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Marie-Christin
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heute 08:35

Gefährliche Hundebegegnungen

Hallo zusammen, ich möchte mich gern zum Thema Hundebegegnungen, speziell mit kleinen Hunden, austauschen und hoffe auf eure Erfahrungen. Wir haben einen Cocker Spaniel, fast 1 Jahr alt. Leider hatten wir inzwischen zwei extrem negative und gefährliche Hundebegegnungen. In beiden Fällen sind deutlich größere Hunde unangeleint auf unseren Hund zugerannt und wollten ihn tatsächlich beißen. Bei einer Situation musste mein Mann sogar körperlich eingreifen, weil wir sonst ernsthaft Angst hatten, unseren Hund zu verlieren. Was mich besonders schockiert: Die Halter rufen ihre Hunde zwar teilweise zurück, aber die Hunde reagieren nicht – oder die Situation wird von den Haltern nicht ernst genommen. Statt einzugreifen, wird gelacht oder relativiert, obwohl ein kleiner Hund dabei real in Gefahr ist. Seitdem bin ich ehrlich gesagt sehr verunsichert, vor allem wenn ich alleine mit unserem Hund unterwegs bin. Ich frage mich zunehmend: • Wie schützt ihr kleine Hunde in solchen Situationen? • Gibt es Strategien, um Begegnungen frühzeitig zu entschärfen? • Hebt ihr eure Hunde hoch oder ist das eher kontraproduktiv? • Nutzt jemand Hilfsmittel (z. B. Schleppleine, Abwehrspray, bestimmte Trainingsmethoden)? • Wie setzt ihr euch gegenüber uneinsichtigen Hundehaltern durch?
 
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Sebbi
8. Jan. 01:38
Leider muss Ich mit großem und mittleren Hund sagen dass du auf jeden Fall eine Möglichkeit mitnehmen solltest die dich schützt. Zb stab oder Abwehrspray. Ich führe meine angeleint aber viele wollen unbedingt Selbstmord begehen und greifen als Mini meine an. Ich hatte ein extremes Erlebnis und führe seit dem mit schein eine Schreckschuss Waffe mit. Die knallt beim ersten Mal. Dann Pfeffer. Bevor es zu einem toten kommt. Selbst ein lieber verspielter großer Hund kann deine erheblich verletzen. Leider halten sich die wenigsten an Leinenzwang. Aber da habe ich die Erfahrung gemacht dass es alle Größen betrifft.
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, wären Handgranaten deutlich effizienter. Du musst nur werfen können.
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund trotzdem zu euch kommt, ist nicht mehr so hoch – und wenn er doch kommen sollte, dann vermutlich in Einzelteilen.
🧐🤔🙄

/ironie off
 
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Ingo
8. Jan. 06:34
Wenn ich so manche Beiträge lese, sind die recht sportlich. Vielleicht haben aber auch nicht alle schon mal einen richtig angreifenden Hund gesehen. Ich nehme mal als Beispiel den Typ Hund, den ich habe. Dieser Typ Hund würde wie ein Marschflugkörper bei euch einschlagen. Wasser, laute Geräusche würden da kein Erfolg haben und man müsste erstmal die Zeit dafür haben. Blocken würde ich bei so einem Typ Hund nicht empfehlen. Eher alle Gliedmaßen fest an den Körper, damit der Körper glatt ist und wenig einfache Angriffsfläche hat. Hätte jemand einen Gegenstand in der Hand, wäre diese Hand das erste Ziel und nicht der Gegenstand.
 
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Babs
8. Jan. 07:33
Wenn ich so manche Beiträge lese, sind die recht sportlich. Vielleicht haben aber auch nicht alle schon mal einen richtig angreifenden Hund gesehen. Ich nehme mal als Beispiel den Typ Hund, den ich habe. Dieser Typ Hund würde wie ein Marschflugkörper bei euch einschlagen. Wasser, laute Geräusche würden da kein Erfolg haben und man müsste erstmal die Zeit dafür haben. Blocken würde ich bei so einem Typ Hund nicht empfehlen. Eher alle Gliedmaßen fest an den Körper, damit der Körper glatt ist und wenig einfache Angriffsfläche hat. Hätte jemand einen Gegenstand in der Hand, wäre diese Hand das erste Ziel und nicht der Gegenstand.
Ja, es gibt solche Hunde, ist aber nicht der Normalfall.

