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Marie-Christin
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zuletzt 5. Jan.

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Mel und
4. Jan. 15:30
Ich meine das wirklich nicht abwertend, aber genau diese Denkweise halte ich für problematisch. 99,99 % aller Hundebegegnungen sind absolut harmlos – unabhängig von der Größe des Hundes. Hunde kommunizieren nicht über Körpergewicht, sondern über Körpersprache. Wenn man grundsätzlich davon ausgeht, dass ein „großer Hund“ automatisch eine Gefahr für einen „kleinen Hund“ ist, entsteht vor allem eins: Panik auf Menschenseite. Und genau diese Panik – hektisches Hochheben, Schreien, waffen, Pfefferspray – ist das, was Situationen erst eskalieren lässt. (Ein super Beispiel,war das Video im "genervt"Thread letztens). Kleine Hunde sind nicht automatisch hilflos. Umgekehrt sind große Hunde nicht automatisch grobmotorische Angreifer. Größe sagt nichts über Aggressionsbereitschaft aus. Natürlich gibt es Ausnahmen, und natürlich muss man im Ernstfall eingreifen. Aber wenn man jede Begegnung schon im Kopf als Gefahr abspeichert, überträgt man diese Anspannung direkt auf den eigenen Hund – und das erhöht das Risiko deutlich mehr als es schützt.
Hier ein tolles Beispiel..

"Der Videoersteller übertreibt echt maßlos. Er wirkt total ängstlich und überfordert, was sich offensichtlich auch auf seinen Hund überträgt. Dass der Hund in solchen Situationen eskaliert, ist daher kaum überraschend.

Der andere Hund ist noch gefühlt drei Postleitzahlen entfernt und er zückt sein Pfefferspray 🤣

(Erinnert mich stark an mich selbst vor zehn Jahren mit meinem damaligen Hund.)🫣😅"
 
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Mel und
4. Jan. 15:34
Das meinte ich damit auch gar nicht. Und ich war immer sehr entspannt und offen jedem gegenüber, aber seit mein kleiner zwei mal böse von einem Labrador angegriffen wurde, bin ich jetzt schon skeptischer und die meisten besitzen lachen halt dann, weil sie denken na meinem Großen kann eh nichts passieren. Das sollen die mal unter sich klären. Das finde ich halt absolut nicht okay und ich erwarte einfach von Hundebesitzern ihre großen Hunde zurückzuhalten bzw. Auch anzuleinen, wenn sie diese nicht richtig einschätzen können.
Die Größe sagt überhaupt nichts darüber aus, ob ein Hund sich „gut wehren“ kann.
Mein Hund ist in Konflikten eher defensiv, auch wenn er gern mal provoziert.
Ja, er kann nicht so leicht über den Haufen gerannt werden – aber gebissen werden kann er genauso. Größe schützt nicht vor Verletzungen, weder körperlich noch psychisch.
Davon mal abgesehen,ist Lisas Hund nicht klein.

Ich schütze meinen Hund selbstverständlich auch, wenn ein fremder Hund respektlos angerannt kommt. Aber dafür brauche ich kein Waffenarsenal.
 
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Mel und
4. Jan. 15:42
Das meinte ich damit auch gar nicht. Und ich war immer sehr entspannt und offen jedem gegenüber, aber seit mein kleiner zwei mal böse von einem Labrador angegriffen wurde, bin ich jetzt schon skeptischer und die meisten besitzen lachen halt dann, weil sie denken na meinem Großen kann eh nichts passieren. Das sollen die mal unter sich klären. Das finde ich halt absolut nicht okay und ich erwarte einfach von Hundebesitzern ihre großen Hunde zurückzuhalten bzw. Auch anzuleinen, wenn sie diese nicht richtig einschätzen können.
Darf ich fragen, was genau passiert ist und wie schwer dein Hund dabei verletzt wurde?

Mir geht es nicht darum, etwas kleinzureden. Aber zwischen „unangenehme, unkontrollierte Begegnung“ und einem tatsächlichen schweren Angriff mit Verletzungen liegt eben ein großer Unterschied .

Hier wird ein "Gerangel,"oder ein kurzes, lautes Durcheinander sehr schnell als „schwerer Angriff“ bezeichnet – obwohl es das in den allermeisten Fällen schlicht nicht ist.
 
