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Marie-Christin
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heute 16:15

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Karin
10. Jan. 05:50
Wenn jemand entgegen kommt nimmt man vorab verbal Kontakt auf ob die Hunde verträglich sind bzw. Man fragt ob abgeleint ok ist … so gehört sich das .. alles andere gehört sich nicht und ist auch nicht zu respektieren .. . Also greif zu Gegenmitteln… Kleine Wasserflasche zB…
 
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Ingo
10. Jan. 06:10
Man hat nun mal ein Lebewesen vor und bei sich. Und man selber ist ja auch noch eins, dass zudem noch die Verantwortung trägt.
Wenn so jede/r Hundehalter/in denken würde, wäre alles viel entspannter. Egal ob kleiner Hund, großer Hund, mit Potenzial..... Dann würde es solche Begegnungen nicht geben.
 
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Inga
10. Jan. 07:30
Geducktes "Anschleichen" ist kein(!) verlässlich-signifikantes Verhaltensmuster, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Hab ich bei anderen, mir meistens unbekannten Hunden beobachtet und sehe es oft bei meiner eigenen Hundine. In keinem einzigen Fall ist daraus ein ernsthafter Angriff geworden. Meine verfällt bei fremden Hunden manchmal in einen geduckten Schleichgang. Passe ich nicht rechtzeitig auf sprintet sie direkt los, weicht aber die letzten paar Meter langsamer werdend leicht aus und zeigt ihre Flanke. Dann beginnt eine eher vorsichtige Annäherung. Beide Hunde beschnüffeln sich und "tänzeln" umeinander herum, dann folgt eine Art Jagdspiel oder eine leichte Art "Kommentkampf". Oder es wird nur kurz geschnüffelt und das Interesse ist recht schnell vorbei. Zeigt sich der Andere ängstlich breche ich das ab wenn ich sehe dass der da nicht raus kommt. Der einzige "Angriff" den ich erlebt habe war eine Art "American Bullie" der aus seinem Garten ausgebrochen ist und direkt auf Baja los ging. Es kam zu einer Rangelei und zu Beiss-Versuchen seitens des Bulli's, letztlich war Baja aber zu schnell und zu wendig für ihn (Gottseidank war sie freilaufend mit mir am Fahrrad unterwegs) aber(!) trotzdem hatte ich nicht wirklich den Eindruck dass er mit Verletzungsabsicht "angegriffen" hat. Ich habe auch keine Bisswunden bei Baja gefunden. Nicht die kleinste Scharte, nur bischen Geifer auf ihrem Fell. Es gibt sicher einige oder genug ernsthafte Angriffe mit teils üblen Folgen, die sind aber eine seltene Ausnahme. Was ich gelernt habe ist dass es zwar durchaus typische Eskalationsstufen bei einer Konfrontation zwischen Hunden gibt, aber keine wirklich signifikante Körperhaltung oder Gangart oder was auch immer bei einer Annäherung. Dss bedeutet jetzt nicht dass man den "geduckten Schleich- oder Pirschgang" ignorieren kann, für mich ist er einfach ein Zeichen von Erregung und Teil einer Art "Ritual", Obacht ist durchaus angesagt, aber der Ausgang i.d.R eher harmlos. Schlimmer sind die Signale der Halter die mit der Situation überfordert sind. Hundi merkt das und reagiert darauf - jo, und dann kanns auch mal knallen. LG 🌻
Hey
Mir ist doch eine Situation eingefallen vom Sommer letzten Jahr. Ich ging wie immer und oft dort hin wo es meinem Hund am meisten Spaß macht. Ahnte nichts Böses. Meine Divise ist ☝🏻Leine Hund an wenn ein angeleinter Hund auf dich zu kommt. Ich habe angeleint so wie immer. Leider kann ich nicht um die Ecken gucken und rechne grade da nicht mit angeleinten Hunden. In dem Fall war es leider so. Ich weiß nicht was es war für eine Rasse aber eine ziemlich bissige. Mein Hund lässt sich da auch nicht die Butter vom Brot nehmen. Und es gab ne fette Keilerei. Ich musste dazwischen auch wenn ich hätte selbst verletzt werden können.
Am Ende erfolgreich getrennt
Doch es habe ne klaffende Wunde an meinem 53 kg Hund , der andere war 4 mal kleiner. Denke das war ne Reiss Wunde von Krallen. Habe es zuhause versorgt und erfolgreich selbst versorgt mit Hals Krause. Der andere hatte wohl nichts abbekommen… wir tauschten keine Adressen aus. Hatte auch das Gefühl da war ihm den anderen HH ganz recht … Ich bin seitdem immer mit rund um Blick auf der sicheren Seite. Schuld habe ich letztendlich, ich war die , die mein Hund nicht an der Leine hatte , trotz Hunde Auslauf Gebiet. 😦😑
 