Mit Ausnahme, dass man seine eigenen Gliedmaßen bei sich halten soll, würdest Du bei Deinem Hund welche Maßnahme empfehlen? Wie soll der eigene Hund reagieren? Der ist ja auch noch da.
 
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Sebbi
8. Jan. 08:12
Ja, es gibt solche Hunde, ist aber nicht der Normalfall. Mit Ausnahme, dass man seine eigenen Gliedmaßen bei sich halten soll, würdest Du bei Deinem Hund welche Maßnahme empfehlen? Wie soll der eigene Hund reagieren? Der ist ja auch noch da.
Das Dumme ist halt auch: Oft haben Halter überhaupt keine Ahnung von Hunden – geschweige denn von ihrem eigenen.

Als Sebbi letztes Jahr mit dem Nacken im Gebiss eines Amstaffs klemmte, wollte der Halter seinen Amstaff am Geschirr wegziehen. 🙄
Danach wollte er seinem Hund das Maul öffnen. 🙄

Eine geschleuderte Leine oder eine Schreckschusswaffe hätten da vermutlich wenig geholfen.

Das war übrigens dessen dritte Beißattacke. Ich musste das auch melden (Anzeige).
Der Hund war immer noch nicht gemeldet. Haftpflicht und Impfung waren auch noch keine vorhanden.

Erst letztens wurde mir mitgeteilt, dass Halter und Hund noch glücklich zusammenleben.
 
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Ingo
8. Jan. 08:16
Ja, es gibt solche Hunde, ist aber nicht der Normalfall. Mit Ausnahme, dass man seine eigenen Gliedmaßen bei sich halten soll, würdest Du bei Deinem Hund welche Maßnahme empfehlen? Wie soll der eigene Hund reagieren? Der ist ja auch noch da.
Die Frage kann ich dir beantworten, sie wird aber nicht viel weiter helfen. Wenn der Hund sich ähnlich ruhig verhalten würde, würde mein Hund ablassen und Abstand nehmen. Mein Hund ist dann auch abrufbar. Er ist aber nur ein guter Wach und Schutzhund, der sonst normal ist, sich aber auch nichs gefallen lässt. Selbst wenn er was falsch verstanden hat, könnte ich ihn noch stoppen und er schon unterwegs ist.

Schlimm ist nur, wenn Halter mit so einem Hund überfordert sind. Solche Halter sind nicht in der Lage, so einen Hund zu führen. Viele der Halter haben auch Angst vor ihrem eigenen Hund. Schaffen sich so einen Hund auch als Statussymbol an. Solche Hunde landen oft im Tierschutz als nicht einfacher Hund. Wie sich ein Hund bei solchen Haltern verhält, kann ich leider nicht beantworten.
 
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Yvonne
8. Jan. 08:31
Wenn ich so manche Beiträge lese, sind die recht sportlich. Vielleicht haben aber auch nicht alle schon mal einen richtig angreifenden Hund gesehen. Ich nehme mal als Beispiel den Typ Hund, den ich habe. Dieser Typ Hund würde wie ein Marschflugkörper bei euch einschlagen. Wasser, laute Geräusche würden da kein Erfolg haben und man müsste erstmal die Zeit dafür haben. Blocken würde ich bei so einem Typ Hund nicht empfehlen. Eher alle Gliedmaßen fest an den Körper, damit der Körper glatt ist und wenig einfache Angriffsfläche hat. Hätte jemand einen Gegenstand in der Hand, wäre diese Hand das erste Ziel und nicht der Gegenstand.
Solche durchgeknallten Hunde laufen in der Regel nicht frei rum.
Daher sehe ich das nicht so kritisch.
Ich kann ja auch nicht den ganzen Tag mit Helm rumlaufen, weil mir ein Dachziegel auf den Kopf fallen könnte.
Dieser Vergleich soll nur dafür da sein, dass man in solchen Fällen eh nichts machen kann, weil das absolute Ausnahmefälle sind, die es eben nicht tagtäglich gibt.