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Mayleen
4. Jan. 15:48
Ich hab angefangen den fremden Hund zu kicken dein Hund geht immer vor
 
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Carola
4. Jan. 15:51
Die Größe sagt überhaupt nichts darüber aus, ob ein Hund sich „gut wehren“ kann. Mein Hund ist in Konflikten eher defensiv, auch wenn er gern mal provoziert. Ja, er kann nicht so leicht über den Haufen gerannt werden – aber gebissen werden kann er genauso. Größe schützt nicht vor Verletzungen, weder körperlich noch psychisch. Davon mal abgesehen,ist Lisas Hund nicht klein. Ich schütze meinen Hund selbstverständlich auch, wenn ein fremder Hund respektlos angerannt kommt. Aber dafür brauche ich kein Waffenarsenal.
Das ist aus meiner Sicht so überhaupt nicht richtig! Wenn eine Bulldogge oder ein Labrador lustig und freudig einen Dackel überrennen kann das für den Dackel fatale Folgen haben ohne dass es überhaupt so eine Aggression gekommen ist. Distanzlosigkeit kann schon reichen.
Ich habe kleine Hunde die den Umgang mit großen Hunden gewöhnt sind und dennoch gibt es Situationen ohne dass es zu Aggressionen kommt in denen ich eingreife.
Das unterschätzen Halter großer Hunde häufig und finden es sogar noch lustig wenn ihr großer Hund den kleinen mal zeigt wo der Hammer hängt.
Natürlich gibt es auch größenwahnsinnige kleine Hunde ich habe mal erlebt wie ein Chihuahua den OEB meiner Tochter unbedingt beißen wollte. Nur weil der Dicke so ruhig und gut erzogen ist, ist es gut für den Chihuahua ausgegangen. Der hätte ja nur versehentlich auf ihn drauf treten müssen.

Meine Hunde gehen inzwischen Dalmatinern und Labradoren großräumig aus dem Weg wenn sie im Freilauf sind weil sie deren Distanzlosigkeit nicht mögen. Da sie weder ängstlich noch aggressiv sind sondern diesen Situationen einfach ausweichen passiert auch nicht zumal sie im Freilauf sehr sehr schnell sind und eben den Umgang mit großen Hunden gewöhnt sind.
An der Leine sieht das schon wieder ganz anders aus und ich kann durchaus verstehen wenn jemand mit einem kleinen Hund Angst bekommt auch wenn die meisten Hunde Begegnungen harmlos sind. Wenn ein Hund laut bellend ankommt ist es zwar nervig aber meist harmlos. Ein Hund mit verletzungsabsicht bellt nicht er greift sofort an.
Hunderangeleien die sehr laut sind sind eigentlich immer harmlos, wird es leise dann ist es wirklich gefährlich.
 
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Carola
4. Jan. 15:55
Ich hab angefangen den fremden Hund zu kicken dein Hund geht immer vor
Finde ich ziemlich schräg fremde Hunde zu treten.
 
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Waltraud
4. Jan. 16:03
Habe alles durchgelesen und fand es interessant. Mein Hund ist klein, so ähnlich wie ein Mittelspitz. Sie hat noch nie gebissen und ihr Kiefer ist schmal und fragil.
Neulich wurde sie gebissen und zum Glück waren die Tierhalter beider Seiten dabei und haben den großen Hund trennen können. Auch die Tierarztrechnungen wurden übernommen, niemand hatte einen Fehler gemacht.
Nur möchte ich darauf hinweisen, dass schon die Hunde den Unterschied kennen zwischen groß und klein. Daß ein kleiner Hund stärker gefährdet ist sollte man ernst nehmen dürfen.
Wenn noch Zeit bleibt bei Belästigung würde ich sie auf jeden Fall auf den Arm nehmen und versuchen sie zu schützen.
Obwohl sie sehr flink ist würde ein großer, kräftiger Huns sie im Niu packen können. Einmal habe ich erlebt, wie sie durch zwei freilaufende Hunde in Panik geriet. Da ist kein Gehorsam mehr möglich und auch bei den anderen Hunden war das Hirn ausgeschaltet, kein Abruf mehr möglich.
Seitdem bleibt die Leine dran, diese Lehre sitzt.
Nur in geschützten Bereichen z. B. in der XS- Gruppe oder im Garten auch ohne Leine draußen.
 