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Celine
10. Jan. 08:05
Manchmal wünschte ich mir meiner wäre schwarz, weil ihn jeder anfassen will 😅
Da könnte eventuell ein Maulkorb Abhilfe schaffen😂
 
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Uta
10. Jan. 08:14
Ein ausziehbarer Stock? 🤔 Ein Teleskopschlagstock ist laut Waffengesetz (WaffG) eine Waffe. Der Stock gibt dir nur so lange Sicherheit, bis du auf einen Hund triffst, der im Schutzhund-Training ist. Wenn der dich mit deinem Stock sieht und der Meinung ist, dass du eine drohende Haltung annimmst, ist Tilda zwar safe, du allerdings eventuell nicht mehr – je nachdem, wie ihn das triggert. Also ich sehe beim Mitführen deines Stockes eher Probleme als Sicherheit. Wenn du mit einem ausziehbaren Stock beim Gassigehen erwischt wirst, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit: * Der Stock wird meist eingezogen. * Es drohen Bußgelder bis zu 10.000 €. So wie du es darstellst, kommt noch Vorsatz dazu. Vorsatz bedeutet im juristischen Sinne, dass man eine Tat mit Wissen und Wollen begeht. Wenn du den Teleskopstock gezielt einsteckst und in die Hand nimmst, um ihn zur Abwehr einzusetzen, handelst du vorsätzlich: * Du weißt, dass du den Gegenstand führst. * Du führst ihn bewusst zu einem bestimmten Zweck. Mit dem Teleskopstock in der Hand startest du jede Kontrolle und jeden Vorfall bereits mit dem Stempel „Vorsätzlicher Rechtsbrecher“. Das nimmt dir jegliche Glaubwürdigkeit, wenn du behauptest, du hättest nur aus Angst gehandelt. Jetzt gehen wir davon aus, der gegnerische Hund fühlt sich von dir getriggert oder bedroht: Er greift dich an. * Er verletzt dich. * Du verletzt ihn. Du sagst, es gibt dir Sicherheit? Ja, es macht dir mit Sicherheit massive Probleme – nicht nur im juristischen Sinne. Du kannst dabei also nur verlieren.
Wenn Bärbel einen Waffenschein hat ist es keine Ordnungswidrigkeit und wenn sie sich durch einen freilaufenden Hund , trotz Anleinpflicht bedroht fühlt, darf sie sich wehren. Habe nur meine Zweifel, ob ein Stock dabei behilflich ist.
Besser wäre vermutlich Tränengas oder Leckerlies zu schmeißen.
Ich finde, es ist schon.sehr traurig, dass man mit grossen Ängsten unterwegs ist und viele keine Rücksicht nehmen, nach dem Motto ich habe den grossen Hund und du den Kleinen, also warum soll ich meinen an die Leine nehmen
Erlebe ich leider täglich, habe auch Tränengas dabei, es nutzt mir leider nichts, weil der Übeltäter der Mensch ist und nicht der Hund.
 
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Steffi
10. Jan. 08:20
Es wird ja immer haarsträubender hier
Finde ich auch..Einige Personen hier scheinen eher für die Haltung von Katzen geeignet zu sein..
 
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Sebbi
10. Jan. 08:36
Wenn Bärbel einen Waffenschein hat ist es keine Ordnungswidrigkeit und wenn sie sich durch einen freilaufenden Hund , trotz Anleinpflicht bedroht fühlt, darf sie sich wehren. Habe nur meine Zweifel, ob ein Stock dabei behilflich ist. Besser wäre vermutlich Tränengas oder Leckerlies zu schmeißen. Ich finde, es ist schon.sehr traurig, dass man mit grossen Ängsten unterwegs ist und viele keine Rücksicht nehmen, nach dem Motto ich habe den grossen Hund und du den Kleinen, also warum soll ich meinen an die Leine nehmen Erlebe ich leider täglich, habe auch Tränengas dabei, es nutzt mir leider nichts, weil der Übeltäter der Mensch ist und nicht der Hund.
Wer hat dir denn den Käse erzählt? Auch mit einem gültigen Waffenschein (egal ob groß oder klein) kannst du hier nicht auf „John Wayne“ machen.