Tagtäglich sind reinrennenden Hunde, die sich sehr wohl beeindrucken lassen realistischer.

PS: das ist aber nur meine persönliche Erfahrung aus über 3 Jahren Dogwalking 😉
 
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Vanessa
8. Jan. 08:38
Das Dumme ist halt auch: Oft haben Halter überhaupt keine Ahnung von Hunden – geschweige denn von ihrem eigenen. Als Sebbi letztes Jahr mit dem Nacken im Gebiss eines Amstaffs klemmte, wollte der Halter seinen Amstaff am Geschirr wegziehen. 🙄 Danach wollte er seinem Hund das Maul öffnen. 🙄 Eine geschleuderte Leine oder eine Schreckschusswaffe hätten da vermutlich wenig geholfen. Das war übrigens dessen dritte Beißattacke. Ich musste das auch melden (Anzeige). Der Hund war immer noch nicht gemeldet. Haftpflicht und Impfung waren auch noch keine vorhanden. Erst letztens wurde mir mitgeteilt, dass Halter und Hund noch glücklich zusammenleben.
Wie konntet ihr die beiden am Ende lösen?
 
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M.
8. Jan. 09:02
Solche durchgeknallten Hunde laufen in der Regel nicht frei rum. Daher sehe ich das nicht so kritisch. Ich kann ja auch nicht den ganzen Tag mit Helm rumlaufen, weil mir ein Dachziegel auf den Kopf fallen könnte. Dieser Vergleich soll nur dafür da sein, dass man in solchen Fällen eh nichts machen kann, weil das absolute Ausnahmefälle sind, die es eben nicht tagtäglich gibt. Tagtäglich sind reinrennenden Hunde, die sich sehr wohl beeindrucken lassen realistischer. PS: das ist aber nur meine persönliche Erfahrung aus über 3 Jahren Dogwalking 😉
Das ist Gott sei Dank richtig. Aber auch hier kann etwas schief gehen. Habe dadurch, dass ich meinen Hund damals, der mit Maulkorb und Leine geführt wurde und dem anderen einfach nur mitgeteilt hat, dass ein direkter Kontakt nicht gewünscht ist probiert zu schützen. Ich bemerkte, dass der andere dies nicht akzeptieren wollte. Hierbei habe ich meinen hinter mich gezogen um den anderen zu blocken. Danach hatte ich das Loch im Bein, weil ich einfach für den anderen Hund im Weg stand. Das Witzigste dabei war, daß für die Besitzerin natürlich mein Hund schuld war, der ja "angefangen" hat. Das ich ihr vorher mitgeteilt hatte, dass mein Hund keinen direkten Kontakt wünscht, aber kein Problem hat, wenn Abstand gehalten wird und noch dazu mit Maulkorb und Leine gesichert war, hat die gute Frau natürlich nicht interessiert. Im übrigen gibt es auch hin und wieder Hunde, die auf diese ganzen Tut nixe gar nicht gut zu sprechen sind. Z.B. durch die Erfahrungen, an der Leine einfach nur ausgeliefert zu sein, ihre Besitzer attackieren, die probieren ihren Hund bei sich zu behalten in dieser Stresssituationen. Für diese ganzen Vollpfosten die nicht in der Lage sind ne Leine zu nutzen, wenn ihnen ein anderer angeleinter Hund entgegen kommt, sollte man vielleicht ne App erfinden, die Ihnen den schweren Schritt der Karabinernutzung ermöglicht.
 