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Mel und
4. Jan. 16:05
Das ist aus meiner Sicht so überhaupt nicht richtig! Wenn eine Bulldogge oder ein Labrador lustig und freudig einen Dackel überrennen kann das für den Dackel fatale Folgen haben ohne dass es überhaupt so eine Aggression gekommen ist. Distanzlosigkeit kann schon reichen. Ich habe kleine Hunde die den Umgang mit großen Hunden gewöhnt sind und dennoch gibt es Situationen ohne dass es zu Aggressionen kommt in denen ich eingreife. Das unterschätzen Halter großer Hunde häufig und finden es sogar noch lustig wenn ihr großer Hund den kleinen mal zeigt wo der Hammer hängt. Natürlich gibt es auch größenwahnsinnige kleine Hunde ich habe mal erlebt wie ein Chihuahua den OEB meiner Tochter unbedingt beißen wollte. Nur weil der Dicke so ruhig und gut erzogen ist, ist es gut für den Chihuahua ausgegangen. Der hätte ja nur versehentlich auf ihn drauf treten müssen. Meine Hunde gehen inzwischen Dalmatinern und Labradoren großräumig aus dem Weg wenn sie im Freilauf sind weil sie deren Distanzlosigkeit nicht mögen. Da sie weder ängstlich noch aggressiv sind sondern diesen Situationen einfach ausweichen passiert auch nicht zumal sie im Freilauf sehr sehr schnell sind und eben den Umgang mit großen Hunden gewöhnt sind. An der Leine sieht das schon wieder ganz anders aus und ich kann durchaus verstehen wenn jemand mit einem kleinen Hund Angst bekommt auch wenn die meisten Hunde Begegnungen harmlos sind. Wenn ein Hund laut bellend ankommt ist es zwar nervig aber meist harmlos. Ein Hund mit verletzungsabsicht bellt nicht er greift sofort an. Hunderangeleien die sehr laut sind sind eigentlich immer harmlos, wird es leise dann ist es wirklich gefährlich.
Wie ich bereits geschrieben habe, können kleine Hunde selbstverständlich leicht überrannt und deswegen verletzt werden. Das ist unbestritten und genau der Grund, warum man als Halter natürlich wachsam sein muss.

Mein ursprünglicher Punkt war aber ein anderer: Es ging nicht um kleine Hunde, sondern darum, dass Größe allein nicht automatisch bedeutet, dass ein Hund sich „gut verteidigen“ kann. Auch große Hunde sind in Konflikten nicht automatisch sicher oder dominant. Mein Hund selbst ist groß, aber eher defensiv in Konflikten, auch wenn er manchmal provoziert. Größe schützt weder vor körperlichen noch vor psychischen Verletzungen.

Natürlich passe ich auf meinen Hund auf und greife ein, wenn ein fremder Hund respektlos auf ihn zuläuft. Aber wie ich auch geschrieben habe, heißt das nicht, dass man sofort zu einem „Waffenarsenal“ greifen muss.
 
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Marie-Christin
4. Jan. 16:07
Darf ich fragen, was genau passiert ist und wie schwer dein Hund dabei verletzt wurde? Mir geht es nicht darum, etwas kleinzureden. Aber zwischen „unangenehme, unkontrollierte Begegnung“ und einem tatsächlichen schweren Angriff mit Verletzungen liegt eben ein großer Unterschied . Hier wird ein "Gerangel,"oder ein kurzes, lautes Durcheinander sehr schnell als „schwerer Angriff“ bezeichnet – obwohl es das in den allermeisten Fällen schlicht nicht ist.
Also ich verstehe nicht, warum das jetzt so klein gemacht wird. Mein Hund wurde von diesem Labrador knurrend angesprungen und mein Mann musste das Vieh wegtreten, während er sich an Sammy verbeißen wollte und die Besitzerin kam aus Meter Entfernung angelaufen und tat so als ob nichts wäre!
Ich werde niemals dabei zusehen wie mein Hund angegriffen wird und dann nichts tun. Und ich verstehe nicht warum hier jetzt irgendwas unterstellt wird. Ich bitte lediglich um Ratschläge, weil die meisten Besitzer alles immer ins Lächerliche dann ziehen und sich nicht mal entschuldigen und ihre Hunde einfach schlecht erzogen sind.
 
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Mel und
4. Jan. 16:12
Also ich verstehe nicht, warum das jetzt so klein gemacht wird. Mein Hund wurde von diesem Labrador knurrend angesprungen und mein Mann musste das Vieh wegtreten, während er sich an Sammy verbeißen wollte und die Besitzerin kam aus Meter Entfernung angelaufen und tat so als ob nichts wäre! Ich werde niemals dabei zusehen wie mein Hund angegriffen wird und dann nichts tun. Und ich verstehe nicht warum hier jetzt irgendwas unterstellt wird. Ich bitte lediglich um Ratschläge, weil die meisten Besitzer alles immer ins Lächerliche dann ziehen und sich nicht mal entschuldigen und ihre Hunde einfach schlecht erzogen sind.
Es sagt doch auch niemand, dass man tatenlos zusehen muss. Natürlich darf und sollte man seinen Hund beschützen, wenn er bedroht wird.
Aber genau darum ging es in meinem ursprünglichen Beitrag: Muss man deshalb gleich mit Pfefferspray oder anderen „Waffen“ unterwegs sein? Meiner Erfahrung nach eskalieren Situationen eher durch Panik oder übertriebene Schutzmaßnahmen, während ruhiges, souveränes Eingreifen in den allermeisten Fällen ausreicht.