt wird. Ich liebäugel ja auch mit einem Mini, aber ich fürchte ich bringe ebenfalls nicht die Persönlichkeitsstärke mit, die es erfordert, um nicht komplett den Verstand zu verlieren und überall Bedrohung, Gefahr, Respektlosigkeit und ein "die haben es auf mich abgesehen" zu sehen. Ich habe aber auch schon extrem coole und souveräne Halter mit extrem coolen und souveränen Minis gesehen. Das ist dann ein echt toller Anblick. Ich war schon mit Chi Omas spazieren, die sind bei jeder Begegnung geradezu stoisch und leicht arrogant, desinteressiert geblieben und haben Nero rumkommandiert, wie einen Grünschnabel, der er ja auch ist. Und da war komplett egal, dass die keine 3kg wiegen und meiner knappe 40kg.
So eine souveräne Hundehalterin haben wir auch kennengelernt, ihr Chihuahua ist totgebissen worden, anfangs war alles harmlos und dann aus dem Nichts heraus hat der Grosse den Kleinen durchgeschüttelt. Die Tierklinik konnte ihn leider auch nicht mehr retten.
Deshalb Hundekontakte ja und gerne, aber es sollte von der Grösse auch passen.
 
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Celine
10. Jan. 09:29
So eine souveräne Hundehalterin haben wir auch kennengelernt, ihr Chihuahua ist totgebissen worden, anfangs war alles harmlos und dann aus dem Nichts heraus hat der Grosse den Kleinen durchgeschüttelt. Die Tierklinik konnte ihn leider auch nicht mehr retten. Deshalb Hundekontakte ja und gerne, aber es sollte von der Grösse auch passen.
Ich bin fast nur unter Riesen mit meinem Zwerg. 😄
 
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Celine
10. Jan. 09:33
So eine souveräne Hundehalterin haben wir auch kennengelernt, ihr Chihuahua ist totgebissen worden, anfangs war alles harmlos und dann aus dem Nichts heraus hat der Grosse den Kleinen durchgeschüttelt. Die Tierklinik konnte ihn leider auch nicht mehr retten. Deshalb Hundekontakte ja und gerne, aber es sollte von der Grösse auch passen.
Solche Fälle wirken von außen oft wie „aus dem Nichts“, aber in der Regel passiert so etwas nicht ohne Vorgeschichte oder Vorzeichen. Hunde töten nicht plötzlich grundlos (es sei denn sie sind krank), es gibt fast immer Faktoren wie Stress, Übererregung, Ressourcen, Jagdsequenzen, fehlende Unterbrechung oder feine Signale, die übersehen wurden.

Tragisch bleibt es trotzdem, keine Frage. Aber wichtig finde ich die Einordnung.
Nicht die Größe allein ist der Auslöser, sondern Dynamik, Situation und Management. Größe entscheidet dann nur über die Konsequenzen..
 
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Yvonne
10. Jan. 09:35
Ich bin fast nur unter Riesen mit meinem Zwerg. 😄
Ist die Emma auch. Sie ist immer die Kleinste in der Gruppe 🤷🏻‍♀️
Aber man muss schon aufpassen, dass die nicht unter die „Pfoten“ der anderen gerät 😬
 
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Celine
10. Jan. 09:41
Ist die Emma auch. Sie ist immer die Kleinste in der Gruppe 🤷🏻‍♀️ Aber man muss schon aufpassen, dass die nicht unter die „Pfoten“ der anderen gerät 😬
Wie cool! 😄
Aber klar, da gehört immer ein besonderes Auge drauf. 🙈
 
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Julia 🐾Nero
10. Jan. 09:52
Das mit dem Herumkommandieren ist halt auch ein Problem. Bei manchen Mini-Killern hat man schon echt das Gefühl, ihnen wurden „Chuck-Norris-Gene“ injiziert. So ist es auch bei ein paar Bekannten von Sebbi. Immer wenn die uns von hinten sehen, erklären sie Sebbi den Krieg. Dreht Sebbi sich um und schaut, rennen sie schreiend zur Mama. Die Besitzerin bittet mich aber meistens zu warten. Sie erhofft sich, dass ihre Kleinen eines Tages entspannen und nicht in allem, was größer ist, einen potenziellen Feind sehen. Sebbi bleibt halt locker und bietet auch ein Spiel an. Teilweise beruhigen sich die Kleinen sogar. Aber mir bringt das keinen Mehrwert und irgendwann ziehe ich dann weiter. 😇
Das meinte ich zum Glück nicht. Die hatten einfach das Sagen 😀.
Haben nicht gekläfft oder provoziert.
Aber wenn Nero denen zu ungestüm ankam, zu nah oder aufdringlich angeschnüffelt hat, gab's ne prägnante Korrektur und das wars.