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Oliver
8. Jan. 09:04
Aus dem was alles an negativen Hundebegegnungserfahrung genannt wurde kannt man sagen, dass das Problem meist an den HH liegt, die ihre Hunde nicht kennen und deren Verhalten nicht einschätzen können. Außerdem fehlt es an der Souveränität einen Hund zu führen, was dem Hund vermittelt, das der HH im Lead ist.

Wenn es zu einer problematischen Begegnung kommt, dann wird ziemlich ignorant reagiert - "Mein Hund war es nicht. Der wollte nur spielen." Ich war selber bei einer Hundebegegnung dabei, bei der ein Hund 2 Mal getackert wurde. Der übermotivierte Dobermann, der die Hundespielegruppe dominiert hat, war beobachtbar. Deswegen habe da meine Hündin rausbekommen. Was letztendlich die "kleine Beiserei" ausgelöst hat, weiß ich bis heute nicht. An der Stelle müsste man mehr über Tierkommunikation wissen. Der Punkt ist, dass der HH des Dobermann sich schnell verabschiedet hat, ohne sich weiter darum zu kümmern. Zurückgeblieben ist ist ein HH mit traumatisiert Hund. Die Erstversorgung meinerseits mit Blutstillung und Desinfektion hat funktioniert und ein Tierarztbesuch des HH hat gezeigt, dass mit dem Hund alles ok ist. Merkwürdigerweise hat der Rest der HH der Hundespiele Gruppe nicht reagiert, nur Ihre Hunde geschützt.

Deswegen, nach meiner Meinung, immer Hund und Umgebung in Sichtweite beobachten und frühzeitig Maßnahmen ergreifen. Das ist je nach Umgebung mehr oder weniger schwierig. Da ich mit meinem Hund ausschließlich im Feld Gassi gehe und wenig innerorts, habe ich mehr Spielraum.

Was im Fall der Fälle hilft, Bewaffnung oder nicht, Hund an der Leine oder nicht, menschliche Drohgebärden oder nicht, das weiß man nur danach.

Ich diesem Zusammenhang würde ich diejenigen HH fragen, deren Hund in eine Beiserei verwickelt war, wie sie mit der Situation umgegangen sind, bzw. diese geklärt haben. Des Weiteren würde ich gerne wissen, wie man einen Hund, der gepackt wurde, aus dem Maul des anderen Hundes löst (Sebbi).
 
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Babs
8. Jan. 09:19
Die Frage kann ich dir beantworten, sie wird aber nicht viel weiter helfen. Wenn der Hund sich ähnlich ruhig verhalten würde, würde mein Hund ablassen und Abstand nehmen. Mein Hund ist dann auch abrufbar. Er ist aber nur ein guter Wach und Schutzhund, der sonst normal ist, sich aber auch nichs gefallen lässt. Selbst wenn er was falsch verstanden hat, könnte ich ihn noch stoppen und er schon unterwegs ist. Schlimm ist nur, wenn Halter mit so einem Hund überfordert sind. Solche Halter sind nicht in der Lage, so einen Hund zu führen. Viele der Halter haben auch Angst vor ihrem eigenen Hund. Schaffen sich so einen Hund auch als Statussymbol an. Solche Hunde landen oft im Tierschutz als nicht einfacher Hund. Wie sich ein Hund bei solchen Haltern verhält, kann ich leider nicht beantworten.
Danke für die Antwort. Ja, es ist traurig, was manche HH mit ihren Hunden anstellen und es stellt sich immer die Frage, geht es dem Hund gut oder braucht er für eine bessere Lebensqualität eine Veränderung. Die Bindung zwischen HH und Hund sollte man immer mit einbeziehen. Ist zumindest meine Meinung. Ist aber ein anderes Thema.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann würde/könnte bei Deinem Hund ein deeskalierendes Verhalten (sich seitlich wegdrehen, ruhig und souverän bleiben) Wirkung zeigen, oder? Das war ja meine persönliche Lösung (siehe mein Kommentar).