Ein Waffenschein ist kein Freibrief, um gegen das Führverbot von Schlagstöcken (§ 42a WaffG) zu verstoßen.
Wer mit so einem Teil beim Gassigehen erwischt wird, gilt als waffenrechtlich unzuverlässig – und dann ist der Waffenschein schneller weg, als man gucken kann.

Gegen einen freilaufenden Hund darf man sich zwar im Notstand wehren, aber das ändert nichts daran, dass man die Waffe gar nicht erst hätte dabei haben dürfen. Das sind zwei völlig verschiedene rechtliche Baustellen.

Ich hoffe, du trägst mit deinen Falschinformationen nicht dazu bei, dass so ein gefährlicher Unsinn weiter verbreitet wird.


Apropos Unsinn: Tränengas wirkt in der Regel bei Hunden gar nicht und wird juristisch ebenfalls als Waffe betrachtet😉
 
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Sebbi
10. Jan. 08:46
Finde ich auch..Einige Personen hier scheinen eher für die Haltung von Katzen geeignet zu sein..
Vor allem wie schnell und einfach sich Falschwissen im Gegensatz zu gesicherten Fakten verbreitet!
 
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Babs
10. Jan. 08:51
Wenn Bärbel einen Waffenschein hat ist es keine Ordnungswidrigkeit und wenn sie sich durch einen freilaufenden Hund , trotz Anleinpflicht bedroht fühlt, darf sie sich wehren. Habe nur meine Zweifel, ob ein Stock dabei behilflich ist. Besser wäre vermutlich Tränengas oder Leckerlies zu schmeißen. Ich finde, es ist schon.sehr traurig, dass man mit grossen Ängsten unterwegs ist und viele keine Rücksicht nehmen, nach dem Motto ich habe den grossen Hund und du den Kleinen, also warum soll ich meinen an die Leine nehmen Erlebe ich leider täglich, habe auch Tränengas dabei, es nutzt mir leider nichts, weil der Übeltäter der Mensch ist und nicht der Hund.
Wo kommt denn diese Entwicklung her? Es bauscht sich doch immer weiter auf. Künftig geht jeder Mensch und Hund nur noch mit Schutzanzug raus.

Ich kann die Unsicherheit großen Hunden gegenüber nachvollziehen, da sie mehr körperlichen Schaden anrichten können, aber auch kleine Hunde können viel anrichten. Auch bei großen Hunden (was die z. B. teilweise an Frust aushalten müssen 😳). Die Psyche spielt auch eine Rolle.

Es sind alles Lebewesen.
 
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Julia 🐾Nero
10. Jan. 08:52
Finde ich auch..Einige Personen hier scheinen eher für die Haltung von Katzen geeignet zu sein..
Ich glaube man muss tatsächlich eine sehr gefestigte, souveräne Person sein, wenn man einen kleinen Hund halten will.
Da gehört wirklich eine starke Persönlichkeit, ordentlich Zuversicht und Selbstbewusstsein dazu.

Wie viele Halter von kleinen Hunden komplett in Paranoia versinken und wie die Wahrnehmung verschwimmt ist schon sehr krass und auf jeden Fall belastend für die Menschen.

Man macht immer darauf aufmerksam, welche Voraussetzungen ein Halter erfüllen sollte, wenn er Gebrauchshunde oder Listenhunde führen will.
Ich glaube für einen kleinen Hund muss man auch echt die nötigen Nerven und Umweltsicherheit mitbringen, was völlig vernachlässigt wird.

Ich liebäugel ja auch mit einem Mini, aber ich fürchte ich bringe ebenfalls nicht die Persönlichkeitsstärke mit, die es erfordert, um nicht komplett den Verstand zu verlieren und überall Bedrohung, Gefahr, Respektlosigkeit und ein "die haben es auf mich abgesehen" zu sehen.

Ich habe aber auch schon extrem coole und souveräne Halter mit extrem coolen und souveränen Minis gesehen. Das ist dann ein echt toller Anblick.
Ich war schon mit Chi Omas spazieren, die sind bei jeder Begegnung geradezu stoisch und leicht arrogant, desinteressiert geblieben und haben Nero rumkommandiert, wie einen Grünschnabel, der er ja auch ist. Und da war komplett egal, dass die keine 3kg wiegen und meiner knappe 40kg.